Zürcher Nachrichten - Mord an Parubij: Ukrainische Polizei verfolgt nach Festnahme "russische Spur"

EUR -
AED 4.368539
AFN 77.909128
ALL 96.236932
AMD 448.269561
ANG 2.129349
AOA 1090.215087
ARS 1670.103528
AUD 1.682947
AWG 2.144123
AZN 2.002076
BAM 1.953513
BBD 2.394786
BDT 145.449723
BGN 1.997657
BHD 0.448429
BIF 3524.044797
BMD 1.189527
BND 1.505325
BOB 8.216278
BRL 6.188039
BSD 1.189003
BTN 107.648524
BWP 15.598346
BYN 3.415786
BYR 23314.737583
BZD 2.39129
CAD 1.611447
CDF 2628.855601
CHF 0.913206
CLF 0.025781
CLP 1017.961522
CNY 8.220645
CNH 8.223584
COP 4362.460993
CRC 588.40621
CUC 1.189527
CUP 31.522477
CVE 110.134677
CZK 24.256603
DJF 211.40286
DKK 7.471303
DOP 74.522131
DZD 153.951371
EGP 55.652875
ERN 17.842911
ETB 184.575918
FJD 2.606965
FKP 0.870402
GBP 0.871418
GEL 3.199617
GGP 0.870402
GHS 13.084517
GIP 0.870402
GMD 87.422128
GNF 10437.605269
GTQ 9.11821
GYD 248.755646
HKD 9.299237
HNL 31.420085
HRK 7.533636
HTG 155.964791
HUF 378.043207
IDR 19950.754017
ILS 3.667004
IMP 0.870402
INR 107.724555
IQD 1557.556937
IRR 50108.843078
ISK 145.001744
JEP 0.870402
JMD 186.031432
JOD 0.843346
JPY 183.69629
KES 153.258499
KGS 104.023777
KHR 4793.795998
KMF 492.939022
KPW 1070.578316
KRW 1733.34431
KWD 0.365137
KYD 0.990828
KZT 584.977794
LAK 25545.101093
LBP 101764.070761
LKR 367.904657
LRD 221.749467
LSL 18.941087
LTL 3.512365
LVL 0.719533
LYD 7.496224
MAD 10.839374
MDL 20.123188
MGA 5263.837658
MKD 61.623988
MMK 2498.182956
MNT 4247.237658
MOP 9.574271
MRU 46.736893
MUR 54.337893
MVR 18.38963
MWK 2061.686397
MXN 20.475092
MYR 4.667112
MZN 75.844321
NAD 18.941087
NGN 1609.942498
NIO 43.758404
NOK 11.332842
NPR 172.238362
NZD 1.968912
OMR 0.457368
PAB 1.188993
PEN 3.992626
PGK 5.101007
PHP 69.599317
PKR 332.613123
PLN 4.217053
PYG 7825.83834
QAR 4.333972
RON 5.090936
RSD 117.330178
RUB 92.102275
RWF 1735.975002
SAR 4.461746
SBD 9.581499
SCR 16.344423
SDG 715.510176
SEK 10.585676
SGD 1.504955
SHP 0.892454
SLE 28.994752
SLL 24943.794523
SOS 679.259251
SRD 45.070836
STD 24620.816107
STN 24.471352
SVC 10.403689
SYP 13155.667676
SZL 18.92237
THB 37.177515
TJS 11.158596
TMT 4.163346
TND 3.425347
TOP 2.864096
TRY 51.902353
TTD 8.064457
TWD 37.474278
TZS 3063.033299
UAH 51.207951
UGX 4226.998177
USD 1.189527
UYU 45.596046
UZS 14648.912185
VES 457.718746
VND 30790.917465
VUV 142.506055
WST 3.228011
XAF 655.189973
XAG 0.014687
XAU 0.000237
XCD 3.214758
XCG 2.142864
XDR 0.814846
XOF 655.189973
XPF 119.331742
YER 283.524064
ZAR 18.984382
ZMK 10707.204865
ZMW 22.620423
ZWL 383.027346
  • DAX

    -27.0200

    24987.85

    -0.11%

  • Euro STOXX 50

    -11.9500

    6047.06

    -0.2%

  • SDAX

    185.4400

    18318.46

    +1.01%

  • TecDAX

    15.8000

    3651.2

    +0.43%

  • EUR/USD

    -0.0021

    1.1899

    -0.18%

  • Goldpreis

    -20.3000

    5059.1

    -0.4%

  • MDAX

    -3.6600

    31962.21

    -0.01%

Mord an Parubij: Ukrainische Polizei verfolgt nach Festnahme "russische Spur"
Mord an Parubij: Ukrainische Polizei verfolgt nach Festnahme "russische Spur" / Foto: GENYA SAVILOV - AFP/Archiv

