Zürcher Nachrichten - EU-Staaten bei systematischem Umgang mit Flüchtlingen weiterhin uneins

EUR -
AED 4.254819
AFN 72.989161
ALL 95.74653
AMD 437.461152
ANG 2.073513
AOA 1062.400639
ARS 1630.618225
AUD 1.658392
AWG 2.088306
AZN 1.972508
BAM 1.951313
BBD 2.333114
BDT 141.676883
BGN 1.908898
BHD 0.437174
BIF 3437.617328
BMD 1.158561
BND 1.479322
BOB 8.004318
BRL 6.097338
BSD 1.158376
BTN 106.222786
BWP 15.584626
BYN 3.402999
BYR 22707.79447
BZD 2.329832
CAD 1.58735
CDF 2618.348004
CHF 0.906423
CLF 0.026582
CLP 1049.610008
CNY 7.991172
CNH 8.013963
COP 4392.150875
CRC 546.018534
CUC 1.158561
CUP 30.701865
CVE 110.006348
CZK 24.395007
DJF 205.899554
DKK 7.47083
DOP 68.898004
DZD 151.649865
EGP 58.043556
ERN 17.378414
ETB 179.679831
FJD 2.568991
FKP 0.866736
GBP 0.869265
GEL 3.133925
GGP 0.866736
GHS 12.488851
GIP 0.866736
GMD 85.154839
GNF 10158.115807
GTQ 8.885453
GYD 242.364327
HKD 9.056465
HNL 30.663095
HRK 7.533432
HTG 151.882887
HUF 388.604087
IDR 19627.991917
ILS 3.568448
IMP 0.866736
INR 106.352651
IQD 1517.531915
IRR 1528225.878505
ISK 144.692727
JEP 0.866736
JMD 181.083607
JOD 0.821443
JPY 182.720696
KES 149.732406
KGS 101.30851
KHR 4649.108946
KMF 491.22972
KPW 1042.674676
KRW 1725.920406
KWD 0.356466
KYD 0.965347
KZT 570.30661
LAK 24811.091418
LBP 103737.778137
LKR 360.167149
LRD 211.416558
LSL 19.11326
LTL 3.420929
LVL 0.700802
LYD 7.384021
MAD 10.760353
MDL 20.035238
MGA 4786.765811
MKD 61.625742
MMK 2432.852647
MNT 4133.917106
MOP 9.332518
MRU 46.255243
MUR 54.822822
MVR 17.911651
MWK 2008.711708
MXN 20.499786
MYR 4.568216
MZN 74.03786
NAD 19.114001
NGN 1605.950339
NIO 42.631419
NOK 11.239429
NPR 169.956657
NZD 1.970394
OMR 0.445445
PAB 1.158396
PEN 3.952161
PGK 4.989269
PHP 68.176094
PKR 323.731303
PLN 4.277118
PYG 7585.459375
QAR 4.224686
RON 5.090709
RSD 117.394691
RUB 91.152908
RWF 1693.048459
SAR 4.34818
SBD 9.328339
SCR 17.233244
SDG 696.878825
SEK 10.720008
SGD 1.486393
SHP 0.869221
SLE 28.405908
SLL 24294.442928
SOS 660.880336
SRD 43.697409
STD 23979.872381
STN 24.44253
SVC 10.136167
SYP 128.073607
SZL 19.120044
THB 36.808636
TJS 11.109371
TMT 4.066549
TND 3.394794
TOP 2.789537
TRY 50.974289
TTD 7.836608
TWD 37.026215
TZS 2969.274695
UAH 50.758754
UGX 4263.141906
USD 1.158561
UYU 45.463105
UZS 14100.845494
VES 492.552922
VND 30371.675103
VUV 138.384487
WST 3.156838
XAF 654.426757
XAG 0.014149
XAU 0.000229
XCD 3.131069
XCG 2.087791
XDR 0.812857
XOF 654.418304
XPF 119.331742
YER 276.431898
ZAR 19.349914
ZMK 10428.434574
ZMW 22.299952
ZWL 373.056151
  • Euro STOXX 50

    -88.0300

    5782.89

    -1.52%

  • DAX

    -389.6100

    23815.75

    -1.64%

  • SDAX

    -256.8100

    17299.2

    -1.48%

  • Goldpreis

    -45.5000

    5089.2

    -0.89%

  • MDAX

    -668.3200

    29688.96

    -2.25%

  • TecDAX

    -54.7600

    3663.37

    -1.49%

  • EUR/USD

    -0.0028

    1.1609

    -0.24%

EU-Staaten bei systematischem Umgang mit Flüchtlingen weiterhin uneins
EU-Staaten bei systematischem Umgang mit Flüchtlingen weiterhin uneins

EU-Staaten bei systematischem Umgang mit Flüchtlingen weiterhin uneins

Beim Umgang mit Flüchtlingen in der EU herrscht unter den Mitgliedstaaten auch angesichts des Krieges in der Ukraine weiter Uneinigkeit. EU-Innenkommissarin Ylva Johansson sah bei einem Treffen der Innenminister am Montag in Brüssel zwar "starke" Unterstützung für einen Kommissionsvorschlag für eine bessere Koordinierung. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) beklagte jedoch eine fehlende "Verbindlichkeit" bei der Verteilung von Schutzsuchenden auf die 27 EU-Länder.

