Zürcher Nachrichten - USA stufen Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe" ein - Mutmaßliche Drogenboote angegriffen

EUR -
AED 4.34254
AFN 76.849051
ALL 96.798751
AMD 447.429424
ANG 2.116408
AOA 1084.167364
ARS 1708.449816
AUD 1.683586
AWG 2.131093
AZN 2.010611
BAM 1.960839
BBD 2.380167
BDT 144.42113
BGN 1.985516
BHD 0.445801
BIF 3502.558553
BMD 1.182298
BND 1.50216
BOB 8.16595
BRL 6.195361
BSD 1.181762
BTN 106.770376
BWP 16.322946
BYN 3.385901
BYR 23173.045617
BZD 2.376698
CAD 1.612005
CDF 2601.05648
CHF 0.91663
CLF 0.025753
CLP 1016.871153
CNY 8.203019
CNH 8.198015
COP 4323.073536
CRC 586.903248
CUC 1.182298
CUP 31.330904
CVE 110.840701
CZK 24.340446
DJF 210.118167
DKK 7.468259
DOP 74.484783
DZD 153.542671
EGP 55.572512
ERN 17.734474
ETB 183.306683
FJD 2.597988
FKP 0.866023
GBP 0.863237
GEL 3.186341
GGP 0.866023
GHS 12.940238
GIP 0.866023
GMD 86.308239
GNF 10349.838351
GTQ 9.064293
GYD 247.242678
HKD 9.237545
HNL 31.222234
HRK 7.536677
HTG 155.008337
HUF 381.089599
IDR 19824.185836
ILS 3.643861
IMP 0.866023
INR 106.923092
IQD 1548.07822
IRR 49804.313788
ISK 145.009163
JEP 0.866023
JMD 185.195913
JOD 0.838251
JPY 184.122261
KES 152.516752
KGS 103.391728
KHR 4825.55541
KMF 494.200253
KPW 1064.053344
KRW 1715.905471
KWD 0.36308
KYD 0.984831
KZT 592.472524
LAK 25419.214276
LBP 105825.199885
LKR 365.779974
LRD 219.802986
LSL 18.928041
LTL 3.49102
LVL 0.71516
LYD 7.471199
MAD 10.840157
MDL 20.012428
MGA 5237.436908
MKD 61.677686
MMK 2482.968108
MNT 4218.947444
MOP 9.509898
MRU 47.17523
MUR 54.255658
MVR 18.266175
MWK 2049.226725
MXN 20.36319
MYR 4.64939
MZN 75.371312
NAD 18.928041
NGN 1645.889433
NIO 43.491764
NOK 11.373922
NPR 170.833003
NZD 1.951868
OMR 0.454585
PAB 1.181732
PEN 3.978323
PGK 5.063011
PHP 69.87442
PKR 330.505727
PLN 4.224027
PYG 7840.14745
QAR 4.297143
RON 5.095115
RSD 117.396295
RUB 91.035015
RWF 1724.717556
SAR 4.433706
SBD 9.527079
SCR 16.255181
SDG 711.158794
SEK 10.524506
SGD 1.501247
SHP 0.88703
SLE 28.936801
SLL 24792.202198
SOS 674.232629
SRD 45.062709
STD 24471.186636
STN 24.563122
SVC 10.340573
SYP 13075.715997
SZL 18.934899
THB 37.443158
TJS 11.043573
TMT 4.149867
TND 3.417282
TOP 2.84669
TRY 51.407392
TTD 8.004536
TWD 37.36949
TZS 3055.105851
UAH 51.141823
UGX 4212.826034
USD 1.182298
UYU 45.516969
UZS 14467.177456
VES 439.389988
VND 30742.118986
VUV 141.329075
WST 3.223319
XAF 657.647008
XAG 0.013799
XAU 0.000239
XCD 3.19522
XCG 2.129773
XDR 0.817053
XOF 657.647008
XPF 119.331742
YER 281.830339
ZAR 18.862499
ZMK 10642.109151
ZMW 23.191499
ZWL 380.699553
  • SDAX

    -124.0500

    18004.12

    -0.69%

  • Euro STOXX 50

    -12.1600

    5995.35

    -0.2%

  • MDAX

    25.2400

    31537.33

    +0.08%

  • Goldpreis

    317.9000

    4970.5

    +6.4%

  • TecDAX

    -35.7900

    3605.72

    -0.99%

  • DAX

    -16.7300

    24780.79

    -0.07%

  • EUR/USD

    0.0029

    1.1823

    +0.25%

USA stufen Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe" ein - Mutmaßliche Drogenboote angegriffen
USA stufen Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe" ein - Mutmaßliche Drogenboote angegriffen / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