Mord an Parubij: Ukrainische Polizei verfolgt nach Festnahme "russische Spur"

Zwei Tage nach den tödlichen Schüssen auf den ehemaligen ukrainischen Parlamentspräsidenten Andrij Parubij haben die Behörden einen Fahndungserfolg verkündet. Ein Verdächtiger sei gefasst worden und habe bereits "eine erste Aussage" gemacht, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Montagfrüh in Online-Netzwerken. Die Polizei verfolge eine "russische Spur", erklärte der Chef der ukrainischen Polizei Iwan Wygiwskyj in Onlinemedien, ohne Details zu nennen.

Textgröße:

Parubij, eine der Leitfiguren der pro-europäischen Bewegungen in der Ukraine, war am Samstag in der westukrainischen Stadt Lwiw auf offener Straße erschossen worden. "Wir wissen, dass dies kein zufälliges Verbrechen war", erklärte Wygiwskyj weiter. Der Täter habe acht Mal auf Parubij gezielt und sich vor seiner Flucht vergewissert, "dass das Opfer wirklich tot war".

Innenminister Ihor Klymenko erklärte im Onlinedienst Telegram, an dem Einsatz zur Festnahme des Verdächtigen seien Dutzende Polizisten und andere Sicherheitskräfte beteiligt gewesen. Der Zugriff gelang demnach in der westlichen Region Chmelnytsky.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt könne er "nicht viele Details" dazu nennen, führte Klymenko aus. "Ich werde nur sagen, dass das Verbrechen sorgfältig vorbereitet wurde: Der Zeitablauf der Bewegungen des Verstorbenen wurde erforscht, die Route wurde festgelegt und ein Fluchtplan wurde entworfen."

Selenskyj erklärte, Klymenko und Sicherheitsbehörden-Chef Wasyl Malijuk hätten ihn über den Fahndungserfolg informiert. Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko habe der Verdächtige "eine erste Aussage" gemacht. Der Präsident dankte den Strafverfolgungsbehörden "für ihre schnelle und abgestimmte Arbeit" und führte aus, dass die Ermittlungen in dem Fall andauerten. "Derzeit laufen dringende Ermittlungsmaßnahmen, um alle Umstände dieses Mordes zu klären", erklärte Selenskyj.

Parubij war in Lwiw auf offener Straße erschossen worden. Die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft teilte dazu am Samstag mit, ein Mann habe "mehrere Schüsse" auf den 54-Jährigen abgefeuert und ihn "auf der Stelle" getötet. Die Behörde leitete eine Untersuchung wegen "vorsätzlichen Mordes" ein.

Bilder des mutmaßlichen Tatorts, die in ukrainischen Medien veröffentlicht worden waren, zeigten einen am Boden liegenden Mann mit blutüberströmtem Gesicht. Der Verdächtige sei als Lieferant gekleidet gewesen und habe ein Elektrofahrrad gefahren, meldete der ukrainische Sender Suspilne.

Bereits in einigen Würdigungen ukrainischer Politiker wurde der Verdacht geäußert, dass Russland an dem Mordanschlag beteiligt gewesen sei. Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 haben beide Länder einander mehrfach die Ermordung von Politikern und ranghohen Militärvertretern vorgeworfen. Russische Staatsmedien berichteten, dass Parubij seit 2023 auf einer Fahndungsliste der Behörden in Russland stand.

Parubij war von 2016 bis 2019 Parlamentspräsident der Ukraine und diente zuvor einige Monate als Vorsitzender des Sicherheitsrats. Schon zu Sowjetzeiten hatte sich der studierte Historiker für die Unabhängigkeit der Ukraine eingesetzt. Er galt als eine der Leitfiguren bei den großen pro-europäischen Bewegungen der jüngeren ukrainischen Geschichte: der Maidan-Revolution von 2014 sowie der Orangefarbenen Revolution im Jahr 2004.

Parubij befehligte Verteidigungsgruppen während der Maidan-Proteste, die blutig niedergeschlagen wurden. Die pro-europäischen Proteste stürzten 2014 den vom Kreml unterstützten damaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch. Im Jahr 2014 überlebte Parubij einen versuchten Mordanschlag mit einer Kampfgranate.

E.Leuenberger--NZN