Zürcher Nachrichten - Nach historischem Bundestagsbeschluss wird der Ton in Koalitionsgesprächen rauer

EUR -
AED 4.358686
AFN 77.145243
ALL 96.636973
AMD 452.900547
ANG 2.124546
AOA 1088.336435
ARS 1725.464149
AUD 1.707235
AWG 2.139287
AZN 2.013799
BAM 1.955354
BBD 2.406161
BDT 145.986713
BGN 1.993151
BHD 0.450405
BIF 3539.352612
BMD 1.186844
BND 1.512981
BOB 8.255118
BRL 6.245411
BSD 1.194492
BTN 109.70591
BWP 15.629658
BYN 3.402638
BYR 23262.149846
BZD 2.402662
CAD 1.618648
CDF 2688.202567
CHF 0.917039
CLF 0.026071
CLP 1029.433075
CNY 8.250645
CNH 8.248248
COP 4355.422163
CRC 591.57508
CUC 1.186844
CUP 31.451376
CVE 110.240328
CZK 24.360569
DJF 212.73239
DKK 7.467503
DOP 75.214117
DZD 154.438388
EGP 55.90725
ERN 17.802666
ETB 185.585211
FJD 2.616576
FKP 0.866911
GBP 0.867168
GEL 3.19856
GGP 0.866911
GHS 13.087071
GIP 0.866911
GMD 86.639448
GNF 10482.786402
GTQ 9.162988
GYD 249.935117
HKD 9.268638
HNL 31.532341
HRK 7.53326
HTG 156.346985
HUF 381.685626
IDR 19929.431485
ILS 3.66783
IMP 0.866911
INR 109.139241
IQD 1565.043144
IRR 49995.819691
ISK 144.996819
JEP 0.866911
JMD 187.210468
JOD 0.841466
JPY 184.045735
KES 154.23072
KGS 103.78971
KHR 4803.985566
KMF 492.540492
KPW 1068.159944
KRW 1728.763412
KWD 0.364266
KYD 0.995565
KZT 600.827939
LAK 25709.354463
LBP 106980.457386
LKR 369.447316
LRD 215.332715
LSL 18.968635
LTL 3.504443
LVL 0.71791
LYD 7.496322
MAD 10.836529
MDL 20.093588
MGA 5338.805156
MKD 61.625948
MMK 2492.763063
MNT 4232.739691
MOP 9.606809
MRU 47.666934
MUR 53.894966
MVR 18.34888
MWK 2071.536383
MXN 20.742444
MYR 4.678488
MZN 75.673253
NAD 18.968315
NGN 1657.879276
NIO 43.960717
NOK 11.448953
NPR 175.530934
NZD 1.971295
OMR 0.457938
PAB 1.194628
PEN 3.994189
PGK 5.113942
PHP 69.865996
PKR 334.192385
PLN 4.215357
PYG 8002.209077
QAR 4.355625
RON 5.095363
RSD 117.373237
RUB 90.539571
RWF 1743.046616
SAR 4.451618
SBD 9.556012
SCR 17.136845
SDG 713.89198
SEK 10.574663
SGD 1.508331
SHP 0.890441
SLE 28.870014
SLL 24887.532355
SOS 682.755826
SRD 45.160023
STD 24565.282435
STN 24.494931
SVC 10.452529
SYP 13125.994308
SZL 18.96052
THB 37.452649
TJS 11.152051
TMT 4.153955
TND 3.432432
TOP 2.857636
TRY 51.635564
TTD 8.111185
TWD 37.507823
TZS 3076.276554
UAH 51.202541
UGX 4271.044125
USD 1.186844
UYU 46.360015
UZS 14604.669895
VES 410.578618
VND 30777.24846
VUV 140.986971
WST 3.217275
XAF 655.824039
XAG 0.014548
XAU 0.000252
XCD 3.207506
XCG 2.153009
XDR 0.815617
XOF 655.810227
XPF 119.331742
YER 282.854672
ZAR 19.202781
ZMK 10683.018904
ZMW 23.444753
ZWL 382.163406
  • EUR/USD

    0.0008

    1.1862

    +0.07%

  • Goldpreis

    -35.6000

    4709.5

    -0.76%

  • Euro STOXX 50

    55.8600

    5947.81

    +0.94%

  • MDAX

    -69.2600

    31164.44

    -0.22%

  • DAX

    229.3100

    24538.81

    +0.93%

  • SDAX

    52.3500

    18040.35

    +0.29%

  • TecDAX

    36.3200

    3613.41

    +1.01%

Nach historischem Bundestagsbeschluss wird der Ton in Koalitionsgesprächen rauer
Nach historischem Bundestagsbeschluss wird der Ton in Koalitionsgesprächen rauer / Foto: Odd ANDERSEN, Michaela STACHE, Ina FASSBENDER - AFP

Nach historischem Bundestagsbeschluss wird der Ton in Koalitionsgesprächen rauer

Trotz des historischen Bundestagsvotums zum gemeinsamen Finanzpaket wird der Ton in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD Berichten zufolge offenbar rauer. Ein Streitpunkt bei den Gesprächen ist demnach die Krankenhausreform der alten Bundesregierung. Aber auch generell rief CDU-Chef Friedrich Merz laut "Bild"-Bericht vom Mittwoch intern zu einem härteren Verhandlungskurs auf, bei RTL wandte er sich gegen "überbordende Sozialausgaben". Schärfere Töne kamen demnach auch aus der SPD.

