Zürcher Nachrichten - Maskenbeschaffung: Schwere Vorwürfe gegen Spahn im Bundestag

EUR -
AED 4.296226
AFN 74.355068
ALL 95.37618
AMD 438.818582
ANG 2.093872
AOA 1073.909738
ARS 1612.687485
AUD 1.637011
AWG 2.105706
AZN 1.99078
BAM 1.953648
BBD 2.364326
BDT 144.031371
BGN 1.951407
BHD 0.441178
BIF 3490.625757
BMD 1.169837
BND 1.494142
BOB 8.111171
BRL 5.833387
BSD 1.173822
BTN 110.043803
BWP 15.78282
BYN 3.302805
BYR 22928.797343
BZD 2.36093
CAD 1.599477
CDF 2703.492103
CHF 0.918901
CLF 0.026461
CLP 1041.4238
CNY 7.983901
CNH 7.998618
COP 4178.036319
CRC 534.815552
CUC 1.169837
CUP 31.00067
CVE 110.144163
CZK 24.360447
DJF 209.032462
DKK 7.473032
DOP 70.642801
DZD 155.027924
EGP 60.845307
ERN 17.547549
ETB 184.776576
FJD 2.594579
FKP 0.865865
GBP 0.867334
GEL 3.146997
GGP 0.865865
GHS 12.994744
GIP 0.865865
GMD 85.398075
GNF 10302.741134
GTQ 8.972157
GYD 245.610546
HKD 9.162008
HNL 31.186919
HRK 7.532345
HTG 153.659453
HUF 365.152897
IDR 20229.457883
ILS 3.508866
IMP 0.865865
INR 109.978385
IQD 1537.71301
IRR 1543599.392612
ISK 143.808458
JEP 0.865865
JMD 185.956786
JOD 0.829432
JPY 186.610576
KES 151.599581
KGS 102.275771
KHR 4698.784822
KMF 492.500882
KPW 1052.841538
KRW 1735.341464
KWD 0.360684
KYD 0.978227
KZT 543.933263
LAK 25898.587255
LBP 105120.273553
LKR 373.010778
LRD 215.992117
LSL 19.296231
LTL 3.454224
LVL 0.707623
LYD 7.42292
MAD 10.839001
MDL 20.108112
MGA 4868.679493
MKD 61.617966
MMK 2456.268683
MNT 4186.280445
MOP 9.469411
MRU 46.86079
MUR 54.420852
MVR 18.073261
MWK 2035.076063
MXN 20.317608
MYR 4.638408
MZN 74.764711
NAD 19.296231
NGN 1581.139361
NIO 43.202419
NOK 10.893875
NPR 176.071588
NZD 1.986365
OMR 0.449804
PAB 1.173917
PEN 4.034023
PGK 5.163644
PHP 70.768683
PKR 327.246183
PLN 4.245419
PYG 7383.962344
QAR 4.279805
RON 5.090308
RSD 117.344006
RUB 87.861498
RWF 1715.325487
SAR 4.387562
SBD 9.415307
SCR 16.020366
SDG 702.497035
SEK 10.811525
SGD 1.493767
SHP 0.873401
SLE 28.836168
SLL 24530.884081
SOS 670.866875
SRD 43.819748
STD 24213.255712
STN 24.474614
SVC 10.271731
SYP 129.420776
SZL 19.289003
THB 37.898048
TJS 11.051828
TMT 4.100277
TND 3.413255
TOP 2.816686
TRY 52.554679
TTD 7.958269
TWD 36.893721
TZS 3047.424524
UAH 51.503816
UGX 4349.228561
USD 1.169837
UYU 46.668601
UZS 14237.319712
VES 564.042741
VND 30800.627819
VUV 137.978693
WST 3.171991
XAF 655.240951
XAG 0.015408
XAU 0.000249
XCD 3.161542
XCG 2.115579
XDR 0.814909
XOF 655.243748
XPF 119.331742
YER 279.181427
ZAR 19.335469
ZMK 10529.935571
ZMW 22.33269
ZWL 376.686908
  • Goldpreis

    -33.5000

    4719.5

    -0.71%

  • EUR/USD

    -0.0006

    1.1705

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    -24.0300

    5906.22

    -0.41%

  • DAX

    -75.9700

    24194.9

    -0.31%

  • TecDAX

    -29.4600

    3670.77

    -0.8%

  • SDAX

    -89.2900

    18041.73

    -0.49%

  • MDAX

    -171.2900

    31176.64

    -0.55%

Maskenbeschaffung: Schwere Vorwürfe gegen Spahn im Bundestag
Maskenbeschaffung: Schwere Vorwürfe gegen Spahn im Bundestag / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Maskenbeschaffung: Schwere Vorwürfe gegen Spahn im Bundestag

Die Opposition hat Unionsfraktionschef und Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einer Aktuellen Stunde im Bundestag schwere Vorwürfe in der Affäre um die Maskenbeschaffung gemacht. Spahn habe sich in der Corona-Pandemie vor allem "selbst versorgt - mit Kontakten, mit Deals, mit Milliarden aus unserem Steuergeld", sagte Linken-Chefin Ines Schwerdtner am Mittwoch in der Debatte. "Wir mussten verzichten, Sie haben verteilt, vor allem an Parteifreunde, ohne Ausschreibung und Rat anderer Ministerien."

