Zürcher Nachrichten - Gaza-Verhandlungen: USA und Israel rufen Delegationen aus Doha ab

EUR -
AED 4.32537
AFN 75.977092
ALL 95.601615
AMD 439.296871
ANG 2.108079
AOA 1080.01836
ARS 1597.362148
AUD 1.645993
AWG 2.119992
AZN 2.01118
BAM 1.955341
BBD 2.372144
BDT 144.796008
BGN 1.964646
BHD 0.444067
BIF 3501.975218
BMD 1.177774
BND 1.498175
BOB 8.13809
BRL 5.87909
BSD 1.177774
BTN 109.891867
BWP 15.801961
BYN 3.352913
BYR 23084.360737
BZD 2.368744
CAD 1.613897
CDF 2715.945806
CHF 0.922627
CLF 0.026532
CLP 1044.236873
CNY 8.034241
CNH 8.036261
COP 4257.392118
CRC 539.319181
CUC 1.177774
CUP 31.210998
CVE 110.23912
CZK 24.330033
DJF 209.729668
DKK 7.472991
DOP 70.519432
DZD 155.60956
EGP 60.977341
ERN 17.666603
ETB 183.905641
FJD 2.612657
FKP 0.867993
GBP 0.871158
GEL 3.174121
GGP 0.867993
GHS 12.983952
GIP 0.867993
GMD 85.977777
GNF 10333.4515
GTQ 9.006886
GYD 246.412153
HKD 9.213546
HNL 31.289311
HRK 7.531626
HTG 154.166898
HUF 364.903652
IDR 20174.965732
ILS 3.52994
IMP 0.867993
INR 109.589763
IQD 1542.883294
IRR 1555838.802756
ISK 144.006597
JEP 0.867993
JMD 185.984234
JOD 0.835051
JPY 187.551602
KES 152.215434
KGS 102.996058
KHR 4722.29235
KMF 493.486947
KPW 1060.007665
KRW 1744.953944
KWD 0.36325
KYD 0.98147
KZT 555.499591
LAK 25983.900044
LBP 105674.678119
LKR 371.982674
LRD 216.699128
LSL 19.327504
LTL 3.477659
LVL 0.712423
LYD 7.443631
MAD 10.877331
MDL 20.127275
MGA 4890.059612
MKD 61.626608
MMK 2473.755996
MNT 4229.66724
MOP 9.493771
MRU 47.004927
MUR 54.424995
MVR 18.196219
MWK 2045.792916
MXN 20.322187
MYR 4.6628
MZN 75.324483
NAD 19.327626
NGN 1579.253223
NIO 43.343505
NOK 11.030573
NPR 175.834651
NZD 2.001773
OMR 0.452847
PAB 1.177724
PEN 4.051949
PGK 5.104235
PHP 70.66527
PKR 328.479474
PLN 4.240314
PYG 7507.556251
QAR 4.294747
RON 5.095637
RSD 117.367489
RUB 89.951713
RWF 1719.54932
SAR 4.418156
SBD 9.464087
SCR 16.298205
SDG 707.842151
SEK 10.831489
SGD 1.499718
SHP 0.879327
SLE 29.061584
SLL 24697.31704
SOS 673.070564
SRD 44.168798
STD 24377.53368
STN 24.851021
SVC 10.304581
SYP 130.175969
SZL 19.327113
THB 37.747739
TJS 11.170578
TMT 4.128096
TND 3.398468
TOP 2.835796
TRY 52.827383
TTD 8.000122
TWD 37.185801
TZS 3075.425741
UAH 51.460304
UGX 4351.978334
USD 1.177774
UYU 47.008964
UZS 14326.636692
VES 564.928338
VND 31010.77644
VUV 139.528842
WST 3.198774
XAF 655.83088
XAG 0.014996
XAU 0.000246
XCD 3.182992
XCG 2.122502
XDR 0.815643
XOF 655.83088
XPF 119.331742
YER 281.075422
ZAR 19.333553
ZMK 10601.376314
ZMW 22.524668
ZWL 379.242589
  • EUR/USD

    -0.0004

    1.178

    -0.03%

  • DAX

    87.7700

    24154.47

    +0.36%

  • Euro STOXX 50

    -7.0600

    5933.28

    -0.12%

  • TecDAX

    50.4000

    3653.06

    +1.38%

  • MDAX

    51.2700

    30938.35

    +0.17%

  • Goldpreis

    -7.0000

    4801.3

    -0.15%

  • SDAX

    154.6500

    17978.27

    +0.86%

Gaza-Verhandlungen: USA und Israel rufen Delegationen aus Doha ab
Gaza-Verhandlungen: USA und Israel rufen Delegationen aus Doha ab / Foto: Omar AL-QATTAA - AFP

Gaza-Verhandlungen: USA und Israel rufen Delegationen aus Doha ab

Im Ringen um eine Waffenruhe für den Gazastreifen haben Israel und die USA ihre Verhandlungsteams zurückgerufen. Fast drei Wochen nach Beginn der jüngsten Gesprächsrunde im katarischen Doha hätten die USA beschlossen, ihre Delegation abzuziehen, um sich in Washington weiter zu beraten, erklärte der US-Sondergesandte Steve Witkoff am Donnerstag in Onlinemedien. Er warf der Hamas eine Blockadehaltung vor. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte indes die Anerkennung eines palästinensischen Staates an.

