Zürcher Nachrichten - US-Kongresskammer will Gesetz gegen Tiktok verabschieden - Drohung mit Verbot

EUR -
AED 4.244047
AFN 75.115657
ALL 95.983549
AMD 435.352169
ANG 2.068672
AOA 1059.712055
ARS 1610.093984
AUD 1.66648
AWG 2.080132
AZN 1.96655
BAM 1.956526
BBD 2.328024
BDT 142.63294
BGN 1.975327
BHD 0.436326
BIF 3435.00064
BMD 1.155629
BND 1.484619
BOB 7.986722
BRL 5.948663
BSD 1.155809
BTN 107.440554
BWP 15.772513
BYN 3.398076
BYR 22650.326994
BZD 2.324613
CAD 1.607712
CDF 2657.946861
CHF 0.924047
CLF 0.026841
CLP 1059.839127
CNY 7.953732
CNH 7.93515
COP 4255.557303
CRC 536.189735
CUC 1.155629
CUP 30.624167
CVE 110.305942
CZK 24.52499
DJF 205.821941
DKK 7.472591
DOP 70.214846
DZD 153.62581
EGP 63.204003
ERN 17.334434
ETB 180.473719
FJD 2.585948
FKP 0.873259
GBP 0.872633
GEL 3.09726
GGP 0.873259
GHS 12.725448
GIP 0.873259
GMD 84.941528
GNF 10139.763519
GTQ 8.842129
GYD 241.824525
HKD 9.055907
HNL 30.692392
HRK 7.532855
HTG 151.536901
HUF 381.911066
IDR 19720.80766
ILS 3.636371
IMP 0.873259
INR 107.414958
IQD 1514.162003
IRR 1520576.543857
ISK 143.795147
JEP 0.873259
JMD 181.947532
JOD 0.81931
JPY 184.733102
KES 150.555002
KGS 101.059833
KHR 4631.618895
KMF 493.45411
KPW 1040.068784
KRW 1731.58258
KWD 0.357944
KYD 0.963237
KZT 537.107736
LAK 25499.913013
LBP 103504.682448
LKR 364.726952
LRD 212.674336
LSL 19.53185
LTL 3.412272
LVL 0.699028
LYD 7.387742
MAD 10.838723
MDL 20.193058
MGA 4827.687427
MKD 61.641344
MMK 2426.950827
MNT 4129.422177
MOP 9.328261
MRU 45.934049
MUR 54.337876
MVR 17.854673
MWK 2004.20053
MXN 20.517151
MYR 4.658305
MZN 73.91367
NAD 19.53185
NGN 1597.830159
NIO 42.535788
NOK 11.182617
NPR 171.905086
NZD 2.025945
OMR 0.444343
PAB 1.155794
PEN 3.958869
PGK 5.073883
PHP 69.626064
PKR 324.966292
PLN 4.274747
PYG 7494.781796
QAR 4.22575
RON 5.095214
RSD 117.37951
RUB 90.932886
RWF 1688.29011
SAR 4.339472
SBD 9.297312
SCR 15.879664
SDG 694.533323
SEK 10.989742
SGD 1.48464
SHP 0.867021
SLE 28.426387
SLL 24232.973321
SOS 660.530876
SRD 43.163869
STD 23919.185609
STN 24.508673
SVC 10.113754
SYP 127.933396
SZL 19.527332
THB 37.684487
TJS 10.997844
TMT 4.044701
TND 3.401663
TOP 2.782477
TRY 51.551543
TTD 7.842945
TWD 36.946566
TZS 3004.635138
UAH 50.231344
UGX 4340.61108
USD 1.155629
UYU 46.876588
UZS 14101.233875
VES 547.152392
VND 30432.332196
VUV 137.80291
WST 3.196805
XAF 656.186358
XAG 0.016034
XAU 0.000248
XCD 3.123145
XCG 2.083182
XDR 0.816166
XOF 656.197718
XPF 119.331742
YER 275.737398
ZAR 19.527833
ZMK 10402.021828
ZMW 22.394634
ZWL 372.112043
  • Euro STOXX 50

    -10.3800

    5682.48

    -0.18%

  • DAX

    -25.3300

    23142.75

    -0.11%

  • SDAX

    115.9200

    16839.99

    +0.69%

  • Goldpreis

    1.3000

    4686

    +0.03%

  • MDAX

    105.0800

    29021.34

    +0.36%

  • TecDAX

    -0.4200

    3467.49

    -0.01%

  • EUR/USD

    0.0024

    1.157

    +0.21%

US-Kongresskammer will Gesetz gegen Tiktok verabschieden - Drohung mit Verbot
US-Kongresskammer will Gesetz gegen Tiktok verabschieden - Drohung mit Verbot / Foto: LOIC VENANCE - AFP/Archiv

US-Kongresskammer will Gesetz gegen Tiktok verabschieden - Drohung mit Verbot

Das US-Repräsentantenhaus will den chinesischen Eigentümer von Tiktok per Gesetz dazu zwingen, die populäre Videoplattform zu verkaufen. In dem Gesetzentwurf, über den die Kongresskammer am Mittwoch abstimmen wollte, wird dem Mutterunternehmen Bytedance mit einem Verbot der App in den USA gedroht, wenn es diese nicht innerhalb von 180 Tagen veräußert. Bytedance steht im Verdacht, der Kommunistischen Partei Chinas Zugriff auf Nutzerdaten zu ermöglichen.

