Zürcher Nachrichten - Stoltenberg: Moskau plant "vollständigen Angriff" auf die Ukraine

EUR -
AED 4.244095
AFN 72.238294
ALL 95.372284
AMD 425.796151
ANG 2.06913
AOA 1060.87932
ARS 1666.425323
AUD 1.645042
AWG 2.083044
AZN 1.96205
BAM 1.953563
BBD 2.33237
BDT 142.008622
BGN 1.929829
BHD 0.436749
BIF 3456.011584
BMD 1.155642
BND 1.488857
BOB 7.982928
BRL 5.980676
BSD 1.157975
BTN 110.157817
BWP 15.66388
BYN 3.198473
BYR 22650.577968
BZD 2.329066
CAD 1.610999
CDF 2630.240525
CHF 0.922046
CLF 0.026922
CLP 1059.562004
CNY 7.826873
CNH 7.829369
COP 4133.360674
CRC 534.36897
CUC 1.155642
CUP 30.624506
CVE 110.537428
CZK 24.155246
DJF 206.212616
DKK 7.474292
DOP 67.444433
DZD 154.415675
EGP 59.769094
ERN 17.334626
ETB 186.69382
FJD 2.565295
FKP 0.865794
GBP 0.862646
GEL 3.062231
GGP 0.865794
GHS 13.53236
GIP 0.865794
GMD 84.362162
GNF 10143.742709
GTQ 8.805993
GYD 241.695338
HKD 9.056591
HNL 30.966168
HRK 7.536284
HTG 151.409548
HUF 355.547032
IDR 20730.825921
ILS 3.426073
IMP 0.865794
INR 109.99554
IQD 1513.89067
IRR 1589209.620649
ISK 143.415251
JEP 0.865794
JMD 182.866048
JOD 0.819311
JPY 185.301319
KES 149.597305
KGS 101.060519
KHR 4651.803407
KMF 493.458925
KPW 1039.910279
KRW 1761.879588
KWD 0.357313
KYD 0.962706
KZT 564.118937
LAK 25427.003378
LBP 103701.165527
LKR 389.896923
LRD 210.888196
LSL 19.090762
LTL 3.412309
LVL 0.699036
LYD 7.380399
MAD 10.697739
MDL 20.089171
MGA 4858.165953
MKD 61.644694
MMK 2425.892117
MNT 4135.66961
MOP 9.324504
MRU 46.239086
MUR 55.320381
MVR 17.866471
MWK 2008.048602
MXN 20.143708
MYR 4.695487
MZN 73.84741
NAD 19.080017
NGN 1571.511134
NIO 42.613163
NOK 10.9758
NPR 176.674176
NZD 1.98582
OMR 0.444356
PAB 1.155287
PEN 3.964718
PGK 5.068301
PHP 70.967382
PKR 322.252183
PLN 4.241193
PYG 7133.084127
QAR 4.212892
RON 5.238643
RSD 117.393517
RUB 83.180202
RWF 1695.652111
SAR 4.338219
SBD 9.2978
SCR 15.2614
SDG 693.959869
SEK 10.929077
SGD 1.487078
SHP 0.862803
SLE 28.486827
SLL 24233.231754
SOS 661.854339
SRD 43.306568
STD 23919.450643
STN 24.530497
SVC 10.108513
SYP 127.735505
SZL 19.04542
THB 37.992299
TJS 10.778352
TMT 4.056302
TND 3.361473
TOP 2.782508
TRY 53.317883
TTD 7.836095
TWD 36.525244
TZS 3033.557216
UAH 52.021726
UGX 4358.047531
USD 1.155642
UYU 46.766854
UZS 13896.592375
VES 655.217886
VND 30409.556564
VUV 137.850305
WST 3.1738
XAF 656.790594
XAG 0.017745
XAU 0.000274
XCD 3.123179
XCG 2.082034
XDR 0.816837
XOF 656.79344
XPF 119.331742
YER 275.793755
ZAR 19.102984
ZMK 10402.158979
ZMW 20.567193
ZWL 372.116167
  • DAX

    -183.1600

    24433.06

    -0.75%

  • Euro STOXX 50

    -12.5500

    6049.74

    -0.21%

  • TecDAX

    -61.7800

    4005.67

    -1.54%

  • MDAX

    -482.9300

    31642.54

    -1.53%

  • Goldpreis

    -58.8000

    4227.6

    -1.39%

  • SDAX

    -373.5900

    18024.89

    -2.07%

  • EUR/USD

    0.0010

    1.1551

    +0.09%

Stoltenberg: Moskau plant "vollständigen Angriff" auf die Ukraine
Stoltenberg: Moskau plant "vollständigen Angriff" auf die Ukraine

Stoltenberg: Moskau plant "vollständigen Angriff" auf die Ukraine

Die Furcht vor einem kurz bevorstehenden Großangriff Russlands auf die Ukraine wächst: Allen Anzeichen nach plane Russland "einen vollständigen Angriff auf die Ukraine", sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Samstagabend mit Blick auf ein neues Großmanöver Russlands und eine deutliche Zunahme der Gefechte in der Ostukraine. Am Sonntag wurde zudem Russlands heftig kritisiertes Militärmanöver mit Belarus in dem nördlich an die Ukraine grenzenden Nachbarland verlängert.

