Zürcher Nachrichten - Talkshow-Moderatoren prangern Zensur durch US-Regierung an

EUR -
AED 4.294817
AFN 77.184608
ALL 92.638578
AMD 425.903594
ANG 2.093067
AOA 1073.557629
ARS 1750.971257
AUD 1.637385
AWG 2.105016
AZN 1.984905
BAM 1.957663
BBD 2.358165
BDT 143.076193
BGN 1.983821
BHD 0.441422
BIF 3479.686675
BMD 1.169453
BND 1.488248
BOB 13.505856
BRL 6.075191
BSD 1.17082
BTN 111.994128
BWP 15.71903
BYN 3.56122
BYR 22921.282598
BZD 2.354762
CAD 1.609705
CDF 2660.505558
CHF 0.935071
CLF 0.027408
CLP 1078.70296
CNY 7.862526
CNH 7.860544
COP 3597.705805
CRC 530.507254
CUC 1.169453
CUP 30.99051
CVE 110.37006
CZK 24.132957
DJF 208.489351
DKK 7.476712
DOP 68.415417
DZD 155.315406
EGP 59.505263
ERN 17.541798
ETB 188.516567
FJD 2.566891
FKP 0.859565
GBP 0.857151
GEL 3.04646
GGP 0.859565
GHS 13.025399
GIP 0.859565
GMD 85.369718
GNF 10288.013015
GTQ 8.934466
GYD 244.853074
HKD 9.171279
HNL 31.440778
HRK 7.533739
HTG 153.179085
HUF 364.043179
IDR 20712.653297
ILS 3.507371
IMP 0.859565
INR 111.953157
IQD 1532.56841
IRR 1607501.123635
ISK 142.030458
JEP 0.859565
JMD 185.240289
JOD 0.829102
JPY 185.811491
KES 151.104853
KGS 102.26763
KHR 4707.037845
KMF 493.509497
KPW 1052.508218
KRW 1620.786107
KWD 0.360566
KYD 0.975725
KZT 533.545597
LAK 26374.993394
LBP 104702.978817
LKR 386.30607
LRD 212.50137
LSL 18.891402
LTL 3.453092
LVL 0.707391
LYD 7.41509
MAD 10.825705
MDL 20.10305
MGA 5052.03804
MKD 61.583621
MMK 2455.393737
MNT 4208.158156
MOP 9.458904
MRU 46.788137
MUR 54.498846
MVR 18.079406
MWK 2030.241252
MXN 19.804187
MYR 4.730909
MZN 74.733877
NAD 18.891402
NGN 1577.615847
NIO 42.922662
NOK 10.904776
NPR 179.192338
NZD 1.959266
OMR 0.449659
PAB 1.170814
PEN 3.920632
PGK 5.183029
PHP 72.238333
PKR 324.873133
PLN 4.317048
PYG 7049.740737
QAR 4.262697
RON 5.251075
RSD 117.314851
RUB 97.352791
RWF 1718.511468
SAR 4.3939
SBD 9.385811
SCR 16.180428
SDG 703.422749
SEK 11.068331
SGD 1.485194
SHP 0.866408
SLE 28.826772
SLL 24522.847843
SOS 669.151265
SRD 44.076394
STD 24205.319995
STN 24.967826
SVC 10.244708
SYP 15205.230316
SZL 18.817036
THB 38.288084
TJS 10.818252
TMT 4.104781
TND 3.38788
TOP 2.815763
TRY 56.209089
TTD 7.934519
TWD 37.269336
TZS 3087.359932
UAH 52.225536
UGX 4355.145631
USD 1.169453
UYU 46.924065
UZS 13860.35907
VES 910.977488
VND 30475.95023
VUV 138.248233
WST 3.191759
XAF 656.596045
XAG 0.016969
XAU 0.000257
XCD 3.160506
XCG 2.1101
XDR 0.826864
XOF 656.584805
XPF 119.331742
YER 277.283946
ZAR 18.806468
ZMK 10526.484264
ZMW 22.099225
ZWL 376.563451
  • Goldpreis

    36.1000

    4607.5

    +0.78%

  • EUR/USD

    0.0012

    1.1693

    +0.1%

  • SDAX

    -36.4000

    18497.6

    -0.2%

  • DAX

    -108.2600

    25983.04

    -0.42%

  • Euro STOXX 50

    -22.4000

    6422.06

    -0.35%

  • MDAX

    -106.9700

    31715.53

    -0.34%

  • TecDAX

    6.1800

    4065.34

    +0.15%

Talkshow-Moderatoren prangern Zensur durch US-Regierung an
Talkshow-Moderatoren prangern Zensur durch US-Regierung an / Foto: Chris Delmas - AFP

Talkshow-Moderatoren prangern Zensur durch US-Regierung an

Nach dem Aus für die Late-Night-Show von Jimmy Kimmel wegen seiner Äußerungen zum tödlichen Attentat auf den ultrarechten Aktivisten Charlie Kirk haben prominente Talkshow-Moderatoren ihrem Kollegen demonstrativ den Rücken gestärkt. Der Satiriker Stephen Colbert sprach zu Beginn seiner Sendung am Donnerstagabend (Ortszeit) von "offensichtlicher Zensur". Politiker der oppositionellen Demokratischen Partei kündigten einen Gesetzentwurf zum Schutz der Meinungsfreiheit an.

