Zürcher Nachrichten - Tausende marschieren im Gedenken an ultrarechten Aktivisten durch Lyon

EUR -
AED 4.344094
AFN 74.520932
ALL 96.737874
AMD 444.32222
ANG 2.117019
AOA 1084.691963
ARS 1627.333158
AUD 1.664701
AWG 2.129166
AZN 2.015841
BAM 1.961637
BBD 2.377074
BDT 144.229199
BGN 1.948951
BHD 0.445125
BIF 3500.015394
BMD 1.18287
BND 1.497757
BOB 8.155269
BRL 6.124882
BSD 1.180212
BTN 107.332401
BWP 15.627505
BYN 3.384371
BYR 23184.252019
BZD 2.373664
CAD 1.614836
CDF 2696.943851
CHF 0.913288
CLF 0.02597
CLP 1025.425682
CNY 8.172153
CNH 8.150924
COP 4364.487904
CRC 563.276205
CUC 1.18287
CUP 31.346055
CVE 110.594107
CZK 24.231388
DJF 210.175443
DKK 7.470474
DOP 72.545883
DZD 153.735488
EGP 56.050182
ERN 17.74305
ETB 183.668864
FJD 2.628633
FKP 0.877507
GBP 0.874537
GEL 3.164175
GGP 0.877507
GHS 12.970598
GIP 0.877507
GMD 86.93812
GNF 10354.813999
GTQ 9.055949
GYD 246.884683
HKD 9.242745
HNL 31.223917
HRK 7.537126
HTG 154.700359
HUF 379.919505
IDR 19946.618539
ILS 3.68532
IMP 0.877507
INR 107.318069
IQD 1546.201207
IRR 49828.398976
ISK 145.480999
JEP 0.877507
JMD 183.897244
JOD 0.838644
JPY 182.516254
KES 152.132719
KGS 103.441872
KHR 4746.12358
KMF 494.440072
KPW 1064.593264
KRW 1709.536942
KWD 0.362739
KYD 0.983527
KZT 589.083001
LAK 25290.259104
LBP 105690.214406
LKR 365.166668
LRD 217.758007
LSL 19.013982
LTL 3.492707
LVL 0.715506
LYD 7.466218
MAD 10.822105
MDL 20.270321
MGA 5051.030928
MKD 61.828992
MMK 2484.118815
MNT 4220.154807
MOP 9.500873
MRU 47.256627
MUR 54.90859
MVR 18.28673
MWK 2046.590272
MXN 20.234707
MYR 4.616723
MZN 75.591344
NAD 19.013982
NGN 1588.807407
NIO 43.429237
NOK 11.233693
NPR 171.732043
NZD 1.971921
OMR 0.454513
PAB 1.180212
PEN 3.964498
PGK 5.147317
PHP 68.557371
PKR 329.846763
PLN 4.221314
PYG 7630.707565
QAR 4.301902
RON 5.117216
RSD 117.770463
RUB 90.398854
RWF 1723.729498
SAR 4.437521
SBD 9.516405
SCR 17.93136
SDG 711.499753
SEK 10.660592
SGD 1.495201
SHP 0.887459
SLE 28.983308
SLL 24804.191717
SOS 673.303626
SRD 44.517906
STD 24483.020815
STN 24.573125
SVC 10.32673
SYP 13082.039366
SZL 19.007563
THB 36.808567
TJS 11.182778
TMT 4.140045
TND 3.426697
TOP 2.848067
TRY 51.855389
TTD 7.988773
TWD 37.307132
TZS 3042.052582
UAH 51.084819
UGX 4248.643171
USD 1.18287
UYU 45.796281
UZS 14413.893063
VES 475.314285
VND 30719.133925
VUV 140.053815
WST 3.210813
XAF 657.914832
XAG 0.013668
XAU 0.00023
XCD 3.196765
XCG 2.12713
XDR 0.818235
XOF 657.914832
XPF 119.331742
YER 282.055678
ZAR 18.891664
ZMK 10647.24289
ZMW 22.347502
ZWL 380.883658
  • EUR/USD

    0.0044

    1.183

    +0.37%

  • Goldpreis

    106.9000

    5187.8

    +2.06%

  • Euro STOXX 50

    71.6900

    6131.31

    +1.17%

  • MDAX

    344.3900

    31823.39

    +1.08%

  • SDAX

    40.8200

    18023.92

    +0.23%

  • DAX

    217.0900

    25260.69

    +0.86%

  • TecDAX

    23.3000

    3721.5

    +0.63%

Tausende marschieren im Gedenken an ultrarechten Aktivisten durch Lyon
Tausende marschieren im Gedenken an ultrarechten Aktivisten durch Lyon / Foto: OLIVIER CHASSIGNOLE - AFP

