Zürcher Nachrichten - Westen knüpft bei Treffen mit Taliban in Oslo Hilfen an Menschenrechte

EUR -
AED 4.169986
AFN 72.100737
ALL 94.391098
AMD 417.77146
ANG 2.032937
AOA 1041.786236
ARS 1679.663048
AUD 1.646912
AWG 2.045254
AZN 1.926735
BAM 1.958195
BBD 2.286697
BDT 139.653864
BGN 1.919933
BHD 0.428237
BIF 3389.149222
BMD 1.135464
BND 1.474949
BOB 7.845837
BRL 5.914406
BSD 1.135389
BTN 107.442235
BWP 15.533338
BYN 3.199813
BYR 22255.086817
BZD 2.283463
CAD 1.61698
CDF 2576.367024
CHF 0.922793
CLF 0.026505
CLP 1043.17317
CNY 7.710363
CNH 7.736084
COP 3911.024933
CRC 516.84801
CUC 1.135464
CUP 30.089786
CVE 110.392713
CZK 24.231246
DJF 201.795215
DKK 7.476335
DOP 66.553443
DZD 151.588929
EGP 56.33296
ERN 17.031954
ETB 180.141168
FJD 2.54821
FKP 0.860905
GBP 0.862572
GEL 2.998038
GGP 0.860905
GHS 12.716944
GIP 0.860905
GMD 82.319575
GNF 9948.385397
GTQ 8.660591
GYD 237.496721
HKD 8.900877
HNL 30.339263
HRK 7.535614
HTG 148.45613
HUF 355.896878
IDR 20466.163894
ILS 3.392653
IMP 0.860905
INR 107.234262
IQD 1487.457333
IRR 1561319.240986
ISK 144.215003
JEP 0.860905
JMD 178.822628
JOD 0.805079
JPY 183.648184
KES 147.076334
KGS 99.295871
KHR 4561.719358
KMF 492.791461
KPW 1021.917649
KRW 1755.996953
KWD 0.351415
KYD 0.946178
KZT 552.542763
LAK 25054.004953
LBP 101680.766264
LKR 383.038436
LRD 206.938611
LSL 18.83747
LTL 3.352729
LVL 0.68683
LYD 7.272605
MAD 10.690957
MDL 20.108034
MGA 4797.333658
MKD 61.63027
MMK 2383.951162
MNT 4065.035148
MOP 9.170116
MRU 45.498454
MUR 54.740689
MVR 17.54292
MWK 1972.300769
MXN 20.014925
MYR 4.697432
MZN 72.567796
NAD 18.837011
NGN 1560.236095
NIO 41.569315
NOK 11.191907
NPR 171.903229
NZD 2.012535
OMR 0.436591
PAB 1.135424
PEN 3.885514
PGK 4.977021
PHP 69.762949
PKR 315.715125
PLN 4.285671
PYG 6925.591626
QAR 4.138741
RON 5.215294
RSD 117.396712
RUB 85.049257
RWF 1664.589657
SAR 4.248073
SBD 9.142699
SCR 15.685497
SDG 681.27782
SEK 11.077447
SGD 1.473503
SHP 0.847738
SLE 28.160419
SLL 23810.108396
SOS 648.912077
SRD 42.534885
STD 23501.804299
STN 24.611174
SVC 9.934368
SYP 125.505175
SZL 18.837622
THB 37.978423
TJS 10.542125
TMT 3.974123
TND 3.335424
TOP 2.733924
TRY 52.815974
TTD 7.698652
TWD 36.133746
TZS 2975.48579
UAH 50.964774
UGX 4189.12308
USD 1.135464
UYU 45.32623
UZS 13642.594942
VES 704.842427
VND 29902.434251
VUV 134.891297
WST 3.135744
XAF 656.780453
XAG 0.019704
XAU 0.000283
XCD 3.068647
XCG 2.046266
XDR 0.814089
XOF 650.62094
XPF 119.331742
YER 270.950018
ZAR 18.822155
ZMK 10220.529277
ZMW 20.465659
ZWL 365.61882
  • EUR/USD

    0.0007

    1.1368

    +0.06%

  • Euro STOXX 50

    -15.8500

    6214.7

    -0.26%

  • DAX

    -153.2200

    24740.36

    -0.62%

  • Goldpreis

    -11.9000

    3996.9

    -0.3%

  • SDAX

    -193.2900

    17963.71

    -1.08%

  • MDAX

    -209.8500

    31919.25

    -0.66%

  • TecDAX

    -20.8400

    3883.02

    -0.54%

Westen knüpft bei Treffen mit Taliban in Oslo Hilfen an Menschenrechte
Westen knüpft bei Treffen mit Taliban in Oslo Hilfen an Menschenrechte

