Zürcher Nachrichten - Widerstand im EU-Parlament gegen Einstufung von Atomenergie und Gas als "grün"

EUR -
AED 4.238611
AFN 75.611352
ALL 93.114312
AMD 422.436263
AOA 1058.353508
ARS 1729.398441
AUD 1.635917
AWG 2.077466
AZN 1.944872
BAM 1.955042
BBD 2.326508
BDT 142.72468
BHD 0.435644
BIF 3450.337384
BMD 1.154148
BND 1.478159
BOB 13.745672
BRL 5.895379
BSD 1.155057
BTN 110.020543
BWP 15.561373
BYN 3.434084
BYR 22621.293968
BZD 2.32311
CAD 1.608166
CDF 2620.493188
CHF 0.935275
CLF 0.026837
CLP 1056.241645
CNY 7.787723
CNH 7.785528
COP 3619.199288
CRC 524.41264
CUC 1.154148
CUP 30.584913
CVE 110.222278
CZK 24.256433
DJF 205.690274
DKK 7.475644
DOP 67.345939
DZD 153.23383
EGP 57.557225
ERN 17.312215
ETB 186.781767
FJD 2.5524
FKP 0.856091
GBP 0.854467
GEL 3.011989
GGP 0.856091
GHS 13.560744
GIP 0.856091
GMD 84.829109
GNF 10144.19994
GTQ 8.813431
GYD 241.906237
HKD 9.0555
HNL 30.962938
HRK 7.535435
HTG 151.03473
HUF 364.744172
IDR 20563.448705
ILS 3.460308
IMP 0.856091
INR 110.076774
IQD 1513.213477
IRR 1586635.629843
ISK 142.202794
JEP 0.856091
JMD 183.44446
JOD 0.818233
JPY 183.783585
KES 149.311712
KGS 100.929934
KHR 4683.286199
KMF 491.666793
KRW 1633.315462
KWD 0.356689
KYD 0.962627
KZT 538.521269
LAK 26086.8887
LBP 103438.75517
LKR 387.129948
LRD 208.481967
LSL 18.689956
LTL 3.407898
LVL 0.698133
LYD 7.361147
MAD 10.771525
MDL 20.075306
MGA 4947.211051
MKD 61.501162
MMK 2423.190229
MNT 4148.299243
MOP 9.334382
MRU 46.331447
MUR 54.256349
MVR 17.831569
MWK 2002.975709
MXN 19.78382
MYR 4.725106
MZN 73.755792
NAD 18.689956
NGN 1572.041246
NIO 42.504446
NOK 10.956381
NPR 176.044104
NZD 1.96148
OMR 0.443769
PAB 1.155052
PEN 3.901688
PGK 5.107109
PHP 70.526508
PKR 320.683192
PLN 4.303589
PYG 6875.364888
QAR 4.210768
RON 5.243987
RSD 117.397594
RUB 95.218856
RWF 1696.893742
SAR 4.322579
SBD 9.309005
SCR 15.952041
SDG 693.063099
SEK 10.955397
SGD 1.477673
SLE 28.394687
SOS 660.16414
SRD 43.569652
STD 23888.526169
STN 24.490932
SVC 10.107082
SZL 18.686838
THB 38.134174
TJS 10.666896
TMT 4.051058
TND 3.385988
TRY 55.091853
TTD 7.834963
TWD 37.214572
TZS 3058.488994
UAH 51.815763
UGX 4302.332412
USD 1.154148
UYU 46.531763
UZS 13782.65783
VES 872.261394
VND 30150.376172
VUV 137.766464
WST 3.155113
XAF 655.719887
XAG 0.017562
XAU 0.000262
XCD 3.119141
XCG 2.081793
XDR 0.815505
XOF 655.705689
XPF 119.331742
YER 275.123421
ZAR 18.692002
ZMK 10388.698743
ZMW 21.605719
ZWL 371.635073
  • Goldpreis

