Zürcher Nachrichten - Druck auf Staat zu Aufklärung von Missbrauchsskandal in katholischer Kirche

EUR -
AED 4.26807
AFN 76.126374
ALL 92.206872
AMD 421.806782
ANG 2.08003
AOA 1066.870586
ARS 1753.415385
AUD 1.609841
AWG 2.091904
AZN 1.970654
BAM 1.956404
BBD 2.341272
BDT 142.864093
BGN 1.971463
BHD 0.438233
BIF 3476.238288
BMD 1.162169
BND 1.472998
BOB 14.381231
BRL 5.955953
BSD 1.162454
BTN 109.745765
BWP 15.564536
BYN 3.58099
BYR 22778.506256
BZD 2.337971
CAD 1.606751
CDF 2649.744425
CHF 0.940398
CLF 0.027404
CLP 1082.049236
CNY 7.799665
CNH 7.7972
COP 3638.866374
CRC 527.260463
CUC 1.162169
CUP 30.79747
CVE 110.266773
CZK 24.202179
DJF 207.002998
DKK 7.474633
DOP 68.810941
DZD 154.819155
EGP 59.217024
ERN 17.43253
ETB 188.729389
FJD 2.575832
FKP 0.859697
GBP 0.858697
GEL 3.027427
GGP 0.859697
GHS 13.213212
GIP 0.859697
GMD 86.000106
GNF 10217.845869
GTQ 8.872143
GYD 243.133909
HKD 9.111926
HNL 31.20596
HRK 7.533761
HTG 152.021033
HUF 362.121881
IDR 20497.169125
ILS 3.495397
IMP 0.859697
INR 109.814191
IQD 1522.856904
IRR 1597517.076516
ISK 140.808644
JEP 0.859697
JMD 184.263699
JOD 0.823945
JPY 179.466158
KES 150.396107
KGS 101.630602
KHR 4704.269752
KMF 492.759271
KPW 1045.952159
KRW 1561.82646
KWD 0.358995
KYD 0.96882
KZT 529.454798
LAK 26067.1574
LBP 104099.580962
LKR 381.459373
LRD 203.37327
LSL 18.572512
LTL 3.431582
LVL 0.702985
LYD 7.376245
MAD 10.894875
MDL 20.024094
MGA 4987.453475
MKD 61.588789
MMK 2440.252121
MNT 4180.357205
MOP 9.387417
MRU 46.766233
MUR 54.494406
MVR 17.96749
MWK 2015.687424
MXN 19.655922
MYR 4.702153
MZN 74.301895
NAD 18.572832
NGN 1536.305885
NIO 42.781916
NOK 10.778644
NPR 175.643454
NZD 1.975414
OMR 0.446859
PAB 1.162119
PEN 3.898753
PGK 5.240505
PHP 72.752962
PKR 322.366446
PLN 4.308903
PYG 6955.116673
QAR 4.247668
RON 5.251023
RSD 117.3384
RUB 100.35455
RWF 1711.098659
SAR 4.364928
SBD 9.297945
SCR 15.933325
SDG 699.043175
SEK 11.159521
SGD 1.471009
SHP 0.861011
SLE 28.64689
SLL 24370.095374
SOS 664.393622
SRD 43.849205
STD 24054.545402
STN 24.507037
SVC 10.172358
SYP 15110.517153
SZL 18.575413
THB 38.192309
TJS 10.714872
TMT 4.06759
TND 3.391855
TOP 2.798223
TRY 56.287202
TTD 7.869463
TWD 36.646431
TZS 3073.974524
UAH 51.78069
UGX 4387.07054
USD 1.162169
UYU 46.780752
UZS 13711.054751
VES 937.146216
VND 30236.142718
VUV 137.097747
WST 3.158909
XAF 656.148219
XAG 0.017634
XAU 0.000263
XCD 3.14082
XCG 2.095092
XDR 0.821714
XOF 656.15669
XPF 119.331742
YER 275.433763
ZAR 18.564274
ZMK 10460.940695
ZMW 22.232383
ZWL 374.217843
  • Euro STOXX 50

    -16.4200

    6376.51

    -0.26%

  • Goldpreis

    0.0000

    4476.6

    0%

  • DAX

    -106.5300

    25939.87

    -0.41%

  • MDAX

    -28.5400

    32326.78

    -0.09%

  • TecDAX

    4.3500

    4027.1

    +0.11%

  • SDAX

    -10.6500

    18723.39

    -0.06%

  • EUR/USD

    0.0007

    1.1628

    +0.06%

Druck auf Staat zu Aufklärung von Missbrauchsskandal in  katholischer Kirche
Druck auf Staat zu Aufklärung von Missbrauchsskandal in katholischer Kirche

