Zürcher Nachrichten - Lauterbach wirbt bei Krankenhausgipfel für Reform

EUR -
AED 4.122837
AFN 72.970926
ALL 91.909502
AMD 406.913835
ANG 2.009908
AOA 1030.569533
ARS 1711.831869
AUD 1.617708
AWG 2.020724
AZN 1.911563
BAM 1.953946
BBD 2.260685
BDT 137.994126
BGN 1.889872
BHD 0.423083
BIF 3386.165848
BMD 1.122625
BND 1.436537
BOB 13.485721
BRL 5.869305
BSD 1.12245
BTN 108.737932
BWP 15.516722
BYN 3.380792
BYR 22003.442544
BZD 2.257358
CAD 1.598421
CDF 2593.262705
CHF 0.927653
CLF 0.027936
CLP 1103.135832
CNY 7.526752
CNH 7.530521
COP 3729.504927
CRC 514.311914
CUC 1.122625
CUP 26.937796
CVE 110.163398
CZK 24.470523
DJF 199.870321
DKK 7.473711
DOP 67.017295
DZD 150.020052
EGP 58.728531
ERN 16.839369
ETB 183.32862
FJD 2.526806
FKP 0.850876
GBP 0.850338
GEL 2.913225
GGP 0.850876
GHS 13.18202
GIP 0.850876
GMD 82.509831
GNF 9873.278381
GTQ 8.577554
GYD 234.787185
HKD 8.809477
HNL 30.134804
HRK 7.530344
HTG 146.980514
HUF 369.342936
IDR 20183.668035
ILS 3.441799
IMP 0.850876
INR 107.921553
IQD 1470.424202
IRR 1960707.680106
ISK 137.005286
JEP 0.850876
JMD 177.691369
JOD 0.795903
JPY 177.013198
KES 145.612464
KGS 98.173927
KHR 4552.679468
KMF 491.709262
KPW 1010.362515
KRW 1514.397802
KWD 0.346813
KYD 0.935312
KZT 504.301414
LAK 25212.073525
LBP 100508.235633
LKR 371.174527
LRD 191.927859
LSL 18.766422
LTL 3.314818
LVL 0.679064
LYD 7.188178
MAD 11.151715
MDL 20.057965
MGA 4959.293588
MKD 61.522437
MMK 2357.375354
MNT 4039.616151
MOP 9.07229
MRU 44.850838
MUR 54.054336
MVR 17.344313
MWK 1946.252989
MXN 20.593415
MYR 4.58581
MZN 71.747029
NAD 18.76734
NGN 1491.923465
NIO 41.299335
NOK 10.83184
NPR 173.980692
NZD 2.000057
OMR 0.431645
PAB 1.122435
PEN 3.88947
PGK 5.083312
PHP 70.30098
PKR 310.868407
PLN 4.377489
PYG 6566.855741
QAR 4.091372
RON 5.349085
RSD 117.446757
RUB 93.827537
RWF 1662.322442
SAR 4.217055
SBD 9.053801
SCR 15.456651
SDG 675.258605
SEK 11.290124
SGD 1.436786
SHP 0.850344
SLE 27.611594
SLL 23540.867846
SOS 641.468385
SRD 42.292077
STD 23236.063055
STN 24.477098
SVC 9.820811
SYP 14596.365589
SZL 18.762526
THB 37.708907
TJS 10.331795
TMT 3.940412
TND 3.344671
TOP 2.70301
TRY 55.171167
TTD 7.610777
TWD 35.802178
TZS 2966.538952
UAH 50.505519
UGX 4478.809415
USD 1.122625
UYU 45.238277
UZS 13238.790056
VES 971.606944
VND 29171.962052
VUV 134.809601
WST 3.121874
XAF 655.957
XAG 0.018417
XAU 0.000268512669
XCD 3.03395
XCG 2.02288
XDR 0.793754
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 265.360461
ZAR 18.792456
ZMK 10104.97015
ZMW 22.05507
ZWL 361.484669
SSP 6413.096307
MXV 2.330108
  • Goldpreis

    16.9000

    4219.2

    +0.4%

  • SDAX

    112.2100

    18290.89

    +0.61%

  • DAX

    356.7700

    25296.12

    +1.41%

  • TecDAX

    97.1500

    4076.63

    +2.38%

  • MDAX

    273.3500

    30524.72

    +0.9%

  • Euro STOXX 50

    75.5400

    6250.99

    +1.21%

  • EUR/USD

    0.0033

    1.1278

    +0.29%

Lauterbach wirbt bei Krankenhausgipfel für Reform
Lauterbach wirbt bei Krankenhausgipfel für Reform / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Lauterbach wirbt bei Krankenhausgipfel für Reform

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat beim Krankenhausgipfel für seine Reformpläne geworben. Die Qualität der medizinischen Versorgung würde verbessert, wenn schwierige Fälle und Behandlungen stärker zentralisiert würden, sagte Lauterbach am Montag in Berlin zu Beginn eines Treffens mit Vertretern der Länder, des Bundestags und des Gesundheitswesens. Von der Union und aus einigen Bundesländern gab es dagegen Kritik an den Plänen.

