Zürcher Nachrichten - Nach Gipfel mit Putin: Trump rückt von Waffenruhe-Forderung für Ukraine ab

EUR -
AED 4.331489
AFN 75.484411
ALL 95.781411
AMD 442.51389
ANG 2.11106
AOA 1081.54614
ARS 1611.127684
AUD 1.655051
AWG 2.117093
AZN 2.005621
BAM 1.954862
BBD 2.374841
BDT 144.999217
BGN 1.967425
BHD 0.44477
BIF 3497.627078
BMD 1.179439
BND 1.499468
BOB 8.148022
BRL 5.8821
BSD 1.179124
BTN 109.741429
BWP 15.799287
BYN 3.350265
BYR 23117.009182
BZD 2.371442
CAD 1.623911
CDF 2724.504903
CHF 0.921478
CLF 0.026573
CLP 1045.844523
CNY 8.039117
CNH 8.032771
COP 4242.159895
CRC 542.835009
CUC 1.179439
CUP 31.25514
CVE 110.5429
CZK 24.343213
DJF 209.609976
DKK 7.472738
DOP 70.17853
DZD 155.847724
EGP 61.817714
ERN 17.691589
ETB 184.758729
FJD 2.593946
FKP 0.876425
GBP 0.869029
GEL 3.166774
GGP 0.876425
GHS 13.032683
GIP 0.876425
GMD 86.686291
GNF 10355.476473
GTQ 9.014599
GYD 246.689576
HKD 9.239126
HNL 31.384413
HRK 7.533428
HTG 154.464596
HUF 363.774882
IDR 20210.576025
ILS 3.549517
IMP 0.876425
INR 109.883342
IQD 1545.06541
IRR 1552289.474886
ISK 143.796514
JEP 0.876425
JMD 186.190688
JOD 0.836184
JPY 187.312049
KES 152.503473
KGS 103.141799
KHR 4735.448673
KMF 493.005752
KPW 1061.464678
KRW 1737.761864
KWD 0.364269
KYD 0.98262
KZT 560.216524
LAK 25909.330794
LBP 105618.784069
LKR 372.068371
LRD 217.311782
LSL 19.260474
LTL 3.482578
LVL 0.713431
LYD 7.471705
MAD 10.898451
MDL 20.192143
MGA 4871.083934
MKD 61.623539
MMK 2476.676915
MNT 4217.162719
MOP 9.513856
MRU 47.071575
MUR 54.59588
MVR 18.234115
MWK 2048.101035
MXN 20.361722
MYR 4.652863
MZN 75.431001
NAD 19.260295
NGN 1594.436567
NIO 43.321176
NOK 11.142021
NPR 175.586286
NZD 1.998424
OMR 0.453492
PAB 1.179124
PEN 3.996532
PGK 5.082787
PHP 70.536332
PKR 329.004376
PLN 4.238209
PYG 7544.381095
QAR 4.299941
RON 5.090812
RSD 117.398976
RUB 88.896898
RWF 1721.981296
SAR 4.425527
SBD 9.492729
SCR 16.6532
SDG 708.843361
SEK 10.834577
SGD 1.499244
SHP 0.880571
SLE 29.07299
SLL 24732.246705
SOS 674.053358
SRD 44.146158
STD 24412.011072
STN 24.94514
SVC 10.317051
SYP 130.482779
SZL 19.260281
THB 37.741936
TJS 11.166191
TMT 4.133935
TND 3.393837
TOP 2.839807
TRY 52.763631
TTD 8.012089
TWD 37.190048
TZS 3073.88051
UAH 51.306589
UGX 4374.901438
USD 1.179439
UYU 47.44724
UZS 14331.366039
VES 562.626546
VND 31069.378285
VUV 140.747328
WST 3.254472
XAF 655.636944
XAG 0.01485
XAU 0.000244
XCD 3.187493
XCG 2.125063
XDR 0.816249
XOF 655.17717
XPF 119.331742
YER 281.325763
ZAR 19.275971
ZMK 10616.371626
ZMW 22.549992
ZWL 379.778955
  • EUR/USD

    -0.0007

    1.179

    -0.06%

  • SDAX

    412.1600

    17682.27

    +2.33%

  • DAX

    301.7800

    24044.22

    +1.26%

  • Euro STOXX 50

    79.4900

    5984.51

    +1.33%

  • Goldpreis

    1.6000

    4851.7

    +0.03%

  • MDAX

    283.0300

    30534.94

    +0.93%

  • TecDAX

    38.5100

    3548.27

    +1.09%

Nach Gipfel mit Putin: Trump rückt von Waffenruhe-Forderung für Ukraine ab
Nach Gipfel mit Putin: Trump rückt von Waffenruhe-Forderung für Ukraine ab / Foto: Drew ANGERER - AFP

Nach Gipfel mit Putin: Trump rückt von Waffenruhe-Forderung für Ukraine ab

US-Präsident Donald Trump ist nach seinem Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin von Forderungen nach einer Waffenruhe in der Ukraine abgerückt. Trump forderte am Samstag stattdessen, direkt zu einem umfassenden "Friedensabkommen" zu gelangen. Nach Angaben von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte Trump der Ukraine aber US-Sicherheitsgarantien zu.

Textgröße:

Der US-Präsident hatte zuvor europäische Vertreter sowie den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einer Videoschalte über den Gipfel informiert, am Montag will er Selenskyj im Weißen Haus empfangen.

Trump schien sich nach seinem Treffen mit Putin am Freitag im US-Bundesstaat Alaska der Haltung Russlands zuzuwenden - und gegen die der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten. In seinem Onlinenetzwerk Truth Social erklärte der US-Präsident, der "beste Weg" für ein Ende des Krieges bestehe darin, "direkt zu einem Friedensabkommen zu gelangen" - "und nicht nur ein Waffenruheabkommen, das oft nicht eingehalten wird". Dies sei "von allen festgestellt" worden.

