Zürcher Nachrichten - Goldene Palme für Iraner Panahi in Cannes - erstmals deutsche Regisseurin ausgezeichnet

EUR -
AED 4.244184
AFN 75.701053
ALL 96.004548
AMD 435.662485
ANG 2.068737
AOA 1059.745391
ARS 1599.839369
AUD 1.66711
AWG 2.080487
AZN 1.963523
BAM 1.958937
BBD 2.322439
BDT 141.48654
BGN 1.975389
BHD 0.436671
BIF 3432.32619
BMD 1.155665
BND 1.485146
BOB 7.967758
BRL 5.962651
BSD 1.153056
BTN 107.406974
BWP 15.819398
BYN 3.41673
BYR 22651.041523
BZD 2.319033
CAD 1.608594
CDF 2663.808972
CHF 0.921372
CLF 0.026923
CLP 1063.06202
CNY 7.95404
CNH 7.94513
COP 4239.466007
CRC 536.552132
CUC 1.155665
CUP 30.625133
CVE 110.943633
CZK 24.507676
DJF 205.385202
DKK 7.472184
DOP 70.322521
DZD 153.874241
EGP 62.780943
ERN 17.334981
ETB 180.053617
FJD 2.604644
FKP 0.875035
GBP 0.872013
GEL 3.102964
GGP 0.875035
GHS 12.71811
GIP 0.875035
GMD 85.519202
GNF 10146.742248
GTQ 8.821124
GYD 241.336414
HKD 9.056996
HNL 30.630248
HRK 7.534827
HTG 151.33773
HUF 382.085931
IDR 19677.514491
ILS 3.623416
IMP 0.875035
INR 107.448453
IQD 1510.618714
IRR 1524524.882544
ISK 144.400294
JEP 0.875035
JMD 181.790285
JOD 0.81937
JPY 184.211901
KES 150.004585
KGS 101.063444
KHR 4611.263581
KMF 493.469647
KPW 1040.098575
KRW 1735.601482
KWD 0.357494
KYD 0.960939
KZT 546.404872
LAK 25390.422624
LBP 103434.408555
LKR 363.808805
LRD 211.588784
LSL 19.594397
LTL 3.41238
LVL 0.69905
LYD 7.37387
MAD 10.833246
MDL 20.289012
MGA 4820.676873
MKD 61.772659
MMK 2426.629502
MNT 4128.316192
MOP 9.309005
MRU 45.807353
MUR 54.258177
MVR 17.866819
MWK 1999.383996
MXN 20.544206
MYR 4.65444
MZN 73.905057
NAD 19.593973
NGN 1593.50064
NIO 42.427014
NOK 11.243342
NPR 171.848924
NZD 2.019075
OMR 0.444681
PAB 1.153046
PEN 3.989287
PGK 4.9879
PHP 69.442199
PKR 321.737139
PLN 4.269091
PYG 7459.00747
QAR 4.204332
RON 5.095788
RSD 117.668222
RUB 92.545729
RWF 1684.081881
SAR 4.339061
SBD 9.290131
SCR 16.682104
SDG 694.555216
SEK 10.875944
SGD 1.483441
SHP 0.867048
SLE 28.486971
SLL 24233.737777
SOS 658.952225
SRD 43.165281
STD 23919.940166
STN 24.538866
SVC 10.089154
SYP 127.775558
SZL 19.586445
THB 37.509481
TJS 11.052196
TMT 4.056385
TND 3.399343
TOP 2.782564
TRY 51.53158
TTD 7.822627
TWD 36.901544
TZS 3004.730031
UAH 50.500421
UGX 4325.92642
USD 1.155665
UYU 46.694765
UZS 14009.431082
VES 547.081016
VND 30435.603549
VUV 137.877287
WST 3.196892
XAF 657.00327
XAG 0.015757
XAU 0.000246
XCD 3.123244
XCG 2.078127
XDR 0.817633
XOF 657.014659
XPF 119.331742
YER 275.799172
ZAR 19.443584
ZMK 10402.372876
ZMW 22.282871
ZWL 372.123782
  • Goldpreis

    34.7000

    4714.4

    +0.74%

  • EUR/USD

    0.0027

    1.1549

    +0.23%

  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • SDAX

    -78.6300

    16724.07

    -0.47%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • DAX

    -130.8200

    23168.08

    -0.56%

  • MDAX

    -289.5400

    28916.26

    -1%

Goldene Palme für Iraner Panahi in Cannes - erstmals deutsche Regisseurin ausgezeichnet
Goldene Palme für Iraner Panahi in Cannes - erstmals deutsche Regisseurin ausgezeichnet / Foto: Valery HACHE - AFP

Goldene Palme für Iraner Panahi in Cannes - erstmals deutsche Regisseurin ausgezeichnet

Die Goldene Palme für den heimlich gedrehten Film des Iraners Jafar Panahi, ein erster Preis für eine deutsche Regisseurin und ein Stromausfall, der dem großen Finale nichts anhaben konnte: Am Samstagabend ist in Cannes das Filmfestival zu Ende gegangen. Panahi gewann mit seinem hochpolitischen Film "Ein einfacher Unfall" den Hauptpreis - die Führung in Teheran reagierte mit Schweigen. Dei deutsche Regisseurin Mascha Schilinksi sicherte sich den Preis der Jury für ihren Film "In die Sonne schauen".

