Zürcher Nachrichten - Uganda schließt zur Ebola-Eindämmung Grenze zur Demokratischen Republik Kongo

EUR -
AED 4.270619
AFN 72.665886
ALL 95.191399
AMD 427.916542
ANG 2.081693
AOA 1067.320902
ARS 1641.919434
AUD 1.629594
AWG 2.092785
AZN 1.980059
BAM 1.953563
BBD 2.341608
BDT 142.726554
BGN 1.941547
BHD 0.438554
BIF 3460.071865
BMD 1.162659
BND 1.485087
BOB 8.033834
BRL 5.900376
BSD 1.162564
BTN 111.270619
BWP 15.653142
BYN 3.192017
BYR 22788.107714
BZD 2.338232
CAD 1.608381
CDF 2627.608544
CHF 0.915233
CLF 0.026439
CLP 1040.509554
CNY 7.881721
CNH 7.883505
COP 4243.343308
CRC 526.392663
CUC 1.162659
CUP 30.810452
CVE 110.138872
CZK 24.294041
DJF 206.627973
DKK 7.474459
DOP 68.710723
DZD 154.064115
EGP 60.713797
ERN 17.439878
ETB 185.744989
FJD 2.560405
FKP 0.86533
GBP 0.866128
GEL 3.098525
GGP 0.86533
GHS 13.555535
GIP 0.86533
GMD 84.873744
GNF 10189.331471
GTQ 8.867807
GYD 243.189415
HKD 9.108906
HNL 30.937704
HRK 7.535305
HTG 152.244345
HUF 354.627711
IDR 20762.756508
ILS 3.286841
IMP 0.86533
INR 111.38112
IQD 1523.062383
IRR 1537034.611649
ISK 143.216667
JEP 0.86533
JMD 183.120296
JOD 0.824387
JPY 185.495224
KES 150.587886
KGS 101.674039
KHR 4686.653134
KMF 492.967224
KPW 1046.388426
KRW 1744.799116
KWD 0.359948
KYD 0.968895
KZT 557.996199
LAK 25483.926134
LBP 104131.499417
LKR 386.03792
LRD 212.177932
LSL 19.014625
LTL 3.433029
LVL 0.703281
LYD 7.384543
MAD 10.684165
MDL 20.136027
MGA 4886.42522
MKD 61.643672
MMK 2441.127159
MNT 4160.541839
MOP 9.381397
MRU 46.492758
MUR 55.005114
MVR 17.916911
MWK 2015.974025
MXN 20.198431
MYR 4.612965
MZN 74.305101
NAD 19.014707
NGN 1597.388321
NIO 42.781008
NOK 10.793517
NPR 178.033356
NZD 1.973735
OMR 0.447041
PAB 1.162574
PEN 3.960165
PGK 5.075188
PHP 71.406416
PKR 323.840447
PLN 4.234634
PYG 7125.870303
QAR 4.238446
RON 5.246499
RSD 117.408755
RUB 82.374759
RWF 1706.153499
SAR 4.350243
SBD 9.357754
SCR 16.102548
SDG 697.595511
SEK 10.812358
SGD 1.4854
SHP 0.868042
SLE 28.630505
SLL 24380.371055
SOS 664.436249
SRD 43.36601
STD 24064.684728
STN 24.47187
SVC 10.172351
SYP 129.227952
SZL 19.01023
THB 37.939296
TJS 10.736413
TMT 4.080932
TND 3.401205
TOP 2.799403
TRY 53.367487
TTD 7.898886
TWD 36.527285
TZS 3046.163113
UAH 51.505417
UGX 4385.958465
USD 1.162659
UYU 46.536708
UZS 13953.021401
VES 621.692208
VND 30616.287777
VUV 137.738209
WST 3.124546
XAF 655.209491
XAG 0.015609
XAU 0.000261
XCD 3.142143
XCG 2.095301
XDR 0.815
XOF 655.206676
XPF 119.331742
YER 277.468792
ZAR 19.052794
ZMK 10465.316211
ZMW 21.624329
ZWL 374.375581
  • SDAX

    84.8600

    18929.43

    +0.45%

  • Euro STOXX 50

    6.3900

    6070.54

    +0.11%

  • TecDAX

    3.3400

    4067.61

    +0.08%

  • Goldpreis

    -49.9000

    4485.1

    -1.11%

  • MDAX

    310.8000

    33009.45

    +0.94%

  • DAX

    -7.0900

    25177.8

    -0.03%

  • EUR/USD

    -0.0006

    1.1629

    -0.05%

Uganda schließt zur Ebola-Eindämmung Grenze zur Demokratischen Republik Kongo
Uganda schließt zur Ebola-Eindämmung Grenze zur Demokratischen Republik Kongo / Foto: Glody MURHABAZI - AFP

Uganda schließt zur Ebola-Eindämmung Grenze zur Demokratischen Republik Kongo

Uganda hat zur Eindämmung der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo seine Grenze zu dem Nachbarland vorübergehend geschlossen. Der Schritt erfolge "mit sofortiger Wirkung", teilte das Gesundheitsministerium in Kampala am Mittwoch mit. Laut jüngsten WHO-Zahlen liegt die Sterblichkeitsrate bei den Verdachtsfällen bislang unter 25 Prozent - und damit weitaus niedriger als bei früheren Ebola-Ausbrüchen. Zugleich warnte die WHO angesichts der anhaltenden Gewalt im Osten der DR Kongo vor einer "katastrophalen Kollision aus Krankheit und Konflikt".

