Zürcher Nachrichten - Kassenbeiträge sollen 2026 stabil bleiben - Kabinett beschließt Spargesetz

EUR -
AED 4.158885
AFN 72.476375
ALL 91.957242
AMD 412.282859
ANG 2.027479
AOA 1038.446283
ARS 1726.972144
AUD 1.628951
AWG 2.041221
AZN 1.92427
BAM 1.954271
BBD 2.286261
BDT 139.570789
BGN 1.906394
BHD 0.427956
BIF 3403.79672
BMD 1.132439
BND 1.449391
BOB 13.661491
BRL 5.869657
BSD 1.135087
BTN 108.801307
BWP 15.991134
BYN 3.416251
BYR 22195.802284
BZD 2.282963
CAD 1.612978
CDF 2618.761394
CHF 0.946985
CLF 0.027921
CLP 1102.474025
CNY 7.59272
CNH 7.603376
COP 3753.797115
CRC 518.482853
CUC 1.132439
CUP 27.242961
CVE 110.180246
CZK 24.440579
DJF 202.13737
DKK 7.475571
DOP 67.495696
DZD 151.680043
EGP 58.873915
ERN 16.986583
ETB 182.322769
FJD 2.546572
FKP 0.853646
GBP 0.854284
GEL 2.938711
GGP 0.853646
GHS 13.286779
GIP 0.853646
GMD 83.800325
GNF 9908.840362
GTQ 8.672329
GYD 237.507302
HKD 8.885738
HNL 30.405704
HRK 7.535925
HTG 148.560475
HUF 366.279412
IDR 20331.807867
ILS 3.474039
IMP 0.853646
INR 108.696134
IQD 1483.494949
IRR 1918181.617243
ISK 137.002435
JEP 0.853646
JMD 179.645466
JOD 0.802922
JPY 179.249791
KES 146.888967
KGS 99.030307
KHR 4593.172569
KMF 492.610407
KPW 1019.195363
KRW 1538.633417
KWD 0.349812
KYD 0.945968
KZT 499.313707
LAK 25411.928489
LBP 101409.90316
LKR 375.099868
LRD 194.066697
LSL 18.628485
LTL 3.343798
LVL 0.685001
LYD 7.243462
MAD 11.01123
MDL 20.153785
MGA 5011.042416
MKD 61.526857
MMK 2377.87616
MNT 4074.576062
MOP 9.175102
MRU 45.393762
MUR 54.153664
MVR 17.507414
MWK 1965.914326
MXN 20.469348
MYR 4.628847
MZN 72.355183
NAD 18.639574
NGN 1502.871335
NIO 41.509512
NOK 10.905783
NPR 174.075947
NZD 2.01385
OMR 0.435433
PAB 1.135127
PEN 3.907479
PGK 5.033645
PHP 71.076399
PKR 313.74188
PLN 4.362953
PYG 6640.657234
QAR 4.127714
RON 5.273741
RSD 117.549458
RUB 94.416673
RWF 1670.347366
SAR 4.281744
SBD 9.133166
SCR 16.516653
SDG 681.16608
SEK 11.338952
SGD 1.448803
SHP 0.85451
SLE 27.84681
SLL 23746.668152
SOS 647.188061
SRD 42.604048
STD 23439.19868
STN 24.545613
SVC 9.932316
SYP 14723.970762
SZL 18.628691
THB 38.060109
TJS 10.454858
TMT 3.963536
TND 3.366311
TOP 2.726641
TRY 55.528576
TTD 7.70077
TWD 36.148016
TZS 2989.642036
UAH 50.705505
UGX 4449.577244
USD 1.132439
UYU 45.734819
UZS 13385.427708
VES 972.878309
VND 29408.305587
VUV 135.607119
WST 3.143877
XAF 655.957
XAG 0.018454
XAU 0.000270200554
XCD 3.060473
XCG 2.045817
XDR 0.800693
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 267.736839
ZAR 18.599404
ZMK 10193.313246
ZMW 22.192145
ZWL 364.644861
SSP 6469.161241
MXV 2.316578
  • DAX

    -212.1700

    24987.02

    -0.85%

  • MDAX

    -340.9700

    30501.56

    -1.12%

  • Goldpreis

    3.9000

    4190.6

    +0.09%

  • TecDAX

    -23.1700

    3978.15

    -0.58%

  • Euro STOXX 50

    -65.9800

    6203.04

    -1.06%

  • EUR/USD

    -0.0036

    1.1298

    -0.32%

  • SDAX

    -177.4900

    18252.98

    -0.97%

Kassenbeiträge sollen 2026 stabil bleiben - Kabinett beschließt Spargesetz
Kassenbeiträge sollen 2026 stabil bleiben - Kabinett beschließt Spargesetz / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Kassenbeiträge sollen 2026 stabil bleiben - Kabinett beschließt Spargesetz

Die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen sollen im kommenden Jahr nicht mehr Geld für den Zusatzbeitrag ausgeben müssen als bislang. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch in Berlin einen Gesetzentwurf, der die Ausgaben der gesetzlichen Kassen 2026 um zwei Milliarden Euro senken soll. Dies soll die erwartete Finanzlücke schließen. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag "dürfte damit auf dem heutigen Niveau von etwa 2,9 Prozent" bleiben, sagte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU).