Westen knüpft bei Treffen mit Taliban in Oslo Hilfen an Menschenrechte

Bei den umstrittenen Gesprächen mit den radikalislamischen Taliban in Oslo hat der Westen laut eigenen Angaben deutlich gemacht, dass die Wiederaufnahme der Hilfe für Afghanistan an die Einhaltung der Menschenrechte geknüpft ist. "Ich habe auch die Notwendigkeit betont, dass die Grund- und Sekundarschulen im ganzen Land für Jungen und Mädchen geöffnet werden müssen, wenn das Schuljahr im März beginnt", erklärte der EU-Sondergesandte für Afghanistan, Tomas Niklasson, am Dienstagabend nach dem Ende der dreitägigen Gespräche auf Twitter.

Textgröße:

Zuvor hatte ein Sprechers des Außenministeriums der international nicht anerkannten afghanischen Regierung auf Twitter die angebliche Zusage der EU begrüßt, "ihre humanitäre Hilfe für Afghanistan fortzusetzen". Die Taliban-Delegation reiste am Dienstagabend ohne Abschlusserklärung ab.

Die Gespräche in Oslo hatten am Sonntag begonnen. Zum Auftakt trafen die Taliban Vertreterinnen und Vertreter der afghanischen Zivilgesellschaft, am Montag und Dienstag westliche Diplomaten, darunter solche aus Frankreich, Großbritannien und von Gastgeber Norwegen. Ein Treffen mit US-Diplomaten wurde nicht bestätigt. Es war die erste Begegnung zwischen westlichen Vertretern und Taliban auf europäischem Boden seit der Rückkehr der Taliban an die Macht im August vergangenen Jahres.

Den Taliban ging es dabei sowohl um internationale Anerkennung als auch um finanzielle Hilfe. International hagelte es jedoch Kritik an Gastgeberland Norwegen, das die Taliban-Delegation extra mit einem gecharterten Jet hatte einfliegen lassen.

Bei den Vereinten Nationen in New York erklärte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Störe, die Gespräche seien "ernsthaft" und "aufrichtig" gewesen. "Wir haben deutlich gemacht, dass wir wollen, dass die Mädchen im März wieder zur Schule gehen, auch die über 12-Jährigen", bekräftigte er. Der Westen wolle zudem "humanitären Zugang" zu den Hilfsbedürftigen in Afghanistan.

Der norwegische Regierungschef sagte, er wisse, dass viele über das Treffen in Oslo beunruhigt seien, aber es sei ein erster Schritt, um eine "humanitäre Katastrophe" zu vermeiden. "Die Alternative, Afghanistan mit einer Million Kindern der Gefahr des Verhungerns auszusetzen, ist keine Option. Wir müssen uns mit der Welt auseinandersetzen, wie sie ist."

Die humanitäre Krise in Afghanistan hat sich seit der Machtübernahme der Taliban drastisch verschärft. Nach Angaben der Vereinten Nationen leiden rund 55 Prozent der Afghanen Hunger.

Angesichts der Krise hatte der UN-Sicherheitsrat im Dezember die Ermöglichung humanitärer Hilfen für Afghanistan beschlossen. Allerdings soll die Hilfe nicht direkt in die Hände der Islamisten geraten.

Einer der Streitpunkte ist, dass der Westen nach wie vor Gelder der afghanischen Regierung in Milliardenhöhe zurückhält und die Taliban mit Sanktionen belegt hat. Westliche Hilfsorganisationen forderten nun eine teilweise Aufhebung der Beschränkungen.

"Wir können keine Leben retten, wenn die Sanktionen nicht aufgehoben werden", sagte Jan Egeland, Leiter des norwegischen Flüchtlingsrats, am Dienstag vor einem Treffen zwischen Nichtregierungsorganisationen und den Taliban der Nachrichtenagentur AFP. Das Einfrieren der Hilfen "bestraft die gleichen Zivilisten, für deren Verteidigung die NATO-Staaten bis August Hunderte Milliarden ausgegeben haben", argumentierte er weiter.

Der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Mogge, sagte dem Nachrichtenportal "The Pioneer" am Mittwoch: "Die Sanktionen sind für unsere Arbeit ein großes Problem." Für viele Hilfsorganisationen sei es "extrem schwierig bis unmöglich, Geldmittel in das Land zu bekommen, um überlebensnotwendige Güter zu beschaffen". Es gebe kaum eine Bank, die Geld nach Afghanistan überweisen kann oder will. Mogge forderte die Bundesregierung auf, sich für eine Lockerung der internationalen Sanktionen einzusetzen.

O.Pereira--NZN