Zürcher Nachrichten - Staaten ringen um Einigung bei letzter Verhandlungsrunde für UN-Plastikabkommen

EUR -
AED 4.332827
AFN 75.506935
ALL 95.708935
AMD 441.469974
ANG 2.111708
AOA 1081.877662
ARS 1611.349391
AUD 1.651805
AWG 2.117744
AZN 2.007301
BAM 1.957013
BBD 2.377444
BDT 145.160001
BGN 1.968029
BHD 0.444927
BIF 3558.891463
BMD 1.179801
BND 1.501124
BOB 8.157057
BRL 5.880014
BSD 1.180417
BTN 109.862184
BWP 15.816739
BYN 3.353979
BYR 23124.10916
BZD 2.374062
CAD 1.62451
CDF 2725.341259
CHF 0.92131
CLF 0.026583
CLP 1046.223864
CNY 8.043474
CNH 8.038754
COP 4240.489699
CRC 543.434631
CUC 1.179801
CUP 31.264739
CVE 110.332472
CZK 24.336234
DJF 210.197652
DKK 7.472939
DOP 70.353322
DZD 155.930836
EGP 61.914209
ERN 17.697022
ETB 184.310193
FJD 2.593616
FKP 0.876694
GBP 0.869219
GEL 3.167747
GGP 0.876694
GHS 13.042976
GIP 0.876694
GMD 86.711708
GNF 10357.333853
GTQ 9.024519
GYD 246.963119
HKD 9.246989
HNL 31.352306
HRK 7.535162
HTG 154.63522
HUF 363.302761
IDR 20219.673857
ILS 3.557538
IMP 0.876694
INR 110.170451
IQD 1546.358757
IRR 1552766.232829
ISK 143.815074
JEP 0.876694
JMD 186.394777
JOD 0.836455
JPY 187.458502
KES 152.607804
KGS 103.173256
KHR 4735.916241
KMF 493.156757
KPW 1061.790688
KRW 1739.021509
KWD 0.364842
KYD 0.98371
KZT 560.837725
LAK 25936.080608
LBP 105705.438341
LKR 372.480942
LRD 217.603071
LSL 19.329585
LTL 3.483647
LVL 0.71365
LYD 7.477541
MAD 10.91877
MDL 20.214533
MGA 4881.005583
MKD 61.658596
MMK 2477.437583
MNT 4218.457946
MOP 9.524446
MRU 46.909687
MUR 54.565766
MVR 18.239444
MWK 2046.860398
MXN 20.354531
MYR 4.660233
MZN 75.454216
NAD 19.329585
NGN 1595.387122
NIO 43.437668
NOK 11.131438
NPR 175.78024
NZD 1.997622
OMR 0.453639
PAB 1.180437
PEN 3.981168
PGK 5.193176
PHP 70.816367
PKR 329.243639
PLN 4.238596
PYG 7552.586649
QAR 4.303332
RON 5.091431
RSD 117.402069
RUB 88.929388
RWF 1728.664462
SAR 4.426568
SBD 9.495644
SCR 16.692388
SDG 709.060724
SEK 10.829929
SGD 1.499663
SHP 0.880841
SLE 29.082169
SLL 24739.842774
SOS 674.615409
SRD 44.159673
STD 24419.508787
STN 24.514992
SVC 10.328404
SYP 130.522854
SZL 19.323899
THB 37.717932
TJS 11.178478
TMT 4.135204
TND 3.427496
TOP 2.840679
TRY 52.793988
TTD 8.020973
TWD 37.297008
TZS 3068.925606
UAH 51.362828
UGX 4379.715464
USD 1.179801
UYU 47.499047
UZS 14335.888382
VES 562.799347
VND 31062.993371
VUV 140.790556
WST 3.255472
XAF 656.361168
XAG 0.014837
XAU 0.000245
XCD 3.188473
XCG 2.127419
XDR 0.816303
XOF 656.355602
XPF 119.331742
YER 281.41212
ZAR 19.275247
ZMK 10619.624149
ZMW 22.57471
ZWL 379.895598
  • Goldpreis

    -14.0000

    4836.1

    -0.29%

  • EUR/USD

    -0.0006

    1.1791

    -0.05%

  • Euro STOXX 50

    79.4900

    5984.51

    +1.33%

  • DAX

    301.7800

    24044.22

    +1.26%

  • MDAX

    283.0300

    30534.94

    +0.93%

  • TecDAX

    38.5100

    3548.27

    +1.09%

  • SDAX

    412.1600

    17682.27

    +2.33%

Staaten ringen um Einigung bei letzter Verhandlungsrunde für UN-Plastikabkommen
Staaten ringen um Einigung bei letzter Verhandlungsrunde für UN-Plastikabkommen / Foto: TIMUR MATAHARI - AFP/Archiv

