Zürcher Nachrichten - Beispiellose Waldbrände in Frankreich und Spanien - Mehr als 160.000 Menschen evakuiert

EUR -
AED 4.176583
AFN 75.049755
ALL 93.588017
AMD 417.004635
AOA 1042.738243
ARS 1702.037602
AUD 1.626535
AWG 2.049658
AZN 1.934129
BAM 1.951903
BBD 2.290557
BDT 140.38969
BHD 0.428808
BIF 3394.301894
BMD 1.13712
BND 1.467129
BOB 12.799837
BRL 5.832327
BSD 1.137244
BTN 109.018641
BWP 15.614441
BYN 3.262515
BYR 22287.543424
BZD 2.287253
CAD 1.606238
CDF 2569.890314
CHF 0.930843
CLF 0.027169
CLP 1069.324633
CNY 7.693865
CNH 7.692324
COP 3643.058169
CRC 517.568868
CUC 1.13712
CUP 30.133668
CVE 110.698335
CZK 24.193926
DJF 202.089027
DKK 7.475054
DOP 66.285736
DZD 151.727028
EGP 57.642638
ERN 17.056793
ETB 181.910682
FJD 2.536061
FKP 0.853565
GBP 0.855057
GEL 2.984917
GGP 0.853565
GHS 13.24773
GIP 0.853565
GMD 84.147079
GNF 9961.167739
GTQ 8.677636
GYD 237.844518
HKD 8.917007
HNL 30.446377
HRK 7.536602
HTG 148.666433
HUF 359.842106
IDR 20538.653537
ILS 3.474813
IMP 0.853565
INR 108.900064
IQD 1489.626627
IRR 1563681.538046
ISK 142.592248
JEP 0.853565
JMD 179.92076
JOD 0.806193
JPY 186.169604
KES 147.255225
KGS 99.44087
KHR 4595.656402
KMF 492.373094
KRW 1666.289206
KWD 0.353008
KYD 0.947745
KZT 540.408613
LAK 25761.443854
LBP 101829.056893
LKR 382.416446
LRD 206.043802
LSL 19.137644
LTL 3.357619
LVL 0.687832
LYD 7.283254
MAD 10.646284
MDL 19.987882
MGA 4898.140071
MKD 61.407391
MMK 2387.426982
MNT 4083.989575
MOP 9.18616
MRU 45.541058
MUR 53.831668
MVR 17.568831
MWK 1975.17702
MXN 19.846151
MYR 4.6482
MZN 72.659852
NAD 19.137386
NGN 1551.985981
NIO 41.68664
NOK 10.977878
NPR 174.422738
NZD 1.968466
OMR 0.437261
PAB 1.137249
PEN 3.869052
PGK 4.997647
PHP 70.177371
PKR 315.948915
PLN 4.323192
PYG 6877.268455
QAR 4.143834
RON 5.229138
RSD 117.388284
RUB 88.71172
RWF 1667.017279
SAR 4.26157
SBD 9.189182
SCR 15.985492
SDG 682.842734
SEK 11.086143
SGD 1.468141
SLE 27.546714
SOS 649.866545
SRD 42.904675
STD 23536.079107
STN 24.959774
SVC 9.951131
SZL 19.138277
THB 38.241031
TJS 10.497256
TMT 3.979918
TND 3.369282
TRY 53.850004
TTD 7.723646
TWD 36.724872
TZS 2998.019122
UAH 51.07542
UGX 4270.529551
USD 1.13712
UYU 45.668815
UZS 13651.120127
VES 842.948326
VND 29923.301286
VUV 135.41767
WST 3.134266
XAF 654.675745
XAG 0.019473
XAU 0.000279
XCD 3.073123
XCG 2.049608
XDR 0.813528
XOF 653.843959
XPF 119.331742
YER 271.259791
ZAR 19.046171
ZMK 10235.43865
ZMW 21.250225
ZWL 366.152035
  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1373

    -0.02%

  • DAX

    262.0300

    25361.03

    +1.03%

  • Euro STOXX 50

    1.2700

    6282.21

    +0.02%

  • SDAX

    47.1000

    18276.38

    +0.26%

  • MDAX

    140.9700

    32106.5

    +0.44%

  • TecDAX

    38.7900

    3808.76

    +1.02%

  • Goldpreis

    -1.4000

    4075.6

    -0.03%

Beispiellose Waldbrände in Frankreich und Spanien - Mehr als 160.000 Menschen evakuiert
Beispiellose Waldbrände in Frankreich und Spanien - Mehr als 160.000 Menschen evakuiert / Foto: Maximilien LAMY - AFP

Beispiellose Waldbrände in Frankreich und Spanien - Mehr als 160.000 Menschen evakuiert

Beispiellose Waldbrände in Frankreich und Spanien haben am Freitag mehr als 160.000 Menschen zur Flucht gezwungen. Behördenangaben zufolge wurden im Südwesten Frankreichs bislang rund 141.000 Menschen evakuiert. Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez betonte, das Land habe noch nie zuvor Brände in diesem Ausmaß erlebt, und versprach, "alles zu tun", um die Stadt Bordeaux zu schützen. In Spanien wurden laut dem Innenministerium alleine im Raum der Hauptstadt Madrid rund 25.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert. Den Behörden zufolge war das Feuer dort "nicht zu löschen".

