Zürcher Nachrichten - Großbrand in Hongkong: Mindestens 83 Todesopfer bestätigt - Bambusgerüste im Visier

EUR -
AED 4.34565
AFN 76.914273
ALL 96.607572
AMD 446.36223
ANG 2.118193
AOA 1085.081707
ARS 1709.824236
AUD 1.683447
AWG 2.13289
AZN 2.021476
BAM 1.956958
BBD 2.375416
BDT 144.135286
BGN 1.987191
BHD 0.446102
BIF 3494.697374
BMD 1.183295
BND 1.499187
BOB 8.149822
BRL 6.199519
BSD 1.179403
BTN 106.558601
BWP 16.290708
BYN 3.379214
BYR 23192.585239
BZD 2.372014
CAD 1.6135
CDF 2603.249667
CHF 0.917087
CLF 0.025772
CLP 1017.634253
CNY 8.209944
CNH 8.203661
COP 4321.393943
CRC 585.768881
CUC 1.183295
CUP 31.357322
CVE 110.329817
CZK 24.339203
DJF 210.025161
DKK 7.468545
DOP 74.266769
DZD 153.602363
EGP 55.650127
ERN 17.749427
ETB 182.951611
FJD 2.600706
FKP 0.866753
GBP 0.862563
GEL 3.189017
GGP 0.866753
GHS 12.920645
GIP 0.866753
GMD 86.380406
GNF 10347.516218
GTQ 9.046315
GYD 246.746002
HKD 9.247682
HNL 31.161624
HRK 7.533807
HTG 154.701538
HUF 380.912173
IDR 19848.593102
ILS 3.656778
IMP 0.866753
INR 107.051295
IQD 1545.02073
IRR 49846.309022
ISK 144.988891
JEP 0.866753
JMD 184.836398
JOD 0.838943
JPY 184.975657
KES 152.088635
KGS 103.479199
KHR 4758.75547
KMF 494.617247
KPW 1064.950559
KRW 1716.717192
KWD 0.36371
KYD 0.982882
KZT 591.302377
LAK 25369.011047
LBP 105616.640496
LKR 365.056007
LRD 219.367948
LSL 18.890578
LTL 3.493963
LVL 0.715764
LYD 7.456444
MAD 10.818702
MDL 19.972818
MGA 5227.115013
MKD 61.634227
MMK 2485.061759
MNT 4222.50488
MOP 9.491156
MRU 47.08365
MUR 54.289889
MVR 18.282221
MWK 2045.118755
MXN 20.373735
MYR 4.646762
MZN 75.435099
NAD 18.890658
NGN 1642.59147
NIO 43.406051
NOK 11.390362
NPR 170.501371
NZD 1.958797
OMR 0.454974
PAB 1.179398
PEN 3.970449
PGK 5.053182
PHP 69.762331
PKR 329.85297
PLN 4.224598
PYG 7824.662979
QAR 4.288619
RON 5.095033
RSD 117.375808
RUB 91.110678
RWF 1721.38402
SAR 4.437519
SBD 9.535112
SCR 16.849789
SDG 711.752142
SEK 10.5164
SGD 1.503181
SHP 0.887778
SLE 28.961135
SLL 24813.1071
SOS 672.923765
SRD 45.100704
STD 24491.820857
STN 24.515438
SVC 10.320106
SYP 13086.741503
SZL 18.897262
THB 37.358404
TJS 11.021528
TMT 4.153366
TND 3.410504
TOP 2.849091
TRY 51.487184
TTD 7.988761
TWD 37.331541
TZS 3054.72387
UAH 51.040817
UGX 4204.487829
USD 1.183295
UYU 45.426495
UZS 14438.543402
VES 439.760484
VND 30762.716058
VUV 141.448244
WST 3.226037
XAF 656.370341
XAG 0.013535
XAU 0.000234
XCD 3.197915
XCG 2.125567
XDR 0.816286
XOF 656.34814
XPF 119.331742
YER 282.067981
ZAR 18.847602
ZMK 10651.062831
ZMW 23.145793
ZWL 381.02056
  • DAX

    -30.2800

    24750.51

    -0.12%

  • MDAX

    -6.1600

    31531.17

    -0.02%

  • Goldpreis

    168.2000

    5103.2

    +3.3%

  • Euro STOXX 50

    1.7400

    5997.09

    +0.03%

  • TecDAX

    -16.4100

    3589.31

    -0.46%

  • SDAX

    -117.9300

    17886.19

    -0.66%

  • EUR/USD

    0.0007

    1.1833

    +0.06%

Großbrand in Hongkong: Mindestens 83 Todesopfer bestätigt - Bambusgerüste im Visier
Großbrand in Hongkong: Mindestens 83 Todesopfer bestätigt - Bambusgerüste im Visier / Foto: Dale DE LA REY - AFP

Großbrand in Hongkong: Mindestens 83 Todesopfer bestätigt - Bambusgerüste im Visier

Am Tag nach dem verheerenden Großbrand in einem Hochhauskomplex in Hongkong zeichnet sich das Ausmaß der Katastrophe ab. Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer stieg am Donnerstag auf 83, zahlreiche weitere Menschen wurden noch vermisst. Die Behörden ermittelten wegen der Ursachen des schlimmsten Brandes seit fast 80 Jahren, in den Fokus gerieten unter anderem die an dem Gebäudekomplex angebrachten Baugerüste aus Bambus.

