Zürcher Nachrichten - Nach Tagen der Hoffnung droht erneut Eskalation in der Ukraine-Krise

EUR -
AED 4.269205
AFN 73.236671
ALL 95.352378
AMD 427.641212
ANG 2.081374
AOA 1067.15645
ARS 1624.29075
AUD 1.626528
AWG 2.095079
AZN 1.978238
BAM 1.96037
BBD 2.34206
BDT 142.913152
BGN 1.941248
BHD 0.438575
BIF 3461.865182
BMD 1.16248
BND 1.488971
BOB 8.03473
BRL 5.827752
BSD 1.162811
BTN 112.531327
BWP 15.769762
BYN 3.190437
BYR 22784.606301
BZD 2.338652
CAD 1.598358
CDF 2619.634852
CHF 0.915201
CLF 0.026531
CLP 1044.174606
CNY 7.906611
CNH 7.906386
COP 4332.097645
CRC 525.525077
CUC 1.16248
CUP 30.805718
CVE 110.725989
CZK 24.302682
DJF 206.596142
DKK 7.472851
DOP 68.472302
DZD 154.5263
EGP 62.097237
ERN 17.437199
ETB 183.381294
FJD 2.56002
FKP 0.867574
GBP 0.86546
GEL 3.109608
GGP 0.867574
GHS 13.426958
GIP 0.867574
GMD 84.283726
GNF 10206.573972
GTQ 8.864665
GYD 243.176881
HKD 9.10424
HNL 30.956458
HRK 7.535312
HTG 152.214835
HUF 359.825312
IDR 20609.373887
ILS 3.374557
IMP 0.867574
INR 112.212501
IQD 1522.848686
IRR 1535577.841127
ISK 143.403259
JEP 0.867574
JMD 183.968859
JOD 0.824193
JPY 184.720964
KES 150.494396
KGS 101.659315
KHR 4661.544
KMF 494.0539
KPW 1046.198886
KRW 1743.458329
KWD 0.359485
KYD 0.969059
KZT 548.648982
LAK 25522.246872
LBP 104100.075949
LKR 400.593844
LRD 213.02446
LSL 19.122879
LTL 3.432501
LVL 0.703172
LYD 7.387575
MAD 10.718544
MDL 20.210113
MGA 4864.978274
MKD 61.637912
MMK 2440.351379
MNT 4161.345258
MOP 9.382071
MRU 46.481727
MUR 55.113081
MVR 17.913476
MWK 2019.227052
MXN 20.137581
MYR 4.603532
MZN 74.286399
NAD 19.268085
NGN 1594.050753
NIO 42.680511
NOK 10.760699
NPR 180.049723
NZD 1.98258
OMR 0.446981
PAB 1.162811
PEN 3.966964
PGK 5.064518
PHP 70.833397
PKR 323.870125
PLN 4.245951
PYG 7164.701984
QAR 4.238419
RON 5.238248
RSD 117.441882
RUB 82.782221
RWF 1699.545633
SAR 4.362155
SBD 9.322428
SCR 16.046758
SDG 698.114806
SEK 10.860881
SGD 1.486039
SHP 0.867909
SLE 28.62612
SLL 24376.624989
SOS 664.34154
SRD 43.133765
STD 24060.987168
STN 24.818946
SVC 10.174719
SYP 128.505755
SZL 19.122779
THB 37.858487
TJS 10.802582
TMT 4.080304
TND 3.362476
TOP 2.798972
TRY 53.004669
TTD 7.882375
TWD 36.741224
TZS 3034.081833
UAH 51.481712
UGX 4389.231952
USD 1.16248
UYU 46.879283
UZS 14060.194848
VES 604.795229
VND 30658.082754
VUV 137.487219
WST 3.157138
XAF 657.489706
XAG 0.0154
XAU 0.000256
XCD 3.14166
XCG 2.095685
XDR 0.816239
XOF 656.221124
XPF 119.331742
YER 277.396778
ZAR 19.158541
ZMK 10463.71141
ZMW 22.0063
ZWL 374.318058
  • EUR/USD

    0.0002

    1.1631

    +0.02%

  • DAX

    336.5900

    24737.24

    +1.36%

  • TecDAX

    59.5900

    3960.63

    +1.5%

  • SDAX

    263.1700

    18517.3

    +1.42%

  • Euro STOXX 50

    124.9100

    5976.07

    +2.09%

  • MDAX

    526.0300

    31857.74

    +1.65%

  • Goldpreis

    30.7000

    4566

    +0.67%

Nach Tagen der Hoffnung droht erneut Eskalation in der Ukraine-Krise
Nach Tagen der Hoffnung droht erneut Eskalation in der Ukraine-Krise

Nach Tagen der Hoffnung droht erneut Eskalation in der Ukraine-Krise

Nach vorsichtiger Hoffnung auf eine friedliche Beilegung der Ukraine-Krise zur Wochenmitte droht die Lage nun wieder zu eskalieren: Russland kündigte für Samstag ein Großmanöver unter Aufsicht von Präsident Wladimir Putin an und stockte seine Truppen an der Grenze zur Ukraine nach US-Angaben weiter auf. Zugleich hielten die Kämpfe in der Ostukraine an, nach Ansicht Washingtons könnte Moskau dies als Vorwand für "weitere Aggressionen" nutzen.