USA stufen Fentanyl als "Massenvernichtungswaffe" ein - Mutmaßliche Drogenboote angegriffen

US-Präsident Donald Trump hat im Rahmen seiner Anti-Drogen-Politik die Gangart verschärft: Per Dekret stufte er das Schmerzmittel Fentanyl am Montag (Ortszeit) als "Massenvernichtungswaffe" ein und behauptete entgegen der offiziellen Statistik, "200.000 bis 300.000 Menschen" würden jährlich durch das Mittel ums Leben kommen. Unterdessen griff die US-Armee drei weitere mutmaßliche Drogenboote im Ostpazifik an. Dabei seien "acht Narco-Terroristen" getötet worden, erklärte das US-Südkommando.

Textgröße:

In dem Trump-Dekret heißt es, illegal gehandeltes Fentanyl ähnele "eher einer chemischen Waffe als einem Betäubungsmittel". "Die Möglichkeit, Fentanyl als Waffe für konzentrierte, großangelegte Terrorangriffe durch organisierte Gegner einzusetzen, stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar", ist darin weiter zu lesen.

"Keine Bombe hat eine solche Wirkung", sagte Trump über das Schmerzmittel. "Jedes Jahr sterben 200.000 bis 300.000 Menschen, soweit wir wissen", fügte er hinzu. Laut US-Gesundheitsbehörde sind die Zahlen deutlich geringer: Demnach starben im vergangenen Jahr schätzungsweise 80.000 Menschen an einer Überdosis. 48.000 dieser Toten starben durch den Missbrauch von Schmerzmitteln.

Trumps Fentanyl-Dekret befugt die US-Behörden, gegen die Bedrohung durch das Opioid und seine Vorläufersubstanzen vorzugehen. So soll etwa das Justizministerium Ermittlungen veranlassen und das Heimatschutzministerium Schmugglernetzwerke offenlegen.

Für den Begriff Massenvernichtungswaffen fehlt eine allgemein anerkannte oder völkerrechtlich bindende Definition. Er erinnert an den Irakkrieg vor gut 20 Jahren, als die USA dem damaligen irakischen Machthaber Saddam Hussein den Besitz solcher Waffen vorwarfen und ohne ein UN-Mandat in den Irak einmarschierten. Die Behauptung der USA gilt heute als widerlegt.

Das US-Südkommando tötete nach eigenen Angaben bei Angriffen auf drei Boote im Ostpazifik "acht männliche Narco-Terroristen". Geheimdienstinformationen hätten bestätigt, dass die Schiffe auf bekannten Drogenhandelsrouten unterwegs und im Drogenhandel tätig gewesen seien, erklärte das Südkommando am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden mindestens 95 Menschen getötet. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig. Zudem brachten die USA Kriegsschiffe vor Venezuela in Stellung, darunter den größten Flugzeugträger der Welt, die "USS Gerald R. Ford".

Trump beschuldigt den linksnationalistischen Präsidenten Venezuelas, Nicolás Maduro, Drogenbanden zu kontrollieren und gezielt gegen die USA einzusetzen. Maduro wirft Trump vor, ihn stürzen zu wollen. Anders als das Nachbarland Kolumbien produziert Venezuela keine Drogen im großen Stil, gilt aber als Transitland.

US-Verteidigungsmininster Pete Hegseth und US-Außenminister Marco Rubio wollen am Dienstagnachmittag (Ortszeit) alle US-Senatoren über die Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote informieren. Der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, warf der republikanischen Regierung im Vorfeld ein "skrupelloses und rücksichtsloses Vorgehen in der Karibik" vor. Die Demokraten würden bei der Anhörung für Aufklärung sorgen.

Hegseth steht beim politischen Gegner insbesondere wegen einem der ersten Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote im September in der Kritik. Dabei waren wehrlose Überlebende mit einem zweiten Angriff gezielt getötet worden, was einem Kriegsverbrechen gleichkommen könnte.

Der Verteidigungsminister wies eine persönliche Verantwortung in dem Fall zurück, nannte den Vorgang zugleich aber rechtmäßig. In der vergangenen Woche trat der Befehlshaber für das Südkommando, Admiral Alvin Holsey, ohne Angabe von Gründen zurück. Er hatte laut Medienberichten Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Angriffe auf die Boote geäußert.

M.J.Baumann--NZN