Zürcher Nachrichten - Louvre-Diebstahl: Staatsanwältin schätzt Schaden auf 88 Millionen Euro

EUR -
AED 4.371967
AFN 77.96724
ALL 96.488757
AMD 447.445981
ANG 2.131021
AOA 1091.049708
ARS 1686.293235
AUD 1.682726
AWG 2.14283
AZN 2.010293
BAM 1.955572
BBD 2.390321
BDT 145.043099
BGN 1.999225
BHD 0.448782
BIF 3511.690795
BMD 1.190461
BND 1.506025
BOB 8.218042
BRL 6.183852
BSD 1.186762
BTN 107.589011
BWP 15.640178
BYN 3.420401
BYR 23333.041082
BZD 2.386822
CAD 1.614682
CDF 2636.871372
CHF 0.912367
CLF 0.025773
CLP 1016.451184
CNY 8.240971
CNH 8.227338
COP 4372.659517
CRC 588.331444
CUC 1.190461
CUP 31.547224
CVE 110.25169
CZK 24.242256
DJF 211.335374
DKK 7.471341
DOP 74.711294
DZD 154.161137
EGP 55.804663
ERN 17.856919
ETB 185.11203
FJD 2.609616
FKP 0.871086
GBP 0.871257
GEL 3.203018
GGP 0.871086
GHS 13.060478
GIP 0.871086
GMD 87.493695
GNF 10418.82969
GTQ 9.103901
GYD 248.291068
HKD 9.306478
HNL 31.349347
HRK 7.535382
HTG 155.631865
HUF 377.719071
IDR 19997.368577
ILS 3.670609
IMP 0.871086
INR 107.784242
IQD 1554.718834
IRR 50148.181596
ISK 144.986303
JEP 0.871086
JMD 185.628369
JOD 0.844062
JPY 184.791699
KES 153.447467
KGS 104.106084
KHR 4786.442253
KMF 492.851202
KPW 1071.418786
KRW 1740.570689
KWD 0.365579
KYD 0.988985
KZT 586.091705
LAK 25505.027988
LBP 106629.710152
LKR 367.317198
LRD 220.74335
LSL 19.021583
LTL 3.515123
LVL 0.720098
LYD 7.503126
MAD 10.854035
MDL 20.157651
MGA 5210.392851
MKD 61.635066
MMK 2500.144183
MNT 4250.572
MOP 9.554487
MRU 47.126509
MUR 54.379774
MVR 18.404276
MWK 2057.860205
MXN 20.467345
MYR 4.670775
MZN 75.903568
NAD 19.021583
NGN 1613.003636
NIO 43.674911
NOK 11.330066
NPR 172.142941
NZD 1.969779
OMR 0.457729
PAB 1.186762
PEN 3.985836
PGK 5.163398
PHP 69.668766
PKR 331.85523
PLN 4.213548
PYG 7825.08817
QAR 4.326178
RON 5.091368
RSD 117.319694
RUB 91.96356
RWF 1732.698095
SAR 4.465111
SBD 9.589021
SCR 16.471854
SDG 716.062345
SEK 10.624486
SGD 1.507159
SHP 0.893154
SLE 29.196065
SLL 24963.376932
SOS 677.021109
SRD 45.203599
STD 24640.144958
STN 24.497145
SVC 10.38479
SYP 13165.995682
SZL 19.012785
THB 37.099564
TJS 11.114258
TMT 4.166614
TND 3.428186
TOP 2.866345
TRY 51.940418
TTD 8.040063
TWD 37.518613
TZS 3078.648294
UAH 51.158839
UGX 4224.507733
USD 1.190461
UYU 45.504506
UZS 14601.175925
VES 458.078084
VND 30815.090225
VUV 142.617931
WST 3.230545
XAF 655.880573
XAG 0.01452
XAU 0.000236
XCD 3.217281
XCG 2.138851
XDR 0.815705
XOF 655.880573
XPF 119.331742
YER 283.746032
ZAR 18.957384
ZMK 10715.574506
ZMW 22.436386
ZWL 383.328046
  • Euro STOXX 50

    7.5300

    6066.54

    +0.12%

  • SDAX

    184.1800

    18317.2

    +1.01%

  • TecDAX

    3.4000

    3638.8

    +0.09%

  • MDAX

    20.4300

    31986.3

    +0.06%

  • DAX

    -20.6300

    24994.24

    -0.08%

  • Goldpreis

    0.4000

    5079.8

    +0.01%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1922

    +0.02%

Louvre-Diebstahl: Staatsanwältin schätzt Schaden auf 88 Millionen Euro
Louvre-Diebstahl: Staatsanwältin schätzt Schaden auf 88 Millionen Euro / Foto: JULIEN DE ROSA - AFP

Louvre-Diebstahl: Staatsanwältin schätzt Schaden auf 88 Millionen Euro

Zwei Tage nach dem spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl im Pariser Louvre hat die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau den Schaden auf 88 Millionen Euro geschätzt. "Der Schaden wurde von der Kuratorin des Louvre auf 88 Millionen Euro geschätzt", sagte Beccuau am Dienstag dem Sender RTL. Die Summe sei jedoch "nicht vergleichbar mit dem historischen Schaden", fügte die Französin hinzu. Von den Einbrechern fehlte am Dienstag weiter jeder Spur - bei ihrer Flucht hatten sie mehrere Gegenstände zurückgelassen.

