Zürcher Nachrichten - Prozess um mutmaßliche Anschläge von rechtsextremer Zelle in Hamburg begonnen

EUR -
AED 4.162744
AFN 73.101983
ALL 92.001456
AMD 411.660892
ANG 2.029363
AOA 1039.410702
ARS 1728.561274
AUD 1.624168
AWG 2.0417
AZN 1.920186
BAM 1.953725
BBD 2.283474
BDT 139.394382
BGN 1.908165
BHD 0.427346
BIF 3397.29109
BMD 1.133491
BND 1.448461
BOB 13.667361
BRL 5.926912
BSD 1.133696
BTN 108.761464
BWP 15.480419
BYN 3.422165
BYR 22216.421705
BZD 2.280178
CAD 1.608798
CDF 2635.366028
CHF 0.946091
CLF 0.027887
CLP 1103.475716
CNY 7.606234
CNH 7.605027
COP 3799.710876
CRC 516.551272
CUC 1.133491
CUP 27.209096
CVE 110.147991
CZK 24.433419
DJF 201.885539
DKK 7.47526
DOP 67.418382
DZD 151.606301
EGP 59.020646
ERN 17.002364
ETB 185.183248
FJD 2.542651
FKP 0.855036
GBP 0.858172
GEL 2.941352
GGP 0.855036
GHS 13.213846
GIP 0.855036
GMD 83.878217
GNF 9971.407468
GTQ 8.655958
GYD 237.218006
HKD 8.894333
HNL 30.435668
HRK 7.528758
HTG 148.372385
HUF 367.432977
IDR 20360.897096
ILS 3.476484
IMP 0.855036
INR 108.726204
IQD 1485.222262
IRR 1558379.968379
ISK 136.801448
JEP 0.855036
JMD 179.479341
JOD 0.803639
JPY 178.670473
KES 146.999199
KGS 99.121848
KHR 4601.071733
KMF 490.801979
KPW 1020.142173
KRW 1537.999731
KWD 0.349976
KYD 0.944788
KZT 497.711286
LAK 25437.977476
LBP 101523.756597
LKR 375.271353
LRD 194.431742
LSL 18.573569
LTL 3.346904
LVL 0.685638
LYD 7.252168
MAD 10.980336
MDL 20.117452
MGA 4992.696306
MKD 61.514654
MMK 2379.618612
MNT 4077.41833
MOP 9.162548
MRU 45.394778
MUR 53.965208
MVR 17.523476
MWK 1965.911631
MXN 20.432891
MYR 4.62782
MZN 72.431091
NAD 18.573242
NGN 1501.705172
NIO 41.726411
NOK 10.882006
NPR 174.016609
NZD 2.012535
OMR 0.43582
PAB 1.133696
PEN 3.899826
PGK 5.129551
PHP 71.010911
PKR 314.068967
PLN 4.373677
PYG 6659.925224
QAR 4.13251
RON 5.278439
RSD 117.502685
RUB 94.930688
RWF 1673.907057
SAR 4.257974
SBD 9.097624
SCR 15.681732
SDG 681.796159
SEK 11.347015
SGD 1.449486
SHP 0.85511
SLE 27.895124
SLL 23768.728294
SOS 647.90602
SRD 42.792647
STD 23460.973189
STN 24.474001
SVC 9.920462
SYP 14737.649013
SZL 18.569274
THB 38.081321
TJS 10.435914
TMT 3.967218
TND 3.365425
TOP 2.729174
TRY 55.540036
TTD 7.69083
TWD 36.098622
TZS 2986.751918
UAH 50.851883
UGX 4444.278884
USD 1.133491
UYU 45.451717
UZS 13400.764494
VES 971.078943
VND 29439.592486
VUV 134.79082
WST 3.138988
XAF 655.957
XAG 0.018547
XAU 0.000272205822
XCD 3.063315
XCG 2.043229
XDR 0.801437
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.212286
ZAR 18.64418
ZMK 10202.781156
ZMW 22.19223
ZWL 364.983608
SSP 6475.170952
MXV 2.313465
  • SDAX

    130.5800

    18379.1

    +0.71%

  • Goldpreis

    13.5000

    4181.9

    +0.32%

  • DAX

    24.7900

    25399.21

    +0.1%

  • MDAX

    -12.4000

    30883.19

    -0.04%

  • TecDAX

    33.9500

    4003.1

    +0.85%

  • Euro STOXX 50

    18.9800

    6320.26

    +0.3%

  • EUR/USD

    -0.0056

    1.1317

    -0.49%

Prozess um mutmaßliche Anschläge von rechtsextremer Zelle in Hamburg begonnen
Prozess um mutmaßliche Anschläge von rechtsextremer Zelle in Hamburg begonnen / Foto: Marcus Brandt - POOL/AFP/Archiv