Noch am Mittwoch hatte Merz im Beisein Selenskyjs in Berlin betont, eine Waffenruhe müsse "am Anfang" der Verhandlungen stehen. Auch Trump hatte zuvor monatelang eine Waffenruhe gefordert. "Die große Arbeit an einem Friedensabkommen, wenn es jetzt keinen Waffenstillstand geben sollte, die liegt jetzt vor allen Beteiligten und nicht hinter uns", sagte am Samstag im Interview mit den Sendern RTL und n-tv.

Der Kanzler sagte auch, Trump habe in der Videoschalte nach dem Gipfel zusagt, "dass Amerika bereit ist, Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu geben". Merz bezeichnete dies als "wirklich großen Fortschritt".

Nach Angaben der italienischen Regierungschefin Giorgia Meloni soll es sich dabei um "von Artikel fünf der Nato inspirierte" Beistandsgarantien handeln, wobei die Ukraine dem Militärbündnis nicht beitreten soll. Artikel fünf des Nato-Vertrags verpflichtet die Mitglieder, sich im Falle eines Angriffs gegenseitig Beistand zu leisten.

Auch aus ukrainischen Diplomatenkreisen verlautete, Trump habe - "angeblich mit Putin abgestimmt" - eine ähnliche Regelung ins Spiel gebracht. "Aber niemand weiß im Detail, wie das funktionieren würde - oder warum Putin dem zustimmen würde, wenn er kategorisch gegen die Nato und offensichtlich auch jede wirksame Garantie für die Souveränität der Ukraine ist", hieß es in Kiew.

Putin selbst sagte am Samstag, er habe "auf fairer Basis" mit Trump über die Ukraine gesprochen. In einem vom Kreml veröffentlichten Video sagte der Kreml-Chef vor Regierungsbeamten in Moskau, der Gipfel habe "zur rechten Zeit" stattgefunden und sei "sehr nützlich" gewesen.

"Wir hatten schon lange keine direkten solchen Verhandlungen mehr auf dieser Ebene", sagte Putin. "Wir hatten die Gelegenheit, unsere Position ruhig und detailliert zu wiederholen." Bei einem kurzen Auftritt vor Journalisten direkt nach dem Gipfel hatte der russische Präsident die Ukraine und die Europäer aufgerufen, eine Friedenslösung nicht "durch Provokationen oder Intrigen hinter den Kulissen zu untergraben".

Putin wie auch Trump hatten ihr Treffen am Freitag "produktiv" genannt, sich jedoch nicht zu Details ihrer Absprachen geäußert. "Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir haben eine sehr gute Chance, es zu erreichen", sagte Trump in Alaska. Eine Einigung hänge nun Selenskyj ab, fügte er später hinzu.

Die europäischen Verbündeten riefen am Samstag zu weiteren Gesprächen auf, dann unter Beteiligung Selenskyjs. Der Weg dorthin werde aber "noch mühevoll werden", sagte Merz. Vor Selenskyjs Treffen mit Trump in Washington setzten Deutschland, Frankreich und Großbritannien für Sonntag eine weitere Videoschalte der Ukraine-Unterstützer der "Koalition der Willigen" mit dem ukrainischen Präsidenten an.

"Wir sind auch bereit, mit Präsident Trump und Präsident Selenskyj auf einen Dreier-Gipfel mit europäischer Unterstützung hinzuarbeiten", hieß es am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung der Staat- und Regierungschefs von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen und Finnland sowie der EU-Spitzen Ursula von der Leyen und António Costa. Ein solches Dreier-Treffen könnte auf europäischem Boden stattfinden, erklärte Merz.

Die Europäer bekräftigten zudem ihre Bereitschaft, den Sanktionsdruck auf Russland aufrechzuerhalten. "Wir werden die Sanktionen und weitere wirtschaftliche Maßnahmen weiter verschärfen (...), bis ein gerechter und dauerhafter Frieden erreicht ist", hieß es in gemeinsamen Erklärung. Trump hingegen wiederholte seine frühere Drohung mit "sehr schwerwiegenden Konsequenzen" für Russland nicht.

Der US-Präsident hatte Putin auf dem Flugfeld des US-Militärstützpunkts Elmendorf-Richardson einen roten Teppich ausrollen lassen. Der US-Präsident applaudierte Putin, während der jahrelang vom Westen geächtete Kreml-Chef vom Flieger aus auf ihn zulief. Dann schüttelten sich die beiden Präsidenten lange die Hand, lachten und sprachen miteinander. Trump nahm den Kreml-Chef sogar in seiner Präsidentenlimousine "The Beast" (Das Biest) mit.

Trump bot Putin damit erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor dreieinhalb Jahren wieder eine große Bühne im Westen. Der Kreml-Chef war von den USA und ihren Verbündeten jahrelang isoliert worden, der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) erließ im März 2023 wegen Kriegsverbrechen sogar einen Haftbefehl gegen Putin. Dieser hat in den USA aber keine Wirkung, weil die US-Regierung den IStGH nicht anerkennt.

Während des Gipfels setzte die russische Armee ihre Angriffe auf die Ukraine fort. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe griff Russland in der Nacht zum Samstag mit 85 Drohnen und einer Rakete an, 61 der Drohnen wurden demnach abgefangen. Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, seine Truppen hätten zwei weitere Dörfer in der Ostukraine eingenommen. In der russischen Grenzregion Kursk wurden nach Behördenangaben zwei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet.

R.Bernasconi--NZN