Textgröße:

Lauterbach verwies auf die schwierige Lage vieler Kliniken. Diese seien "in größter Not", sagte er, die Lage sei noch nie so trist und schwierig gewesen. Investitionsstau, Personalmangel und die Inflation machten den Krankenhäusern zu schaffen. "Wenn wir die Reform nicht machen sollten, sehe ich für viele Krankenhäuser keine Perspektive."

Das Reformkonzept Lauterbachs sieht vor, dass Kliniken zukünftig in die drei Kategorien Grundversorgung, Schwerpunktversorgung sowie Maximalversorgung eingeordnet werden. Zudem ist eine Änderung des Vergütungssystems geplant. Unter anderem soll das bisher zur Finanzierung angewandte Fallpauschalen-System abgeschafft werden.

Auch Gerald Gaß, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), warnte zu Beginn des Gipfels vor der "extrem schwierigen" wirtschaftlichen Situation der Krankenhäuser. Zentrales Problem sei die Demografie, sagte Gaß. Die Krankenhäuser würden nie wieder so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wie aktuell. Der DKG-Chef forderte unter anderem, dass die ambulante Versorgung an Kliniken stärker unterstützt werden müsse.

Lauterbach sagte, die Krankenhäuser müssten zunehmend für die ambulante Versorgung geöffnet werden. Viele Eingriffe, die heute stationär vorgenommen würden, könnten "sehr gut ambulant gemacht werden." Der Minister betonte, dass die Versorgung in ländlichen Gebieten gesichert bleiben solle. Kleinere Krankenhäuser sollten zielgerichtet die Bedürfnisse der Kommunen bedienen.

Eine Reform soll mit Zustimmung des Bundesrats verabschiedet werden, Lauterbach will bis zum Sommer Eckpunkte vorlegen. Aus den Ländern kommt aber Widerstand: Bayern, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein lassen die Verfassungsmäßigkeit der Reform prüfen. Dazu sagte Lauterbach, dass er ein solches Gutachten begrüße. "Wir wollen nicht an das Planungsrecht der Länder heran."

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) sagte bei dem Gipfel, es sei entscheidend, dass die Länder ihre Kompetenzen bei der Krankenhausplanung behielten. Die Versorgung in Deutschland sei sehr unterschiedlich. "Ich kann nicht zulassen, dass wir eine Bundesschablone über die Krankenhäuser legen."

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Tino Sorge (CDU), warf Lauterbach vor, die Länder vor den Kopf zu stoßen. "Er geht nicht kooperativ vor und wundert sich jetzt, dass die Länder sagen: 'So geht das nicht'", sagte Sorge dem Südwestrundfunk.

Der Leiter der Regierungskommission, welche die Reformvorschläge erarbeitet, wies Kritik dagegen zurück. Kleinere Kliniken sollten sich stärker auf die Grundversorgung konzentrieren und kompliziertere Eingriffe in entsprechend ausgestatteten Krankenhäusern gebündelt werden, sagte der Psychiater Tom Bschor der "taz". Dafür sollten die Grundversorger anders als bisher über hohe Vorhaltepauschalen finanziert werden. "Die Krankenhausplanung ist und bleibt Ländersache", betonte er. Schließungen seien nicht beabsichtigt.

Das Bündnis Klimarettung, in dem unter anderem regionale Gruppen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Krankenhäusern sowie Patienten und Gewerkschaften organisiert sind, kritisierte dagegen einen "radikalen Schließungskompromiss". Es gehe in der Debatte nur darum, wie viele Krankenhäuser schließen sollten, erklärte Sprecherin Laura Valentukeviciute.

Ates Gürpinar von der Linkspartei warnte vor einem "unkontrollierten Krankenhaussterben". Die Bundesregierung müsse "jetzt schnell handeln und die Fallpauschalen aussetzen, bis die geplante Krankenhausreform wirksam wird", forderte der Sprecher für Krankenhauspolitik der Linken-Bundestagsfraktion.

Der Verband der Ersatzkassen mahnte, die Versicherten erwarteten, "dass alle Beteiligten bei der Krankenhausreform konstruktiv zusammenarbeiten und Verantwortung für die Gestaltung einer zukunftsfähigen Krankenhausversorgung übernehmen."

L.Zimmermann--NZN