Textgröße:

Die Stabilisierung der Zusatzbeiträge entlaste Bürger und Unternehmen, sagte Warken nach dem Kabinettsbeschluss. Das Gesetz durchbreche die "zur Gewohnheit gewordene Routine der Erhöhung der Zusatzbeiträge zum Jahresende". Eine Stabilisierung der Sozialbeiträge sei "ein Beitrag zum notwendigen wirtschaftlichen Aufschwung", sagte sie. In den vergangenen vier Jahren hätten Versicherte und Unternehmen mehr als 30 Milliarden Euro für die Zusatzbeiträge ausgegeben.

Die von den einzelnen Krankenkassen erhobenen Zusatzbeiträge sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Der durchschnittliche Satz liegt laut Warken bei rund 2,9 Prozent - und damit deutlich über dem für 2025 prognostizierten Durchschnittswert von 2,5 Prozent.

Noch im Laufe des Mittwochs wollte der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) seine Prognose zur durchschnittlichen Entwicklung der Zusatzbeiträge für die rund 75 Millionen GKV-Versicherten im kommenden Jahr vorlegen. Die Zusatzbeiträge werden von jeder Kasse selbst festgelegt - und können je nach Finanzlage auch deutlich über den genannten Durchschnittswerten liegen.

90 Prozent der nun im Bundeskabinett beschlossenen Einsparungen - also 1,8 Milliarden Euro - sollen durch eine Änderung der Berechnungsmethode erzielt werden, mit der die gesetzlichen Kassen den Krankenhäusern jedes Jahr zusätzliches Geld für erwartete Kostensteigerungen überweisen.

Dafür wird die so genannte Meistbegünstigungsklausel ausgesetzt, die für die Krankenhäuser besonders vorteilhaft war. Künftig würden "die Vergütungsanstiege auf die reale Kostenentwicklung begrenzt, tatsächliche Kostensteigerungen werden auch weiterhin refinanziert", betonte Warken.

Weitere 100 Millionen Euro sollen bei den Verwaltungskosten der Krankenkassen eingespart werden, deren Anstieg im kommenden Jahr auf acht Prozent im Vergleich zu 2024 begrenzt werden soll. Bei den Sachkosten liegt der Deckel bei zwei Prozent. Dazu zählen zum Beispiel Kosten für Mobiliar, Post- und Fernmeldegebühren sowie Werbemaßnahmen.

Ebenfalls 100 Millionen Euro sollen beim Innovationsfonds der Kassen eingespart werden, indem die Fördersumme im kommenden Jahr einmalig von 200 Millionen auf 100 Millionen Euro gesenkt wird. Die bisherigen Mittel aus dem Fonds seien ohnehin noch nicht in vollem Umfang abgeflossen, erklärte Warken.

In der GKV-Branche wurden am Mittwoch aber Zweifel laut, ob die beschlossenen Maßnahmen das Defizit wirklich decken können. "Ich halte es für fraglich, ob der durchschnittliche Zusatzbeitrag im kommenden Jahr stabil bei 2,9 Prozent bleibt", sagte die Vorsitzende des BKK-Dachverbands, Anne-Kathrin Klemm, dem "Politico Newsletter Industrie & Handel". "Zahlreiche Kassen werden auch 2026 wieder ihre Beiträge erhöhen müssen, um ihre Rücklagen aufzufüllen."

Die Grünen warfen Ministerin Warken vor, eine wirkliche Strukturreform zur längerfristigen Stabilisierung des Kassensystems zu scheuen. "Stattdessen hangelt sie sich mit immer neuen Schnellschüssen von Woche zu Woche", die den Kassen "lediglich kurz Luft verschaffen", erklärten die Grünen-Abgeordneten Linda Heitmann und Paula Piechotta.

Der Deutsche Landkreistag (DLT) kritisierte, dass vor allem die Krankenhäuser die Last der Einsparungen zu tragen hätten. "Darunter leiden insbesondere die ländlichen Räume", warnte DLT-Präsident Achim Brötel. "Die Kliniken und ihre Patienten dürfen am Ende keinesfalls die Leidtragenden einer Politik sein, die die Krankenkassen ins Defizit zwingt."

Die Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenversicherung sind vor allem darauf zurückzuführen, dass ihre Ausgaben viel schneller steigen als ihre Einnahmen. Im ersten Halbjahr 2025 gaben die 94 gesetzlichen Kassen laut Gesundheitsministerium 7,8 Prozent mehr aus als im Vorjahreszeitraum. Die Beitragseinnahmen - ohne Zusatzbeiträge - stiegen derweil nur um 5,5 Prozent.

E.Schneyder--NZN