Zürcher Nachrichten - Moskau: Russische Panzer dringen erstmals in ukrainische Region Dnipropetrowsk vor

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Moskau: Russische Panzer dringen erstmals in ukrainische Region Dnipropetrowsk vor
Moskau: Russische Panzer dringen erstmals in ukrainische Region Dnipropetrowsk vor / Foto: Florent VERGNES - AFP

Moskau: Russische Panzer dringen erstmals in ukrainische Region Dnipropetrowsk vor

Erstmals während der seit drei Jahren andauernden russischen Militäroffensive dringen Moskaus Streitkräfte nach eigenen Angaben am Boden in die ukrainische Region Dnipropetrowsk vor. Die russische Armee teilte am Sonntag im Onlinedienst Telegram mit, Kräfte einer Panzereinheit führten eine "Offensive in der Region Dnipropetrowsk" aus. Unterdessen herrscht weiterhin Uneinigkeit über einen für das Wochenende angekündigten Gefangenenaustausch zwischen Moskau und Kiew.

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Das Verteidigungsministerium in Moskau erklärte, die eigenen Soldaten hätten "die Westgrenze der Volksrepublik Donezk erreicht" und setzten die Offensive nun "in der Region Dnipropetrowsk" fort. Donzek gehört zu den fünf Regionen, die Russland als annektiert erklärt hat, das an Donezk angrenzende Dnipropetrowsk gehört bislang nicht dazu.

Der Vormarsch der russischen Streitkräfte in eine weitere Region der Ukraine inmitten stagnierender Friedensverhandlungen wäre sowohl ein symbolischer als auch ein strategischer Rückschlag für Kiew nach monatelangen Verlusten auf dem Schlachtfeld. Eine Reaktion der Ukraine lag zunächst nicht vor.

Dnipropetrowsk ist ein wichtiges Bergbau- und Industriezentrum der Ukraine. Tiefere russische Vorstöße in die Region könnten ernste Folgen für die angeschlagene Armee und Wirtschaft der Ukraine haben. Vor Beginn der russischen Offensive im Februar 2022 lebten rund drei Millionen Menschen in der Region, davon etwa eine Million in der Regionalhauptstadt Dnipro, die regelmäßig Ziel tödlicher Drohnen- und Raketenangriffe ist.

Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew, der nun als stellvertretender Chef des Nationalen Sicherheitsrates fungiert, bezeichnete den Vorstoß am Sonntag als Warnung für Kiew: "Diejenigen, die bei Verhandlungen die Realitäten des Krieges nicht anerkennen wollen, werden vor Ort neue Realitäten vorfinden", erklärte Medwedew in Onlinediensten. "Unsere Streitkräfte haben eine Offensive in der Region Dnipropetrowsk gestartet", bestätigte er zudem.

Am Morgen hatten die ukrainischen Behörden ein Todesopfer bei russischen Angriffen in Dnipropetrowsk gemeldet. Die Industrieregion sei mit Drohnen, Artillerie und Raketen angegriffen worden, teilte der Leiter der örtlichen Militärverwaltung, Mykola Lukaschuk, mit. Dabei seien Gebäude, darunter ein Kindergarten, und Stromleitungen zerstört worden.

Moskau meldete zudem die Einnahme des Dorfes Zorya in der Region Donezk, nahe der Grenze nach Dnipropetrowsk. Die russische Armee veröffentlichte Fotos, auf denen ihre Soldaten in dem Dorf die russische Flagge hissten.

Ukrainische Militärangehörige hatten zuvor gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärt, dass Russland in der weitgehend flachen Region Dnipropetrowsk relativ schnell vorrücken könnte, da es dort wenige natürliche Hindernisse oder Dörfer gebe, die von den Kiewer Streitkräften als Verteidigungsstellungen genutzt werden könnten.

Bereits in der Nacht zum Samstag waren bei massiven russischen Angriffen laut ukrainischen Angaben landesweit mindestens zehn Menschen getötet worden. Alle Bemühungen um eine zumindest befristete Feuerpause in der seit mehr als drei Jahren andauernden russischen Militäroffensive gegen die Ukraine sind bisher gescheitert.

Unterdessen warf Moskau der Führung in Kiew vor, die Annahme von Leichen getöteter ukrainischer Soldaten hinauszuzögern. Am Samstag hatten sich beide Länder gegenseitig beschuldigt, einen bei den jüngsten Friedensverhandlungen in Istanbul vereinbarten Gefangenenaustausch zu vereiteln.

Am Sonntag erklärte das russische Verteidigungsministerium, Züge mit Leichen gefallener ukrainischer Soldaten seien zum Grenzübergang unterwegs, wo am Samstag bereits mehr als 1200 Leichen in Kühltransportern eingetroffen seien.

Der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR, Kyrylo Budanow, erklärte daraufhin in Onlinediensten, dass der geplante Gefangenenaustausch "nächste Woche" beginnen werde. Alles verlaufe "nach Plan", fügte Budanow hinzu.

Der Gefangenenaustausch war bei den jüngsten Verhandlungen zwischen einer russischen und einer ukrainischen Delegation in Istanbul vereinbart worden. Die Absprache sah vor, dass alle verletzten Soldaten und alle unter 25 Jahren ausgetauscht würden, auf jeder Seite mehr als tausend Soldaten. Russland hatte zudem zugesagt, die Überreste von 6000 getöteten ukrainischen Soldaten zu übergeben. Es wäre der größte Gefangenenaustausch seit Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022.

B.Brunner--NZN