Zürcher Nachrichten - EU-Parlament beschließt strengere Regulierung von Internetriesen

EUR -
AED 4.372834
AFN 77.994424
ALL 96.331465
AMD 448.709897
ANG 2.131441
AOA 1091.270068
ARS 1667.576826
AUD 1.680978
AWG 2.146229
AZN 2.016587
BAM 1.955432
BBD 2.397139
BDT 145.592598
BGN 1.999619
BHD 0.449112
BIF 3527.506472
BMD 1.190696
BND 1.506804
BOB 8.224349
BRL 6.189946
BSD 1.190171
BTN 107.754267
BWP 15.613668
BYN 3.419142
BYR 23337.639684
BZD 2.393639
CAD 1.611476
CDF 2631.438409
CHF 0.90999
CLF 0.025761
CLP 1017.187351
CNY 8.228721
CNH 8.227792
COP 4353.636683
CRC 588.984202
CUC 1.190696
CUP 31.553441
CVE 110.242863
CZK 24.24376
DJF 211.940111
DKK 7.471914
DOP 74.595334
DZD 154.165338
EGP 55.716943
ERN 17.860439
ETB 184.757227
FJD 2.608337
FKP 0.871257
GBP 0.871238
GEL 3.203233
GGP 0.871257
GHS 13.09737
GIP 0.871257
GMD 87.511768
GNF 10447.858144
GTQ 9.127167
GYD 249
HKD 9.308259
HNL 31.450949
HRK 7.529125
HTG 156.117995
HUF 378.117426
IDR 19944.156362
ILS 3.66208
IMP 0.871257
INR 107.869068
IQD 1559.086927
IRR 50158.065069
ISK 145.002627
JEP 0.871257
JMD 186.214171
JOD 0.844181
JPY 183.871425
KES 153.411127
KGS 104.12625
KHR 4798.504967
KMF 492.948664
KPW 1071.629947
KRW 1735.498472
KWD 0.365419
KYD 0.991801
KZT 585.552418
LAK 25558.901695
LBP 106575.561413
LKR 368.26605
LRD 221.967292
LSL 18.959693
LTL 3.515816
LVL 0.72024
LYD 7.503588
MAD 10.850021
MDL 20.142955
MGA 5269.008334
MKD 61.62866
MMK 2500.636925
MNT 4251.409725
MOP 9.583676
MRU 46.782802
MUR 54.391445
MVR 18.408351
MWK 2063.711594
MXN 20.521793
MYR 4.671694
MZN 75.918431
NAD 18.959693
NGN 1619.596236
NIO 43.801388
NOK 11.323446
NPR 172.407552
NZD 1.967005
OMR 0.457831
PAB 1.190161
PEN 3.996548
PGK 5.106018
PHP 69.634248
PKR 332.93985
PLN 4.21651
PYG 7833.525673
QAR 4.338229
RON 5.090817
RSD 117.388364
RUB 92.09719
RWF 1737.680253
SAR 4.465897
SBD 9.590911
SCR 16.382242
SDG 716.209167
SEK 10.592169
SGD 1.50545
SHP 0.89333
SLE 29.023166
SLL 24968.296849
SOS 679.926489
SRD 45.115489
STD 24645.00117
STN 24.49539
SVC 10.413909
SYP 13168.590508
SZL 18.940958
THB 37.165783
TJS 11.169557
TMT 4.167436
TND 3.428711
TOP 2.86691
TRY 51.955843
TTD 8.072379
TWD 37.522761
TZS 3067.348152
UAH 51.258253
UGX 4231.150364
USD 1.190696
UYU 45.640835
UZS 14663.301833
VES 458.168364
VND 30821.163429
VUV 142.646039
WST 3.231182
XAF 655.833567
XAG 0.014535
XAU 0.000236
XCD 3.217915
XCG 2.144969
XDR 0.815646
XOF 655.833567
XPF 119.331742
YER 283.802267
ZAR 18.974347
ZMK 10717.685994
ZMW 22.642643
ZWL 383.403595
  • Goldpreis

