Zürcher Nachrichten - Proteste und Ausschreitungen in Genf vor G7-Gipfel in Evian

EUR -
AED 4.183233
AFN 72.900796
ALL 91.877285
AMD 414.797448
ANG 2.039348
AOA 1045.665194
ARS 1736.794975
AUD 1.614555
AWG 2.050323
AZN 1.940938
BAM 1.955317
BBD 2.295033
BDT 140.215334
BGN 1.917554
BHD 0.429594
BIF 3432.051477
BMD 1.139068
BND 1.45584
BOB 13.964547
BRL 5.909605
BSD 1.139418
BTN 109.116023
BWP 15.516164
BYN 3.442749
BYR 22325.7403
BZD 2.291733
CAD 1.611725
CDF 2665.420428
CHF 0.943457
CLF 0.027745
CLP 1095.522249
CNY 7.646851
CNH 7.670833
COP 3814.157008
CRC 518.071915
CUC 1.139068
CUP 27.347239
CVE 110.237745
CZK 24.358299
DJF 202.909834
DKK 7.475483
DOP 67.763247
DZD 152.391449
EGP 59.13438
ERN 17.086026
ETB 184.850299
FJD 2.559772
FKP 0.85991
GBP 0.859642
GEL 2.97871
GGP 0.85991
GHS 13.234728
GIP 0.85991
GMD 83.725913
GNF 10021.522331
GTQ 8.701849
GYD 238.411056
HKD 8.934226
HNL 30.583439
HRK 7.533575
HTG 149.123132
HUF 365.202455
IDR 20405.384913
ILS 3.471949
IMP 0.85991
INR 109.142689
IQD 1492.730945
IRR 1565734.922454
ISK 136.984803
JEP 0.85991
JMD 180.27543
JOD 0.807645
JPY 179.158416
KES 147.67349
KGS 99.609484
KHR 4633.85435
KMF 493.217009
KPW 1025.161906
KRW 1543.648431
KWD 0.351563
KYD 0.949565
KZT 504.7852
LAK 25558.681004
LBP 102039.372314
LKR 376.226984
LRD 195.991544
LSL 18.590804
LTL 3.363373
LVL 0.689012
LYD 7.285199
MAD 10.934597
MDL 20.225999
MGA 5030.756222
MKD 61.55978
MMK 2391.317037
MNT 4096.276898
MOP 9.206124
MRU 45.840667
MUR 54.140351
MVR 17.599037
MWK 1975.811511
MXN 20.137822
MYR 4.640683
MZN 72.79829
NAD 18.590804
NGN 1510.837951
NIO 41.929634
NOK 10.830092
NPR 174.585836
NZD 1.992947
OMR 0.439191
PAB 1.139418
PEN 3.868244
PGK 5.076745
PHP 71.01754
PKR 315.746636
PLN 4.37146
PYG 6716.339487
QAR 4.153473
RON 5.27298
RSD 117.420969
RUB 96.076247
RWF 1684.083636
SAR 4.274755
SBD 9.11313
SCR 15.836085
SDG 685.153819
SEK 11.296996
SGD 1.45562
SHP 0.859999
SLE 28.078458
SLL 23885.685201
SOS 651.238991
SRD 42.905863
STD 23576.41575
STN 24.493944
SVC 9.970535
SYP 14810.167401
SZL 18.586405
THB 38.01645
TJS 10.511601
TMT 3.99813
TND 3.373266
TOP 2.742603
TRY 55.748859
TTD 7.750084
TWD 36.141163
TZS 3024.152324
UAH 51.024285
UGX 4462.896617
USD 1.139068
UYU 45.648714
UZS 13485.665874
VES 970.977713
VND 29588.440307
VUV 134.85231
WST 3.127566
XAF 655.957
XAG 0.017716
XAU 0.000265798393
XCD 3.07839
XCG 2.053592
XDR 0.80538
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.560946
ZAR 18.57165
ZMK 10252.986409
ZMW 22.227505
ZWL 366.779554
SSP 6507.03282
MXV 2.282055
  • Goldpreis

    23.2000

    4321.2

    +0.54%

  • Euro STOXX 50

    30.3200

    6302.82

    +0.48%

  • TecDAX

    17.8500

    3975.48

    +0.45%

  • MDAX

    248.7500

    31031.35

    +0.8%

  • SDAX

    58.7900

    18124.5

    +0.32%

  • EUR/USD

    0.0021

    1.1401

    +0.18%

  • DAX

    142.1100

    25408.64

    +0.56%

Proteste und Ausschreitungen in Genf vor G7-Gipfel in Evian
Proteste und Ausschreitungen in Genf vor G7-Gipfel in Evian / Foto: JEFF PACHOUD - AFP

Proteste und Ausschreitungen in Genf vor G7-Gipfel in Evian

Kurz vor dem G7-Gipfel im französischen Evian ist es am Sonntag in Genf zu Ausschreitungen am Rande einer Demonstration von Gipfelgegnern gekommen. Demonstranten bewarfen Sicherheitskräfte mit Flaschen, Steinen und Feuerwerkskörpern, wie AFP-Reporter am Sonntag beobachteten. Die Polizei setzte Tränengas ein. Mehrere Gebäude wurden nach Polizeiangaben beschädigt, darunter der Sitz der Internationalen Fernmeldeunion und Banken. Mindestens ein Auto brannte ab.

