Zürcher Nachrichten - Wirtschaftliche Lage bei vielen Musikfestivals angespannt

EUR -
AED 4.275224
AFN 72.750855
ALL 95.515764
AMD 428.44208
ANG 2.084306
AOA 1068.659386
ARS 1625.089023
AUD 1.631742
AWG 2.095412
AZN 1.977819
BAM 1.957898
BBD 2.344292
BDT 143.052087
BGN 1.943983
BHD 0.439192
BIF 3466.160278
BMD 1.164118
BND 1.490204
BOB 8.071651
BRL 5.810581
BSD 1.163937
BTN 112.085609
BWP 15.828032
BYN 3.210855
BYR 22816.705777
BZD 2.340919
CAD 1.600086
CDF 2619.264723
CHF 0.914682
CLF 0.02665
CLP 1048.870114
CNY 7.916291
CNH 7.918701
COP 4422.890362
CRC 526.566609
CUC 1.164118
CUP 30.849118
CVE 110.591352
CZK 24.305383
DJF 206.886991
DKK 7.473018
DOP 68.914438
DZD 154.469552
EGP 62.089257
ERN 17.461765
ETB 183.227811
FJD 2.567054
FKP 0.873572
GBP 0.868263
GEL 3.107592
GGP 0.873572
GHS 13.317839
GIP 0.873572
GMD 85.565153
GNF 10220.95284
GTQ 8.879555
GYD 243.469893
HKD 9.116665
HNL 30.976892
HRK 7.534403
HTG 152.36395
HUF 360.900474
IDR 20642.483258
ILS 3.379963
IMP 0.873572
INR 112.121054
IQD 1524.994111
IRR 1529650.580893
ISK 143.407744
JEP 0.873572
JMD 184.087295
JOD 0.825382
JPY 185.129882
KES 150.86811
KGS 101.80245
KHR 4668.111613
KMF 492.421884
KPW 1047.705864
KRW 1755.355554
KWD 0.359736
KYD 0.969944
KZT 544.315708
LAK 25552.382295
LBP 104230.090991
LKR 387.737222
LRD 213.353652
LSL 19.336656
LTL 3.437336
LVL 0.704164
LYD 7.397964
MAD 10.71978
MDL 20.14768
MGA 4871.832622
MKD 61.665069
MMK 2444.085729
MNT 4165.251471
MOP 9.388603
MRU 46.542127
MUR 55.004455
MVR 17.938686
MWK 2027.892571
MXN 20.139469
MYR 4.627023
MZN 74.382588
NAD 19.33633
NGN 1596.308378
NIO 42.729004
NOK 10.788751
NPR 179.336974
NZD 1.987684
OMR 0.44761
PAB 1.163947
PEN 3.983611
PGK 5.092431
PHP 71.882517
PKR 324.381844
PLN 4.242446
PYG 7088.536238
QAR 4.243268
RON 5.207912
RSD 117.450126
RUB 84.715056
RWF 1702.522051
SAR 4.3683
SBD 9.350493
SCR 17.537738
SDG 699.054219
SEK 10.955016
SGD 1.490188
SHP 0.869131
SLE 28.637054
SLL 24410.967338
SOS 665.296383
SRD 43.33719
STD 24094.884839
STN 24.795706
SVC 10.184916
SYP 128.664083
SZL 19.336014
THB 37.988649
TJS 10.859592
TMT 4.086053
TND 3.376814
TOP 2.802916
TRY 53.056057
TTD 7.902503
TWD 36.837359
TZS 3035.440225
UAH 51.4116
UGX 4387.664784
USD 1.164118
UYU 46.660008
UZS 14033.438587
VES 602.214934
VND 30679.156329
VUV 137.752141
WST 3.150545
XAF 656.657952
XAG 0.015253
XAU 0.000256
XCD 3.146086
XCG 2.097757
XDR 0.817389
XOF 655.397934
XPF 119.331742
YER 277.787536
ZAR 19.365039
ZMK 10478.458158
ZMW 21.911484
ZWL 374.845406
  • SDAX

    76.8800

    18506.32

    +0.42%

  • Euro STOXX 50

    49.5200

    5898.52

    +0.84%

  • Goldpreis

    -15.4000

    4542.6

    -0.34%

  • DAX

    328.7300

    24636.65

    +1.33%

  • TecDAX

    73.9500

    3938.41

    +1.88%

  • EUR/USD

    -0.0042

    1.162

    -0.36%

  • MDAX

    487.3900

    31927.48

    +1.53%

Wirtschaftliche Lage bei vielen Musikfestivals angespannt
Wirtschaftliche Lage bei vielen Musikfestivals angespannt / Foto: ARNAUD FINISTRE - AFP/Archiv

Wirtschaftliche Lage bei vielen Musikfestivals angespannt

Ob Pop, Jazz oder Klassik: Musikfestivals sind ein wichtiger Bestandteil der deutschen Kulturlandschaft. Doch die wirtschaftliche Lage vieler Festivals ist angespannt. Rund 30 Prozent der Festivals schlossen ihre letzte Ausgabe mit einem Verlust ab, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Studie "Musikfestivals in Deutschland" hervorgeht. Nur 15 Prozent der Festivals erzielten demnach "tatsächlich Gewinne".

