Zürcher Nachrichten - Koalitionsstreit um Haushalt 2023 spitzt sich zu

EUR -
AED 4.279883
AFN 76.325698
ALL 92.208576
AMD 424.795971
ANG 2.085508
AOA 1069.680682
ARS 1764.441513
AUD 1.624398
AWG 2.097413
AZN 1.98181
BAM 1.953863
BBD 2.346453
BDT 143.072442
BGN 1.976656
BHD 0.439241
BIF 3484.036742
BMD 1.16523
BND 1.47982
BOB 13.450548
BRL 6.005712
BSD 1.165035
BTN 111.101982
BWP 15.568564
BYN 3.513486
BYR 22838.501721
BZD 2.343017
CAD 1.616733
CDF 2650.897751
CHF 0.938412
CLF 0.027225
CLP 1071.510477
CNY 7.833548
CNH 7.833915
COP 3647.366986
CRC 529.370588
CUC 1.16523
CUP 30.878587
CVE 110.75535
CZK 24.127421
DJF 207.084575
DKK 7.4751
DOP 67.812183
DZD 155.083932
EGP 58.555236
ERN 17.478445
ETB 187.124111
FJD 2.557095
FKP 0.854344
GBP 0.85723
GEL 3.035448
GGP 0.854344
GHS 13.044718
GIP 0.854344
GMD 85.64689
GNF 10227.799786
GTQ 8.888187
GYD 243.732066
HKD 9.134142
HNL 31.250747
HRK 7.535076
HTG 152.417571
HUF 361.957571
IDR 20658.356991
ILS 3.47186
IMP 0.854344
INR 111.115661
IQD 1527.033495
IRR 1601724.718003
ISK 140.608282
JEP 0.854344
JMD 184.602215
JOD 0.826144
JPY 185.738778
KES 150.7731
KGS 101.899191
KHR 4712.206546
KMF 492.891826
KPW 1048.707054
KRW 1614.64707
KWD 0.359776
KYD 0.970837
KZT 535.934825
LAK 26148.400753
LBP 104325.975256
LKR 382.815512
LRD 211.448535
LSL 18.025496
LTL 3.44062
LVL 0.704835
LYD 7.381754
MAD 10.794396
MDL 20.132039
MGA 5016.896603
MKD 61.460908
MMK 2446.596651
MNT 4193.468273
MOP 9.406374
MRU 46.724396
MUR 54.497676
MVR 18.014614
MWK 2022.83864
MXN 19.759843
MYR 4.691564
MZN 74.463982
NAD 18.608166
NGN 1567.292573
NIO 42.876936
NOK 10.896121
NPR 177.767744
NZD 1.960464
OMR 0.448036
PAB 1.165015
PEN 3.904687
PGK 5.166877
PHP 71.902899
PKR 323.40963
PLN 4.31156
PYG 6969.99955
QAR 4.247554
RON 5.257398
RSD 117.304873
RUB 98.317948
RWF 1716.098496
SAR 4.375277
SBD 9.344414
SCR 16.422039
SDG 700.303445
SEK 11.108169
SGD 1.48205
SHP 0.863279
SLE 28.723385
SLL 24434.282866
SOS 665.929611
SRD 43.998489
STD 24117.901779
STN 24.877654
SVC 10.193893
SYP 15150.316185
SZL 18.608534
THB 38.262681
TJS 10.752962
TMT 4.089956
TND 3.373925
TOP 2.805593
TRY 56.067006
TTD 7.914949
TWD 37.122121
TZS 3076.204035
UAH 51.908233
UGX 4354.682351
USD 1.16523
UYU 46.823575
UZS 13778.840739
VES 916.202972
VND 30418.320787
VUV 137.557015
WST 3.15781
XAF 655.301647
XAG 0.01709
XAU 0.000253
XCD 3.149091
XCG 2.0997
XDR 0.823878
XOF 655.307266
XPF 119.331742
YER 276.217353
ZAR 18.60637
ZMK 10488.392073
ZMW 22.105513
ZWL 375.203481
  • DAX

