Zürcher Nachrichten - Kabinett beschließt Haushalt 2022 trotz großer Unwägbarkeiten

EUR -
AED 4.323624
AFN 75.940287
ALL 95.687478
AMD 441.242259
ANG 2.107224
AOA 1080.758104
ARS 1611.497818
AUD 1.640802
AWG 2.120604
AZN 2.006077
BAM 1.955544
BBD 2.375189
BDT 144.991026
BGN 1.96385
BHD 0.444942
BIF 3506.541132
BMD 1.177296
BND 1.500804
BOB 8.148934
BRL 5.863881
BSD 1.179346
BTN 109.436679
BWP 15.822929
BYN 3.349562
BYR 23075.00039
BZD 2.37179
CAD 1.622138
CDF 2719.554043
CHF 0.92023
CLF 0.026225
CLP 1046.173097
CNY 8.02651
CNH 8.025203
COP 4252.443522
CRC 537.829619
CUC 1.177296
CUP 31.198342
CVE 110.250573
CZK 24.292918
DJF 210.002519
DKK 7.478542
DOP 70.700748
DZD 156.180562
EGP 61.083007
ERN 17.659439
ETB 184.137404
FJD 2.6116
FKP 0.868551
GBP 0.870523
GEL 3.183245
GGP 0.868551
GHS 13.031295
GIP 0.868551
GMD 86.535785
GNF 10346.646031
GTQ 9.01882
GYD 246.727713
HKD 9.228882
HNL 31.3339
HRK 7.540232
HTG 154.429791
HUF 361.795271
IDR 20179.264435
ILS 3.484549
IMP 0.868551
INR 109.021729
IQD 1544.897834
IRR 1555796.58282
ISK 143.712969
JEP 0.868551
JMD 186.4556
JOD 0.834749
JPY 186.754908
KES 151.993381
KGS 102.954982
KHR 4717.38268
KMF 492.110114
KPW 1059.585206
KRW 1727.128912
KWD 0.363031
KYD 0.982771
KZT 552.967638
LAK 26018.595189
LBP 105605.880343
LKR 372.771219
LRD 216.991604
LSL 19.329071
LTL 3.476249
LVL 0.712135
LYD 7.457024
MAD 10.880676
MDL 20.272347
MGA 4891.359913
MKD 61.631935
MMK 2472.335396
MNT 4209.431325
MOP 9.512755
MRU 47.136832
MUR 54.497475
MVR 18.20144
MWK 2044.932399
MXN 20.380292
MYR 4.653267
MZN 75.294007
NAD 19.329071
NGN 1580.496695
NIO 43.394321
NOK 11.029737
NPR 175.099086
NZD 2.001864
OMR 0.452675
PAB 1.179346
PEN 4.057269
PGK 5.112331
PHP 70.124501
PKR 328.817071
PLN 4.231614
PYG 7513.016842
QAR 4.299437
RON 5.098167
RSD 117.334646
RUB 89.747056
RWF 1723.174504
SAR 4.416574
SBD 9.460335
SCR 17.72868
SDG 707.555258
SEK 10.789215
SGD 1.495288
SHP 0.87897
SLE 28.990957
SLL 24687.302663
SOS 674.011798
SRD 44.391165
STD 24367.648971
STN 24.496794
SVC 10.31865
SYP 130.205456
SZL 19.323471
THB 37.700592
TJS 11.120745
TMT 4.126422
TND 3.422652
TOP 2.834646
TRY 52.775238
TTD 8.009952
TWD 37.061709
TZS 3060.299527
UAH 51.917706
UGX 4367.428475
USD 1.177296
UYU 46.913861
UZS 14311.127236
VES 564.698282
VND 31004.088534
VUV 138.303874
WST 3.196656
XAF 655.871172
XAG 0.014569
XAU 0.000243
XCD 3.181702
XCG 2.125422
XDR 0.815693
XOF 655.871172
XPF 119.331742
YER 280.907036
ZAR 19.209
ZMK 10597.080419
ZMW 22.436064
ZWL 379.088812
  • DAX

    547.7700

    24702.24

    +2.22%

  • Euro STOXX 50

    124.4300

    6057.71

    +2.05%

  • TecDAX

    112.4600

    3765.52

    +2.99%

  • MDAX

    1013.7500

    31952.1

    +3.17%

  • Goldpreis

    71.3000

    4879.6

    +1.46%

  • SDAX

    290.5200

    18268.79

    +1.59%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1767

    -0.14%

Kabinett beschließt Haushalt 2022 trotz großer Unwägbarkeiten
Kabinett beschließt Haushalt 2022 trotz großer Unwägbarkeiten

Kabinett beschließt Haushalt 2022 trotz großer Unwägbarkeiten

Es ist ein Haushaltsentwurf mit kurzer Haltbarkeit: Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Budgetplan für 2022 gebilligt. Vorgesehen ist eine Neuverschuldung von 99,7 Milliarden Euro - allerdings dürfte sie noch deutlich steigen, denn das Finanzministerium plant schon Ergänzungen wegen der Auswirkungen des Ukraine-Kriegs. Beschlossen wurde auch die Errichtung des Sondervermögens Bundeswehr. Dafür sollen weitere 100 Milliarden Euro an Krediten aufgenommen werden.