Textgröße:

Für die Studie - ein Kooperationsprojekt der Initiative Musik mit der Bundesstiftung LiveKultur und dem Deutschen Musikinformationszentrum - wurden in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach bundesweit 1764 Festivalveranstalterinnen und -veranstalter befragt, von denen 638 an einer Online-Befragung im Winter 2024/25 teilnahmen. "Erstmals" werde damit auf Grundlage einer repräsentativen Datenbasis "eine fundierte Einordnung von Umfang, Struktur und Vielfalt der Musikfestivals in Deutschland ermöglicht", erklärten die Studienmacher.

Bezogen auf die wirtschaftliche Lage zeigte sich demnach, dass sich die durchschnittlichen Einnahmen der Festivals auf rund 313.000 Euro belaufen, während die Ausgaben bei etwa 296.000 Euro liegen. Hochgerechnet auf die gesamte Festivallandschaft in Deutschland ergeben sich geschätzte Einnahmen von etwa 551 Millionen Euro und Ausgaben von rund 522 Millionen Euro.

Größter Kostenfaktor mit durchschnittlich 38 Prozent sind dabei die Honorare für die Künstlerinnen und Künstler; Klassikfestivals wenden sogar 48 Prozent ihrer Ausgaben für Honorare auf. Mit Blick auf die Einnahmen dominieren bei Popmusikfestivals Ticketverkäufe (39 Prozent), gefolgt von Gastronomieerlösen (21 Prozent) und öffentlichen Zuschüssen (20 Prozent).

Klassikfestivals finanzieren sich hingegen in erster Linie durch öffentliche Zuschüsse (40 Prozent), Ticketverkäufe (30 Prozent) sowie weitere Förderungen, etwa durch Mäzene und Stiftungen (15 Prozent). Bei Jazzfestivals spielen öffentliche Förderung (39 Prozent) und Ticketverkäufe (29 Prozent) eine vergleichbare Rolle in der Einnahmenstruktur.

Die Gagenverteilung bei Festivalauftritten weist der Studie zufolge "eine deutliche Spannweite" und eine "stark hierarchisierte Struktur der Honorierung im Festivalbereich" auf. Am unteren Ende des Spektrums stehen demnach Newcomerinnen und Newcomer, die durchschnittlich 522 Euro pro Auftritt erhalten. Etablierte Musiker verdienen mit durchschnittlich 2308 Euro bereits deutlich mehr. An der Spitze stehen Hauptacts und Headliner, die mit durchschnittlich 7323 Euro ein Vielfaches der Gagen von Nachwuchskünstlern erhalten.

Trotz steigender Kosten und unsicherer Finanzierung zeigt sich laut der Studie "eine bemerkenswerte Dynamik bei Festivalgründungen - insbesondere im Bereich Elektronische Musik und populärer Genres". Knapp 18 Prozent aller Festivals wurden demnach seit 2020 neu gegründet - trotz der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie.

Im Kontrast steht diese positive Entwicklung allerdings zu einer allgemein skeptischen Zukunftseinschätzung: Knapp zwei Drittel der Veranstalter erwarten der Studie zufolge einen Rückgang der Festivalanzahl in den kommenden Jahren, nur sechs Prozent gehen von Wachstum aus.

22 Prozent und damit mehr als ein Fünftel äußern wiederum Unsicherheit bezüglich der Zukunft ihrer eigenen Veranstaltung. Dabei zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Genres: Klassikfestivals sind mit 82 Prozent deutlich zuversichtlicher, ihre Veranstaltung in den kommenden Jahren fortsetzen zu können, als Popfestivals (62 Prozent). Vier Prozent der Klassik- und zehn Prozent der Popveranstalterinnen und - veranstalter befürchten das Aus ihres Festivals.

Als größte Herausforderung mit Blick auf die Zukunft betrachten die Veranstalter die Sicherung der Finanzierung (82 Prozent). Außerdem sehen 72 Prozent die gestiegenen Kosten für Technik, Personal und Sicherheit als bedeutendes Problem, während rund die Hälfte (54 Prozent) die steigenden Honorare für Künstlerinnen und Künstler als zentrale Herausforderung einstuft.

A.Ferraro--NZN