Textgröße:

"Das Risiko eines Angriffs ist sehr hoch", sagte Stoltenberg in der ARD. Sicherheitshalber zog die Nato ihr Personal aus Kiew ab. Das Auswärtige Amt hatte alle Deutschen am Samstag zum sofortigen Verlassen der Ukraine aufgerufen. Die Lufthansa und Austrian Airlines kündigten an, ihre Flüge nach Kiew und Odessa ab Montag auszusetzen.

Der Furcht vor einem russischen Angriff auf die Ukraine gab am Sonntag eine Mitteilung des belarussischen Verteidigungsministeriums neue Nahrung: Präsident Alexander Lukaschenko und sein russischer Kollege Wladimir Putin hätten angesichts der "Eskalation" des Ostukraine-Konflikts entschieden, ihr gemeinsames Militärmanöver in Belarus und damit die "Überprüfung der Kampfbereitschaft" ihrer Streitkräfte fortzusetzen.

Russische Truppen könnten so die Ukraine vom Osten und Norden umzingeln. Moskau hatte ursprünglich zugesichert, die schätzungsweise 30.000 Soldaten an diesem Sonntag aus Belarus abzuziehen. Nach westlichen Angaben hat Russland insgesamt rund 150.000 Soldaten an der ukrainischen Grenze zusammengezogen. Moskau bestreitet jedoch jegliche Angriffspläne.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sagte am Samstag in einer Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz, die Gefahr eines Krieges in Europa sei "alles andere als gebannt". Drastischer äußerte sich der britische Premierminister Boris Johnson in einem BBC-Interview: Russland bereite "den vielleicht größten Krieg in Europa seit 1945" vor.

Als Hinweise auf einen bevorstehenden Angriff werden massiv zunehmende Verstöße gegen den Waffenstillstand in der Ostukraine gewertet, bei denen nach ukrainischen Angaben am Samstag zwei ukrainische Soldaten getötet wurden. Als Indiz für die Angriffspläne gilt auch ein russisches Großmanöver, bei dem am Wochenende unter anderem Hyperschall-Marschflugkörper und atomwaffenfähige ballistische Raketen abgefeuert wurden.

Die pro-russischen Separatisten in den selbst ernannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk in der Ostukraine riefen zudem am Wochenende zur "Generalmobilmachung" auf, nachdem sie zuvor Zivilisten zum Verlassen der Gebiete aufgerufen hatten. Die Separatisten und russische Medien werfen Kiew vor, einen Großangriff auf Donezk und Luhansk zu planen.

Stoltenberg warnte, Russland arbeite an einem "Vorwand für einen Angriff auf die Ukraine". Die zunehmenden Waffenstillstandsverstöße in der Ostukraine, die "falschen Anschuldigungen" eines "Genozids" im Donbass und die Evakuierung der von den pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebiete seien "beunruhigende Zeichen".

Auch der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell warnte vor russischer "Manipulation", die einen "Vorwand" für eine militärische Eskalation liefere. EU-Ratspräsident Charles Michel sagte bei der Münchner Sicherheitskonferenz, der Westen könne "nicht ewig einen Olivenzweig anbieten, während Russland Raketentests vornimmt und weiterhin Truppen aufstellt".

US-Präsident Joe Biden hatte sich bereits am Freitag "überzeugt" gezeigt, dass Putin die Entscheidung für einen Angriff auf die schon Ukraine getroffen habe. Er ging von einem russischen Angriff "in den kommenden Tagen" aus. Für Sonntag setzte er eine Sondersitzung seines Nationalen Sicherheitsrats an.

Parallel zu den Warnungen vor einem russischen Großangriff gibt es weiterhin Versuche, die Krise auf diplomatischem Wege beizulegen. "So viel Diplomatie wie möglich, ohne naiv zu sein - das ist der Anspruch", sagte Scholz.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron telefonierte am Sonntag mit Putin. Der Elysée-Palast bezeichnete das Telefonat vorab als die "letzten möglichen und notwendigen Anstrengungen", um eine militärische Eskalation zu verhindern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte laut Elysée-Palast am Samstag in einem Telefonat mit Macron, er wolle auf die russischen "Provokationen" nicht mit Gegenmaßnahmen antworten.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz bot Selenskyj Putin ein Treffen an. Er wandte sich jedoch auch gegen eine "Appeasement-Politik" und forderte erneut eine klare Perspektive für einen Nato-Beitritt der Ukraine.

A.Wyss--NZN