Textgröße:

Diese warnte offenbar vor einem Stopp der Ende vergangenen Jahres auf den Weg gebrachten Krankenhausreform. Wie die "Bild" unter Berufung auf Verhandlungskreise der Arbeitsgruppe Gesundheit und Pflege bei den Koalitionsgesprächen berichtete, wollen die dort teilnehmenden Unionspolitiker verhindern, dass viele Krankenhäuser künftig geschlossen werden müssen. Dazu wollen sie demnach die Klinikreform anpassen.

Das wiederum treffe auf den Widerstand der SPD-Verhandler, heißt es in dem Bericht. Die Sorge der Sozialdemokraten sei, dass der Anstieg der Gesundheitsausgaben in den nächsten Jahren dann ungebremst weitergehe.

Die Krankenhausreform von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sieht unter anderem eine stärkere Spezialisierung der Krankenhäuser und eine teilweise Abkehr von der Finanzierung über Fallpauschalen vor. Lauterbach will damit die Behandlungsqualität in den Kliniken verbessern und ein unkontrolliertes Krankenhaussterben wegen finanzieller Probleme verhindern.

Wie die "Bild" unter Berufung auf Teilnehmende an der Unionsfraktionssitzung weiter berichtete, schwor CDU-Chef Friedrich Merz seine Parteifreunde darauf ein, die eigenen Positionen nun in den Gesprächen durchzusetzen. "Wir müssen jetzt hart verhandeln", sagte er demnach. Nach den Sondierungsergebnissen unter anderem in der Wirtschafts- und Finanzpolitik hatte es aus der Union Unmut über Zugeständnisse an die Sozialdemokraten gegeben.

Laut "Bild" stellt sich auch die SPD-Seite ab sofort auf härtere Gespräche ein. Ein Regierungsmitglied sagte demnach der Zeitung, die Abstimmung über die Reform der Schuldenbremse und das Sondervermögen hätten bis Dienstag "auf beiden Seiten sehr disziplinierend gewirkt". Jetzt würden die Verhandlungen "richtig scharf werden", sagte das Mitglied demnach weiter. "Die Union schaltet gerade um, will ihre Politik pur durchsetzen. Das wird aber nicht funktionieren."

Das Finanzpaket war am Dienstag vom Bundestag beschlossen worden und braucht nun am Freitag noch eine Zweidrittelmehrheit im Bundesrat. Es soll der künftigen Regierung deutlich mehr finanziellen Spielraum geben als bisher. Merz mahnte dennoch in den vergangenen Tagen immer wieder zur Sparsamkeit der öffentlichen Haushalte.

Im Sender RTL kündigte er an, auch die Sozialausgaben auf den Prüfstand stellen zu wollen. Es brauche einen "Kassensturz unseres gesamten Haushaltes", sagte er am Dienstagabend. "Wir haben mittlerweile so überbordende Sozialausgaben, auch auf der kommunalen Ebene, dass wir das jetzt alles auf den Prüfstand stellen müssen." Merz nannte als Beispiele für Einsparungen das Heizungsgesetz, das Bürgergeld und die Kosten für Migration. "Wir stehen jetzt vor harten Entscheidungen, neue Prioritäten setzen zu müssen."

Wie lange die Regierungsbildung genau dauern wird, ist noch unklar. Merz stellte laut "Bild" den bisherigen Zeitplan infrage, wonach der Koalitionsvertrag vor Ostern fertig werden und die Wahl zum Bundeskanzler Ende April stattfinden soll. Wenn die Gespräche mit der SPD länger dauerten, dann sei das eben so, sagte Merz nach Teilnehmerangaben. Der bisherige Plan sah vor, dass die Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse bis Montagnachmittag in einem knapp formulierten Abschlusspapier vorlegen sollen.

Vor dem Hintergrund der laufenden Koalitionsgespräche und der wohl bald verfügbaren Milliardensummen forderten mehrere Hilfsorganisationen weitere Investitionen für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe. Die künftige Regierung müsse die Mittel für diese Bereiche von "mindestens 0,7 Prozent" der Wirtschaftsleistung zur Verfügung zu stellen, forderten die Diakonie Katastrophenhilfe und Brot für die Welt. Außerdem müsse ein eigenständiges Entwicklungsministerium erhalten bleiben - dieser Forderung schlossen sich auch weitere Nichtregierungsorganisationen an.

B.Brunner--NZN