Zürcher Nachrichten - Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift

EUR -
AED 4.1668
AFN 73.738181
ALL 92.077671
AMD 412.002285
ANG 2.031044
AOA 1040.271856
ARS 1729.192773
AUD 1.624094
AWG 2.041974
AZN 1.923465
BAM 1.955343
BBD 2.285366
BDT 139.509858
BGN 1.909746
BHD 0.427646
BIF 3398.75197
BMD 1.13443
BND 1.449661
BOB 13.678683
BRL 5.906966
BSD 1.134635
BTN 108.851563
BWP 15.493243
BYN 3.425
BYR 22234.825971
BZD 2.282067
CAD 1.609359
CDF 2620.533412
CHF 0.946125
CLF 0.027969
CLP 1104.390454
CNY 7.60448
CNH 7.60582
COP 3783.516558
CRC 516.979188
CUC 1.13443
CUP 27.231636
CVE 110.239238
CZK 24.436069
DJF 201.610705
DKK 7.477143
DOP 67.474232
DZD 151.855625
EGP 59.058081
ERN 17.016448
ETB 185.336655
FJD 2.560863
FKP 0.855745
GBP 0.857459
GEL 2.943881
GGP 0.855745
GHS 13.267182
GIP 0.855745
GMD 83.947598
GNF 9979.667864
GTQ 8.663128
GYD 237.414519
HKD 8.901134
HNL 30.460882
HRK 7.537831
HTG 148.495298
HUF 367.146685
IDR 20340.55493
ILS 3.479364
IMP 0.855745
INR 108.766472
IQD 1486.452633
IRR 1559670.94326
ISK 136.823092
JEP 0.855745
JMD 179.628023
JOD 0.804313
JPY 178.473111
KES 147.181353
KGS 99.20397
KHR 4604.883298
KMF 491.208391
KPW 1020.987267
KRW 1534.758847
KWD 0.35021
KYD 0.945571
KZT 498.123594
LAK 25459.050506
LBP 101607.85971
LKR 375.582231
LRD 194.592811
LSL 18.588956
LTL 3.349677
LVL 0.686205
LYD 7.258176
MAD 10.989432
MDL 20.134117
MGA 4996.832296
MKD 61.565613
MMK 2381.589908
MNT 4080.796097
MOP 9.170138
MRU 45.432383
MUR 54.010014
MVR 17.537601
MWK 1967.540208
MXN 20.46602
MYR 4.631533
MZN 72.489303
NAD 18.588628
NGN 1503.141985
NIO 41.760977
NOK 10.842614
NPR 174.160765
NZD 2.008837
OMR 0.436183
PAB 1.134635
PEN 3.903057
PGK 5.1338
PHP 71.055591
PKR 314.329145
PLN 4.370436
PYG 6665.442361
QAR 4.135933
RON 5.279072
RSD 117.606949
RUB 94.980118
RWF 1675.293735
SAR 4.261501
SBD 9.10516
SCR 15.88611
SDG 682.356622
SEK 11.326363
SGD 1.44945
SHP 0.855818
SLE 27.907231
SLL 23788.418503
SOS 648.44275
SRD 42.828086
STD 23480.408452
STN 24.494276
SVC 9.92868
SYP 14749.857802
SZL 18.584657
THB 38.05329
TJS 10.444559
TMT 3.970505
TND 3.368213
TOP 2.731435
TRY 55.575036
TTD 7.697201
TWD 36.155873
TZS 2989.226152
UAH 50.894009
UGX 4447.960562
USD 1.13443
UYU 45.48937
UZS 13411.865797
VES 971.883393
VND 29463.980486
VUV 134.902482
WST 3.141588
XAF 655.957
XAG 0.018453
XAU 0.00027127465
XCD 3.065854
XCG 2.044922
XDR 0.802101
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.434506
ZAR 18.605669
ZMK 10211.230429
ZMW 22.210614
ZWL 365.285964
SSP 6480.535037
MXV 2.317217
  • DAX

    24.7900

    25399.21

    +0.1%

  • SDAX

    130.5800

    18379.1

    +0.71%

  • TecDAX

    33.9500

    4003.1

    +0.85%

  • Goldpreis

    34.2000

    4213.9

    +0.81%

  • Euro STOXX 50

    18.9800

    6320.26

    +0.3%

  • MDAX

    -12.4000

    30883.19

    -0.04%

  • EUR/USD

    -0.0029

    1.1344

    -0.26%

Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift
Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift / Foto: Vera Savina - AFP/Archiv

Fünf europäische Staaten finden Beweise für Vergiftung Nawalnys durch Froschgift

Zwei Jahre nach dem Tod des russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny in einem sibirischen Straflager haben fünf europäische Staaten Nachweise für eine Vergiftung des 47-Jährigen gefunden. Für Großbritannien, Schweden, Frankreich, Deutschland und die Niederlande stehe fest, "dass Alexej Nawalny mit einem tödlichen Toxin vergiftet wurde", hieß es am Samstag in einer am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Die Außenminister Deutschlands und Frankreichs verurteilten den nachgewiesenen Einsatz des Gifts durch Russland scharf.

