Zürcher Nachrichten - Israels Parlament gibt grünes Licht für Sondertribunal für Angreifer vom 7. Oktober

EUR -
AED 4.241731
AFN 76.801983
ALL 93.154614
AMD 421.794808
AOA 1059.13458
ARS 1724.902945
AUD 1.636183
AWG 2.080442
AZN 1.952715
BAM 1.954437
BBD 2.320072
BDT 142.590531
BHD 0.434395
BIF 3448.794183
BMD 1.154999
BND 1.47607
BOB 13.69045
BRL 5.871903
BSD 1.151891
BTN 109.610691
BWP 15.548087
BYN 3.429992
BYR 22637.986149
BZD 2.316674
CAD 1.612385
CDF 2613.184708
CHF 0.93455
CLF 0.026793
CLP 1054.514069
CNY 7.793467
CNH 7.793133
COP 3647.129719
CRC 523.632457
CUC 1.154999
CUP 30.607481
CVE 110.185275
CZK 24.265669
DJF 205.12602
DKK 7.475433
DOP 67.242802
DZD 152.86435
EGP 57.523697
ERN 17.324989
ETB 185.9214
FJD 2.550874
FKP 0.856409
GBP 0.856576
GEL 3.014376
GGP 0.856409
GHS 13.514706
GIP 0.856409
GMD 84.88182
GNF 10116.767543
GTQ 8.788641
GYD 240.940815
HKD 9.061061
HNL 30.874329
HRK 7.533022
HTG 150.614934
HUF 363.351257
IDR 20577.46741
ILS 3.464825
IMP 0.856409
INR 109.953282
IQD 1508.947386
IRR 1588759.278174
ISK 142.596885
JEP 0.856409
JMD 182.931598
JOD 0.818824
JPY 182.749783
KES 148.856594
KGS 101.005022
KHR 4678.736198
KMF 492.029653
KRW 1634.854919
KWD 0.356502
KYD 0.95993
KZT 539.854059
LAK 26007.744878
LBP 103151.896551
LKR 386.368803
LRD 207.915862
LSL 18.713665
LTL 3.410413
LVL 0.698648
LYD 7.326857
MAD 10.735711
MDL 20.03094
MGA 4915.549722
MKD 61.482111
MMK 2424.978038
MNT 4153.207343
MOP 9.308207
MRU 46.306497
MUR 54.573179
MVR 17.844428
MWK 1997.398004
MXN 19.810686
MYR 4.722097
MZN 73.810194
NAD 18.713422
NGN 1572.658917
NIO 42.390429
NOK 10.984494
NPR 175.380898
NZD 1.964567
OMR 0.44214
PAB 1.151896
PEN 3.900945
PGK 5.090515
PHP 70.19855
PKR 319.793833
PLN 4.299658
PYG 6849.192477
QAR 4.210653
RON 5.248429
RSD 117.257188
RUB 94.3379
RWF 1693.811095
SAR 4.325191
SBD 9.315874
SCR 16.693366
SDG 693.57675
SEK 10.96964
SGD 1.477891
SLE 28.412631
SOS 658.337905
SRD 43.73578
STD 23906.153437
STN 24.483239
SVC 10.078969
SZL 18.709867
THB 38.144989
TJS 10.626195
TMT 4.054048
TND 3.383952
TRY 55.112753
TTD 7.80752
TWD 37.212341
TZS 3053.313431
UAH 51.590388
UGX 4290.097284
USD 1.154999
UYU 46.367254
UZS 13776.270647
VES 872.905044
VND 30187.06153
VUV 136.933414
WST 3.15744
XAF 655.4969
XAG 0.01824
XAU 0.000267
XCD 3.121444
XCG 2.076052
XDR 0.815228
XOF 655.4969
XPF 119.331742
YER 275.369024
ZAR 18.686277
ZMK 10396.387942
ZMW 21.741739
ZWL 371.909301
  • Goldpreis

