Zürcher Nachrichten - Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter den 20 Toten

EUR -
AED 4.201515
AFN 73.219391
ALL 93.8316
AMD 420.769288
ANG 2.048304
AOA 1049.66713
ARS 1702.629926
AUD 1.64872
AWG 2.062144
AZN 1.949421
BAM 1.953352
BBD 2.302625
BDT 140.963975
BGN 1.934446
BHD 0.43106
BIF 3400.568499
BMD 1.144046
BND 1.475358
BOB 7.91701
BRL 5.932343
BSD 1.143272
BTN 108.915567
BWP 15.419543
BYN 3.317058
BYR 22423.309528
BZD 2.299319
CAD 1.624426
CDF 2569.528638
CHF 0.918995
CLF 0.026821
CLP 1055.60063
CNY 7.76705
CNH 7.762218
COP 3837.703664
CRC 520.845057
CUC 1.144046
CUP 30.31723
CVE 110.127001
CZK 24.180165
DJF 203.320377
DKK 7.47429
DOP 67.72543
DZD 152.258183
EGP 56.206433
ERN 17.160696
ETB 183.324475
FJD 2.58606
FKP 0.85621
GBP 0.856605
GEL 3.014608
GGP 0.85621
GHS 12.987612
GIP 0.85621
GMD 82.94777
GNF 10026.435952
GTQ 8.725105
GYD 239.138247
HKD 8.973271
HNL 30.599789
HRK 7.534465
HTG 149.533275
HUF 353.199204
IDR 20559.657935
ILS 3.430595
IMP 0.85621
INR 108.893202
IQD 1497.629877
IRR 1574150.65068
ISK 144.001562
JEP 0.85621
JMD 180.983211
JOD 0.811174
JPY 184.563331
KES 147.959961
KGS 100.044231
KHR 4578.223047
KMF 493.084401
KPW 1029.642164
KRW 1750.357116
KWD 0.354952
KYD 0.952798
KZT 540.657233
LAK 25814.426505
LBP 102376.418058
LKR 382.928482
LRD 207.498172
LSL 18.543844
LTL 3.378072
LVL 0.692023
LYD 7.327818
MAD 10.691303
MDL 20.109625
MGA 4846.884042
MKD 61.631843
MMK 2401.361952
MNT 4097.409763
MOP 9.235347
MRU 45.626825
MUR 53.827816
MVR 17.68739
MWK 1982.498418
MXN 19.993703
MYR 4.657457
MZN 73.116437
NAD 18.543844
NGN 1566.039792
NIO 42.067469
NOK 11.242287
NPR 174.268149
NZD 2.003707
OMR 0.439886
PAB 1.143257
PEN 3.890242
PGK 5.022706
PHP 70.364618
PKR 317.848617
PLN 4.287388
PYG 6951.289394
QAR 4.179263
RON 5.228983
RSD 117.331155
RUB 87.9791
RWF 1673.688085
SAR 4.291431
SBD 9.219345
SCR 15.655175
SDG 687.004071
SEK 11.029631
SGD 1.477473
SHP 0.854146
SLE 27.857954
SLL 23990.085272
SOS 653.386957
SRD 42.977291
STD 23679.450753
STN 24.469444
SVC 10.003465
SYP 126.453849
SZL 18.540929
THB 37.948441
TJS 10.597727
TMT 4.015603
TND 3.374172
TOP 2.75459
TRY 53.544694
TTD 7.748257
TWD 36.545194
TZS 3003.125287
UAH 50.917196
UGX 4172.789348
USD 1.144046
UYU 45.98238
UZS 13695.837854
VES 730.934989
VND 30083.844253
VUV 137.53604
WST 3.178798
XAF 655.130335
XAG 0.018332
XAU 0.000274
XCD 3.091843
XCG 2.060427
XDR 0.815089
XOF 655.138914
XPF 119.331742
YER 271.196616
ZAR 18.555331
ZMK 10297.794597
ZMW 21.006493
ZWL 368.382475
  • Euro STOXX 50

    52.2100

    6412.68

    +0.81%

  • TecDAX

    11.8800

    3899.62

    +0.3%

  • MDAX

    449.5100

    32994.37

    +1.36%

  • SDAX

    310.6500

    18539.82

    +1.68%

  • DAX

    198.4300

    25779.31

    +0.77%

  • EUR/USD

    0.0003

    1.1439

    +0.03%

  • Goldpreis

    61.6000

    4187.3

    +1.47%

Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter den 20 Toten
Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter den 20 Toten / Foto: - - AFP

Angriffe auf Krankenhaus im Gazastreifen: Fünf Journalisten unter den 20 Toten

Bei Israel zugeschriebenen Angriffen im Gazastreifen sind nach Angaben des Hamas-Zivilschutzes fünf Journalisten und 15 weitere Menschen getötet worden. Unter ihnen waren Mitarbeiter der internationalen Nachrichtenagenturen Associated Press (AP) und Reuters sowie des katarischen Senders Al-Dschasira. Beide Nachrichtenorganisationen zeigten sich erschüttert über den Tod ihrer Mitarbeiter. Journalisten-Organisationen forderten ein sofortiges Ende der Angriffe auf Reporter im Gazastreifen. Die israelische Armee erklärte, sie werde den Vorfall untersuchen.

