Zürcher Nachrichten - Anschlag am Jom-Kippur-Feiertag: Zwei Menschen vor Synagoge in Manchester getötet

EUR -
AED 4.288053
AFN 75.89486
ALL 92.62066
AMD 426.131178
ANG 2.089769
AOA 1071.866673
ARS 1748.172706
AUD 1.639138
AWG 2.103158
AZN 1.977827
BAM 1.967749
BBD 2.351931
BDT 142.696509
BGN 1.980694
BHD 0.440231
BIF 3486.484013
BMD 1.16761
BND 1.490551
BOB 13.492644
BRL 6.045919
BSD 1.167766
BTN 111.759253
BWP 15.771772
BYN 3.551868
BYR 22885.159629
BZD 2.348511
CAD 1.612213
CDF 2653.978212
CHF 0.931397
CLF 0.027343
CLP 1076.139488
CNY 7.857725
CNH 7.857257
COP 3564.935741
CRC 522.562012
CUC 1.16761
CUP 30.94167
CVE 110.776986
CZK 24.171858
DJF 207.507835
DKK 7.475706
DOP 68.830464
DZD 155.110034
EGP 59.144823
ERN 17.514153
ETB 187.839291
FJD 2.566815
FKP 0.862158
GBP 0.858491
GEL 3.087926
GGP 0.862158
GHS 12.966304
GIP 0.862158
GMD 85.822074
GNF 10245.779009
GTQ 8.91092
GYD 244.308305
HKD 9.154292
HNL 31.385462
HRK 7.533768
HTG 152.737482
HUF 364.207969
IDR 20803.310669
ILS 3.476034
IMP 0.862158
INR 111.502394
IQD 1530.153148
IRR 1604996.960374
ISK 142.191803
JEP 0.862158
JMD 184.52048
JOD 0.82787
JPY 184.837394
KES 151.135367
KGS 102.107534
KHR 4722.983654
KMF 492.731757
KPW 1050.84951
KRW 1620.362388
KWD 0.359916
KYD 0.973109
KZT 539.393861
LAK 26301.58643
LBP 104559.491772
LKR 386.466777
LRD 211.512574
LSL 18.90372
LTL 3.447649
LVL 0.706276
LYD 7.414139
MAD 10.797184
MDL 20.138288
MGA 5020.72372
MKD 61.519741
MMK 2451.10096
MNT 4200.070013
MOP 9.431048
MRU 46.832636
MUR 54.853835
MVR 18.04
MWK 2026.971232
MXN 19.794356
MYR 4.720762
MZN 74.604483
NAD 18.796701
NGN 1576.577256
NIO 42.816975
NOK 10.893564
NPR 178.818858
NZD 1.967248
OMR 0.448964
PAB 1.167766
PEN 3.928428
PGK 5.156458
PHP 72.095841
PKR 324.11421
PLN 4.319767
PYG 7024.656458
QAR 4.254721
RON 5.24631
RSD 117.291138
RUB 98.083935
RWF 1712.884142
SAR 4.385776
SBD 9.378546
SCR 16.604807
SDG 702.30436
SEK 11.022543
SGD 1.484546
SHP 0.865043
SLE 28.733085
SLL 24484.200875
SOS 667.295778
SRD 44.067961
STD 24167.173437
STN 24.957668
SVC 10.217916
SYP 15181.267518
SZL 18.777984
THB 38.374694
TJS 10.772283
TMT 4.086636
TND 3.382858
TOP 2.811325
TRY 55.988658
TTD 7.920929
TWD 37.164798
TZS 3091.511839
UAH 52.211075
UGX 4355.354158
USD 1.16761
UYU 46.804213
UZS 13798.23957
VES 906.584331
VND 30568.618452
VUV 138.029605
WST 3.17111
XAF 659.964563
XAG 0.0174
XAU 0.000259
XCD 3.155525
XCG 2.104553
XDR 0.825561
XOF 659.700147
XPF 119.331742
YER 276.811225
ZAR 18.797677
ZMK 10509.895564
ZMW 21.865307
ZWL 375.970003
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.168

    -0.02%

  • Euro STOXX 50

    -23.7100

    6444.46

    -0.37%

  • SDAX

    108.4500

    18534.04

    +0.59%

  • Goldpreis

    26.5000

    4571.8

    +0.58%

  • DAX

    -37.0300

    26091.33

    -0.14%

  • MDAX

    -17.3600

    31822.47

    -0.05%

  • TecDAX

    7.2000

    4059.16

    +0.18%

Anschlag am Jom-Kippur-Feiertag: Zwei Menschen vor Synagoge in Manchester getötet
Anschlag am Jom-Kippur-Feiertag: Zwei Menschen vor Synagoge in Manchester getötet / Foto: Paul Currie - AFP

Anschlag am Jom-Kippur-Feiertag: Zwei Menschen vor Synagoge in Manchester getötet

Tödlicher Anschlag vor einer Synagoge im britischen Manchester am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur: Ein Angreifer hat am Donnerstag nach Polizeiangaben vor dem Gotteshaus zwei Menschen getötet und vier weitere schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde von Polizisten erschossen. Die Polizei stufte den Angriff als "terroristisch" ein. Nach ihren Angaben wurden zwei Menschen festgenommen. Der britische Premierminister Keir Starmer und König Charles II. reagierten schockiert auf den Anschlag.

