Zürcher Nachrichten - In Anwesenheit Trumps: Armenien und Aserbaidschan unterzeichnen Friedenserklärung

EUR -
AED 4.326385
AFN 75.395071
ALL 95.674789
AMD 440.015872
ANG 2.108574
AOA 1080.272088
ARS 1609.209775
AUD 1.650497
AWG 2.1146
AZN 2.00376
BAM 1.95624
BBD 2.372615
BDT 144.867534
BGN 1.965108
BHD 0.444408
BIF 3502.407445
BMD 1.17805
BND 1.498688
BOB 8.140144
BRL 5.887543
BSD 1.178005
BTN 110.020973
BWP 15.806095
BYN 3.362143
BYR 23089.784375
BZD 2.369224
CAD 1.623253
CDF 2721.295698
CHF 0.92182
CLF 0.026572
CLP 1048.064802
CNY 8.031534
CNH 8.032303
COP 4232.946501
CRC 540.640075
CUC 1.17805
CUP 31.218331
CVE 110.291703
CZK 24.360786
DJF 209.775241
DKK 7.472861
DOP 70.198188
DZD 155.6347
EGP 61.25877
ERN 17.670753
ETB 183.936737
FJD 2.589767
FKP 0.868557
GBP 0.869372
GEL 3.163095
GGP 0.868557
GHS 13.005425
GIP 0.868557
GMD 86.583025
GNF 10334.326644
GTQ 9.006257
GYD 246.4549
HKD 9.229358
HNL 31.288106
HRK 7.534222
HTG 154.139936
HUF 364.864557
IDR 20208.273529
ILS 3.539323
IMP 0.868557
INR 110.049152
IQD 1543.199831
IRR 1550461.349731
ISK 143.756968
JEP 0.868557
JMD 185.891851
JOD 0.835232
JPY 187.408977
KES 152.207173
KGS 103.020741
KHR 4718.222453
KMF 492.425055
KPW 1060.247588
KRW 1740.074737
KWD 0.364029
KYD 0.981654
KZT 558.864797
LAK 25990.84433
LBP 105490.779538
LKR 371.653137
LRD 216.75708
LSL 19.328744
LTL 3.478476
LVL 0.712591
LYD 7.452678
MAD 10.894153
MDL 20.144219
MGA 4887.286999
MKD 61.655975
MMK 2474.176964
MNT 4213.159111
MOP 9.507304
MRU 47.036388
MUR 54.485091
MVR 18.212746
MWK 2042.6379
MXN 20.386218
MYR 4.65915
MZN 75.34219
NAD 19.328908
NGN 1586.33946
NIO 43.351232
NOK 11.121858
NPR 176.032609
NZD 1.997626
OMR 0.452964
PAB 1.17801
PEN 3.991634
PGK 5.105149
PHP 70.784305
PKR 328.513427
PLN 4.241641
PYG 7528.95069
QAR 4.295067
RON 5.090938
RSD 117.408
RUB 89.088201
RWF 1725.146972
SAR 4.41967
SBD 9.481549
SCR 16.474779
SDG 708.008114
SEK 10.848093
SGD 1.499016
SHP 0.879533
SLE 29.038993
SLL 24703.11964
SOS 673.27444
SRD 44.094179
STD 24383.261147
STN 24.506349
SVC 10.307321
SYP 130.273957
SZL 19.316005
THB 37.818905
TJS 11.132232
TMT 4.129066
TND 3.420257
TOP 2.836462
TRY 52.720504
TTD 7.996106
TWD 37.278237
TZS 3057.040551
UAH 51.30035
UGX 4353.12786
USD 1.17805
UYU 47.380667
UZS 14359.47664
VES 561.963944
VND 31018.062378
VUV 140.199803
WST 3.216909
XAF 656.126997
XAG 0.014936
XAU 0.000245
XCD 3.18374
XCG 2.123041
XDR 0.815091
XOF 656.104714
XPF 119.331742
YER 280.994416
ZAR 19.33131
ZMK 10603.871004
ZMW 22.587948
ZWL 379.331691
  • MDAX

    369.4200

    30904.36

    +1.2%

  • TecDAX

    52.2600

    3600.53

    +1.45%

  • Goldpreis

    -7.4000

    4842.7

    -0.15%

  • DAX

    72.4300

    24116.65

    +0.3%

  • SDAX

    178.1400

    17860.41

    +1%

  • Euro STOXX 50

    -31.0800

    5953.43

    -0.52%

  • EUR/USD

    0.0001

    1.1798

    +0.01%

In Anwesenheit Trumps: Armenien und Aserbaidschan unterzeichnen Friedenserklärung
In Anwesenheit Trumps: Armenien und Aserbaidschan unterzeichnen Friedenserklärung / Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS - AFP

In Anwesenheit Trumps: Armenien und Aserbaidschan unterzeichnen Friedenserklärung

Die Staatenlenker von Armenien und Aserbaidschan haben im Weißen Haus eine Friedenserklärung unterzeichnet - und US-Präsident Donald Trump für den Friedensnobelpreis ins Spiel gebracht. Armeniens Regierungschef Nikol Paschinjan nannte am Freitag die gemeinsame Erklärung der jahrzehntelang verfeindeten Kaukasusstaaten "historisch". Die Nato, die Türkei und Deutschland begrüßten sie als "wichtigen Schritt". Das Nachbarland Iran warnte indes vor "jeglicher ausländischer Intervention".