Textgröße:

Bei Untersuchungen von Gewebeproben von Nawalnys Körper seien eindeutig Spuren von Epibatidin festgestellt worden, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Epibatidin ist ein Gift, das in südamerikanischen Pfeilgiftfröschen vorkommt. In Russland ist das Gift in der Natur nicht vorhanden.

"Russland behauptete, Nawalny sei eines natürlichen Todes gestorben. Angesichts der Toxizität von Epibatidin und der bekannt gewordenen Symptome war die Ursache seines Todes jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Vergiftung", hieß es weiter. "Nawalny verstarb in Haft, Russland hatte also die Mittel, ein Motiv und die Möglichkeit, ihm das Gift zu verabreichen."

"Wir wissen, dass der russische Staat dieses tödliche Gift gegen Nawalny eingesetzt hat, weil sie seine Opposition fürchteten", teilte das britische Außenministerium in einer separaten Erklärung mit.

Nawalny war der prominenteste Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Er starb am 16. Februar 2024 unter unklaren Umständen im sibirischen Straflager in Charp, wo er eine 19-jährige Haftstrafe verbüßte. Nawalnys Anhänger und zahlreiche westliche Politiker machen die russische Führung für den Tod des Oppositionellen verantwortlich.

"Das russische Regime zeigt nochmal seine schreckliche Fratze", sagte Wadephul mit Blick auf die Vergiftung am Samstag dem TV-Sender "Welt". "Das muss Folgen haben", fügte der Minister hinzu, ohne allerdings konkreter zu werden.

Wadephul nannte die nachgewiesene Vergiftung eine "schreckliche Nachricht". Sie zeige, dass Russlands Präsident Wladimir Putin "sich um Fragen der Menschlichkeit, aber auch um rechtliche Fragen, wie das Chemiewaffenverbot, nicht kümmert", sagte er weiter "Welt"-TV. Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) müsse sich mit dem Vorgang befassen, forderte er.

Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte seinerseits, die Vergiftung zeige, dass Putin bereit sei, "chemische Waffen gegen sein eigenes Volk einzusetzen, um an der Macht zu bleiben". Nawalny sei 2024 im Gefängnis "infolge einer Vergiftung mit einem der tödlichsten Nervengifte" gestorben, betonte er.

Nach dem Tod Nawalnys führt dessen Frau Julia Nawalnaja seine Arbeit fort. Am 16. Februar 2024 überschattete die Nachricht vom Tod des Kremlkritikers den ersten Tag der damaligen Münchner Sicherheitskonferenz. Nawalnaja wandte sich dort damals an die Öffentlichkeit und rief dazu auf, Putin "persönlich für alle Gräueltaten zur Rechenschaft" zu ziehen. Sie erhielt dafür stehende Ovationen.

Bereits 2020 hatte es einen Versuch gegeben, Nawalny zu vergiften. Im August 2020 brach der Oppositionelle während eines innerrussischen Fluges zusammen. Zwei Tage später wurde er im Koma liegend zur Behandlung in die Berliner Universitätsklinik Charité gebracht. Nach Angaben von drei europäischen Laboren, deren Ergebnisse von der OPCW bestätigt wurden, wurde Nawalny damals ein chemischer Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe verabreicht.

Die fünf Staaten wiesen in ihrer Erklärung darauf hin, dass sie, gemeinsam mit weiteren europäischen Staaten, den damaligen Vergiftungsversuch verurteilt hatten. "Diese neuesten Erkenntnisse unterstreichen ein weiteres Mal die Notwendigkeit, Russland für seine wiederholten Verstöße gegen das Chemiewaffenübereinkommen und, in diesem Fall, das Übereinkommen über das Verbot biologischer Waffen zur Rechenschaft zu ziehen", hieß es weiter.

Die fünf Staaten hätten Russlands Verstoß gegen das Chemiewaffenübereinkommen bereits bei der OPCW angezeigt. Sie zeigten sich zudem "besorgt, dass Russland nicht seine gesamten chemischen Waffen vernichtet hat".

A.P.Huber--NZN