Zürcher Nachrichten - Bundesgerichtshof verhandelt über Entschädigung für Gastronomie wegen Lockdowns

EUR -
AED 4.117795
AFN 72.327478
ALL 91.717858
AMD 405.859758
ANG 2.00745
AOA 1028.187868
ARS 1700.374379
AUD 1.610969
AWG 2.021056
AZN 1.905369
BAM 1.961638
BBD 2.259344
BDT 138.312215
BGN 1.887561
BHD 0.42274
BIF 3364.876336
BMD 1.121252
BND 1.438193
BOB 13.398873
BRL 5.627451
BSD 1.121748
BTN 108.507873
BWP 15.496114
BYN 3.433649
BYR 21976.53322
BZD 2.256014
CAD 1.594874
CDF 2595.697872
CHF 0.932543
CLF 0.02779
CLP 1097.301832
CNY 7.514964
CNH 7.516585
COP 3617.03463
CRC 511.1256
CUC 1.121252
CUP 26.922237
CVE 110.6956
CZK 24.37492
DJF 199.268791
DKK 7.473816
DOP 68.676735
DZD 150.738688
EGP 58.760358
ERN 16.818775
ETB 180.689866
FJD 2.523156
FKP 0.848573
GBP 0.847526
GEL 2.915065
GGP 0.848573
GHS 13.18029
GIP 0.848573
GMD 82.972661
GNF 9810.952306
GTQ 8.575558
GYD 234.690501
HKD 8.799342
HNL 30.195235
HRK 7.534589
HTG 146.88843
HUF 365.477034
IDR 20070.125025
ILS 3.434619
IMP 0.848573
INR 108.563569
IQD 1469.400346
IRR 1942176.123097
ISK 136.804208
JEP 0.848573
JMD 178.2003
JOD 0.794912
JPY 177.260364
KES 145.605819
KGS 98.053653
KHR 4553.40287
KMF 493.35061
KPW 1009.126882
KRW 1506.378828
KWD 0.348541
KYD 0.934782
KZT 505.669314
LAK 25190.040593
LBP 100408.089254
LKR 371.266495
LRD 191.734114
LSL 18.624435
LTL 3.310764
LVL 0.678233
LYD 7.209645
MAD 11.125054
MDL 20.062704
MGA 5051.238896
MKD 61.578388
MMK 2354.366026
MNT 4031.739638
MOP 9.067082
MRU 45.102387
MUR 53.281774
MVR 17.278146
MWK 1953.220673
MXN 20.402965
MYR 4.586704
MZN 71.643479
NAD 18.623895
NGN 1491.708595
NIO 41.317997
NOK 10.723477
NPR 173.612195
NZD 2.00042
OMR 0.431115
PAB 1.121738
PEN 3.85936
PGK 4.991255
PHP 70.547474
PKR 310.614724
PLN 4.378262
PYG 6456.241701
QAR 4.083587
RON 5.344787
RSD 117.383801
RUB 95.331494
RWF 1652.724998
SAR 4.208998
SBD 9.060953
SCR 15.552648
SDG 674.436024
SEK 11.180399
SGD 1.436021
SHP 0.847539
SLE 27.610785
SLL 23512.078312
SOS 640.795271
SRD 42.215688
STD 23207.646286
STN 24.611475
SVC 9.815209
SYP 14578.514822
SZL 18.623899
THB 37.731254
TJS 10.336861
TMT 3.924381
TND 3.361734
TOP 2.699705
TRY 55.304283
TTD 7.619743
TWD 35.812557
TZS 2960.104491
UAH 50.385641
UGX 4593.690693
USD 1.121252
UYU 44.983866
UZS 13247.589377
VES 979.568877
VND 29039.858272
VUV 134.663022
WST 3.106752
XAF 655.957
XAG 0.018809
XAU 0.000270251787
XCD 3.030239
XCG 2.021625
XDR 0.792783
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 264.783424
ZAR 18.595903
ZMK 10092.612722
ZMW 22.334464
ZWL 361.042588
SSP 6449.027914
MXV 2.305527
  • EUR/USD

