Zürcher Nachrichten - USA stufen Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe" ein - Mutmaßliche Drogenboote angegriffen

EUR -
AED 4.135607
AFN 74.312152
ALL 92.327118
AMD 408.113884
ANG 2.015836
AOA 1032.483179
ARS 1713.524166
AUD 1.62259
AWG 2.029499
AZN 1.91856
BAM 1.959708
BBD 2.267352
BDT 138.40109
BGN 1.895446
BHD 0.424523
BIF 3374.991374
BMD 1.125935
BND 1.440773
BOB 13.525493
BRL 5.867029
BSD 1.12576
BTN 109.058616
BWP 15.562483
BYN 3.390762
BYR 22068.333923
BZD 2.264015
CAD 1.60429
CDF 2600.911191
CHF 0.93273
CLF 0.028256
CLP 1115.712356
CNY 7.548891
CNH 7.552554
COP 3684.128199
CRC 515.828695
CUC 1.125935
CUP 27.017239
CVE 110.736191
CZK 24.454533
DJF 200.101683
DKK 7.479143
DOP 67.612863
DZD 150.890027
EGP 58.776238
ERN 16.889031
ETB 181.303794
FJD 2.549163
FKP 0.853385
GBP 0.850469
GEL 2.933107
GGP 0.853385
GHS 13.224156
GIP 0.853385
GMD 82.760588
GNF 9851.935187
GTQ 8.602851
GYD 235.479607
HKD 8.835722
HNL 30.198025
HRK 7.540056
HTG 147.413981
HUF 368.676725
IDR 20141.295479
ILS 3.436727
IMP 0.853385
INR 108.254467
IQD 1474.97538
IRR 1966490.662268
ISK 137.285738
JEP 0.853385
JMD 178.215407
JOD 0.798333
JPY 177.7008
KES 144.435427
KGS 98.463484
KHR 4566.794394
KMF 493.160101
KPW 1013.342222
KRW 1513.645675
KWD 0.347723
KYD 0.938071
KZT 505.788672
LAK 25285.698596
LBP 100827.515843
LKR 372.269175
LRD 192.929461
LSL 18.747254
LTL 3.324595
LVL 0.681068
LYD 7.21166
MAD 11.193491
MDL 20.117119
MGA 4987.894231
MKD 61.703875
MMK 2364.327599
MNT 4051.529572
MOP 9.099046
MRU 45.133164
MUR 54.214216
MVR 17.407387
MWK 1954.62425
MXN 20.448343
MYR 4.599338
MZN 71.951471
NAD 18.747249
NGN 1498.384001
NIO 41.271206
NOK 10.829927
NPR 174.493786
NZD 2.004871
OMR 0.432226
PAB 1.125745
PEN 3.881667
PGK 5.048738
PHP 70.464983
PKR 311.785203
PLN 4.386363
PYG 6586.222362
QAR 4.10235
RON 5.339077
RSD 117.692945
RUB 94.165779
RWF 1660.754721
SAR 4.207704
SBD 9.095387
SCR 15.509686
SDG 677.254284
SEK 11.304508
SGD 1.439851
SHP 0.850115
SLE 27.702139
SLL 23610.293318
SOS 643.360169
SRD 42.573311
STD 23304.589613
STN 25.023914
SVC 9.849774
SYP 14639.412412
SZL 18.74724
THB 37.74177
TJS 10.362265
TMT 3.940774
TND 3.371618
TOP 2.710982
TRY 55.317098
TTD 7.633223
TWD 35.829296
TZS 2966.84321
UAH 50.654468
UGX 4492.018081
USD 1.125935
UYU 45.371692
UZS 13271.96765
VES 974.472491
VND 29257.994447
VUV 135.207174
WST 3.131081
XAF 655.957
XAG 0.018651
XAU 0.000271910232
XCD 3.042897
XCG 2.028846
XDR 0.796095
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 266.062577
ZAR 18.752571
ZMK 10134.773796
ZMW 22.120113
ZWL 362.550741
SSP 6432.009475
MXV 2.313693
  • Euro STOXX 50

    63.0500

    6238.5

    +1.01%

  • DAX

    291.8500

    25231.2

    +1.16%

  • MDAX

    198.6300

    30450

    +0.65%

  • SDAX

    16.0200

    18194.7

    +0.09%

  • Goldpreis

    -30.2000

    4172.1

    -0.72%

  • TecDAX

    102.4400

    4081.92

    +2.51%

  • EUR/USD

    0.0012

    1.1257

    +0.11%

USA stufen Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe" ein - Mutmaßliche Drogenboote angegriffen
USA stufen Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe" ein - Mutmaßliche Drogenboote angegriffen / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