    54.0000

    4473.7

    +1.21%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1547

    +0.01%

  • Euro STOXX 50

    11.7600

    6535.62

    +0.18%

  • SDAX

    -119.0900

    18540.54

    -0.64%

  • TecDAX

    -1.3600

    4067.42

    -0.03%

  • DAX

    4.4300

    26323.88

    +0.02%

  • MDAX

    -156.0600

    32251.14

    -0.48%

Widerstand im EU-Parlament gegen Einstufung von Atomenergie und Gas als "grün"
Widerstand im EU-Parlament gegen Einstufung von Atomenergie und Gas als "grün" / Foto: Frederick FLORIN - AFP

Widerstand im EU-Parlament gegen Einstufung von Atomenergie und Gas als "grün"

Die Pläne der EU-Kommission zur Einstufung von Atomenergie und Gas als nachhaltig stoßen im Europaparlament auf Widerstand. Die federführenden Ausschüsse für Umwelt und Wirtschaft stimmten am Dienstag in Brüssel gegen die Aufnahme beider Energieformen in die sogenannte grüne Taxonomie. Europaabgeordnete der Grünen werteten dies als "herbe Niederlage" für EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Textgröße:

Von der Leyens Behörde hatte Anfang Februar vorgeschlagen, neben Wind oder Sonne auch Atomenergie und fossiles Erdgas in eine Liste nachhaltiger Energiequellen aufzunehmen. Damit sollen milliardenschwere Investitionen angekurbelt werden. Mit Hilfe der Taxonomie-Verordnung will die EU ihre Klimapläne namens Green Deal umsetzen und bis 2050 klimaneutral werden.

In den Parlamentsausschüssen für Umwelt und Wirtschaft fiel der Vorschlag aber durch: In der gemeinsamen Abstimmung votierten 76 Europaabgeordnete dagegen, 62 waren dafür, es gab vier Enthaltungen. Die Energieexpertin der Grünen im Europaparlament, Jutta Paulus, sprach von einem "klaren Signal, das Greenwashing von Atomkraft und Gas zu stoppen".

Der Stimmungstest in den Ausschüssen erfolgte rund drei Wochen vor der entscheidenden Abstimmung im Plenum des Europaparlaments. Dort wäre eine absolute Mehrheit von 353 der 705 Abgeordneten nötig, um den Kommissionsplan zu stoppen.

Der WWF Deutschland rief die Volksvertretung auf, dem Richtungsvotum zu folgen. Milliarden-Investitionen in Atom und Erdgas könnten "die nachhaltige Transformation ausbremsen und die Energieabhängigkeit der EU weiter zementieren", warnte WWF-Experte Matthias Kopp.

Greenpeace erklärte, die Abgeordneten hätten sich geweigert, "Putins Kriegsmaschine mit noch mehr Geld zu füttern". Die Umweltschutzorganisation kritisiert, dass Russland ungeachtet des Ukraine-Kriegs weiter Erdgas an eine Reihe von EU-Länder liefert.

Unterdessen gab der russische Energiekonzern Gazprom bekannt, die Lieferungen über die Ostsee-Pipeline Nord Stream nach Deutschland um gut 40 Prozent zu drosseln.

In der Berliner Ampel-Koalition treten vor allem die Grünen gegen ein Nachhaltigkeitssiegel für die Atomkraft ein. Die Einstufung von Gas als Übergangsenergie befürwortet die Bundesregierung dagegen.

Der deutsche Verband kommunaler Unternehmen (VKU) nannte Erdgas eine wichtige "Brücke" zum Erreichen der Klimaziele. Der Kommissionsvorschlag sei deshalb "unverzichtbar für die schnelle und erfolgreiche Reduzierung von CO2-Emissionen", erklärte Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing in Berlin.

Auch die EU-Mitgliedstaaten müssen sich mit der Vorlage befassen. Hier sind die Hürden ebenfalls hoch, um das geplante Inkrafttreten des Kommissionsvorschlags Anfang 2023 zu verhindern. Dafür müssten 20 der 27 EU-Länder dagegen stimmen, die 65 Prozent der Gesamtbevölkerung umfassen. Das gilt als unwahrscheinlich. Ein Bündnis um Frankreich hatte sich für die Einstufung der Atomkraft als nachhaltig eingesetzt.

O.Krasniqi--NZN