    0.0009

    1.1225

    +0.08%

  • Euro STOXX 50

    -53.5600

    6126.73

    -0.87%

  • SDAX

    -346.8800

    17822.81

    -1.95%

  • DAX

    -297.3900

    24806.97

    -1.2%

  • TecDAX

    -83.0000

    3965.53

    -2.09%

  • MDAX

    -605.5800

    29506.83

    -2.05%

  • Goldpreis

    17.8000

    4174.8

    +0.43%

Bundesgerichtshof verhandelt über Entschädigung für Gastronomie wegen Lockdowns
Bundesgerichtshof verhandelt über Entschädigung für Gastronomie wegen Lockdowns

Bundesgerichtshof verhandelt über Entschädigung für Gastronomie wegen Lockdowns

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich erneut mit den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie befasst: Am Donnerstag wurde in Karlsruhe über die Frage verhandelt, ob ein Bundesland einem Gastwirt Entschädigung für die Coronamaßnahmen zahlen muss. Dies sei eine Frage von "sehr grundsätzlicher Bedeutung", sagte der Vorsitzende Richter des dritten Zivilsenats, Ulrich Herrmann. Ein Urteil soll in zwei Wochen fallen. (Az. III ZR 79/21)

Textgröße:

Im konkreten Fall geht es um eine Gaststätte mit Hotel in Brandenburg. Insgesamt müssten sich die Gerichte in Deutschland mit vielen ähnlichen Rechtsstreits befassen, erklärte Herrmann zu Beginn der Verhandlung.

Das Land Brandenburg ließ im März vor zwei Jahren, wie die anderen Bundesländer auch, die Gaststätten vorübergehend schließen. Touristen durften im Hotel nicht mehr übernachten, der Kläger durfte nur noch einen Abholservice für Getränke anbieten. Er bekam zwar Corona-Soforthilfe in Höhe von 60.000 Euro von der brandenburgischen Investitionsbank, das reiche aber bei Weitem nicht aus, wie sein Anwalt vor Gericht erläuterte.

Der Betriebsausfall sei "enorm", jeden Tag seien dem Gastwirt Umsätze in Höhe von mehr als 5400 Euro entgangen. Er fordert nun noch 27.000 Euro. Dabei geht es erst einmal um einen Zeitraum von sechs Wochen. Insgesamt sei das Lokal deutlich länger geschlossen gewesen, sagte die Tochter des Klägers, die zur Verhandlung nach Karlsruhe gereist war. Auch nach dem Ende des Lockdowns hätten die Einnahmen nicht mehr die Höhe von vor der Pandemie erreicht.

In den Vorinstanzen, vor dem Landgericht Potsdam und dem Oberlandesgericht in Brandenburg, hatte die Klage keinen Erfolg. Herrmann deutete nun an, dass sie auch vor dem BGH scheitern könnte. Der Staat hafte hier womöglich nicht.

Der Anwalt der klagenden Familie argumentierte unter anderem, dass seine Mandanten ein "Sonderopfer" erbracht hätten, da die Maßnahmen sie im Vergleich zu anderen besonders schwer getroffen hätten. Auch würde gegen das Gleichheitsgebot verstoßen: Sowohl mit dem Coronavirus Infizierte als auch Gesunde - wie der Kläger - hätten sich an das Verbot halten müssen.

Der Anwalt des Landes Brandenburg war anderer Meinung. Es gehe nicht um die Infektion einzelner Gastwirte, sondern um die allgemeine Ansteckungsgefahr in Gaststätten, argumentierte er. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie träfen viele Menschen.

Zudem habe Corona insgesamt einen negativen Einfluss auf die Wirtschaft, dies sei nicht nur eine Folge der Schutzmaßnahmen. "Wie die Folgen einer solchen Pandemie zu behandeln sind, ist Aufgabe des Gesetzgebers", sagte er.

Der BGH will voraussichtlich in zwei Wochen eine Entscheidung verkünden, wie Herrmann ankündigte. Ende Januar war ein Gastwirt in Karlsruhe mit einer Klage gegen seine Betriebsschließungsversicherung gescheitert, die im Lockdown nicht zahlte. Auch diese Entscheidung wirkte sich auf zahlreiche ähnliche Fälle in ganz Deutschland aus.

L.Muratori--NZN