Textgröße:

Dem CDU-Politiker Spahn wird vorgeworfen, in der Corona-Pandemie durch die Abnahme von Schutzmasken zu hohen Preisen einen Milliardenschaden für Steuerzahler angerichtet zu haben. Spahn selber äußerte sich dazu am Mittwoch in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Haushaltsausschusses. Dem Ausschuss lag dabei auch ein interner Bericht der Sonderbeauftragten Margaretha Sudhof (SPD) vor, der erhebliche Vorwürfe gegen Spahn richtet, etwa wegen der Auftragsvergabe.

"Es geht um viel", sagte Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch in der Aktuellen Stunde, die die Linksfraktion beantragt hatte. Bis zu elf Milliarden Euro seien dem Steuerzahler als Schaden entstanden. Die Union "drangsaliere" Menschen beim Bürgergeld wegen zwei oder drei Euro, sei im Fall der Maskenbeschaffung aber nur wenig an Aufklärung interessiert. Audretsch nannte das "bigott".

Der Grünen-Politiker warf CDU und CSU zudem vor, sich als erste Reaktion nicht mit dem Bericht befasst zu haben, sondern gegen Sudhof vorgegangen zu sein. Es seien auch nach Vorliegen des Berichts "jede Menge Fragen völlig ungeklärt".

Scharfe Kritik an der Maskenbeschaffung unter Spahn kam auch von der AfD. Deren Abgeordnete Claudia Weiss sprach von einem "politischen Totalversagen" und "Lehrstück in Missmanagement und Verschwendung". Es habe eine "erschütternde Gleichgültigkeit" im Umgang mit dem Geld der Bürger vorgeherrscht.

Der Union und Spahn warf Weiss "Mauern und Vertuschen" vor. Eine Enquetekommission mit "echten Konsequenzen" sei notwendig.

Das Sudhof-Dokument sei kein Bericht, sondern "ein politisches Manöver", entgegnete im Bundestag die CDU-Abgeordnete Simone Borchardt. Es handele sich um "ein vermeintliches Gutachten" und sei keine wirkliche Grundlage für die Beurteilung der damaligen Entscheidungen.

Die Vorwürfe im Bericht entbehrten zudem einer fairen Bewertung der damaligen Situation, kritisierte die CDU-Politikerin. Borchardt begrüßte die geplante Einsetzung der Enquetekommission, um die Pandemie wissenschaftlich aufzuarbeiten.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Christos Pantazis kritisierte die Union dafür, den Sudhof-Bericht zu diskreditieren. Der Bericht sei parteiunabhängig erstellt worden, betonte Pantazis.

Es habe gravierende Fehler bei der Maskenbeschaffung gegeben, die den Bundeshaushalt bis heute belasten. Die Bürger erwarteten deshalb zu Recht vollständige Transparenz. Der SPD-Politiker betonte: "Unsere Aufgabe als Parlament ist es deshalb, das Geschehen differenziert, aber kompromisslos aufzuarbeiten". Dabei werde die Enquetekommission eine zentrale Rolle spielen.

Am Vormittag war Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) im Gesundheitsausschuss des Bundestags zur Maskenaffäre befragt worden. Grüne und Linke warfen ihr danach mangelnden Willen zur Aufklärung vor. "Statt Aufklärung gab es Ausflüchte", erklärte der Grünen-Politiker Janosch Dahmen, der selbst Ausschussmitglied ist. Warken sei es um den "Schutz" ihres Parteifreunds und früheren Gesundheitsministers Spahn gegangen.

Die Linke äußerte sich ähnlich kritisch. Ausschussmitglied Ates Gürpinar warf Warken vor, die Arbeit von Sudhof zu diskreditieren. Warkens Auftritt habe sein "Vertrauen, dass sie diejenige ist, die die Aufklärung der Maskendeals vorantreiben wird, nicht gestärkt - im Gegenteil", erklärte der Gesundheitsexperte. Dass sie Spahn deutlich in Schutz nehme, lasse ihn daran zweifeln, "dass wir ohne einen Untersuchungsausschuss eine lückenlose Aufklärung des Machtmissbrauchs und der Korruption während der Corona-Pandemie erleben dürfen".

O.Pereira--NZN