Textgröße:

Am Nachmittag hatten nach Angaben der Polizei etwa 20.000 Menschen an einer zunächst weitgehend friedlichen Demonstration in der schweizerischen Stadt teilgenommen, in der am Montag die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten ankommen sollen. Der Gipfel findet im 40 Kilometer entfernten Evian am französischen Südufer des Genfer Sees statt, wo Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereits am Sonntagabend eintraf.

Zu den Protesten hatte ein Bündnis zahlreicher Organisationen mit unterschiedlichen Anliegen aufgerufen, darunter feministische, pro-palästinensische, kurdische und Klimaschutz-Gruppen. Viele Plakate richteten sich auch gegen US-Präsident Donald Trump. Der Protestmarsch zog, von einem großen Polizeiaufgebot begleitet, am Nachmittag durch die Stadt. Zahlreiche Geschäfte hatten zuvor aus Angst vor Ausschreitungen ihre Schaufenster verbarrikadiert. Unter den Demonstranten waren nach Einschätzung der Polizei etwa 6000 Aktivisten des sogenannten Blackblocks, die häufig auf Randale aus sind.

In Genf weckte dies Erinnerungen an den - damals noch mit Russland - G8-Gipfel in Evian von 2003: Bei Ausschreitungen waren damals Schäden in Höhe von sechs Millionen Schweizer Franken entstanden.

Macron, der derzeit den Vorsitz der Staatengruppe hat, will Trump am Montagnachmittag vorab zu einem bilateralen Treffen empfangen. Am Abend ist ein Arbeitsessen geplant, bei dem die großen internationalen Krisen besprochen werden sollen. Daran nehmen auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sowie die Staats- und Regierungschefs von Italien, Großbritannien, Kanada und Japan teil.

Am Dienstag ist eine Sitzung zur Lage in der Ukraine geplant, zu der auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eingeladen ist. Er wird dort auch auf Trump treffen - ob es zu einem bilateralen Gespräch kommt, ist offen. Die Europäer wollen Trump dazu bewegen, die Verhandlungen mit Russland voranzutreiben und dabei keine allzu großen territorialen Zugeständnisse von der Ukraine einzufordern.

Es ist auch das erste physische Treffen der G7-Chef seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran, die die Sperrung der Straße von Hormus zur Folge hatten. Ungeachtet zahlreicher Ankündigungen Trumps gibt es weiterhin kein Abkommen zwischen den USA und dem Iran, um den Konflikt einzudämmen. Schuld an der jüngsten Verzögerung der Unterzeichnung sei ein israelischer Angriff auf Beirut, erklärte Trump.

Bei dem G7-Gipfel soll es zudem um den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) und den Abbau geostrategischer Ungleichgewichte gehen.

Macron hatte sich stark bemüht, Trump bei der Stange zu halten, und ihn mit einer Einladung zum Gala-Dinner im Schloss von Versailles am Mittwoch gelockt. Dies sagte der Glanz und Glimmer liebende US-Präsident inzwischen zu. Offizieller Anlass ist die 250-Jahr-Feier der USA.

Zu einigen Programmteilen des Gipfels sind auch die Staats- und Regierungschefs der Partnerländer Brasilien, Südkorea, Ägypten, Indien und Kenia eingeladen.

China ist nicht Teil der G7 - spielt aber dennoch indirekt eine Rolle bei dem Treffen, da es unter anderem um die Versorgungssicherheit bei wichtigen Materialien wie den sogenannten seltenen Erden gehen soll.

Mehrere Nichtregierungsorganisationen prangern das Fehlen international bedeutender Themen beim G7-Gipfel an, etwa den Kampf gegen die Folgen des Klimawandels oder die Solidarität mit Entwicklungsländern. Auch die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die extreme Konzentration des Reichtums stünden nicht auf der Tagesordnung, kritisieren sie.

Das G7-Treffen findet unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Auf französischer Seite sind etwa 16.000 Sicherheitskräfte und Feuerwehrleute im Einsatz. Die Schweiz beteiligt sich mit etwa 4000 Soldaten an der Absicherung.

P.Gashi--NZN