Textgröße:

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte die Streitkräfte nach Angaben seines Umfelds auf, sich zu mobilisieren und den Zivilschutz "mit maximaler Verstärkung" zu unterstützen. Regierungschef Sébastien Lecornu berief für den späten Abend einen interministeriellen Krisenstab ein. Er erklärte, insgesamt 1000 Militärangehörige würden eingesetzt, um gegen die Flammen zu kämpfen. Diese haben in dem Gebiet bereits eine Fläche von 22.000 Hektar verwüstet.

Ein örtlicher Vertreter warnte, das Feuer bewege sich auf Bordeaux zu. Die dortigen Behörden ordneten die Evakuierung von Orten in der Nähe der Stadt "aus Vorsicht" vor den herannahenden Flammen an. Die Verkehrsinformationsseite Bison Futé forderte Autofahrer auf, Straßen in dem Gebiet zu meiden, um die Zufahrten für Rettungsdienste freizuhalten.

Auf der bei Urlaubern beliebten Halbinsel Cap-Ferret ordneten die Behörden eine vollständige Evakuierung an. Rund 44.000 Einwohner und Urlauber verließen das Gebiet über die einzige Straße in Richtung Bordeaux oder mit Booten über das Becken von Arcachon. Mehr als 800 Menschen erreichten nach Angaben der Stadtverwaltung auf dem Seeweg Arcachon. Etwa 40 der 1000 Feuerwehrleute, die gegen den Brand bei Cap-Ferret kämpften, wurden nach Angaben der Behörden verletzt.

Das Feuer könnte laut Staatsanwaltschaft durch eine bei Arbeiten an einer Hochspannungsleitung eingesetzte Freischneidemaschine ausgelöst worden sein, deren Nutzung zu diesem Zeitpunkt noch erlaubt war.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurde zudem gegen zwei Männer wegen Gefährdung des Lebens anderer ermittelt, nachdem sie beim Rauchen in Waldgebieten ertappt worden waren. Bei einem von ihnen stellten Gendarmen demnach fest, dass er am Vortag neben seinem Lagerplatz einen Grill angezündet hatte.

Insgesamt kämpften die Einsatzkräfte in Frankreich laut Innenminister Nuñez gegen 32 aktive Waldbrände unterschiedlicher Stärke. Seit Jahresbeginn seien bereits mehr als 50.000 Hektar Fläche verbrannt - fast dreimal so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

In Spanien verschärfte sich die Lage rund um die Hauptstadt Madrid. Das dortige Großfeuer sei "auf seinem Höhepunkt" und derzeit "nicht zu löschen", sagte der Leiter des Katastrophenschutzes der Regionalregierung, Carlos Novillo. Wegen starken Winds könne sich der Brand weiter ausbreiten.

Unter den 63.000 evakuierten oder zum Verbleib in Gebäuden aufgeforderten Menschen waren nach Angaben des spanischen Innenministeriums auch 5000 Urlauber auf einem Campingplatz. Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso sprach vom "schlimmsten Brand in der Geschichte" der Region Madrid und von einer "Katastrophe".

Zwei der drei Brände westlich der spanischen Hauptstadt waren nach Behördenangaben bereits zu einem Großfeuer verschmolzen. Dieses zog auf die Gemeinde Navas del Rey zu, rund 50 Kilometer von der Hauptstadt entfernt, und stand örtlichen Vertretern kurz davor, sich mit einem weiteren Waldbrand in der benachbarten Region Kastilien und León zu verbinden.

Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte am Samstag gemeinsam mit Innenminister Fernando Grande-Marlaska das Einsatzzentrum in Cenicientos bei Madrid besuchen und dort an einer Krisensitzung teilnehmen. Sánchez hatte von einer "dramatischen Situation" in mehreren spanischen Provinzen und in Nachbarländern gesprochen.

Im Zusammenhang mit dem Feuer in Ávila nahm die spanische Gendarmerie nach eigenen Angaben einen Mann fest. Wie die Guardia Civil weiter erklärte, soll er eine landwirtschaftliche Maschine in einem Gebiet eingesetzt haben, in dem dies wegen der Brandgefahr streng verboten war. Die dabei entstandenen Funken hätten vermutlich den Brand ausgelöst. Gegen einen weiteren Mann werde ermittelt.

Die Waldbrände in Spanien zwangen außerdem die US-Raumfahrtbehörde Nasa zur Evakuierung einer ihrer drei weltweiten Bodenstationen für die Tiefraumkommunikation. Die Flammen seien über das Gelände in Robledo, rund 65 Kilometer westlich von Madrid hinweggezogen, mögliche Schäden würden bewertet, sobald dies gefahrlos möglich sei, teilte die US-Behörde mit.

Im nordöstlich von Madrid gelegenen Guadalajara entwickelte sich die Lage dagegen günstiger. Das Feuer hatte nach Angaben der Einsatzkräfte rund 32.000 Hektar erfasst, verlor aber an Intensität. Bewohner von 14 Gemeinden durften zurückkehren, die militärische Notfalleinheit zog sich zurück. Gelöscht war der Brand zunächst nicht.

Die EU entsandte nach Angaben der Europäischen Kommission vier Löschflugzeuge nach Spanien und drei nach Frankreich. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) erklärte, Deutschland sei bereit, Frankreich im Rahmen des europäischen Katastrophenschutzmechanismus zu unterstützen.

Auch in Italien kämpften Einsatzkräfte weiter gegen zahlreiche Brände. Besonders betroffen waren Sizilien und Kalabrien. Allein auf Sizilien wurden am Freitag Dutzende Feuer gemeldet.

Wissenschaftlern zufolge erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden. Dürre und außergewöhnliche Hitze hatten die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet und erschwerten die Löscharbeiten.

F.Carpenteri--NZN