    -6.1000

    4393.6

    -0.14%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1555

    -0.06%

  • DAX

    179.3500

    26319.45

    +0.68%

  • SDAX

    94.8300

    18659.63

    +0.51%

  • MDAX

    -23.9000

    32407.2

    -0.07%

  • Euro STOXX 50

    21.3000

    6523.86

    +0.33%

  • TecDAX

    67.7900

    4068.78

    +1.67%

Israels Parlament gibt grünes Licht für Sondertribunal für Angreifer vom 7. Oktober
Israels Parlament gibt grünes Licht für Sondertribunal für Angreifer vom 7. Oktober / Foto: GIL COHEN-MAGEN - AFP

Israels Parlament gibt grünes Licht für Sondertribunal für Angreifer vom 7. Oktober

Israels Parlament hat grünes Licht für ein Militärtribunal zur juristischen Aufarbeitung des Hamas-Großangriffs vom 7. Oktober 2023 gegeben. Für ein Gesetz zur Einrichtung eines solchen Sondergerichts stimmten am Montagabend 93 der insgesamt 120 Knesset-Abgeordneten. Gegenstimmen gab es keine. Vor dem Sondergericht sollen sich mutmaßlich an den Massakern beteiligte Palästinenser verantworten, die am 7. Oktober oder danach festgenommen wurden und sich seither in Haft befinden.

Textgröße:

Die möglichen Anklagepunkte umfassen Straftaten wie Mord, Vergewaltigung, Entführung und Plünderung. Das Tribunal ist laut dem neuen Gesetz zudem befugt, die Angeklagten auf der Grundlage aller geltenden Gesetze zu verurteilen, darunter auch Anti-Terror-Gesetze.

Die islamistische Palästinenserorganisation Hamas und ihre Verbündeten hatten am 7. Oktober 2023 Israel überfallen und damit den Krieg im Gazastreifen ausgelöst. Bei Massakern in grenznahen Orten und bei einem Musikfestival im Süden Israels töteten sie nach israelischen Angaben mehr als 1221 Menschen, 251 Menschen verschleppten sie als Geiseln in den Gazastreifen.

Israelischen Medienberichten zufolge werden voraussichtlich rund 400 mutmaßliche Täter vor Gericht gestellt. Dazu gehören laut dem Gesetz auch diejenigen, die in den Gazastreifen verschleppte Geiseln festgehalten und misshandelt haben sollen. Verdächtige oder Verurteilte wegen der Straftaten vom 7. Oktober sind zudem von einem möglichen Gefangenenaustausch ausgeschlossen.

Das Sondergericht soll seinen Sitz in Jerusalem haben. Die Verhandlungen sind öffentlich. Einige Teile davon sollen auch im Fernsehen übertragen werden.

Eingebracht wurde das Gesetz vom ultrarechten Angeordneten Simcha Rothman und der Oppositionspolitikerin Julia Malinowsky. Sie begründeten die Initiative mit dem außergewöhnlichen Ausmaß der Massaker am 7. Oktober. Rothman bezeichnete das Gesetz als "historischen Rahmen, der darauf abzielt, Gerechtigkeit zu üben und die Terroristen vor Gericht zu stellen, die das schlimmste Massaker in der Geschichte des Landes verübt haben".

Mitinitiatorin Malinowski erklärte, sie widme dieses Gesetz "allen Ermordeten, den Entführten und ihren Familien". "Dies werden die Prozesse gegen die Nazis von heute sein, und dies wird in die Geschichtsbücher eingehen", sagte die Oppositionspolitikerin.

Die neue Gesetzgebung steht in keinem Zusammenhang mit einem im März verabschiedeten Gesetz, das für wegen Terrorismusvorwürfen verurteilte Palästinenser im Westjordanland die Todesstrafe als Regelfall vorsieht, wenn ein tödlicher Anschlag von israelischen Militärgerichten als "terroristischer Akt" eingestuft wird. Dieses international scharf kritisierte Gesetz gilt nicht rückwirkend, bislang wurde es noch nicht angewendet.

O.Pereira--NZN