Zürcher Nachrichten - Angriffe auf Einsatzkräfte zum Jahreswechsel - Drei Tote durch Pyrotechnik

EUR -
AED 4.202414
AFN 73.234648
ALL 93.94534
AMD 420.679135
ANG 2.048746
AOA 1049.891271
ARS 1708.316969
AUD 1.651217
AWG 2.062589
AZN 1.948912
BAM 1.955703
BBD 2.305386
BDT 141.133
BGN 1.934863
BHD 0.431579
BIF 3404.631133
BMD 1.144293
BND 1.477127
BOB 7.926607
BRL 5.915774
BSD 1.144643
BTN 109.047591
BWP 15.438234
BYN 3.321035
BYR 22428.147579
BZD 2.302086
CAD 1.624839
CDF 2570.082927
CHF 0.916597
CLF 0.026912
CLP 1059.177465
CNY 7.768723
CNH 7.764608
COP 3849.009092
CRC 521.474135
CUC 1.144293
CUP 30.323771
CVE 110.259531
CZK 24.195741
DJF 203.82989
DKK 7.478638
DOP 67.806637
DZD 152.604431
EGP 56.395203
ERN 17.164399
ETB 183.546696
FJD 2.586617
FKP 0.856955
GBP 0.854556
GEL 3.015225
GGP 0.856955
GHS 13.003355
GIP 0.856955
GMD 82.962963
GNF 10038.502097
GTQ 8.735567
GYD 239.428125
HKD 8.97658
HNL 30.63648
HRK 7.538035
HTG 149.712574
HUF 353.483867
IDR 20590.870346
ILS 3.431335
IMP 0.856955
INR 108.954451
IQD 1499.425629
IRR 1574490.289046
ISK 144.089783
JEP 0.856955
JMD 181.201013
JOD 0.81129
JPY 184.648901
KES 148.002659
KGS 100.065813
KHR 4583.772648
KMF 493.190359
KPW 1029.86432
KRW 1749.366875
KWD 0.355063
KYD 0.953953
KZT 541.303152
LAK 25845.718069
LBP 102500.516042
LKR 383.390984
LRD 207.749696
LSL 18.566079
LTL 3.3788
LVL 0.692172
LYD 7.336636
MAD 10.704169
MDL 20.134001
MGA 4852.759306
MKD 61.631943
MMK 2402.882317
MNT 4099.027451
MOP 9.246541
MRU 45.681734
MUR 53.838679
MVR 17.690605
MWK 1984.90155
MXN 19.989772
MYR 4.658456
MZN 73.131954
NAD 18.566079
NGN 1567.773639
NIO 42.117911
NOK 11.260973
NPR 174.476346
NZD 2.003841
OMR 0.441358
PAB 1.144643
PEN 3.894907
PGK 5.028751
PHP 70.375146
PKR 318.232516
PLN 4.293445
PYG 6959.654806
QAR 4.184292
RON 5.227137
RSD 117.371178
RUB 88.095631
RWF 1675.716886
SAR 4.297707
SBD 9.221334
SCR 15.409236
SDG 687.148732
SEK 11.051652
SGD 1.477743
SHP 0.85433
SLE 27.863888
SLL 23995.261369
SOS 654.167554
SRD 42.986493
STD 23684.559828
STN 24.498785
SVC 10.015503
SYP 126.481133
SZL 18.563079
THB 38.133591
TJS 10.610574
TMT 4.016469
TND 3.378232
TOP 2.755184
TRY 53.515737
TTD 7.757615
TWD 36.546404
TZS 3005.850912
UAH 50.978472
UGX 4177.792784
USD 1.144293
UYU 46.037717
UZS 13712.319878
VES 731.092695
VND 30090.335139
VUV 136.092615
WST 3.173331
XAF 655.924467
XAG 0.018332
XAU 0.000274
XCD 3.092509
XCG 2.062898
XDR 0.81576
XOF 655.924467
XPF 119.331742
YER 271.255012
ZAR 18.573595
ZMK 10300.011738
ZMW 21.031957
ZWL 368.461958
  • Goldpreis

    61.6000

    4187.3

    +1.47%

  • DAX

    198.4100

    25779.31

    +0.77%

  • Euro STOXX 50

    52.2100

    6412.68

    +0.81%

  • MDAX

    449.4700

    32994.37

    +1.36%

  • TecDAX

    11.8800

    3899.62

    +0.3%

  • SDAX

    310.6200

    18539.82

    +1.68%

  • EUR/USD

    -0.0002

    1.1434

    -0.02%

Angriffe auf Einsatzkräfte zum Jahreswechsel - Drei Tote durch Pyrotechnik
Angriffe auf Einsatzkräfte zum Jahreswechsel - Drei Tote durch Pyrotechnik / Foto: Kirill KUDRYAVTSEV - AFP

Angriffe auf Einsatzkräfte zum Jahreswechsel - Drei Tote durch Pyrotechnik

Mit viel Feuerwerk und weitestgehend friedlich haben die Menschen in Deutschland das neue Jahr begrüßt. In Berlin und Hamburg versammelten sich jeweils Zehntausende in der Silvesternacht bei großen zentralen Silvesterfeiern und in Vergnügungsvierteln, zugleich mussten Feuerwehr und Polizei bundesweit aber zu zigtausenden Einsätzen ausrücken. Drei junge Männer wurden bei Unfällen mit Pyrotechnik getötet, während die befürchteten größeren Krawalle ausblieben.