    19.8200

    26285.96

    +0.08%

  • SDAX

    100.1900

    18642.01

    +0.54%

  • TecDAX

    -31.6200

    4019.1

    -0.79%

  • Goldpreis

    -45.3000

    4649.2

    -0.97%

  • MDAX

    253.9100

    32521.35

    +0.78%

  • Euro STOXX 50

    15.1100

    6470.74

    +0.23%

  • EUR/USD

    -0.0020

    1.1655

    -0.17%

Koalitionsstreit um Haushalt 2023 spitzt sich zu
Koalitionsstreit um Haushalt 2023 spitzt sich zu / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Koalitionsstreit um Haushalt 2023 spitzt sich zu

Der Streit in der Ampel-Koalition um den Haushalt für 2023 spitzt sich zu. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) pochte in der "Welt am Sonntag" erneut auf die Einhaltung der Schuldenbremse und stellte staatliche Zuschüsse etwa für Elektroautos in Frage. "In Krisenzeiten ist Sparpolitik das falsche Instrument", erklärte dagegen der Grünen-Haushaltsexperte Sven-Christian Kindler. Grünen-Chefin Ricarda Lang warnte vor Kürzungen im Sozialbereich.

Textgröße:

Der Haushalt für das kommende Jahr soll am 1. Juli vom Kabinett beschlossen worden. Ursprünglich war dies für den Mittwoch der Vorwoche geplant gewesen. Wegen der Meinungsverschiedenheiten zwischen FDP, Grünen und SPD wurde der Beschluss bereits vertagt. An diesem Mittwoch dürfte im Koalitionsausschuss versucht werden, die Differenzen beizulegen.

Lindner machte milliardenschwere Forderungen anderer Kabinettsmitglieder für die Probleme verantwortlich. In der "Welt am Sonntag" drang er zudem auf ein Ende der Kaufprämien für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride. Im sozialpolitischen Bereich warf er der SPD vor, mit dem geplanten Bürgergeld als Ersatz für Hartz IV "eine Erhöhung des Umverteilungsniveaus" bewirken zu wollen.

Der Staat müsse die Politik auf Pump beenden", forderte Lindner. "Ab jetzt muss das Erwirtschaften des Wohlstands wieder wichtiger sein als das Verteilen." Der Finanzminister warnte auch vor milliardenschweren Mehrkosten durch steigende Zinsen.

Zugleich forderte er selbst allerdings erneut Steuersenkungen in Milliardenhöhe. "Die Menschen müssen wir so gezielt entlasten, dass aus dem Verlust an Kaufkraft keine soziale Härte wird und keine Spirale von steigenden Löhnen und Preisen", sagte Lindner. Je kraftvoller dies geschehe, "desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir die Inflation begrenzen".

FDP-Fraktionschef Christian Dürr verlangte in der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe) sogar, den Steuertarif automatisch an die Inflation anzupassen. Im "Tagesspiegel" warnte er zudem SPD und Grüne vor "neuen Ausreden" bei der Schuldenbremse. Trotz der Streitigkeiten sagte er aber auch: "Bei den Etatverhandlungen sind wir auf einem guten Weg."

"In Zeiten der Not setzt man nicht den Rotstift an und suggeriert Normalität, sondern geht die Krisen entschlossen an", forderte dagegen Kindler in Berlin. Die aktuelle Inflation liege vor allem an einem verknappten Angebot durch gestörte Lieferketten, erklärte der Grünen-Politiker. "Diese Engpässe müssen wir durch gezielte Investitionen auflösen", statt sie durch Sparen noch zu vergrößern.

Allerdings sieht auch Kindler Einsparpotenziale, und zwar bei Subventionen für Dienstwagen und Flugindustrie sowie beim Bau von Autobahnen. Steuersenkungen seien aber nur dann sinnvoll, wenn Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen durch eine höhere Besteuerung von Spitzenverdienern gegenfinanziert würden.

"Wenn wir beim Sozialen sparen, gleiten womöglich noch mehr Menschen in Armut ab", warnte Grünen-Chefin Lang im Onlinedienst Twitter. "Das gefährdet die Grundlagen unserer Demokratie." In der "Bild am Sonntag" drang Lang auf weitere Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger. Der Hartz-IV-Regelsatz solle "um rund 50 Euro ansteigen". Dürr erteilte dem in "Bild" umgehend eine Absage.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hatte sich zuvor dafür ausgesprochen, die Schuldenbremse 2023 erneut auszusetzen, um sozialpolitische Vorhaben der Ampel-Koalition finanzieren zu können.

Der Linken-Finanzpolitiker Christian Görke forderte in Berlin, die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel wegen der hohen Preise komplett auszusetzen.

A.Senn--NZN