Textgröße:

Bei der Militärübung am Samstag würden strategische Truppen sowie ballistische Raketen einbezogen, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau. Beteiligt sein sollen die Luftwaffe, Armeeeinheiten aus dem südlichen Militärbezirk sowie die Schwarzmeer- und die Nordmeer-Flotte. Russland hatte in den vergangenen Tagen mehrere Teil-Abzüge von nahe der ukrainischen Grenze zusammengezogenen Truppen verkündet. Am Wahrheitsgehalt dieser Ankündigungen bestehen aber im Westen große Zweifel.

US-Verteidigungsminister Lloyd Austin warf Russland am Freitag vor, seine Truppen an der ukrainischen Grenze vielmehr weiter aufzustocken. "Tatsächlich sehen wir, dass weitere Soldaten in die Region, in diese Grenzregion, verlegt werden", sagte er bei einem Besuch in Warschau. Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow sagte vor dem Parlament in Kiew, inzwischen befänden sich an den russischen Grenzen zur Ukraine rund 149.000 russische Soldaten - Kräfte der russischen Luftwaffe und Marine eingeschlossen.

Washington befürchtet einen sogenannten Angriff unter falscher Flagge in der Ukraine. Bevor Moskau die Ukraine angreifen würde, würde es demnach einen Vorwand dafür schaffen - etwa eine Gewalttat, für welche die Ukraine verantwortlich gemacht werde.

Russland heizt nach Einschätzung der USA die Lage in der Ostukraine bewusst an, um einen Vorwand für "weitere Aggressionen" zu haben. Die jüngsten Bombardements in der Region seien Teil der russischen Strategie, die darauf abziele, "falsche Provokationen zu schaffen, dann auf diese Provokationen zu reagieren und schließlich eine neue Aggression gegen die Ukraine zu verüben", sagte US-Außenminister Antony Blinken auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Zuvor hatte Blinken in einer kurzfristig anberaumten Rede vor dem UN-Sicherheitsrat gesagt, Russland könne nach Einschätzung der US-Geheimdienste einen Angriff auf das Nachbarland "in den kommenden Tagen" anordnen. Der Außenminister verwies auf von russischen Medien verbreitete Falschnachrichten, in denen von angeblicher ethnischer Säuberung oder "Völkermord" an russischsprachigen Menschen in der Ukraine die Rede sei.

Putin seinerseits warnte vor einer Zuspitzung der Lage in der Ostukraine: "Im Moment sehen wir eine Verschlechterung der Lage", sagte er in Moskau. Der ukrainische Verteidigungsminister Resnikow wies russische Anschuldigungen zurück, wonach sein Land einen Militäreinsatz gegen die Separatisten in der Ostukraine oder auf der Krim plane. Die Ukraine stärke lediglich ihre "Abwehr".

In der Ostukraine nimmt die Gewalt seit Tagen zu. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, dauerten Bombardements in der Nähe des Dorfes Stanyzia-Luhanska auch am Freitag an. Am Donnerstag war ein Kindergarten in dem von der ukrainischen Armee kontrollierten Ort getroffen worden. Die ukrainische Armee und die pro-russischen Separatisten machten sich für den Vorfall gegenseitig verantwortlich.

Die Rebellen riefen am Freitag die Zivilisten in den von ihnen kontrollierten Gebiete auf, nach Russland zu gehen. Der Anführer der selbsternannten "Volksrepublik" Donezk, Denis Puschilin, sagte in einer Videobotschaft, derzeit werde die "Massenausreise" der Zivilbevölkerung in die Russische Föderation organisiert. "Frauen, Kinder und Senioren werden als erste in Sicherheit gebracht."

Auch der Chef der Separatisten in Luhansk rief die Zivilisten zur schnellstmöglichen Evakuierung nach Russland auf - "um zivile Opfer zu vermeiden".

Angesichts der sich zuspitzenden Lage beriefen die USA noch für Freitag einen virtuellen Krisengipfel ein, an dem die EU- und Nato-Spitzen sowie die Staats- und Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs und weiterer westlicher Staaten teilnehmen sollten.

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) verurteilte den russischen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze als "absolut inakzeptable" Drohung. "Heute, das müssen wir so deutlich sagen, droht neuer Krieg - mitten in unserem Europa", warnte sie auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Zugleich erneuerte sie ebenso wie Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) die ablehnende Haltung Deutschlands zu Waffenlieferungen an die Ukraine.

N.Zaugg--NZN