Tausende marschieren im Gedenken an ultrarechten Aktivisten durch Lyon

Tausende Menschen sind in Lyon im Gedenken an den bei einer Schlägerei mit Linksextremen getöteten ultrarechten Aktivisten Quentin Deranque durch die Stadt marschiert. Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot zogen am Samstag nach Behördenangaben rund 3200 Menschen durch die Großstadt im Südosten Frankreichs. Viele Demonstranten hatten ihre Gesichter vermummt, nach Behördenangaben zeigten mindestens zwei Teilnehmer den Hitlergruß.

Textgröße:

Mehrere rechtsextreme und erzkatholische Gruppen hatten zu dem Gedenkmarsch für Deranque aufgerufen. Die Demonstranten trugen Schilder mit Deranques Porträt, riefen "Gerechtigkeit für Quentin" und bezeichneten die linke Antifa als "Mörder". "Wir sind hier um Quentin zu würdigen, einen nationalistischen Aktivisten, der vom Antifa-Gesindel ermordet wurde", sagte ein 24-jähriger Anhänger der Identitären Bewegung am Rande des Gedenkmarschs der Nachrichtenagentur AFP.

Der 23-jährige Deranque war vor einer Woche gestorben, nachdem er bei Auseinandersetzungen zwischen Rechts- und Linksextremen in Lyon schwer am Kopf verletzt worden war. Die Justiz ermittelt gegen sechs Verdächtige wegen Totschlags. Gegen einen parlamentarischen Mitarbeiter des linkspopulistischen Abgeordneten Raphaël Arnault von La France Insoumise wird wegen Beihilfe ermittelt. Der Fall sorgt kurz vor den Kommunalwahlen im März für Unruhe in allen politischen Lagern.

Auch Gegendemonstranten gingen in Lyon auf die Straße, gewaltsame Zusammenstöße blieben aber aus. Eine Anwohnerin äußerte sich sehr besorgt über den Aufmarsch der Rechten. "Zu wissen, dass in Lyon faschistische Gruppen demonstrieren, macht mir Angst", sagte sie. Es beruhige sie aber, dass es nicht viele Teilnehmer gegeben habe.

Nach Angaben der Präfektur gab es lediglich eine Festnahme wegen unerlaubten Mitführens von Waffen - eines Messers und eines Hammers. Mindestens zwei Demonstrationsteilnehmer zeigten den Angaben zufolge den Hitlergruß, auch habe es rassistische und homophobe Beleidigungen gegeben. Die Präfektur kündigte juristische Schritte an.

Zu dem Marsch waren laut Innenministerium Teilnehmer aus ganz Frankreich und anderen europäischen Ländern erwartet worden. Die Behörden hatten gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der extremen Rechten und Linken befürchtet. Die Familie des Getöteten nahm an der Demonstration nicht teil und rief dazu auf, auf politische Kundgebungen zu verzichten. Lyons Bürgermeister Grégory Doucet von den Grünen hatte sich vergeblich für ein Verbot des Marsches eingesetzt.

Innenminister Laurent Nuñez und die Präfektur des Départements Rhône erklärten aber, sie hätten das Risiko von Gewalttaten und "Störungen der öffentlichen Ordnung" gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung abgewogen und daraufhin grünes Licht erteilt.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte vor der Kundgebung alle Seiten zur "Ruhe" aufgerufen und betont, es gebe "keinen Platz für Milizen", egal von welcher Seite des politischen Spektrums. Der Präsident kündigte für Dienstag eine Kabinettssitzung an, bei der über gewalttätige Gruppen mit Verbindungen zu politischen Parteien diskutiert werden soll.

Der Fall hatte auch zu Verstimmungen zwischen Macron und der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni geführt. Meloni hatte erklärt, der Tod des 23-Jährigen sei "eine Wunde für Europa". Macron warf ihr daraufhin indirekt unerwünschte Einmischung vor. Auch die Regierung von US-Präsident Donald Trump äußerte sich zu dem Fall und forderte, die Täter zur Verantwortung zu ziehen.

M.J.Baumann--NZN