Textgröße:

Die EU-Kommission schlug vor, die freiwillige Aufnahme von ukrainischen Flüchtlingen in den 27 Mitgliedstaaten mit Hilfe eines "Index" zu unterstützen, der die aktuelle Belastung der einzelnen Staaten bewertet. Dafür herangezogen werden sollen die Zahl der bereits aufgenommene Ukraine-Flüchtlinge, die Zahl der Asylsuchenden aller Nationalitäten im vergangenen Jahr und die Einwohnerzahl des jeweiligen Landes.

Nach diesen Berechnungen am stärksten belastet ist nach Angaben der Kommission derzeit Polen, gefolgt von Österreich und Tschechien. Deutschland steht laut Bundesinnenministerin Faeser an achter Stelle.

"Ich finde diesen Index eigentlich gut", sagte Faeser nach dem Treffen in den ARD-"Tagesthemen". Aber sie habe im Voraus gefordert, dass dieser Index auch "verbindlich angewandt" wird.

Ein "verbindlich angewandter" Index käme allerdings einem festen Verteilungsschlüssel, einer Art "Quote" pro Mitgliedstaat gleich - und der Begriff "Quote" sollte bei dem Sondertreffen zum Ukraine-Krieg bewusst vermieden werden. "Wir arbeiten nicht an irgendwelchen Quoten oder irgendeiner Verteilung von Migranten", hatte Innenkommissarin Johansson vor dem Treffen angekündigt.

Seit der Flüchtlingskrise ab 2015 konnten sich die Mitgliedstaaten nicht auf einen festen Verteilschlüssel einigen. Besonders Länder wie Polen und Ungarn wehrten sich dagegen, während Länder wie Griechenland und Italien, in denen seit Jahren viele Flüchtlinge ankommen, auf eine entsprechende Reform der EU-Asylregeln drangen. Auch Länder wie Deutschland und die nordischen Länder sind daran interessiert, weil sie bislang einen Großteil der Flüchtlinge aufnahmen.

Schweden hat nun bereits klar gemacht, dass es nicht erneut zu einem der wichtigsten Aufnahmeländer für Kriegsflüchtlinge werden will. 2015 könne sich nicht wiederholen, sagte Ministerpräsidentin Magdalena Andersson nach einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Berlin. Ihr Land könne nicht noch einmal überdurchschnittlich viele Flüchtlinge aufnehmen.

Auch Scholz pochte auf mehr "Solidarität" innerhalb der EU. Die Nachbarländer der Ukraine und besonders Polen hätten bislang viele Menschen aufgenommen. Und auch Deutschland sei "wie immer" dazu bereit. Aber im Geiste der auf EU-Ebene vereinbarten Solidarität müssten "auch andere Länder einen Anteil der Flüchtlinge mitaufnehmen".

Der nun von den Innenministern gebilligte Zehn-Punkte-Plan der EU-Kommission sieht neben der Einführung des besagten Indexes noch ein EU-weites Registriersystem für ukrainische Kriegsflüchtlinge vor. Anfang März hatten sich die EU-Innenministerinnen und -minister auf einen gemeinsamen Schutzstatus für Flüchtlinge aus der Ukraine geeinigt. Sie können damit auch ohne Asylantrag für bis zu drei Jahre in der EU bleiben.

Die Kommission schlug außerdem finanzielle Unterstützung von 17 Milliarden Euro für die am meisten betroffenen EU-Länder vor. Die Gelder sollen teilweise aus bisher ungenutzten Fonds aus dem vorherigen mehrjährigen Finanzrahmen der EU kommen.

Allein in Polen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR bislang mindestens 2,3 Millionen Menschen aus der Ukraine angekommen. In Deutschland wurden nach Angaben des Bundesinnenministeriums bis Montag gut 272.000 Ukraine-Flüchtlinge registriert. Bislang arbeitet Deutschland eng mit Polen und Frankreich für eine Verteilung der ukrainischen Flüchtlinge zusammen. Nun sollen laut Faeser auch Spanien und andere Länder für eine koordinierte Weiterverteilung dazu kommen.

Ch.Siegenthaler--NZN