Zürcher Nachrichten - Australischer Ex-Soldat soll Kriegsverbrechen in Afghanistan begangen haben

EUR -
AED 4.207
AFN 72.747585
ALL 94.228934
AMD 421.429403
ANG 2.050981
AOA 1051.607513
ARS 1676.479151
AUD 1.634818
AWG 2.064839
AZN 1.947056
BAM 1.956401
BBD 2.308109
BDT 140.783229
BGN 1.936974
BHD 0.432133
BIF 3417.349323
BMD 1.145542
BND 1.482055
BOB 7.918431
BRL 5.908817
BSD 1.145952
BTN 108.432295
BWP 15.552776
BYN 3.206385
BYR 22452.618244
BZD 2.304808
CAD 1.62235
CDF 2611.834861
CHF 0.925718
CLF 0.026263
CLP 1033.691091
CNY 7.75486
CNH 7.764986
COP 3956.999036
CRC 519.859627
CUC 1.145542
CUP 30.356856
CVE 110.298868
CZK 24.191586
DJF 204.072662
DKK 7.474523
DOP 66.99057
DZD 152.86598
EGP 57.016838
ERN 17.183126
ETB 184.757531
FJD 2.574892
FKP 0.86568
GBP 0.864798
GEL 3.035967
GGP 0.86568
GHS 12.86395
GIP 0.86568
GMD 84.197835
GNF 10041.08319
GTQ 8.738683
GYD 239.733612
HKD 8.980646
HNL 30.657414
HRK 7.537901
HTG 149.695965
HUF 352.310242
IDR 20435.319228
ILS 3.400369
IMP 0.86568
INR 108.397059
IQD 1501.260973
IRR 1575119.902153
ISK 143.994404
JEP 0.86568
JMD 181.075601
JOD 0.812243
JPY 185.313173
KES 148.244887
KGS 100.177079
KHR 4601.412898
KMF 492.006822
KPW 1030.987973
KRW 1761.052453
KWD 0.353663
KYD 0.954993
KZT 558.551507
LAK 25308.771248
LBP 102623.311256
LKR 383.187661
LRD 208.574044
LSL 18.829182
LTL 3.382486
LVL 0.692927
LYD 7.347256
MAD 10.68318
MDL 20.152188
MGA 4833.484157
MKD 61.647202
MMK 2405.543705
MNT 4100.159298
MOP 9.253641
MRU 45.82207
MUR 54.767936
MVR 17.698431
MWK 1987.110157
MXN 19.85642
MYR 4.752964
MZN 73.211779
NAD 18.829182
NGN 1566.173876
NIO 42.17295
NOK 11.076588
NPR 173.491272
NZD 1.999188
OMR 0.440461
PAB 1.145952
PEN 3.877691
PGK 5.105568
PHP 69.934125
PKR 318.728268
PLN 4.267813
PYG 6986.145148
QAR 4.177683
RON 5.239021
RSD 117.403115
RUB 84.540291
RWF 1678.41537
SAR 4.300125
SBD 9.234698
SCR 15.66434
SDG 687.892135
SEK 10.997777
SGD 1.480954
SHP 0.855263
SLE 28.351689
SLL 24021.441865
SOS 654.901092
SRD 42.846122
STD 23710.401327
STN 24.507525
SVC 10.027079
SYP 126.619132
SZL 18.82478
THB 37.711077
TJS 10.629064
TMT 4.009396
TND 3.38844
TOP 2.75819
TRY 53.224831
TTD 7.771386
TWD 36.228676
TZS 3011.895055
UAH 51.540026
UGX 4183.284509
USD 1.145542
UYU 45.824071
UZS 13734.217194
VES 694.923038
VND 30150.658785
VUV 135.577504
WST 3.152297
XAF 656.158478
XAG 0.017245
XAU 0.000272
XCD 3.095884
XCG 2.065334
XDR 0.815271
XOF 656.158478
XPF 119.331742
YER 273.32583
ZAR 18.800345
ZMK 10311.255542
ZMW 20.312237
ZWL 368.863975
  • DAX

    116.7900

    25102.61

    +0.47%

  • Euro STOXX 50

    23.2900

    6316.42

    +0.37%

  • SDAX

    -162.4800

    18348.77

    -0.89%

  • Goldpreis

    -29.9000

    4216

    -0.71%

  • TecDAX

    12.3500

    3966.49

    +0.31%

  • MDAX

    -87.1500

    32551.27

    -0.27%

  • EUR/USD

    -0.0022

    1.1447

    -0.19%

Australischer Ex-Soldat soll Kriegsverbrechen in Afghanistan begangen haben
Australischer Ex-Soldat soll Kriegsverbrechen in Afghanistan begangen haben / Foto: Saeed KHAN - AFP/Archiv