Textgröße:

Die Agentur Reuters mit Sitz in London zeigte sich "am Boden zerstört" über die Tötung ihres Mitarbeiters Hussam al-Masri. Al-Masri sei bei israelischen Angriffen auf das Nasser-Krankenhaus im Süden des Gazastreifens getötet worden. Ein weiterer Mitarbeiter, Hatem Chaled, sei verletzt worden. Reuters habe "die Behörden in Gaza und Israel um Unterstützung gebeten, damit Hatem dringend medizinische Hilfe bekommt".

AP äußerte sich "schockiert und traurig" über den Tod einer freien Mitarbeiterin. Die 33-jährige Fotojournalistin Mariam Dagga hatte demnach seit Beginn des Krieges für AP berichtet. Einer früheren Erklärung zufolge war Dagga zum Zeitpunkt des Angriffs nicht im Auftrag der Nachrichtenagentur unterwegs.

Der katarische Sender Al-Dschasira hatte zuvor bereits den Tod eines seiner Journalisten, Mohammed Salama, bekannt gegeben. Der Sender verurteilte den Angriff "aufs Schärfste" und warf der israelischen Armee vor, "die Journalisten direkt ins Visier genommen und ermordet" zu haben.

Die palästinensische Journalistengewerkschaft sowie die Organisation der Auslandspresse in Israel (FPA) nannten als weitere Opfer Moas Abu Taha und Ahmad Abu Asis. Abu Taha arbeitete nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP mit palästinensischen und internationalen Medien zusammen.

Die israelische Armee erklärte, sie werde den Vorfall untersuchen. Israelische Soldaten hätten einen Angriff in der Gegend des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis ausgeführt. Der Generalstabschef habe angeordnet, "so schnell wie möglich eine erste Untersuchung" vorzunehmen, hieß es weiter. "Journalisten als solche" würden nicht ins Visier genommen.

Der Hamas-Zivilschutz warf Israel vor, mit einer Drohne eines der Krankenhausgebäude angegriffen zu haben. Während Verletzte aus dem Gebäude getragen wurden, habe die Armee im Anschluss aus der Luft angegriffen, sagte Hamas-Sprecher Mahmud Bassal. Der Organisation FPA zufolge gab es "keine Vorwarnung". Die Angriffe hätten eine Treppe außerhalb des Krankenhauses getroffen, "wo sich Journalisten häufig mit ihren Kameras aufstellen".

Der Gazastreifen ist für ausländische Medien nur stark eingeschränkt zugänglich, AFP kann die Details deshalb nicht unabhängig überprüfen. Auf Videos von AFP-Reportern waren nach dem Angriff Rauch und Trümmerteile vor dem Krankenhaus zu sehen. Helfer trugen die Leichen der Opfer und abgetrennte Körperteile aus dem Gebäude. Später trugen sie einige der getöteten Journalisten in weiße Tücher gehüllt und mit ihren blauen Pressewesten zu ihren Gräbern.

Die Organisation FPA forderte eine "sofortige Erklärung" von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. "Wir fordern Israel auf, sein abscheuliches Vorgehen der gezielten Angriffe auf Journalisten endgültig zu beenden", teilte die Organisation mit.

"Der Gazakrieg ist für Medienschaffende die blutigste Auseinandersetzung seit Jahrzehnten", erklärte der Vorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes, Mika Beuster. "Damit muss endlich Schluss sein, und zwar sofort."

Der britische Außenminister David Lammy zeigte sich am Montag "erschrocken" über den Angriff. Er rief zum Schutz von Journalisten und Krankenhausmitarbeitern auf. Der Chef des UN-Palästinenserhilfswerks (UNRWA), Philippe Lazzarini, forderte Staaten weltweit zum Handeln auf. "Die Gleichgültigkeit und Untätigkeit der Welt sind erschreckend", erklärte er im Onlinedienst X.

Vor rund zwei Wochen waren bei einem israelischen Angriff bereits vier Journalisten und zwei freie Mitarbeiter des Senders Al-Dschasira getötet worden, darunter der Reporter Anas al-Scharif. Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen sowie die UNO verurteilten die Tötung der Journalisten scharf. Israel hatte al-Scharif vorgeworfen, er sei ein "aktives Mitglied" der islamistischen Hamas.

Die Hamas und mit ihr verbündete militante Palästinensergruppen hatten den Krieg mit ihrem brutalen Großangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1219 Menschen getötet, 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 49 Menschen von der Hamas festgehalten, mindestens 27 von ihnen sind nach israelischen Angaben tot.

Israel greift seither massiv militärisch im Gazastreifen an. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden mehr als 62.700 Menschen getötet. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden, UN-Experten schätzen sie aber als realistisch ein. Nach Angaben des Komitees zum Schutz von Journalisten und Reporter ohne Grenzen sind unter den getöteten Menschen rund 200 Journalisten.

O.Hofer--NZN