Textgröße:

"Getreu seinem historischen Engagement für einen gerechten und dauerhaften Frieden im Nahen Osten habe ich beschlossen, dass Frankreich den Staat Palästina anerkennen wird", erklärte Macron am Donnerstag in mehreren Onlinediensten. Er werde dies "im September dieses Jahres auf der Generaldebatte der Vereinten Nationen feierlich verkünden".

Frankreich, Deutschland und Großbritannien wollen unterdessen in einem "Notfallgespräch" am Freitag über die Lage im Gazastreifen beraten, wie der britische Premierminister Keir Starmer erklärte. Die sogenannten E3-Staaten wollten Möglichkeiten erörtern, um "das Töten schnell zu beenden" und dafür zu sorgen, dass die Menschen im Gazastreifen "mit den Lebensmitteln versorgt werden, die sie dringend brauchen", erklärte Starmer. Zudem wolle er mit Berlin und Paris besprechen, wie ein dauerhafter Frieden zwischen Israel und der Hamas erreicht werden könne.

Zu den abgebrochenen Verhandlungen um eine Feuerpause im Gazastreifen betonte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, seine Regierung sei trotz des Rückzugs des israelischen Verhandlungsteams aus Doha weiter an einer Einigung mit der Hamas interessiert. "Wir arbeiten daran, ein weiteres Abkommen zur Freilassung unserer Geiseln zu erreichen", sagte Netanjahu in einer Ansprache. Sollte die Hamas diese Bereitschaft zu Verhandlungen als "Schwäche" interpretieren oder als Gelegenheit sehen, "Kapitulationsbedingungen zu diktieren, die den Staat Israel gefährden, irrt sie sich gewaltig".

Israel hatte seine Unterhändler am Donnerstag zu Beratungen zurückbeordert, nachdem die Hamas zuvor auf einen israelischen Waffenruhe-Vorschlag geantwortet hatte. Netanjahus Büro erklärte, es habe die Antwort erhalten und prüfe diese.

Die Antwort der Hamas enthielt laut palästinensischen Verhandlungskreisen Änderungsvorschläge zu Klauseln über die Lieferung von Hilfsgütern in den Gazastreifen, zu Karten der Gebiete, aus denen sich die israelische Armee zurückziehen soll sowie zu Garantien für ein dauerhaftes Ende des Krieges.

Witkoff warf der radikalislamischen Hamas einen mangelnden Willen zur Einigung vor. Die jüngste Antwort der Palästinenserorganisation zeige "deutlich, dass keine Bereitschaft besteht, eine Feuerpause in Gaza zu erreichen". "Während sich die Vermittler sehr bemüht haben, scheint die Hamas nicht koordiniert oder in gutem Willen zu handeln", schrieb Witkoff weiter in Onlinemedien. Die US-Regierung erwäge deswegen "alternative Möglichkeiten bei der Heimbringung der Geiseln und dem Versuch, für die Menschen in Gaza eine stabilere Umgebung zu schaffen".

Vertreter Israels und der Hamas im Gazastreifen führten seit dem 6. Juli in Doha unter Vermittlung Katars, Ägyptens und der USA indirekte Gespräche, um eine Einigung zu erzielen, die zu einer Waffenruhe und der Freilassung der israelischen Geiseln führt. Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, in ihren zentralen Forderungen nicht nachzugeben.

Für Israel ist die komplette Zerschlagung der Hamas nicht verhandelbar, während die Hamas feste Garantien für einen dauerhaften Waffenstillstand, den vollständigen Rückzug der israelischen Truppen und den ungehinderten Zugang von Hilfsgütern in das Palästinensergebiet fordert.

Von den 251 bei dem Überfall der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verschleppten Geiseln werden 49 noch immer im Gazastreifen festgehalten - 27 von ihnen sind nach Angaben der israelischen Armee tot.

Israel gerät indes wegen der verheerenden humanitären Lage im Gazastreifen zunehmend unter Druck. Mehr als hundert Hilfsorganisationen warnten am Mittwoch vor einem "massenhaften Verhungern" in dem Palästinensergebiet.

Israel weist die Kritik zurück. Die Regierung wirft der Hamas vor, die Verteilung von Hilfsgütern im Gazastreifen zu behindern, die humanitären Lieferungen selbst zu plündern, Nahrungsmittel zu überhöhten Preisen zu verkaufen und auf Hilfesuchende zu schießen.

Israel bestreitet zudem, die Einfuhr von Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu blockieren. Die für zivile Angelegenheiten zuständige Abteilung des israelischen Verteidigungsministeriums (Cogat) erklärte am Donnerstag auf X, am Mittwoch seien 70 Lastwagen mit Essenslieferungen an für Hilfslieferungen geöffneten Grenzübergängen ausgeladen worden. 150 Lastwagen seien von der UNO und weiteren internationalen Hilfsorganisationen abgeholt worden. Über 800 LKW warteten darauf, abgeholt zu werden.

Hilfsorganisationen hingegen werfen Israel vor, nicht ausreichend Genehmigungen für humanitäre Lieferungen auszugeben. Zudem sei die Verteilung von Gütern in einem Kriegsgebiet schwierig.

N.Zaugg--NZN