Staaten ringen um Einigung bei letzter Verhandlungsrunde für UN-Plastikabkommen

Vertreter aus 184 Staaten haben am Donnerstag in Genf in einer letzten Verhandlungsrunde um eine Einigung auf ein weltweit gültiges Abkommen zur Vermeidung von Plastikmüll gerungen. Für den Nachmittag war eine weitere Plenarsitzung angesetzt. Angesichts verhärteter Fronten zwischen erdölproduzierenden Staaten auf der einen und Vertretern etwa aus der EU oder Lateinamerika auf der anderen Seite schien ein Kompromiss in Genf nicht mehr wahrscheinlich. Seit drei Jahren versucht die Staatengemeinschaft vergeblich, sich auf das erste internationale Abkommen zu dem globalen Umweltproblem zu einigen.

Textgröße:

Der Vorsitzende der Verhandlungen, Luis Vayas Valdivieso, hatte bis in die Nacht zum Donnerstag Gespräche mit den Vertretern der regionalen Delegationen geführt. Am Donnerstagvormittag trafen sich die Delegationen sowohl der erdölproduzierenden Staaten als auch der selbsternannten "ambitionierten" Staaten aus der EU und Lateinamerika zu separaten Gesprächen.

Am Mittwoch war der jüngste Entwurf des Vorsitzenden von allen Seiten abgeschmettert worden. Unter anderem die Delegationen der EU, Panamas, Chiles und Mexikos bezeichneten den Entwurf wegen fehlender verbindlicher Auflagen als "inakzeptabel". Die erdölproduzierenden Staaten wiederum sahen viele ihrer roten Linien überschritten.

Der Vertreter der Denkfabrik The Common Initiative, Aleksandar Rankovic, erwartete kein ambitioniertes Abkommen in Genf. "Es gibt nur zwei Szenarien: schlecht und sehr schlecht", sagte er der Nachrichtenagentur AFP. "Das schlechte Szenario ist, dass die Länder ein sehr schlechtes Abkommen verabschieden, das so aussieht wie der Vorschlag vom Mittwoch aber möglicherweise schlechter." Das sehr schlechte Szenario sei, dass sich die Vertreter überhaupt nicht einigen.

Zum offiziell letzten Verhandlungstag waren auch mehrere Minister nach Genf gereist. Frankreichs Umweltministerin Agnès Pannier-Runacher hielt es für "möglich, einen Text über zehn Seiten zu verfassen, der alle wichtigen Punkte beinhaltet".

Umweltorganisationen warnten vor den Konsequenzen, die ein Scheitern der Verhandlungen nach sich ziehen würde. "Die Folgen eines verwässerten Kompromisses sind für Menschen und die Natur überall in der Welt enorm", erklärte der WWF. Der Leiter der Greenpeace-Delegation in Genf, Graham Forbes, rief die anwesenden Minister auf, "die Ambitionen, die sie versprochen haben", aufrechtzuerhalten.

Die Verhandlungen in Genf folgen auf die gescheiterten Gespräche im südkoreanische Busan vom vergangenen Dezember. Diese Gespräche hätten eigentlich bereits die letzte Runde der seit drei Jahren andauernden Verhandlungen für ein Abkommen gegen Plastikmüll sein sollen. Bei der zehntägigen Konferenz in Genf hatten die Unterhändler nun auf einen Durchbruch gehofft.

Plastikmüll sorgt weltweit für massive Umweltverschmutzungen. Mikropartikel des Kunststoffabfalls treten auch im menschlichen Körper auf. Derzeit werden jährlich mehr als 400 Millionen Tonnen Plastik produziert, die Hälfte davon für Einwegprodukte. Weniger als zehn Prozent des Plastikmülls wird recycelt. Bis 2060 könnte sich die Plastikproduktion Schätzungen zufolge verdreifachen.

Sieben Länder sind weltweit für die Produktion von zwei Dritteln der vier am weitesten verbreiteten Arten von Plastik verantwortlich. China führt dabei mit weitem Abstand: Das Land stellt so viel Plastik her wie die sechs nächstgrößten Produzenten. Auf Platz zwei folgen die USA. Deutschland belegt Platz sieben.

I.Widmer--NZN