Zürcher Nachrichten - Präsident Selenskyj besucht erstmals Frontlinie in der Südukraine

EUR -
AED 4.285243
AFN 76.426903
ALL 92.371621
AMD 425.687405
ANG 2.0884
AOA 1071.16406
ARS 1761.323046
AUD 1.632169
AWG 2.094488
AZN 1.97687
BAM 1.955734
BBD 2.349331
BDT 143.235148
BGN 1.979397
BHD 0.439808
BIF 3478.961051
BMD 1.166845
BND 1.482326
BOB 13.419603
BRL 6.019292
BSD 1.16642
BTN 111.621697
BWP 15.629274
BYN 3.495221
BYR 22870.171343
BZD 2.345931
CAD 1.617283
CDF 2657.486069
CHF 0.936625
CLF 0.027086
CLP 1066.026757
CNY 7.843711
CNH 7.843069
COP 3569.065265
CRC 528.509275
CUC 1.166845
CUP 30.921405
CVE 110.261738
CZK 24.094422
DJF 207.704745
DKK 7.475326
DOP 68.601204
DZD 155.233653
EGP 59.198037
ERN 17.502682
ETB 190.539944
FJD 2.5862
FKP 0.856109
GBP 0.855187
GEL 3.039628
GGP 0.856109
GHS 12.976616
GIP 0.856109
GMD 86.34689
GNF 10249.179861
GTQ 8.900737
GYD 244.03278
HKD 9.146073
HNL 31.283549
HRK 7.535253
HTG 152.595485
HUF 362.354545
IDR 20655.498629
ILS 3.495729
IMP 0.856109
INR 111.462506
IQD 1528.05479
IRR 1603916.621553
ISK 140.989826
JEP 0.856109
JMD 184.535331
JOD 0.82732
JPY 185.877315
KES 150.990594
KGS 102.040725
KHR 4720.860325
KMF 493.575393
KPW 1050.161272
KRW 1615.50954
KWD 0.360182
KYD 0.971975
KZT 533.616499
LAK 26205.22467
LBP 104462.323694
LKR 383.658649
LRD 211.703736
LSL 18.694747
LTL 3.445391
LVL 0.705813
LYD 7.387813
MAD 10.81938
MDL 20.155576
MGA 5022.088131
MKD 61.522916
MMK 2450.108021
MNT 4196.603383
MOP 9.414421
MRU 46.70082
MUR 54.573323
MVR 18.039518
MWK 2022.635495
MXN 19.769443
MYR 4.717093
MZN 74.567247
NAD 18.694827
NGN 1572.184484
NIO 42.928546
NOK 10.894562
NPR 178.59242
NZD 1.958924
OMR 0.448646
PAB 1.166365
PEN 3.916067
PGK 5.248777
PHP 72.00488
PKR 323.66288
PLN 4.303886
PYG 7010.09298
QAR 4.251974
RON 5.253604
RSD 117.377658
RUB 98.569705
RWF 1719.2565
SAR 4.377877
SBD 9.357372
SCR 15.99257
SDG 701.853607
SEK 11.086963
SGD 1.482313
SHP 0.864476
SLE 28.762561
SLL 24468.165322
SOS 666.583134
SRD 44.073502
STD 24151.345516
STN 24.49896
SVC 10.205742
SYP 15171.324778
SZL 18.689328
THB 38.201373
TJS 10.777581
TMT 4.095628
TND 3.3964
TOP 2.809484
TRY 56.124449
TTD 7.9188
TWD 37.163097
TZS 3092.138135
UAH 52.175416
UGX 4344.871449
USD 1.166845
UYU 46.748617
UZS 13786.592098
VES 914.436322
VND 30468.085665
VUV 138.039443
WST 3.169086
XAF 655.940404
XAG 0.017213
XAU 0.000252
XCD 3.153458
XCG 2.102147
XDR 0.82502
XOF 655.940404
XPF 119.331742
YER 276.655273
ZAR 18.674534
ZMK 10503.006917
ZMW 22.133294
ZWL 375.723767
  • Euro STOXX 50

    37.8400

    6485.82

    +0.58%

  • DAX

    221.8300

    26328.43

    +0.84%

  • TecDAX

    19.0500

    4068.28

    +0.47%

  • MDAX

    348.2900

    32379.84

    +1.08%

  • SDAX

    224.2600

    18661.64

    +1.2%

  • Goldpreis

    -3.5000

    4694.3

    -0.07%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1666

    -0.01%

Präsident Selenskyj besucht erstmals Frontlinie in der Südukraine
Präsident Selenskyj besucht erstmals Frontlinie in der Südukraine / Foto: Handout - UKRAINE PRESIDENCY/AFP

Präsident Selenskyj besucht erstmals Frontlinie in der Südukraine

Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Frontlinie in der Südukraine besucht. Auf einem offiziellen Video ist zu sehen, wie Selenskyj am Samstag ein schwer beschädigtes Gebäude der Regionaladministration in Mykolajiw inspiziert. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) kündigte derweil an, sich beim EU-Gipfel in der kommenden Woche für eine klare Beitrittsperspektive der Ukraine einsetzen zu wollen.