USA stufen Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe" ein - Mutmaßliche Drogenboote angegriffen

US-Präsident Donald Trump hat im Rahmen seiner Anti-Drogen-Politik die Gangart verschärft: Per Dekret stufte er das Schmerzmittel Fentanyl am Montag (Ortszeit) als "Massenvernichtungswaffe" ein und behauptete entgegen der offiziellen Statistik, "200.000 bis 300.000 Menschen" würden jährlich durch das Mittel ums Leben kommen. Unterdessen griff die US-Armee drei weitere mutmaßliche Drogenboote im Ostpazifik an. Dabei seien "acht Narco-Terroristen" getötet worden, erklärte das US-Südkommando.

Textgröße:

In dem Trump-Dekret heißt es, illegal gehandeltes Fentanyl ähnele "eher einer chemischen Waffe als einem Betäubungsmittel". "Die Möglichkeit, Fentanyl als Waffe für konzentrierte, großangelegte Terrorangriffe durch organisierte Gegner einzusetzen, stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar", ist darin weiter zu lesen.

"Keine Bombe hat eine solche Wirkung", sagte Trump über das Schmerzmittel. "Jedes Jahr sterben 200.000 bis 300.000 Menschen, soweit wir wissen", fügte er hinzu. Laut US-Gesundheitsbehörde sind die Zahlen deutlich geringer: Demnach starben im vergangenen Jahr schätzungsweise 80.000 Menschen an einer Überdosis. 48.000 dieser Toten starben durch den Missbrauch von Schmerzmitteln.

Trumps Fentanyl-Dekret befugt die US-Behörden, gegen die Bedrohung durch das Opioid und seine Vorläufersubstanzen vorzugehen. So soll etwa das Justizministerium Ermittlungen veranlassen und das Heimatschutzministerium Schmugglernetzwerke offenlegen.

Für den Begriff Massenvernichtungswaffen fehlt eine allgemein anerkannte oder völkerrechtlich bindende Definition. Er erinnert an den Irakkrieg vor gut 20 Jahren, als die USA dem damaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein den Besitz solcher Waffen vorwarfen und ohne ein UN-Mandat in den Irak einmarschierten. Die Behauptung der USA gilt heute als widerlegt.

Das US-Südkommando tötete nach eigenen Angaben bei Angriffen auf drei Boote im Ostpazifik "acht männliche Narco-Terroristen". Geheimdienstinformationen hätten bestätigt, dass die Schiffe auf bekannten Drogenhandelsrouten unterwegs und im Drogenhandel tätig gewesen seien, erklärte das Südkommando am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden mindestens 95 Menschen getötet. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig. Zudem brachten die USA Kriegsschiffe vor Venezuela in Stellung, darunter den größten Flugzeugträger der Welt, die "USS Gerald R. Ford".

Trump beschuldigt den linksnationalistischen Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Maduro wirft Trump vor, ihn stürzen zu wollen. Anders als das Nachbarland Kolumbien produziert Venezuela keine Drogen im großen Stil, gilt aber als Transitland.

US-Verteidigungsmininster Pete Hegseth und US-Außenminister Marco Rubio wollen am Dienstagnachmittag (Ortszeit) alle US-Senatoren über die Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote informieren. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, warf der republikanischen Regierung im Vorfeld ein "skrupelloses und rücksichtsloses Vorgehen in der Karibik" vor. Die Demokraten würden bei der Anhörung für Aufklärung sorgen.

Hegseth steht beim politischen Gegner insbesondere wegen einem der ersten Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote im September in der Kritik. Dabei waren wehrlose Überlebende mit einem zweiten Angriff gezielt getötet worden, was einem Kriegsverbrechen gleichkommen könnte.

Der Verteidigungsminister wies eine persönliche Verantwortung in dem Fall zurück, nannte den Vorgang zugleich aber rechtmäßig. In der vergangenen Woche trat der Befehlshaber für das Südkommando, Admiral Alvin Holsey, ohne Angabe von Gründen zurück. Er hatte laut Medienberichten Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Angriffe auf die Boote geäußert.

M.J.Baumann--NZN