    -38.4000

    5041

    -0.76%

  • SDAX

    185.4400

    18318.46

    +1.01%

  • DAX

    -27.0200

    24987.85

    -0.11%

  • Euro STOXX 50

    -11.9500

    6047.06

    -0.2%

  • EUR/USD

    -0.0018

    1.1902

    -0.15%

  • TecDAX

    15.8000

    3651.2

    +0.43%

  • MDAX

    -3.6600

    31962.21

    -0.01%

EU-Parlament beschließt strengere Regulierung von Internetriesen
EU-Parlament beschließt strengere Regulierung von Internetriesen / Foto: JUSTIN TALLIS - AFP/Archiv

EU-Parlament beschließt strengere Regulierung von Internetriesen

Mit großer Mehrheit hat das Europäische Parlament eine strengere Regulierung von großen Internetkonzernen wie Google und Amazon beschlossen. Die Abgeordneten billigten am Dienstag in Straßburg abschließend das Marktkontrollgesetz (DMA) und das Gesetz über digitale Dienste (DSA). Mit dem Digital Markets Act will die EU wettbewerbsschädliches Verhalten großer Internetfirmen in der Europäischen Union unterbinden. Der Digital Services Act verpflichtet Onlineplattformen unter anderem dazu, verstärkt gegen Hass- und Falschnachrichten vorzugehen.

Textgröße:

EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton sprach in Straßburg von einem "historischen Tag". Die EU habe nun "endlich eine Verordnung" für ihren "digitalen Raum", sagte er in einer Videobotschaft. Auch EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager begrüßte das Abstimmungsergebnis und bezeichnete die Verordnungen als "starke, ehrgeizige Regulierung von Onlineplattformen".

Mit dem DSA will die EU besonders die sehr großen Onlinekonzerne mit mehr als 45 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern in der EU stärker regulieren. Das sind potenziell rund 20 Unternehmen, darunter Google mit dem Tochterkonzern Youtube, Meta mit Facebook und Instagram, Microsoft mit seinem sozialen Netzwerk LinkedIn, Amazon, Apple und Twitter.

Neben dem Kampf gegen Desinformation und Hassnachrichten sollen auch die Verbraucher gestärkt werden: Etwa müssen Onlineshops künftig die Identität von Anbietern überprüfen, bevor diese ihre Produkte zum Verkauf anbieten.

Mit dem Marktkontrollgesetz könnte etwa Apple dazu gezwungen werden, auf seinen iPhones App Stores von der Konkurrenz zuzulassen. Google und Amazon soll untersagt werden, eigene Dienste in ihren Suchergebnissen zu bevorzugen. Die schärferen Regulierungen hatte die EU-Kommission im Dezember 2020 vorgeschlagen.

"Wir holen uns die Kontrolle von den Tech-Giganten zurück", sagte die dänische Sozialdemokratin Christel Schaldemose bei der vorausgehenden Debatte am Montag. Sie hatte im EU-Parlament den DSA federführend ausgearbeitet. Der Ko-Vorsitzende der Linksfraktion im EU-Parlament, Martin Schirdewan, bezeichnete die schärferen Regeln als "Meilenstein", um "digitale Monopole zu bekämpfen."

Mit den neuen Regeln ist geplant, dass die Europäische Kommission die Einhaltung der Regeln bei den sehr großen Digitalkonzernen beaufsichtigt, wofür diese ihnen Zugang zu ihren Daten gewähren sollen. Der CDU-Europaabgeordnete Andreas Schwab, der das Marktkontrollgesetz federführend betreut hatte, erklärte hierzu auf Twitter, dass die neuen Gesetze nur dann "effektiv" seien, wenn die zuständige Abteilung in der Kommission "genug Personal bekommt".

Auch der Europäische Verbraucherverband (BEUC) hatte gefordert, dass die EU-Kommission noch benötigte Experten einstellen müsse. Als Reaktion darauf kündigte Industriekommissar Breton die Einstellung von 100 Vollzeitexperten bis 2024 und die Einrichtung eines europäischen Zentrums für die Transparenz von Algorithmen an.

Parlament und Mitgliedstaaten hatten sich zuvor in Verhandlungen informell auf die neuen Gesetze geeinigt. Es fehlte noch die formelle Zustimmung der beiden Seiten zu dem ausgehandelten Kompromiss. Die Mitgliedstaaten sollen voraussichtlich kommende Woche ihre Zustimmung geben.

F.Schneider--NZN