Textgröße:

Ausgenommen von der Grenzschließung zwischen Uganda und der DR Kongo seien lediglich "autorisierte Ebola-Einsatzteams, humanitäre Einsätze, der Transport von Lebensmitteln und Fracht sowie Sicherheitskräfte, die strengen Gesundheitskontrollen und Überwachungsabläufen unterliegen", sagte die Staatssekretärin Diana Atwine.

Sie kündigte zudem eine 21-tägige Quarantäne für alle Einreisenden aus der DR Kongo sowie regelmäßige Kontrollen von Schülern an grenznahen Schulen an. Uganda hatte in der vergangenen Woche bereits den gesamten öffentlichen Verkehr in die DR Kongo eingestellt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die Nachbarstaaten der DR Kongo zwei Tage zuvor zu einem "unverzüglichen" Vorgehen gegen eine Ausbreitung des Ebola-Virus aufgerufen. Die an die DR Kongo angrenzenden Länder seien "einem besonders hohen Risiko" ausgesetzt und sollten "unverzügliche Maßnahmen ergreifen", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag bei virtuellen Ministerberatungen zu der Ebola-Epidemie.

Die DR Kongo ist das Epizentrum der Ebola-Epidemie. Die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle stieg dort laut der WHO seit dem Ausbruch des Virus im Mai auf mehr als 1000. Nach Angaben der WHO wurde in dem zentralafrikanischen Land bei zehn Todesfällen das Ebola-Virus als Ursache bestätigt, zudem starb ein mit dem Virus infizierter Mann in Uganda, wo inzwischen weitere sechs Verdachtsfälle bestätigt wurden. Bei 223 weiteren Todesfällen in der DR Kongo besteht außerdem der Verdacht, dass das Virus verantwortlich ist.

Laut jüngsten WHO-Zahlen liegt die Sterblichkeitsrate bei den Verdachtsfällen bislang bei 24,6 Prozent. Bei den bestätigten Fällen beträgt sie demnach 9,8 Prozent - das ist deutlich weniger als bei den vorangegangenen 16 Ebola-Ausbrüchen in der DR Kongo.

Die neue Ebola-Epidemie in der DR Kongo wurde durch die seltene Bundibugyo-Variante des Virus ausgelöst. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie. Diese Variante wurde bislang nur bei zwei Ausbrüchen 2007 in Uganda und 2012 im Kongo nachgewiesen und ist daher noch nicht gut erforscht. Die Sterblichkeitsrate liegt bei dieser Variante bei 30 bis 50 Prozent - und damit weitaus niedriger als bei der häufigeren Zaire-Variante.

Die WHO geht mittlerweile davon aus, dass die Epidemie vermutlich schon vor einigen Monaten begonnen hat. Experten vermuten, dass sich das Virus bereits seit einiger Zeit unbemerkt ausbreitet, das wahre Ausmaß der Krise ist demnach noch nicht absehbar.

WHO-Chef Tedros befürchtet zudem, dass die unsichere Lage im Osten der DR Kongo die Eindämmung des Ausbruchs extrem erschwert. Die Region wird seit 30 Jahren von Konflikten erschüttert, an denen zahlreiche bewaffnete Gruppen beteiligt sind. Sie kämpfen vor allem um die Kontrolle über die Ressourcen der Region.

Der Ebola-Ausbruch in Ituri schreite "schneller voran als die Gegenmaßnahmen", schrieb Tedros im Onlinedienst X, wobei er sich auf die von bewaffneten Konflikten besonders betroffene Provinz bezog, wo der Ebola-Ausbruch am 15. Mai erstmals gemeldet worden war.

In dieser ländlichen Provinz gibt es seit Jahrzehnten kaum staatliche Dienstleistungen. In Rwampara, einem der Epizentren des Ausbruchs, beobachtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP, wie eine Frau mit Ebola-Symptomen auf einem Motorrad ins Krankenhaus gebracht wurde, eingeklemmt zwischen ihrer Schwester und dem Fahrer. Das Krankenhaus hat zwar eine provisorische Isolationsstation eingerichtet, wartet aber noch auf die Lieferung wichtiger Ausrüstung.

Der WHO-Chef fürchtet, dass die Kämpfe "zu Massenfluchtbewegungen führen, gefährdete Kontaktpersonen in überfüllte Lager drängen und wichtige Routen zur Eindämmung der Ausbreitung unterbrechen" könnten. Die Mitarbeiter an vorderster Front riskierten "alles", erklärte Tedros. Zugleich machten Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen die Nachverfolgung von Fällen und deren Kontaktpersonen "nahezu unmöglich".

"Wir können kein Vertrauen in der Bevölkerung aufbauen oder Kranke isolieren, während Bomben fallen", erklärte Tedros. Er forderte alle Konfliktparteien auf, sich auf einen sofortigen Waffenstillstand zu einigen, um den Ausbruch einzudämmen.

Nach UN-Angaben unterstützt Ruanda die M23-Miliz im Osten der DR Kongo. Die kongolesische Regierung wirft dem Nachbarland vor, die Bodenschätze der östlichen Provinzen Nord- und Süd-Kivu ausbeuten zu wollen. Ruanda bestreitet das und gibt an, im Osten der DR Kongo bewaffnete Gruppen bekämpfen zu wollen, in denen es eine Gefahr für das eigene Gebiet sieht.

T.L.Marti--NZN