Textgröße:

Panahis im Iran heimlich gedrehter Film handelt von fünf ehemaligen politischen Gefangenen, die ihrem mutmaßlichen Folterer begegnen. Für "Ein einfacher Unfall" ließ sich der 64-jährige von seinen eigenen zwei Haftaufenthalten im Iran inspirieren. Der hochpolitische und gleichzeitig ironische Film ist eine deutliche Kritik an den Verhältnissen in Pahinis Heimat.

Die iranischen Behörden hatten dem Regisseur lange die Ausreise aus dem Land verweigert. Bei der 78. Auflage des Festivals war Panahi dann zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder gelungen, persönlich in Cannes zu erscheinen. Die Goldene Palme wurde ihm am Samstag von Jury-Präsidentin Juliette Binoche und der Schauspielerin Cate Blanchett überreicht. In seiner Dankesrede rief er "alle Iraner mit all ihren unterschiedlichen Meinungen, wo immer sie sind in der Welt" auf: "Lasst uns alle Probleme, alle Differenzen beiseitelegen. Was jetzt am Wichtigsten ist, ist unser Land und die Freiheit unseres Landes."

"Am Ende macht der Film deutlich, dass es letztlich ein strukturelles Problem ist. Das Problem liegt bei der Regierung und nicht bei den Leuten, die im System gefangen sind", sagte der Regisseur im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP. Angst, in seine Heimat zurückzukehren habe er nicht. "Keine Spur. Wir fahren morgen", sagte er am Samstag in Cannes.

Sein Erfolg wurde von der Führung in Teheran am Sonntag nicht kommentiert. Die Nachrichtenagentur Fars schrieb, die Jury in Cannes habe eine Entscheidung gefällt, die "von den politischen Themen um Jafar Panahi im Iran nicht unbeeinflusst" gewesen sei.

In Deutschland gratulierte der Präsident der Filmförderungsanstalt, Bernd Neumann, Schilinski zu ihre "sensationellen Erfolg" für "In die Sonne schauen" (Sound of Falling). Die Berliner Filmemacherin und Drehbuchautorin ist die erste deutsche Regisseurin, die in Cannes ausgezeichnet wurde.

Auch Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gratulierte Schilinski zum Preis der Jury für ihren Film, "der durch seine bildmächtige Erzählform und seine leise, aber eindringliche Kraft berührt". Es sei ein großartiger Erfolg für die Regisseurin "die ihre ganz eigene Filmsprache gefunden hat und nun auch international für Aufsehen sorgt", erklärte Weimer.

Schilinski nahm die Auszeichnung bei der Abschlussgala von der US-Schauspielerin Da'Vine Joy Randolph entgegen. Die 41-Jährige scherzte mit Verweis auf einen mehr als fünfstündigen Stromausfall in Südfrankreich am Samstag, sie habe "Schwierigkeiten gehabt, ihre Dankesrede zu schreiben". Während in der Region zwischenzeitig 160.000 Haushalte ohne Strom waren, war die Verleihung der Filmpreise am Abend den Festivalorganisatoren zufolge jedoch nie in Gefahr, da die Filmfestspiele über eine eigene Stromversorgung verfügten.

Schilinskis "In die Sonne schauen" spielt auf einem abgelegenen Hof in der ostdeutschen Altmark, auf dem sich die Lebensgeschichten von vier Frauen verschiedener Generationen kreuzen. "Wir wollten herausfinden, wie Traumata über Generationen hinweg unsere Körper prägen", sagte Schilinski. Die Idee zu dem Film sei ihr und der Ko-Autorin Louise Peter gekommen, als sie sich auf jenem verlassenen Hof in der Altmark aufhielten und dort ein historisches Foto von drei Frauen entdeckten, die dort gelebt hatten. Kinostart in Deutschland ist am 11. September.

Schilinski teilt sich den Preis der Jury mit dem spanischen Regisseur Oliver Laxe, der für das Roadmovie "Sirat" ausgezeichnet wurde, in dem ein Vater seine nach einer Rave-Party in Marokko verschwundene Tochter sucht.

Das Melodram "Sentimental Value" des dänisch-norwegischen Regisseurs Joachim Trier wurde mit dem Großen Preis, der zweitwichtigsten Ehrung in Cannes, ausgezeichnet. Das Familiendrama bekam bei seiner Premiere am Donnerstag einen 19-minütigen Applaus.

Der unter anderem als Favorit für die Goldene Palme gehandelte Polit-Thriller "The Secret Agent" des brasilianischen Regisseurs Kleber Mendonça Filho wurde zweifach ausgezeichnet. So gewannen der Hauptdarsteller Moura den Preis als bester Darsteller und Regisseur Mendonça Filho den Preis für die beste Regie.

O.Hofer--NZN