Zürcher Nachrichten - Berlin: 25-Jährige soll wegen Tötung von Säugling sieben Jahre in Haft

EUR -
AED 4.170451
AFN 73.242251
ALL 92.171726
AMD 412.821247
ANG 2.033119
AOA 1041.335053
ARS 1731.77184
AUD 1.621087
AWG 2.045479
AZN 1.933318
BAM 1.95734
BBD 2.2877
BDT 139.652363
BGN 1.911697
BHD 0.428137
BIF 3403.578548
BMD 1.135589
BND 1.451142
BOB 13.692655
BRL 5.916186
BSD 1.135794
BTN 108.962751
BWP 15.509069
BYN 3.428498
BYR 22257.538233
BZD 2.284398
CAD 1.610123
CDF 2640.243458
CHF 0.945837
CLF 0.027764
CLP 1096.295012
CNY 7.620311
CNH 7.613475
COP 3825.696078
CRC 517.507268
CUC 1.135589
CUP 27.259453
CVE 110.351845
CZK 24.398916
DJF 202.259174
DKK 7.475242
DOP 67.543155
DZD 151.510422
EGP 59.129302
ERN 17.03383
ETB 185.525971
FJD 2.543434
FKP 0.856619
GBP 0.857159
GEL 2.946876
GGP 0.856619
GHS 13.238302
GIP 0.856619
GMD 84.033002
GNF 9989.86182
GTQ 8.671977
GYD 237.657031
HKD 8.909556
HNL 30.491997
HRK 7.536218
HTG 148.646982
HUF 366.337541
IDR 20384.952491
ILS 3.470243
IMP 0.856619
INR 108.893188
IQD 1487.971003
IRR 1561264.104697
ISK 136.804627
JEP 0.856619
JMD 179.811508
JOD 0.805164
JPY 178.352141
KES 147.183803
KGS 99.305296
KHR 4609.58706
KMF 491.710169
KPW 1022.030178
KRW 1536.763796
KWD 0.350397
KYD 0.946537
KZT 498.632414
LAK 25485.056225
LBP 101711.649342
LKR 375.965878
LRD 194.791582
LSL 18.607944
LTL 3.353098
LVL 0.686906
LYD 7.26559
MAD 11.000657
MDL 20.154684
MGA 5001.936423
MKD 61.6285
MMK 2384.022637
MNT 4084.964518
MOP 9.179505
MRU 45.478791
MUR 54.065325
MVR 17.555876
MWK 1969.549996
MXN 20.316902
MYR 4.635364
MZN 72.564373
NAD 18.607616
NGN 1505.142951
NIO 41.803635
NOK 10.873358
NPR 174.338666
NZD 2.007318
OMR 0.436632
PAB 1.135794
PEN 3.907044
PGK 5.139044
PHP 71.039589
PKR 314.650223
PLN 4.364533
PYG 6672.250927
QAR 4.140158
RON 5.278782
RSD 117.51524
RUB 95.52841
RWF 1677.005001
SAR 4.265854
SBD 9.114461
SCR 15.708503
SDG 683.054529
SEK 11.321104
SGD 1.450256
SHP 0.856692
SLE 27.933689
SLL 23812.717718
SOS 649.105117
SRD 42.795832
STD 23504.393043
STN 24.519296
SVC 9.938822
SYP 14764.924376
SZL 18.603641
THB 38.050135
TJS 10.455228
TMT 3.97456
TND 3.371653
TOP 2.734225
TRY 55.644409
TTD 7.705064
TWD 36.121956
TZS 2992.279645
UAH 50.945996
UGX 4452.504031
USD 1.135589
UYU 45.535836
UZS 13425.565649
VES 972.876144
VND 29494.077131
VUV 135.040281
WST 3.144797
XAF 655.957
XAG 0.018619
XAU 0.000273262808
XCD 3.068985
XCG 2.047011
XDR 0.80292
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 268.708663
ZAR 18.585908
ZMK 10221.660683
ZMW 22.233301
ZWL 365.659093
SSP 6487.154725
MXV 2.300333
  • Euro STOXX 50