Textgröße:

Mykolajiw ist ein wichtiges militärisches Ziel der russischen Truppen. Die Einnahme der Stadt würden den Weg nach Odessa, der wichtigsten ukrainischen Hafenstadt, freimachen. Mykolajiw liegt zudem unweit der Region Cherson, die gänzlich unter Kontrolle der russischen Truppen steht.

Nach Angaben des Präsidialbüros besuchte Selenskyj weitere ukrainische Stellungen in der Region sowie in der benachbarten Region Odessa. "Ich möchte Ihnen im Namen des ukrainischen Volkes, im Namen unseres Staates, für Ihre großartige Arbeit, für Ihren heroischen Dienst danken", sagte er zu Soldaten.

Derweil gingen die Kämpfe im ostukrainischen Donbass unvermindert weiter. Die pro-russischen Separatisten in Donezk meldeten fünf tote und zwölf verletzte Zivilisten durch ukrainischen Artilleriebeschuss. Donezk ist der Hauptort der selbsternannten Republik Donezk.

"Seit dem Morgen zielen massive feindliche Bombardements auf die Hauptstadt der Volksrepublik", erklärte das Militär der Separatisten. Am Samstag seien mehr als 200 Artilleriegeschosse niedergegangen. Russische Nachrichtenagenturen berichteten, ein Kino und ein Café im Stadtzentrum seien getroffen worden.

Die Schlacht um die strategisch wichtige Stadt Sjewjerodonezk wird nach ukrainischen Angaben mittlerweile zunehmend in den umliegenden Dörfern ausgetragen. "Unsere Verteidiger kämpfen in allen Richtungen gegen die Russen", erklärte der Regionalgouverneur von Luhansk, Serhij Hajdaj.

Nach seinen Angaben steht das Stadtgebiet von Sjewjerodonezk weiterhin nicht unter vollständiger russischer Kontrolle. Für die Menschen im benachbarten Lyssytschansk werde die Lage unterdessen immer gefährlicher: Da es den russischen Truppen nicht gelinge vorzurücken, "beschießen sie die Stadt einfach aus der Luft", erklärte Hajdaj.

Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (Ocha) hatte am Freitag mitgeteilt, Sjewjerodonezk habe kaum noch Zugang zu sauberem Wasser, Nahrungsmitteln und Strom. Die humanitäre Lage in vielen Teilen der Ostukraine sei "extrem alarmierend".

Bundeskanzler Scholz würdigte die Ukrainer als Kämpfer "für Freiheit und Demokratie". Neben Solidarität sei es nun an der Zeit, der Ukraine eine klare europäische Perspektive zu bieten. Daher werde er versuchen, im Europäischen Rat am kommenden Donnerstag Einstimmigkeit in Bezug auf den Status der Ukraine als Beitrittskandidat zu erreichen.

Die EU-Kommission hatte sich am Freitag offiziell dafür ausgesprochen, der Ukraine diesen Status einzuräumen. Die 27 EU-Staaten müssen dies nun einstimmig billigen.

Selenskyj begrüßte das grüne Licht der EU-Kommission als "historischen Erfolg für alle, die für unseren Staat arbeiten". In seiner abendlichen Videoansprache betonte er am Freitag: "Die Ukraine verdient diese guten Nachrichten".

Sollte die Ukraine den Kandidatenstatus erhalten, wäre dies ein erster Schritt in einem langen Verfahren, das zudem keine Erfolgsgarantien bietet. Die Türkei etwa hat seit 1999 Kandidatenstatus. Das Balkanland Nordmazedonien ist seit 2005 Beitrittskandidat, auf konkrete Verhandlungen wartet Skopje noch immer.

"Überstürzte Beitritte darf es nicht geben", unterstrich die EU-Abgeordnete Katharina Barley (SPD). "Wer einmal in der EU ist, kann nicht ausgeschlossen werden." Kiew müsse daher alle Beitrittskriterien "voll und ganz" erfüllen. Eine Verleihung des Kandidatenstatus' begrüße sie aber ausdrücklich.

R.Bernasconi--NZN