Zürcher Nachrichten - Spiegel erklärt Urlaub kurz nach Flutkatastrophe mit schwieriger Familienlage

EUR -
AED 4.015568
AFN 77.462602
ALL 100.23676
AMD 424.436429
ANG 1.969812
AOA 954.017417
ARS 1008.815402
AUD 1.621988
AWG 1.968416
AZN 1.86165
BAM 1.955282
BBD 2.206789
BDT 128.406009
BGN 1.954876
BHD 0.41207
BIF 3147.099456
BMD 1.093261
BND 1.46516
BOB 7.552279
BRL 5.947639
BSD 1.092996
BTN 91.316938
BWP 14.769049
BYN 3.576858
BYR 21427.907663
BZD 2.20309
CAD 1.494799
CDF 3104.860599
CHF 0.969329
CLF 0.036075
CLP 995.410813
CNY 7.936198
CNH 7.94833
COP 4350.00738
CRC 571.345437
CUC 1.093261
CUP 28.971406
CVE 110.254471
CZK 25.292581
DJF 194.594297
DKK 7.459563
DOP 64.493841
DZD 146.677282
EGP 52.705875
ERN 16.398909
ETB 62.771205
FJD 2.433871
FKP 0.842423
GBP 0.839028
GEL 2.968217
GGP 0.842423
GHS 16.853082
GIP 0.842423
GMD 74.095741
GNF 9413.508082
GTQ 8.474191
GYD 228.659797
HKD 8.535731
HNL 27.066835
HRK 7.55219
HTG 144.276222
HUF 391.338091
IDR 17631.06828
ILS 3.968727
IMP 0.842423
INR 91.355971
IQD 1431.763269
IRR 46026.271127
ISK 149.30625
JEP 0.842423
JMD 170.973672
JOD 0.774795
JPY 171.200279
KES 142.124422
KGS 92.881012
KHR 4488.571347
KMF 494.20844
KPW 983.934918
KRW 1507.890108
KWD 0.334035
KYD 0.91078
KZT 519.670372
LAK 24209.688007
LBP 97875.553014
LKR 332.002113
LRD 213.125748
LSL 19.882001
LTL 3.228114
LVL 0.661302
LYD 5.284495
MAD 10.743274
MDL 19.355443
MGA 4917.530382
MKD 61.61757
MMK 3550.867767
MNT 3771.749431
MOP 8.788639
MRU 43.262548
MUR 50.913229
MVR 16.832832
MWK 1895.149676
MXN 19.437405
MYR 5.09842
MZN 69.859342
NAD 19.882001
NGN 1765.441372
NIO 40.236158
NOK 11.760511
NPR 146.112046
NZD 1.79696
OMR 0.420867
PAB 1.092996
PEN 4.060512
PGK 4.279591
PHP 63.695524
PKR 304.422814
PLN 4.295164
PYG 8253.815073
QAR 3.987045
RON 4.968103
RSD 117.037884
RUB 96.371801
RWF 1431.210956
SAR 4.100477
SBD 9.246366
SCR 14.832327
SDG 657.049748
SEK 11.511668
SGD 1.465762
SHP 0.842423
SLE 24.978056
SLL 22925.132054
SOS 624.640348
SRD 32.463288
STD 22628.287033
SVC 9.561469
SYP 2746.850447
SZL 19.877102
THB 39.283591
TJS 11.639763
TMT 3.837345
TND 3.391702
TOP 2.58168
TRY 36.182875
TTD 7.419291
TWD 35.551191
TZS 2901.823052
UAH 45.33757
UGX 4043.61384
USD 1.093261
UYU 43.888382
UZS 13753.359249
VEF 3960393.939438
VES 39.875717
VND 27686.82457
VUV 129.794125
WST 3.065075
XAF 655.894363
XAG 0.035359
XAU 0.000443
XCD 2.954591
XDR 0.824421
XOF 655.894363
XPF 119.331742
YER 273.670464
ZAR 19.87209
ZMK 9840.662648
ZMW 28.499278
ZWL 352.029466
  • Euro STOXX 50