Druck auf Staat zu Aufklärung von Missbrauchsskandal in katholischer Kirche

Nach der Vorstellung des Gutachtens zum sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising haben Politiker der Ampelkoalition, Vertreter von Missbrauchsopfern und katholische Laien die Politik aufgefordert, die Aufklärung des Missbrauchs in der deutschen katholischen Kirche zu übernehmen. Der religionspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Lars Castelluci, sagte der "Augsburger Allgemeinen" vom Freitag, niemand könne "sich selbst aufklären - dafür gibt es unseren Rechtsstaat".

Textgröße:

Nach den Erfahrungen mit den unterschiedlichen Gutachten und deren Handhabung in der Kirche forderte er "einen verbindlichen gemeinsamen und überprüfbaren Rahmen für die Aufarbeitung in ganz Deutschland - Transparenz und Unabhängigkeit müssen gestärkt werden", sagte Castelluci. Als möglichen Weg nannte der Sozialdemokrat eine Aufwertung der unabhängigen Aufarbeitungskommission.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, forderte ebenfalls einen stärkeren Einsatz der Politik bei der Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der katholischen Kirche. "Wichtig wäre, dass die von mir im Jahr 2016 auf der Bundesebene bereits eingerichtete Aufarbeitungskommission, dass die nun mal endlich gesetzlich verankert wird - das ist sie noch nicht", sagte Rörig im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). "Und dass dieser Kommission auch tatsächlich Kontroll-, Beratungs- und vielleicht auch Untersuchungsrechte eingeräumt werden."

Rörig warf der Politik vor, bisher zu zurückhaltend bei der Aufarbeitung des kirchlichen Skandals gewesen zu sein. "Und mir wäre es wirklich wichtig, dass jetzt auch das Klein-Klein der Bundespolitik in die Mottenkiste der Vergangenheit gesteckt wird und die Ampelkoalition sich für ein konsequentes Aufarbeiten von sexualisierter Gewalt auch im kirchlichen Bereich entscheidet."

Der Sprecher der Betroffeneninitiative Eckiger Tisch, Matthias Katsch, sagte im Südwestrundfunk, um die Vergangenheit in der katholischen Kirche aufzuarbeiten, sei nun ein Blick von außen nötig. Das könne jedoch nur in einer unabhängigen Aufarbeitung geschehen, die von staatlicher Seite garantiert, unterstützt und begleitet werde.

Auch die Vertretung der katholischen Laien, das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK), forderte mehr politische Einflussnahme auf die Aufarbeitung von sexualisierter Gewalt in der Kirche. ZdK-Präsidentin Irme Stetter-Karp sagte im RBB, sie glaube "nicht mehr, dass die Kirche allein die Aufarbeitung schafft".

Es müsse die Frage gestellt werden, "ob es nicht ein besserer Weg wäre, wenn wir auf der politischen Seite im Sinne der Unabhängigkeit der Aufarbeitung mehr Einflussnahme hätten - beispielsweise über einen Ausschuss im Parlament, über eine Kommission, über eine Wahrheitskommission."

Stetter-Karp zeigte sich dabei enttäuscht über das Verhalten der kirchlichen Verantwortlichen. "Es ist offensichtlich, dass auch im Jahr 2022 die bittere Realität heißt: Das System von Vertuschung, Vergessen und schneller Vergebung gegenüber den Tätern ist nicht aufgebrochen worden."

Das am Donnerstag vorgelegte Gutachten hatte bei sämtlichen Münchner Erzbischöfen seit dem Zweiten Weltkrieg Fehlverhalten festgestellt, darunter auch beim späteren Papst Benedikt XVI. und beim amtierenden Kardinal Reinhard Marx. Bei 42 noch lebenden und aktiven Geistlichen haben die Gutachter den Verdacht strafbaren Missbrauchshandelns, hier prüft die Staatsanwaltschaft München I mögliche Straftaten.

Im Fall des emeritierten Papsts sehen die Gutachter es als erwiesen an, dass er bei vier pädophilen Klerikern - zwei davon einschlägig vorbestraft - deren Weiterbeschäftigung in Kirchengemeinden ermöglichte. Eine Stellungnahme, in der Benedikt dies zurückwies, nannten die Gutachter auf Grundlage von Zeugenbefragungen und der Aktenlage unglaubwürdig.

N.Fischer--NZN