Textgröße:

Beccuau betonte, bei dem Schaden handele es sich um eine "äußerst spektakuläre" Summe. Die Diebe könnten jedoch nicht mit diesem Betrag rechnen, "sollten sie auf die sehr schlechte Idee kommen, diese Juwelen einzuschmelzen".

Beccuau sagte, sie warte "mit Interesse darauf", zu erfahren, ob die gefundenen Fingerabdrücke "übereinstimmen oder nicht". Sie würden derzeit analysiert. Beccuau bestätigte die Zahl von "vier identifizierten Personen" am Tatort. Auf die Frage nach möglichen Komplizen antwortete sie, dass sie zum jetzigen Zeitpunkt "weder mit 'Ja' noch mit 'Nein'" antworten könne.

Von den Einbrechern, die mit Warnwesten bekleidet über einen Lastenaufzug in das berühmte Museum eingedrungen waren und mit einem Trennschleifer Vitrinen geöffnet hatten, fehlte am Dienstag weiterhin jede Spur. Der Einbruch am Sonntagmorgen, eine halbe Stunde nach Museumsöffnung, hatte keine zehn Minuten gedauert. Die Täter entkamen auf Motorrollern.

Bei ihrer Flucht ließen die Täter zwei Trennschleifer, einen Schweißbrenner, Benzin, Handschuhe, ein Walkie-Talkie, eine Decke sowie die Krone der Kaiserin Eugénie und eine gelbe Weste zurück, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Polizeikreisen erfuhr. Zudem wurde am Tatort ein Helm gefunden, wie AFP aus dem Umfeld des Falls erfuhr und damit eine Information der Zeitung "Le Parisien" bestätigte.

Beccuau sagte zudem, dass das Fahrzeug mit Hebebühne, das neben dem Museum geparkt worden und für den Diebstahl verwendet worden war, von den Tätern über "eine Scheinvermietung für einen angeblichen Umzug" beschafft worden sei.

Nach einem Bericht des Enthüllungsblatts "Le Canard Enchaîné" waren die erst 2019 angeschafften Vitrinen, in denen die Kronjuwelen ausgestellt waren, nicht so gesichert wie die Vorgängermodelle. "Der Diebstahl hätte vermieden werden können, wenn die Vitrinen nicht ersetzt worden wären", schreibt die Zeitung in ihrer Mittwochsausgabe. Das Museum wies die Vorwürfe zurück.

Zu dem aus dem Louvre entwendeten Diebesgut zählen ein Diadem der Kaiserin Eugénie mit fast 2000 Diamanten und eine Kette mit 32 Smaragden und 1138 Diamanten, die Marie-Louise, der zweiten Ehefrau von Napoleon Bonaparte gehörte. Ursprünglich hatten die Diebe auch die Krone von Kaiserin Eugénie, der Ehefrau von Napoleon III., gestohlen. Diese verloren sie jedoch auf der Flucht.

Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt wegen organisierten Bandendiebstahls und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Es besteht große Sorge, dass die acht gestohlenen Schmuckstücke in ihre Bestandteile zerlegt werden. Auf dem legalen Markt sind sie unverkäuflich. Nach Ansicht von Experten wurden sie möglicherweise gestohlen, um das eingeschmolzene Gold und die Edelsteine zu verkaufen.

Der erste große Diebstahl aus dem Louvre seit 1998, als ein Gemälde von Camille Corot entwendet wurde, hat eine Debatte über die Sicherheit des Louvre und der übrigen französischen Museen angeheizt.

Louvre-Direktorin Laurence des Cars sollte am Mittwoch vom Kulturausschuss des Senats zu dem Vorfall befragt werden. Gewerkschaften bemängeln seit Jahren einen Personalabbau und die zögernde Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen im Louvre. Der Rechnungshof hatte in einem noch unveröffentlichten Bericht ebenfalls zahlreiche Sicherheitslücken angeprangert, unter anderem die spärliche Ausstattung mancher Flügel mit Überwachungskameras.

Kulturministerin Rachida Dati hatte zunächst erklärt, dass das anwesende Personal korrekt gehandelt und sofort die Polizei verständigt habe. Sie kündigte parallel zu den polizeilichen Ermittlungen auch eine interne Untersuchung des Vorfalls an.

In den vergangenen Monaten hatte es mehrfach spektakuläre Diebstähle aus französischen Museen gegeben. Anfang September waren Einbrecher in das Porzellan-Museum von Limoges eingedrungen und hatten drei als nationale Schätze eingestufte Objekte gestohlen.

Im vergangenen November hatte es zwei größere Diebstähle am helllichten Tag gegeben: Im Museum Cognacq-Jay in Paris zertrümmerten die Täter in Anwesenheit von Besuchern mit Äxten und Baseballschlägern eine Vitrine. Am folgenden Tag wurden goldene, mit Edelsteinen besetzte Figuren in einem Museum für sakrale Kunst in Saône-et-Loire gestohlen.

Der Louvre mit seiner markanten Glaspyramide zählt zu den berühmtesten Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt und war mit fast neun Millionen Menschen 2024 das meistbesuchte Museum der Welt. In ihm ist unter anderem die "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci ausgestellt. Diese war 1911 aus dem Museum gestohlen worden. Das Gemälde wurde Monate später wiedergefunden und befindet sich heute hinter diebstahlsicherem Glas.

Präsident Emmanuel Macron hatte im Februar umfangreiche Renovierungsarbeiten angekündigt. Unter anderem soll ein neuer monumentaler Eingang und ein eigener Ausstellungsraum für die "Mona Lisa" gebaut werden, der auch unabhängig vom Rest des Museums zugänglich sein soll.

M.J.Baumann--NZN