    -52.9800

    4894.85

    -1.08%

  • MDAX

    -14.0600

    25562.68

    -0.06%

  • TecDAX

    -20.7800

    3354.53

    -0.62%

  • SDAX

    -103.9200

    14520.46

    -0.72%

  • Goldpreis

    0.6000

    2468.4

    +0.02%

  • DAX

    -74.4100

    18443.62

    -0.4%

  • EUR/USD

    0.0032

    1.0935

    +0.29%

Spiegel erklärt Urlaub kurz nach Flutkatastrophe mit schwieriger Familienlage
Spiegel erklärt Urlaub kurz nach Flutkatastrophe mit schwieriger Familienlage

Spiegel erklärt Urlaub kurz nach Flutkatastrophe mit schwieriger Familienlage

Die heutige Bundesfamilienministerinund frühere Umweltministerin von Rheinland-Pfalz, Anne Spiegel (Grüne) hat ihre lange Urlaubsreise kurz nach der Flutkatastrophe an der Ahr als "Fehler" bezeichnet und die Hintergründe erläutert. Ihr Mann habe im März 2019 einen Schlaganfall erlitten und danach Stress "unbedingt vermeiden" müssen, sagte sie am Sonntagabend in Berlin. Auch sei die Familie durch die Corona-Pandemie sowie durch Spiegels berufliche Verpflichtungen stark belastet gewesen und habe daher Urlaub gebraucht.

Textgröße:

"Das war ein Fehler, dass wir auch so lange in Urlaub gefahren sind und dass wir in Urlaub gefahren sind", sagte Spiegel sichtlich bewegt und den Tränen nahe. "Und ich bitte für diesen Fehler um Entschuldigung."

Die "Bild am Sonntag" hatte berichtet, dass die damalige Landesumweltministerin Spiegel zehn Tage nach der Flutkatastrophe im vergangenen Sommer für vier Wochen in den Urlaub nach Frankreich gefahren war. Dies hatte das Landesministerium der Zeitung bestätigt. CDU-Politiker reagierten auf den Zeitungsbericht mit Rücktrittsforderungen an Spiegel.

In ihrer Stellungnahme am Sonntagabend betonte die Bundesfamilienministerin, sie habe am Morgen nach der Flutkatastrophe an der Ahr einen Krisenstab unter anderem für den Wiederaufbau der Trinkwasser- und Energieversorgung eingesetzt. Auch habe sie innerhalb weniger Tage ein 20 Millionen Euro schweres Sofortprogramm für die betroffenen Kommunen auf den Weg gebracht.

Sie habe damals eine "sehr schwere Abwägung" treffen müssen, "die ich mir auch nicht leicht gemacht hatte", und zwar "zwischen meiner Verantwortung als Ministerin und der Verantwortung als Mutter". Zehn Tage nach der Katastrophe sei sie, "weil ich mich in der Abwägung entschieden hatte, dass ich an diesem Punkt für meine Familie da sein muss, in Urlaub gefahren".

Dort sei sie "immer erreichbar" gewesen und habe Telefonate geführt, betonte Spiegel. "Ich habe mich immer informiert." Wenn es einen Anlass zum Abbruch des Urlaubs gegeben hätte, "dann hätte ich das auch sofort getan".

Ihr Mann habe sie immer gebeten, "dass wir die Privatsphäre unserer Familie wahren", sagte Spiegel. "Aber ich möchte diesen Schritt gehen, um die Sachlage auch etwas einordnen zu können."

Neben dem Schlaganfall ihres Mannes verwies Spiegel auf die Corona-Pandemie. Diese sei für die Familie mit vier kleinen Kindern - eins im Kita- und drei im Grundschulalter - "eine wahnsinnige Herausforderung" gewesen. Diese habe "die Kinder auch ganz klar mit Spuren versehen". Ihr Kinder seien "nicht gut durch diese Pandemie gekommen".

Spiegel war seit 2016 Familienministerin in Rheinland-Pfalz; zudem war sie Spitzenkandidatin ihrer Partei für die Landtagswahl im März 2021. Im Januar 2021 übernahm Spiegel geschäftsführend auch das Umweltressort. Damit habe sie einen Schritt gemacht, "der im Nachhinein ein Fehler war, weil er zu viel war", sagte sie am Sonntag. Ihr Mann sei damals "sehr stark belastet" gewesen.

Sie habe die Aufgabe als Umweltministerin "sehr ernst genommen und es war zu viel. Das hat uns als Familie über die Grenze gebracht", sagte Spiegel. Bei der Bildung der neuen Landesregierung im Mai 2021 gab sie das Familienressort ab und wurde regulär Umweltministerin. Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ereignete sich Mitte Juli 2021.

A.Wyss--NZN