Australischer Ex-Soldat soll Kriegsverbrechen in Afghanistan begangen haben

Einer der höchstdekorierten Soldaten Australiens ist Polizeiangaben zufolge wegen mutmaßlicher in Afghanistan begangener Kriegsverbrechen festgenommen worden. Der 47-Jährige sei mit einer Reihe von Morden in Verbindung gebracht worden, die zwischen 2009 und 2012 während seines Afghanistan-Einsatzes begangen wurden, erklärte die australische Polizeipräsidentin Krissy Barrett am Dienstag. Von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Gerichtsdokumenten zufolge werden dem Ex-Soldaten Ben Roberts-Smith fünf Fälle zur Last gelegt.

Textgröße:

Die Opfer des australischen Soldaten hätten "zum Zeitpunkt ihrer mutmaßlichen Ermordung in Afghanistan nicht an Kampfhandlungen" teilgenommen, sagte Barrett vor Journalisten. Die Opfer seien "mutmaßlich von dem Beschuldigten erschossen worden oder von ihm unterstellten Soldaten, die auf seinen Befehl hin gehandelt haben".

Zu den ihm angelasteten Punkten gehören den Gerichtsakten zufolge eine "tatsächliche Straftat", eine "gemeinsame Begehung einer Straftat" sowie drei Fälle der Beihilfe zum Mord. Sollte Roberts-Smith für schuldig befunden werden, droht ihm eine Höchststrafe von lebenslanger Haft. Er wurde am Dienstag an einem Flughafen in Sydney festgenommen.

Als ehemaliges Mitglied des Special Air Service Regiment galt Roberts-Smith als Legende. Der auffallend groß gewachsene Soldat wurde landesweit bekannt, als ihm 2011 das Victoria-Kreuz verliehen wurde - die nur für die heldenhaftesten Taten im Krieg vergebene höchste militärische Auszeichnung des Landes.

Auch weitere Ehren wurden dem Afghanistan-Veteranen zuteil: Er durfte Queen Elizabeth II. treffen und sein Porträt zierte das nationale Kriegsmuseum. Sogar zu Australiens "Vater des Jahres" wurde er gekürt.

Doch der Ruf des hochdekorierten Veteranen wurde 2018 schwer beschädigt, als mehrere Medienberichte ihn erstmals mit der Ermordung unbewaffneter afghanischer Gefangener durch australische Soldaten in Verbindung brachten. So soll er einen unbewaffneten afghanischen Zivilisten von einer Klippe gestoßen und seinen Untergebenen befohlen haben, ihn zu erschießen, berichteten die Zeitungen "The Age" und "The Sydney Morning Herald".

Weiter wurde berichtet, Roberts-Smith habe an der Erschießung eines Mannes mit einer Prothese teilgenommen. Demnach verwendete er die Prothese später gemeinsam mit anderen Soldaten als Trinkgefäß.

Roberts-Smith beteuerte stets seine Unschuld. Er strengte zudem eine millionenschwere Klage gegen die Medien an, die zuerst über die Vorwürfe berichtet hatten. Doch 2023 erlitten seine Versuche, "The Age" und "The Sydney Morning Herald" wegen Verleumdung zu verklagen einen Rückschlag, nachdem ein Richter viele der vorgebrachten Vorwürfe als "im Wesentlichen wahr" eingestuft hatte.

Australien entsandte nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 rund 39.000 Soldaten nach Afghanistan, um an der Seite der US-Truppen und ihrer Verbündeten gegen die radikalislamischen Taliban, das Terrornetzwerk Al-Kaida und andere islamistische Gruppen zu kämpfen. Seit der Rückkehr der australischen Soldaten wurden eine Reihe von Berichten veröffentlicht, die insbesondere Spezialeinheiten der Armee ein oftmals brutales Verhalten vorwerfen.

So war ein wegweisender Militärbericht von 2020 zu dem Schluss gekommen, dass Angehörige der Spezialkräfte 39 afghanische Zivilisten und Gefangene "rechtswidrig getötet" hatten. Die Untersuchung deckte unter anderem Vorwürfe von außergerichtlichen Hinrichtungen, Folter und Wettbewerbe zur "Zahl der getöteten Gegner" durch australische Kräfte auf.

Allerdings wurde das juristische Vorgehen zu den mutmaßlichen Verbrechen durch die Rückkehr der Taliban an die Macht im August 2021 erschwert. Auch der Mangel an aussagewilligen Zeugen bremste die Ermittlungen aus.

D.Smith--NZN