    43.8900

    6345.17

    +0.69%

  • DAX

    109.6300

    25484.05

    +0.43%

  • TecDAX

    51.0900

    4020.24

    +1.27%

  • SDAX

    165.9500

    18414.47

    +0.9%

  • Goldpreis

    28.8000

    4197.2

    +0.69%

  • MDAX

    136.1100

    31031.7

    +0.44%

  • EUR/USD

    -0.0031

    1.1342

    -0.27%

Berlin: 25-Jährige soll wegen Tötung von Säugling sieben Jahre in Haft
Berlin: 25-Jährige soll wegen Tötung von Säugling sieben Jahre in Haft / Foto: INA FASSBENDER, - - AFP/Archiv

Berlin: 25-Jährige soll wegen Tötung von Säugling sieben Jahre in Haft

Wegen der Tötung ihres Säuglings kurz nach der Geburt ist eine 25-Jährige zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren wegen Totschlags verurteilt worden. Das Landgericht Berlin sah es als erwiesen an, dass die Frau das Kind nach der Geburt erstickt hatte, weil es nicht in ihre Lebensplanung passte, wie die Vorsitzende Richterin Melanie Bock bei der Urteilsbegründung am Mittwoch sagte.

Textgröße:

Die Angeklagte, die ihre Heimat Indien für ein Studium in der Ukraine verlassen hatte und wegen des dort einsetzenden Kriegs nach Deutschland geflohen war, bemerkte spätestens im Oktober 2024, dass sie schwanger war, wie die Richterin ausführte. Nach anfänglichen Abtreibungsplänen habe sie die Schwangerschaft "weggeschoben".

Als am 8. Mai die Wehen einsetzten, sei sie allein in der Wohnung ihres Lebenspartners in Berlin-Gropiusstadt gewesen und habe das Kind im Bad zur Welt gebracht, sagte Bock. Anschließend habe sie ihre Tochter unter nicht genau bekannten Umständen erstickt und in einem Schuhkarton auf den Balkon gelegt.

Als ihr Lebensgefährte nach Hause gekommen und eingeschlafen sei, habe sie den toten Säugling unter einem Busch vergraben. Dort wurde er offenbar von Tieren ausgegraben und auf einen nahen Gehweg gezerrt, wo ihn am 11. Mai ein Polizist auf dem Weg zur Dienststelle fand. Rund zwei Wochen später stellte sich die Angeklagte den Behörden.

Die Angabe der Angeklagten, dass das Kind bereits tot zur Welt gekommen sei, halte das Gericht nicht für glaubwürdig, sagte Bock. Die rechtsmedizinische Untersuchung habe ergeben, dass die Lunge vollständig belüftet gewesen sei, der Säugling also geatmet habe. Eine "Überblähung" der Lunge sowie Einblutungen sprächen zudem dafür, dass dem Kind Mund und Nase zugehalten oder mit einem weichen Gegenstand abgedeckt worden seien und der Säugling dagegen "angeatmet" habe. "Das Baby hat um sein Leben gekämpft", betonte Bock.

Auch dass die Angeklagte geplant habe, das Kind zu behalten und großzuziehen, hielt die Kammer nicht für plausibel. Das Paar habe keinerlei Anschaffungen getätigt, die Frau keinen Arzt aufgesucht und zudem regelmäßig Drogen konsumiert. Bei der Geburt habe sie sich zwar mutmaßlich in einem emotionalen Ausnahmezustand befunden, räumte Bock ein. Dieser sei aber nicht "über das normale Maß hinaus" gegangen, was eine Bewertung als minder schweren Fall rechtfertigen würde.

Mit seinem Urteil blieb das Gericht hinter der Forderung der Staatsanwaltschaft zurück, die eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren und zehn Monaten beantragt hatte. Die Verteidigung plädierte hingegen auf Freispruch. Die Angeklagte habe sich bewusst gegen eine Abtreibung entschieden, hieß es. Geburtsvorbereitungskurse, Vorsorgeuntersuchungen und Anschaffungen vor der Geburt seien in Indien weniger üblich als hierzulande.

Das rechtsmedizinische Gutachten könne auch so gedeutet werden, dass das Kind eines natürlichen Tods gestorben sei, erklärte die Verteidigung. Die Mutter habe schließlich angegeben, es sei nach der Geburt blau angelaufen, regungslos und still gewesen. Sie habe ihre Tochter eigens unter einem Rosenbusch in der Nähe der Wohnung begraben, um ihrer gedenken zu können. Auch habe sie noch ein Foto von dem toten Säugling gemacht und auf ihrem Handy gespeichert, um sich an ihre Tochter zu erinnern. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

A.Wyss--NZN