Prozess um mutmaßliche Anschläge von rechtsextremer Zelle in Hamburg begonnen

In Hamburg hat am Donnerstag der Prozess gegen acht teils noch minderjährige mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer einer rechtsextremen Zelle wegen Anschlägen und Anschlagsplanungen begonnen. Die mutmaßlichen Gründer und Anhänger der sogenannten Letzten Verteidigungswelle sind vor dem Oberlandesgericht der Hansestadt unter anderem wegen versuchten Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation angeklagt.

Textgröße:

Laut Anklageschrift der Bundesanwaltschaft sollen die Beschuldigten in wechselnder Zusammensetzung politisch motivierte Anschläge auf Geflüchtete und Linke geplant und teils verübt haben. Verletzte oder gar Tote gab es zwar nicht, das war der Behörde zufolge aber teils Zufällen zu verdanken. Zu den angeklagten Taten gehört unter anderem ein nächtlicher Brandanschlag auf ein Kulturzentrum in Altdöbern in Brandenburg im Oktober 2024. In diesem wohnten demnach auch Menschen.

Nach Angaben einer Gerichtssprecherin fand die Verlesung der Anklage zunächst öffentlich statt. Unklar war, ob Zuschauer gegebenenfalls später von dem Verfahren ausgeschlossen werden. Ein Ausschluss der Öffentlichkeit wäre aufgrund des Alters der Angeklagten ganz oder teilweise möglich. Für den Prozess sind Termine bis Mai angesetzt.

Die Gruppierung wurde Ende Mai vergangenen Jahres von Sicherheitskräften zerschlagen. Spezialeinheiten und andere Einsatzkräfte der Polizei nahmen bei koordinierten Razzien in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Hessen mehrere Beschuldigte fest, anderen waren bereits zuvor festgenommen worden und befanden sich schon in Haft. Zum Zeitpunkt der Zugriffe waren sie zwischen zwischen 14 und 21 Jahre alt. Gegründet haben sollen sie die Zelle im April 2024.

Die Gruppierung habe "durch Gewalttaten vornehmlich gegen Migranten und politische Gegner einen Zusammenbruch des demokratischen Systems" herbeiführen wollen, hieß es von der Bundesanwaltschaft. Sie habe sich "als letzte Instanz zur Verteidigung der 'Deutschen Nation'" verstanden. Neben versuchtem Mord geht es unter anderem auch um den Vorwurf der Vorbereitung schwerer staatsgefährdender Gewalttaten, versuchte Brandstiftung mit Todesfolge sowie Sachbeschädigungen.

Die Anklage erging zum Oberlandesgericht Hamburg, das unter anderem auch für Staatsschutzdelikte aus Mecklenburg-Vorpommern zuständig ist. Sieben Beschuldigten werden demnach als Mitglieder der Letzten Verteidigungswelle eingestuft, einer als Unterstützer. Alle sind männlich. Drei Beschuldigte sollen als Rädelsführer agiert haben.

Neben dem Anschlag in Altdöbern sollen einige der Beschuldigten laut Anklage unter anderem im Januar 2025 nachts Feuerwerkskörper in eine Flüchtlingsunterkunft im thüringischen Schmölln geschossen haben. Am Tatort hinterließen sie demnach nationalsozialistischen Symbole.

Mehrere Beschuldigte sollen darüber hinaus Überfälle auf Menschen verübt haben, die sie als "pädophil" einstuften. Diese wurden durch Täuschung zu Treffen gelotst, bei denen sie geschlagen und getreten wurden. Die Opfer hätten dadurch "nicht unerhebliche Verletzungen" davongetragen, hatte die Anklagebehörde in Karlsruhe dazu mitgeteilt.

Die Festnahme der teilweise sehr jungen Verdächtigen hatte Besorgnis wegen einer zunehmenden Radikalisierung gewaltbereiter Jugendlicher ausgelöst. Es folgten bundesweite Debatten. Als Beschleunigungsfaktor wurde dabei unter anderem die Vernetzung in Internet und sozialen Medien genannt. Vertreter der Verfassungsschutzbehörden warnten vor neuen Bündnissen aus Neonazigruppen und gewaltbereiten Jugendlichen.

Ch.Siegenthaler--NZN