Textgröße:

Der Täter war nach Angaben der Polizei am Morgen vor der Synagoge Heaton Park im Stadtteil Crumpsall mit einem Wagen direkt in Menschen hineingefahren. Außerdem stach er laut Augenzeugenberichten mit einem Messer um sich. Vor dem Gotteshaus stationierte Polizisten erschossen den mutmaßlichen Täter, über den die Polizei zunächst keine Informationen veröffentlichte. Auch zu den zwei später Festgenommenen machte sie zunächst keine Angaben.

Zum Zeitpunkt des Anschlags war die Synagoge wegen des Feiertags Jom Kippur bis auf den letzten Platz besetzt. Der Anti-Terror-Verantwortliche der Londoner Polizei, Laurence Taylor, teilte mit, das Verbrechen sei als "terroristischer Vorfall" eingestuft worden.

Nach Angaben des Polizeipräsidenten von Manchester, Stephen Watson, trug der mutmaßliche Täter eine Weste, die so aussah, als enthielte sie Sprengstoff. In Reaktion auf den Anschlag hatte die Polizei den nationalen Einsatzplan zur Terrorismusbekämpfung aktiviert.

Laut Watson wurde der mutmaßliche Täter sieben Minuten nach dem ersten Alarmanruf von 09.30 Ortszeit (10.30 Uhr MESZ) von den tödlichen Polizeikugeln getroffen. Zwei Mitglieder der jüdischen Gemeinde seien getötet worden, vier weitere Menschen lägen´mit "schweren Verletzungen" im Krankenhaus. In vorherigen Angaben der Polizei war noch von drei Verletzten die Rede gewesen.

Ein Augenzeuge mit dem Vornamen Gareth sagte dem britischen Sender BBC, er habe gesehen, wie die Polizei auf einen Mann geschossen habe. "Sie haben ihn mehrfach gewarnt, aber er hat nicht darauf gehört", sagte er.

Die Polizeiarbeit am Tatort wurde offensichtlich durch das mögliche Vorhandenseins von Sprengstoff verzögert. Experten zur Bombenentschärfung waren vor Ort. Der Anti-Terrorismus-Beamte Taylor sagte, die Polizei meine, die Identität des mutmaßlichen Attentäters zu kennen, könne diese aber "aus Sicherheitsgründen am Tatort" noch nicht bestätigen. Wegen "verdächtiger Objekte" am Körper des Verdächtigen war dessen Tod auch erst mit einigen Stunden Verzögerung bestätigt worden.

Premierminister Starmer zeigte sich "entsetzt" über den Anschlag. Dass er sich an Jom Kippur ereignete, mache ihn "noch furchtbarer", erklärte Starmer im Onlinedienst X. Er brach seine Teilnahme an einem Gipfeltreffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Kopenhagen ab. Vor seinem Rückflug kündigte er eine erhöhte Polizeipräsenz vor allen Synagogen in Großbritannien an. Es werde alles getan, "um unsere jüdische Gemeinschaft zu schützen".

Charles III. erklärte, er und Königin Camilla seien "zutiefst schockiert und traurig über den furchtbaren Angriff in Manchester, besonders an so einem bedeutenden Tag für die jüdische Gemeinschaft".

Der israelische Außenminister Gideon Saar zeigte sich "bestürzt". Er erklärte im Onlinedienst X: "Die Wahrheit muss gesagt werden: Offene und unkontrollierte anti-semitische und anti-israelische Hetze, genauso wie Aufrufe zur Unterstützung von Terrorismus, sind in jüngster Zeit ein weit verbreitetes Phänomen auf den Straßen von London geworden, in den Städten überall in Großbritannien, und an den Unis."

Manchester hat eine der größten jüdischen Gemeinden im Vereinigten Königreich. Nach Angaben des Institute for Jewish Policy Research lebten im Jahr 2021 mehr als 28.000 Jüdinnen und Juden in der nordwestenglischen Stadt.

Auch die Europäische Union reagierte stark betroffen auf den Anschlag. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nannte ihn auf X "absolut entsetzlich" und erklärte: "Hass, Antisemitismus und Gewalt haben keinen Platz in unserer Gesellschaft". Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, der Antisemitismus müsse weiterhin "in allen seinen Formen" bekämpft werden.

Der Anschlag ereignete sich wenige Tage vor dem zweiten Jahrestag des Angriffs der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel, der den Gaza-Krieg ausgelöst hatte. Bei dem Hamas-Überfall waren nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet worden. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Seither geht die israelische Armee massiv militärische im Gazastreifen vor. Nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums wurden mehr als 66.000 Palästinenser getötet.

Der Angriff in Manchester erinnert an den Anschlag auf die Synagoge von Halle vor sechs Jahren. Der Rechtsextremist Stephan B. hatte am 9. Oktober 2019, ebenfalls an Jom Kippur, versucht, das Gotteshaus zu stürmen und die dort versammelten 52 Gemeindemitglieder zu töten. Das scheiterte an der gesicherten Eingangstür und Ladehemmungen seiner selbstgebauten Waffen.

Unmittelbar danach erschoss der Attentäter eine Passantin auf der Straße und einen jungen Mann in einem Dönerimbiss. 2020 wurde B. zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

M.J.Baumann--NZN