Textgröße:

Seit Jahresbeginn befindet sich der Bund in der vorläufigen Haushaltsführung, denn der Budgetentwurf der vorherigen Bundesregierung für 2022 wurde nie Gesetz. Dennoch hält sich Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) an die darin vorgesehene Neuverschuldung von knapp 100 Milliarden Euro - zumindest jetzt noch.

Er wolle "baldmöglichst" einen Ergänzungshaushalt vorlegen, um auf die Folgen des Ukraine-Kriegs zu reagieren, bekräftigte Lindner am Mittwoch. Dadurch würden weitere Ausgaben auf den Bund zukommen. Konkret nannte Lindner mögliche "Stützungsmaßnahmen für die Wirtschaft", weitere Entlastungen wegen der hohen Energiepreise, die Kosten für die Versorgung von Kriegsflüchtlingen in Deutschland sowie humanitäre Hilfe in der Ukraine und deren Nachbarländern. Auf eine Größenordnung wollte er sich noch nicht festlegen.

Bereits am Mittwoch beschlossen wurden steuerliche Entlastungen vor allem für kleinere und mittlere Einkommensgruppen. Vorgesehen sind Anhebungen des Arbeitnehmerpauschbetrags und des Grundfreibetrags sowie eine Steigerung der Pendlerpauschale.

Verabschiedet wurden im Kabinett außerdem die Eckpunkte für den Haushalt 2023 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2026. Trotz aller Zusatzausgaben und Unwägbarkeiten soll demnach ab nächstem Jahr die Schuldenbremse wieder eingehalten werden Entsprechend drastisch soll die Neuverschuldung 2023 sinken, nämlich auf 7,5 Milliarden Euro. Der Grünen-Haushaltsexperte Sven-Christian Kindler bezeichnete das Einhalten der Schuldenbremse 2023 erneut als "gewagte Prognose".

Aus der Unionsfraktion kam scharfe Kritik an Lindner. "Der Haushalt ist geschönt und auf Sand gebaut. Einem ehrlichen Realitätscheck hält er nicht stand", erklärte Chefhaushälter Christian Haase (CDU) in Berlin. Sowohl die Neuverschuldung für 2022 als auch die Werte für die Jahre ab 2023 seien "letztlich nur reines Marketing". CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte der Nachrichtenagentur AFP, in Lindners Planung fehlten nicht nur "Milliardenkosten infolge des Ukraine-Kriegs", auch die Steuereinnahmen seien "zu hoch angesetzt".

Das Kabinett beschloss auch die Errichtung des Sondervermögens Bundeswehr. Dazu soll das Grundgesetz geändert werden. Das Sondervermögen soll ein Volumen von 100 Milliarden Euro haben, das über mehrere Jahre genutzt werden kann. Es steht außerhalb der normalen Haushaltsgesetzgebung, so dass die nötigen umfangreichen Kreditaufnahmen nicht auf die Schuldenbremse angerechnet werden.

Das Verteidigungsministerium reagierte erfreut auf den Beschluss zum Sondervermögen und die Tatsache, dass sein Etat dieses Jahr den Rekordwert von 50,3 Milliarden Euro erreichen soll. Es gelte angesichts der Weltlage, "die Kürzungen, die Mangelverwaltung und das Sparen vieler Jahre umzukehren und die Bundeswehr zeitgemäß aufzustellen".

Kritik kam von Greenpeace. "Gemeinsam mit einem dysfunktionalen Beschaffungswesen garantiert das Sondervermögen nur eines: Gewaltige Aufträge für die Rüstungsindustrie", erklärte der Abrüstungsexperte der Organisation, Alexander Kurz. Die Bundesregierung solle stattdessen "tatsächliche Friedensinvestitionen für nachhaltigen Frieden in Europa vorantreiben". Dazu gehöre der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien, um "die Unabhängigkeit von fossilen Kriegstreibern" zu gewährleisten.

O.Meier--NZN