Textgröße:

Colbert, ein dezidierter Kritiker von Präsident Donald Trump, eröffnete seine "Late Show" mit den Worten: "Heute sind wir alle Jimmy Kimmel." Unter Anspielung auf Trump forderte er: "Einem Autokraten darf man keinen Millimeter nachgeben." Wenn ABC glaube, dass die Absetzung der Show Trumps Regierung zufriedenstellen werde, sei dies "völlig naiv", warnte Colbert angesichts des Drucks der US-Medienaufsichtsbehörde FFC auf den Sender ABC.

Auch Colberts Show soll eingestellt und nur noch bis zum Ende des Jahres bei CBS ausgestrahlt werden. Neben Colbert sprangen Kimmel am Donnerstag auch die bekannten Talkshow-Moderatoren Jon Stewart, Seth Meyers und Jimmy Fallon zur Seite.

Stewart, der die satirische Nachrichtensendung "Daily Show" moderiert, stellte sich den Zuschauern am Donnerstagabend als "Ihr patriotisch gehorsamer Moderator" der "brandneuen, von der Regierung genehmigten Daily Show" vor.

"Einige Neinsager mögen argumentieren, dass die Bedenken dieser Regierung hinsichtlich der Redefreiheit lediglich ein zynischer Trick sind, um eine beispiellose Machtkonzentration und einheitliche Einschüchterung zu verschleiern", sagte Stewart ironisch. "Manche Leute würden das sagen - ich allerdings nicht, ich finde es großartig."

Trump teilte derweil erneut gegen die Late-Night-Shows aus. "Alles, was sie tun, ist, Trump zu attackieren", sagte er bei seiner Rückreise aus Großbritannien vor Journalisten in der Präsidentenmaschine Air Force One. "Ich meine, sie bekommen eine Lizenz. Ich würde denken, dass ihnen vielleicht ihre Lizenz entzogen werden sollte. Das wird Brendan Carr entscheiden müssen", sagte Trump mit Bezug zum Chef der US-Medienaufsichtsbehörde FCC.

Trump attackiert seit Langem Late-Night-Moderatoren, die ihn verspotten. Am Mittwoch hatte er den Sender NBC aufgefordert, nun auch die Sendungen von Jimmy Fallon und Seth Meyers abzusetzen, die er als "Versager" schmähte. Die Entscheidung von ABC, Kimmels Sendung abzusetzen, feierte Trump gar als "großartige Neuigkeiten für Amerika".

Fallon nannte Kimmel in seiner "Tonight Show" am Donnerstag einen "anständigen und lustigen Kerl". Er hoffe, "dass er zurückkommt". Zum Thema Zensur sagte er in gewohnt ironischem Ton: "Viele Leute sind besorgt, dass wir zensiert werden. Ich aber werde über die Reise des Präsidenten nach Großbritannien berichten, wie ich es normalerweise tun würde." Anschließend wurde eine Stimme aus dem Off abgespielt, die Trump als "unglaublich gutaussehend" bezeichnete.

Seth Meyers sagte, dass Trumps Regierung "die Meinungsfreiheit im eigenen Land einschränken will". Auch er verfiel in Ironie und fügte hinzu: "Und ganz unabhängig davon möchte ich nur sagen: Ich habe Herrn Trump immer bewundert und respektiert."

Jimmy Kimmel hatte Trumps MAGA-Bewegung (Macht Amerika wieder großartig) in seiner Sendung vorgeworfen, die Ermordung Kirks politisch zu instrumentalisieren. Der Podcaster war am 10. September bei einer Diskussionsveranstaltung an einer Universität im Bundesstaat Utah erschossen worden. Kirk galt als einer der einflussreichsten rechten Aktivisten und Sprachrohr von US-Präsident Donald Trump für die Jugend.

Politiker der Demokratischen Partei kündigten einen Vorstoß zum Schutz der Meinungsfreiheit in den USA an. Der geplante Gesetzentwurf schaffe eine "spezifische Verteidigung für diejenigen, die aus politischen Gründen ins Visier genommen werden", sagte Senator Chris Murphy. Es müsse "reale Konsequenzen für Regierungsbeamte" haben, "wenn sie die Macht der Regierung nutzen, um gegen Äußerungen vorzugehen, die durch den Ersten Verfassungszusatz geschützt sind".

Der Minderheitenführer im Senat, Chuck Schumer, warf der Trump-Regierung vor, sie versuche, die Meinungsfreiheit "auszulöschen". "Sie wollen nicht, dass Menschen überhaupt sprechen, wenn ihnen nicht gefällt, was sie sagen", sagte Schumer und warnte: "Das ist der Weg in die Autokratie."

E.Schneyder--NZN