Zürcher Nachrichten - Analyse: Hälfte der Klinikfälle könnte vermieden oder ambulant versorgt werden

EUR -
AED 4.237139
AFN 75.575691
ALL 92.926099
AMD 421.584258
AOA 1059.141262
ARS 1720.239558
AUD 1.633857
AWG 2.079631
AZN 1.958462
BAM 1.955306
BBD 2.322982
BDT 142.383995
BHD 0.434884
BIF 3447.78333
BMD 1.153748
BND 1.477207
BOB 13.696477
BRL 5.952647
BSD 1.153303
BTN 110.015703
BWP 15.567996
BYN 3.419291
BYR 22613.465705
BZD 2.319583
CAD 1.607449
CDF 2624.777316
CHF 0.937588
CLF 0.026794
CLP 1054.548387
CNY 7.78238
CNH 7.783128
COP 3620.450472
CRC 522.960959
CUC 1.153748
CUP 30.574329
CVE 110.234736
CZK 24.241462
DJF 205.387173
DKK 7.475637
DOP 67.25212
DZD 153.438136
EGP 57.925197
ERN 17.306224
ETB 186.556683
FJD 2.552033
FKP 0.85383
GBP 0.853814
GEL 3.01708
GGP 0.85383
GHS 13.569745
GIP 0.85383
GMD 84.803903
GNF 10128.219401
GTQ 8.798584
GYD 241.547873
HKD 9.053613
HNL 30.913513
HRK 7.533846
HTG 150.799906
HUF 364.638656
IDR 20605.94375
ILS 3.455482
IMP 0.85383
INR 110.06291
IQD 1510.917932
IRR 1586057.719227
ISK 141.992108
JEP 0.85383
JMD 182.473067
JOD 0.818039
JPY 183.809979
KES 149.183378
KGS 100.894701
KHR 4672.757643
KMF 492.650316
KRW 1634.584805
KWD 0.356612
KYD 0.961065
KZT 537.83272
LAK 26022.081448
LBP 103281.940189
LKR 385.684143
LRD 208.176456
LSL 18.716324
LTL 3.406718
LVL 0.69789
LYD 7.355108
MAD 10.685552
MDL 20.033674
MGA 4962.723563
MKD 61.50918
MMK 2422.798424
MNT 4149.646379
MOP 9.321343
MRU 46.098744
MUR 54.307113
MVR 17.825361
MWK 1999.88562
MXN 19.687012
MYR 4.715394
MZN 73.132027
NAD 18.714783
NGN 1571.728125
NIO 42.438717
NOK 10.95619
NPR 176.0232
NZD 1.968023
OMR 0.443618
PAB 1.153303
PEN 3.899114
PGK 5.175624
PHP 70.607076
PKR 320.142058
PLN 4.304179
PYG 6867.174208
QAR 4.204346
RON 5.239751
RSD 117.335008
RUB 95.875231
RWF 1698.863044
SAR 4.323967
SBD 9.305027
SCR 15.844435
SDG 692.813204
SEK 11.008431
SGD 1.476982
SLE 28.283225
SOS 659.130468
SRD 43.780096
STD 23880.259372
STN 24.493276
SVC 10.091448
SZL 18.705189
THB 38.160797
TJS 10.628166
TMT 4.049656
TND 3.38637
TRY 55.100109
TTD 7.81028
TWD 37.167423
TZS 3057.430582
UAH 51.74849
UGX 4290.970724
USD 1.153748
UYU 46.438056
UZS 13713.532242
VES 877.154644
VND 30057.449416
VUV 136.653178
WST 3.149721
XAF 655.788328
XAG 0.017429
XAU 0.000262
XCD 3.118062
XCG 2.078674
XDR 0.81559
XOF 655.788328
XPF 119.331742
YER 273.676371
ZAR 18.65225
ZMK 10385.122988
ZMW 21.62525
ZWL 371.506466
  • DAX

    112.9100

    26504.33

    +0.43%

  • Euro STOXX 50

    14.5500

    6565.77

    +0.22%

  • MDAX

    262.8700

    32487.76

    +0.81%

  • TecDAX

    17.2000

    4107.38

    +0.42%

  • SDAX

    5.9700

    18577.11

    +0.03%

  • Goldpreis

    36.3000

    4477.4

    +0.81%

  • EUR/USD

    -0.0005

    1.1541

    -0.04%

Analyse: Hälfte der Klinikfälle könnte vermieden oder ambulant versorgt werden
Analyse: Hälfte der Klinikfälle könnte vermieden oder ambulant versorgt werden / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Analyse: Hälfte der Klinikfälle könnte vermieden oder ambulant versorgt werden

In allen 16 Bundesländern könnte mehr als die Hälfte der Krankenhausfälle vermieden oder ambulant versorgt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Mittwoch in Berlin vorgestellte Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO), der "Krankenhaus-Report 2026". Auf Bundesebene wären demnach von den insgesamt 15,2 Millionen Krankenhausfällen des Jahres 2024 etwa 8,6 Millionen "ambulantisierbar" oder vermeidbar.

Textgröße:

Damit könnten der Auswertung zufolge rund 42 Prozent der Belegungstage im Krankenhaus und 39 Prozent der Klinikausgaben eingespart werden. Besonders groß ist das Potenzial für eine ambulante Versorgung dabei mit jeweils über 60 Prozent der Fälle in der Inneren Medizin und der Allgemeinen Chirurgie.

In den einzelnen Bundesländern reicht das Spektrum des sogenannten Ambulantisierungspotenzials von 53 Prozent in Bremen bis zu 58 Prozent in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

In keinem Bundesland sei es bislang gelungen, das Potenzial "in einem strukturell relevanten Ausmaß zu heben", erklärte dazu WIdO-Geschäftsführer und Studienautor David Scheller-Kreinsen. Eine ambulante Versorgung führe im Vergleich zu einer stationären aber zu deutlich geringeren Kosten, da vor allem der "teure Bedarf" einer Betreuung rund um die Uhr entfalle.

"Das Thema wird mit der aktuellen Krankenhausreform nicht konsequent angegangen", kritisierte Scheller-Kreinsen. "Die Reform enthält praktisch keine Maßnahmen zur Ambulantisierung, die angesichts des Fachkräftemangels und der hohen Kosten im Krankenhausbereich aber dringend notwendig wäre." Hier müsse die Politik nachjustieren.

"Wir müssen mehr tun, um die sogenannte Ambulantisierung – also die Verlagerung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich – voranzubringen", forderte auch die Vorstandschefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann. Die aktuell geltende Krankenhausreform werde bei diesem Thema nicht viel erreichen können, das zeigten die ersten Auswertungen.

Die Verlagerung von Krankenhausbehandlungen in den ambulanten Bereich sei aber dringend notwendig, betonte Reimann. "Denn dort können Patientinnen und Patienten bei gleicher Qualität zu geringeren Kosten für die Versichertengemeinschaft behandelt werden".

Die vor über einem Jahr in Kraft getretene Krankenhausreform zielt auf eine stärkere Spezialisierung der deutschen Kliniken. Vor allem kleinere Häuser sollen weniger Leistungen anbieten und sich auf jene Eingriffe beschränken, die sie gut beherrschen. Erst Anfang März beschloss der Bundesrat Änderungen an der Reform. Dabei geht es unter anderem um Ausnahmeregeln für kleinere Krankenhäuser im ländlichen Raum.

R.Schmid--NZN