Textgröße:

In einem seltenen Akt der parteiübergreifenden Geschlossenheit wird die Gesetzesinitiative gegen Tiktok im Repräsentantenhaus sowohl von den dort dominierenden oppositionellen Republikanern als auch von den Demokraten von Präsident Joe Biden unterstützt. Die Verabschiedung des Entwurfs durch die Kammer (für etwa 15.00 Uhr MEZ geplant) galt deshalb als gesichert.

Hingegen ist die ebenfalls erforderliche Zustimmung durch den Senat - die andere Kongresskammer - ungewiss. Einige einflussreiche Senatoren haben sich gegen den Gesetzentwurf ausgesprochen. Auch der republikanische Ex-Präsident und voraussichtliche erneute Präsidentschaftskandidat Donald Trump stellte sich erst diese Woche gegen ein Tiktok-Verbot.

Das Weiße Haus kündigte hingegen bereits an, dass Biden den Gesetzentwurf bei seiner Verabschiedung durch beide Kongresskammern abzeichnen und damit in Kraft setzen werde. Peking kritisierte das Gesetzesvorhaben am Mittwoch als "Mobbing-Verhalten" und warnte in vager Form, dass dieses Vorgehen "den USA unvermeidlich noch Ärger bereiten" würde.

Das geplante Gesetz würde dem US-Präsidenten die Vollmacht verleihen, auch andere Apps als Bedrohung für die nationale Sicherheit einzustufen, wenn diese von einem Land kontrolliert werden, das von der US-Regierung als feindlich betrachtet wird.

Die US-Bundesbehörden haben wegen der Datenschutzbedenken Tiktok von den Diensthandys verbannt. Frühere Initiativen für ein landesweites Verbot der App waren allerdings im Sande verlaufen.

Auch hatte Biden erst vor vier Wochen sein eigenes Debüt auf der vor allem bei jungen Leuten überaus beliebten Plattform gegeben, die in den USA rund 170 Millionen Nutzerinnen und Nutzer hat. In einem von Bidens Wahlkampfteam geposteten Video sprach der Präsident über den Wahlkampf und den "Super Bowl", das Finale der US-Footballliga.

Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" sah Bytedance das Biden-Video als beruhigendes Zeichen dafür, dass Tiktok in den USA nicht bedroht sei - und war dann umso überraschter, als sich die Gesetzesinitiative im Repräsentantenhaus konkretisierte.

Tiktok-Chef Shou Zi Chew reiste nach Washington und versuchte dort, in letzter Minute die Verabschiedung des Entwurfs zu verhindern. "Diese jüngste Gesetzgebung, die mit beispielloser Geschwindigkeit und ohne eine nützliche öffentliche Anhörung durchgejagt wird, bereitet ernsthafte verfassungsrechtliche Sorgen", schrieb der Tiktok-Manager Michael Beckerman in einem von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Brief an Vertreter des Repräsentantenhauses.

Ein im vergangenen Jahr im US-Bundesstaat Montana verabschiedetes Gesetz zum Verbot von Tiktok war von einem Bundesgericht gestoppt worden, das darin eine mögliche Gefährdung der Meinungsfreiheit sah. Tiktok bestreitet auch jegliche Verbindungen zur chinesischen Regierung. Zudem versichert die Firma, sie habe sich so umstrukturiert, dass die Nutzerdaten in den USA blieben.

Trump vollzog unterdessen in seiner Haltung zu Tiktok eine 180-Grad-Wende. Während seiner Präsidentschaft hatte er sich dafür eingesetzt, Bytedance die Kontrolle über die App zu entziehen. Am Montag wandte er sich aber im Sender CNBC gegen ein Tiktok-Verbot mit dem Argument, dieses würde nur den US-Onlineriesen Meta und dessen Gründer Mark Zuckerberg stärken.

Trump wirft Zuckerberg vor, ihm feindselig gesonnen zu sein. In dem Interview bezeichnete der Ex-Präsident Facebook als "Feind des Volkes" - ein polemisches Etikett, das er häufig für ihm unliebsame Medien verwendet. Zugleich bestritt der Rechtspopulist, dass er seine Haltung zu Tiktok nur deshalb geändert habe, weil der Bytedance-Investor Jeff Yass seine Wahlkampagne mit Spenden unterstützt.

Tiktok hat in den Nutzungszeiten längst Facebook und Instagram überholt. Weltweit hat Tiktok mehr als eine Milliarde Nutzerinnen und Nutzer.

L.Muratori--NZN