Textgröße:

Bei ihrem Treffen im Beisein Trumps einigten sich Paschinjan und der aserbaidschanische Staatschef Ilham Alijew darauf, ihren jahrzehntelangen Konflikt dauerhaft beizulegen. "Armenien und Aserbaidschan verpflichten sich, alle Kämpfe für immer einzustellen, den Handel, den Reiseverkehr und die diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen und die Souveränität und territoriale Integrität des jeweils anderen zu respektieren", sagte der US-Präsident.

"Wir schaffen heute Frieden im Kaukasus", sagte Alijew. Überdies bot er an, gemeinsam mit Paschinjan den US-Präsidenten beim Nobelkomitee für den Friedensnobelpreis vorzuschlagen. "Wer, wenn nicht Präsident Trump, hat den Friedensnobelpreis verdient?" sagte Alijew. Paschinjan pflichtete ihm bei: Der "Durchbruch" wäre ohne Trump nicht möglich gewesen.

Alijew und Paschinjan würden fortan ein "großartiges Verhältnis" haben, sagte Trump. "Wenn es einen Konflikt gibt, werden sie mich anrufen, und wir werden das klären."

Unter den wohlwollenden Blicken Trumps schüttelten Alijew und Paschinjan sich die Hände. Alle drei unterzeichneten dann das Dokument, welches das Weiße Haus als "gemeinsame Erklärung" bezeichnete. Details der Vereinbarung wurden allerdings zunächst nicht bekannt.

Das Weiße Haus machte auch keine Angaben dazu, inwieweit sich das unterzeichnete Dokument mit einem Friedensabkommen deckt, auf das sich die beiden Staaten bereits im März grundsätzlich geeinigt, das sie aber nicht unterzeichnet hatten. Ein Treffen zwischen Paschinjan und Alijew am 10. Juli in Abu Dhabi hatte keine greifbaren Fortschritte hinsichtlich des Abkommens gebracht.

Trump hatte sein Treffen mit Paschinjan und Alijew im Vorfeld als "offizielle Friedenszeremonie" angekündigt. Der US-Präsident, der seit Jahren unverhohlen mit dem Friedensnobelpreis liebäugelt, hat seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus in mehreren internationalen Konflikten Vermittlungsvorstöße unternommen.

Bereits im Wahlkampf hatte Trump angekündigt, den Ukraine-Krieg "binnen 24 Stunden" beenden zu können - allerdings äußerte er sich in den vergangenen Wochen zunehmend frustriert über ausbleibende Fortschritte. Am Freitag will sich Trump mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin im US-Bundesstaat Alaska treffen.

Auch bemüht sich Trump um ein Ende des Krieges zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen - wenn auch bislang ähnlich erfolglos wie im Fall des Ukraine-Kriegs. Zuletzt hatte sich Trump auch in die Konflikte zwischen Thailand und Kambodscha sowie zwischen Indien und Pakistan eingeschaltet und in beiden Konflikten Waffenstillstände vermittelt.

Zu dem Treffen zwischen Trump, Alijew und Paschinjan hatte die Vizesprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, im Vorfeld angekündigt, dass in der gemeinsamen Erklärung ein Transitkorridor zwischen Aserbaidschan und seiner Exklave Nachitschewan vereinbart werde. Der Korridor mit exklusiven Rechten für die USA solle den Namen "Trump-Straße für Internationalen Frieden und Wohlstand" tragen, sagte sie.

Aserbaidschan strebt seit langem danach, sein Territorium über einen solchen Korridor mit der an Armenien, die Türkei und den Iran grenzenden aserbaidschanischen Exklave zu verbinden. Die Verbindung würde allerdings den Zugang des Iran zu Armenien abschneiden.

Der Iran, der traditionell enge Beziehungen zu Armenien unterhält, begrüßte die Vereinbarung vom Freitag zwar, warnte aber vor "jeglicher ausländischer Intervention in jeglicher Form, insbesondere in der Nähe der gemeinsamen Grenzen". Das Verhältnis zwischen Baku und Teheran gilt als heikel, da das turksprachige Aserbaidschan ein enger Verbündeter der Türkei ist, einem Rivalen des Iran. Aserbaidschan unterhält zudem gute Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel.

Die Türkei nannte die im Weißen Haus unterzeichnete Vereinbarung "eine äußerst wichtige Entwicklung für die Förderung des Friedens und der Stabilität in der Region". Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) begrüßte die Einigung als "ein neues Kapitel" in der Geschichte zwischen beiden Ländern.

Lob gab es auch von der Nato, der EU und Großbritannien. Eine Nato-Sprecherin würdigte die Rolle Trumps. Der britische Außenminister David Lammy erklärte, das Vereinigte Königreich sei bereit, "den Frieden im Südkaukasus zu unterstützen, sofern beide Seiten ihre Verpflichtungen einhalten". Von Russland, dem traditionellen Vermittler im Kaukasus, gab es zunächst keine Reaktion.

Armenien und Aserbaidschan hatten in den vergangenen Jahrzehnten zwei Kriege gegeneinander um die Kontrolle der Region Bergkarabach geführt. 2023 brachte Aserbaidschan in einer großangelegten Militäroffensive die mehrheitlich von ethnischen Armeniern bewohnte Region unter seine Kontrolle. Der Militäreinsatz löste die Flucht von mehr als 100.000 Menschen nach Armenien aus.

Y.Keller--NZN