Textgröße:

Drei Mitarbeiter einer Baufirma wurden im Zusammenhang mit dem Brand festgenommen. Die Behörden ordneten an, die Sicherheit auf allen größeren Baustellen in der Millionenmetropole zu überprüfen.

Das Feuer in dem Wohnkomplex Wang Fuk Court im nördlichen Stadtteil Tai Po hatte sich am Mittwoch über Bambus-Baugerüste ausgebreitet und rasch auf mehrere Hochhäuser übergegriffen. In vier Hochhäusern seien die Brände gelöscht und in drei weiteren unter Kontrolle gebracht worden, teilte die Feuerwehr am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) mit. Nur einer der insgesamt acht Wohntürme sei verschont geblieben.

Um Mitternacht (Donnerstag 17.00 Uhr MEZ) bestätigten die Behörden den Tod von 83 Menschen. Nach jüngsten Angaben eines Sprechers der Hongkonger Verwaltung wurden noch 58 Verletzte in Krankenhäusern behandelt, zwölf davon schwebten demnach in Lebensgefahr. Es handelt sich um die schlimmste Brandkatastrophe in Hongkong seit 1948.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr durchkämmten die Hochhäuser am Donnerstag weiter auf der Suche nach vermissten Bewohnerinnen und Bewohnern.

Unklar blieb zunächst noch, wie viele Menschen vermisst wurden. Der Regierungschef der chinesischen Sonderverwaltungszone, John Lee, hatte auf einer Pressekonferenz am frühen Donnerstagmorgen von 279 Vermissten gesprochen. Nach Angaben der Feuerwehr konnten einige davon inzwischen aber ausfindig gemacht werden, die Behörden aktualisierten die Vermisstenzahl später nicht.

Nach Angaben der Feuerwehr hatten sich die Flammen aufgrund des Windes und herumfliegender Trümmerteile rasend schnell ausgebreitet. Demnach konnten die Feuerwehrkräfte einige Stockwerke wegen der extrem hohen Temperatur am Brandort zunächst nicht erreichen.

Mehrere Bewohner des Gebäudekomplexes Wang Fuk Court, der fast 2000 Wohnungen umfasst, sagten der Nachrichtenagentur AFP, sie hätten keinen Feueralarm gehört. Stattdessen hätten sie von Tür zu Tür gehen müssen, um Nachbarn zu warnen. "Klingeln, an Türen klopfen, die Nachbarn alarmieren, ihnen sagen, sie sollen gehen - so war die Situation", sagte ein Anwohner.

Zahlreiche Menschen versammelten sich in der Nähe der Wohnanlage zu einer spontanen Hilfsaktion für Bewohner und Feuerwehrleute. Die Behörden richteten Notunterkünfte für die aus den Hochhäusern evakuierten Anwohner ein.

Die Brandkatastrophe löste auch international Bestürzung aus. Papst Leo XIV. äußerte in einer Mitteilung seine "spirituelle Solidarität" mit allen, die unter dem Brand zu leiden hätten, "insbesondere mit den Verletzten und den trauernden Familien".

Die Behörden leiteten Ermittlungen zur Ursache des Großbrands in dem Hochhauskomplex ein, der gerade umfassend instandgesetzt werden sollte. Für die Bauarbeiten waren Baugerüste aus Bambus errichtet worden, die mit Kunststoffnetzen umhüllt waren. Die Polizei nahm drei Männer fest, die verdächtigt werden, brennbare Verpackungen auf der Baustelle zurückgelassen zu haben. Ihnen wird demnach "grobe Fahrlässigkeit" zur Last gelegt.

Hongkongs Anti-Korruptions-Behörde leitete ebenfalls Ermittlungen ein, "um mögliche Korruption im Zusammenhang mit dem Großprojekt zur Renovierung der Wohnanlage Wang Fuk Court" zu untersuchen.

Die Regierung ordnete zudem eine Überprüfung aller Großbaustellen in Hongkong an. "Die Regierung hat unverzüglich Inspektionen aller Wohnsiedlungen in der Stadt angeordnet, in denen größere Reparaturarbeiten durchgeführt werden, um die Sicherheit von Gerüsten und Baumaterialien zu überprüfen", erklärte Regierungschef Lee.

Eric Chan, der stellvertretende Leiter der Hongkonger Verwaltung, forderte einen "verpflichtenden" Übergang von Bambus- zu Metallgerüsten in der gesamten chinesischen Sonderverwaltungszone. Die Verwaltung werde hierbei mit der örtlichen Bauindustrie zusammenarbeiten.

In Hongkong stehen einige der bewohnerreichsten und höchsten Hochhauskomplexe der Welt. Früher gehörten tödliche Feuer zum Alltag, insbesondere in ärmeren Stadtvierteln. In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Sicherheitsmaßnahmen verschärft, sodass Brände in Wohngebieten heute viel seltener vorkommen.

F.Schneider--NZN