Textgröße:

Polizei und Feuerwehr meldeten vor allem aus größeren Städten aber erneut Angriffe auf Einsatzkräfte. In Berlin, wo der Jahreswechsel wie in vielen anderen Städten aufgrund der Ausschreitungen des vergangenen Jahres unter massiv verschärften Sicherheitsvorkehrungen stattfand, meldete die Polizei rund 390 Festnahmen. In der gesamten Stadtgebiet seien Einsatzkräfte mit Pyrotechnik, Schreckschusswaffen und Flaschen angegriffen worden, hieß es.

Nahe des Alexanderplatzes bewarfen sich bereits demnach etwa 500 Menschen mit Pyrotechnik. Als Beamte der Polizei einschritten, wurden sie eigenen Angaben zufolge von einer rund 200-köpfigen Gruppe mit Feuerwerkskörpern beschossen. In Neukölln gab es zu neun Festnahmen, nachdem Verdächtige versuchten, aus Flaschen, Stofffetzen und Benzin Molotowcocktails zu bauen.

Die Polizei in der Hauptstadt meldete in einer vorläufigen Einsatzbilanz 54 verletzte Einsatzkräfte, wobei in 30 Fällen Pyrotechnik der Grund war. Ein Beamter kam schwerverletzt in ein Krankenhaus. Die Berliner Feuerwehr registrierte 30 Übergriffe auf ihre Einsatzkräfte - das waren weniger als halb so viele wie im vergangenen Jahr. Einer ersten Bilanz zufolge wurden dabei demnach keine Angehörigen von Feuerwehr und Rettungsdienst verletzt.

In Hamburg erlebte die Polizei nach eigenen Angaben eine "vergleichsweise ruhige Nacht mit silvestertypischem Einsatzgeschehen". Wie die Beamten am Montag mitteilten, hielten sich in der Hansestadt in der Spitze bis zu 45.000 Menschen allein im Vergnügungsviertel rund um die Reeperbahn auf.

Bei Einsätzen in anderen Stadtteilen wie Harburg und Altona wurden Beamte den Angaben nach jedoch teils massiv mit Feuerwerksraketen beschossen und mit Böllern beworfen. Verletzte in diesem Zusammenhang meldete die Polizei nicht. In Hamburg gab es drei Festnahmen, 19 Menschen kamen in Gewahrsam.

Unter anderem auch in Hannover und Leipzig suchten Menschen in der Nacht die Konfrontation mit Einsatzkräften. In Leipzig wurde unter anderem ein Polizeirevier attackiert und beschädigt. Zudem wurden Straßenbarrikaden aus brennenden Mülltonnen errichtet sowie Einsatzkräfte mit Pyrotechnik beworfen. In Hannover sowie in Bremerhaven wurden laut Feuerwehr drei Feuerwehrleute durch Pyrotechnik-Attacken verletzt und kamen in Kliniken.

In anderen deutschen Städten wiederum verlief der Jahreswechsel hingegen ruhig, Bedrohungen von Einsatzkräften blieben aus. "Besonders zu erwähnen ist die insgesamt friedliche Feierstimmung in München. Meist wurden die Einsatzkräfte mit einem Lachen, Zuspruch und netten Worten empfangen", teilte die Feuerwehr in der bayerischen Landeshauptstadt am Montag mit.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zog eine vorsichtig positive Bilanz der Silvesternacht. Zwar sei die Nacht vielerorts alles andere als friedlich verlaufen - der jahrelange Trend zu immer mehr Gewalt habe aber erstmals gebrochen werden können, erklärte Gewerkschaftschef Jochen Kopelke. Die Trendumkehr führte Kopelke vor allem auf starke Polizeipräsenz "an zahlreichen Brennpunkten" zurück.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser(SPD) wertete den massiven Einsatz von Polizeikräften in der Silvesternacht als Erfolg. "In Berlin und auch in anderen Städten hat sich gezeigt, dass ein starker Einsatz mit deutlich verstärkten Kräften und ein frühes Durchgreifen die richtigen Mittel sind gegen Krawalle und Gewalt", erklärte die zuständige Ministerin.

Bundesweit starben in der Silvesternacht derweil drei junge Männer durch die Explosion von Pyrotechnik, mit der sie hantierten. Im sächsischen Boxberg starb laut Polizei ein 22-Jähriger, als eine von ihm mutmaßlich illegal aus dem Ausland beschaffte Kugelbombe vorzeitig neben ihm zündete.

Im bayerischen Eschlkam in der Oberpfalz warf ein 18-Jähriger einen Böller in ein Plastikrohr. Er erlitt tödliche Verletzungen, weil der Knallkörper explodierte, während er seinen Kopf über die Öffnung hielt. Zugleich wurde bei dem Vorfall eine 18-Jährige schwerverletzt. Ein weiterer 18-Jähriger starb in Koblenz in Rheinland-Pfalz bei einem Unfall mit Pyrotechnik. Nach Angaben der Polizei wurde er beim Zünden eines Böllers tödlich verletzt.

Bundesweit kam es darüber hinaus zu zahlreichen Zwischenfällen, bei denen Menschen durch Unfälle mit Feuerwerk schwer verletzt wurden. Betroffene verloren teils mehrere Finger, in Hamburg berichtetet die Feuerwehr von der Amputation einer ganzen Hand. Unter den Verletzten waren auch Kinder.

E.Leuenberger--NZN