Zürcher Nachrichten - Israel setzt Angriffe auf Stadt Gaza fort und ruft zu Evakuierung auf

EUR -
AED 4.371967
AFN 77.96724
ALL 96.488757
AMD 447.445981
ANG 2.131021
AOA 1091.049708
ARS 1686.293235
AUD 1.682726
AWG 2.14283
AZN 2.010293
BAM 1.955572
BBD 2.390321
BDT 145.043099
BGN 1.999225
BHD 0.448782
BIF 3511.690795
BMD 1.190461
BND 1.506025
BOB 8.218042
BRL 6.183852
BSD 1.186762
BTN 107.589011
BWP 15.640178
BYN 3.420401
BYR 23333.041082
BZD 2.386822
CAD 1.614682
CDF 2636.871372
CHF 0.912367
CLF 0.025773
CLP 1016.451184
CNY 8.240971
CNH 8.227338
COP 4372.659517
CRC 588.331444
CUC 1.190461
CUP 31.547224
CVE 110.25169
CZK 24.242256
DJF 211.335374
DKK 7.471341
DOP 74.711294
DZD 154.161137
EGP 55.804663
ERN 17.856919
ETB 185.11203
FJD 2.609616
FKP 0.871086
GBP 0.871257
GEL 3.203018
GGP 0.871086
GHS 13.060478
GIP 0.871086
GMD 87.493695
GNF 10418.82969
GTQ 9.103901
GYD 248.291068
HKD 9.306478
HNL 31.349347
HRK 7.535382
HTG 155.631865
HUF 377.719071
IDR 19997.368577
ILS 3.670609
IMP 0.871086
INR 107.784242
IQD 1554.718834
IRR 50148.181596
ISK 144.986303
JEP 0.871086
JMD 185.628369
JOD 0.844062
JPY 184.791699
KES 153.447467
KGS 104.106084
KHR 4786.442253
KMF 492.851202
KPW 1071.418786
KRW 1740.570689
KWD 0.365579
KYD 0.988985
KZT 586.091705
LAK 25505.027988
LBP 106629.710152
LKR 367.317198
LRD 220.74335
LSL 19.021583
LTL 3.515123
LVL 0.720098
LYD 7.503126
MAD 10.854035
MDL 20.157651
MGA 5210.392851
MKD 61.635066
MMK 2500.144183
MNT 4250.572
MOP 9.554487
MRU 47.126509
MUR 54.379774
MVR 18.404276
MWK 2057.860205
MXN 20.467345
MYR 4.670775
MZN 75.903568
NAD 19.021583
NGN 1613.003636
NIO 43.674911
NOK 11.330066
NPR 172.142941
NZD 1.969779
OMR 0.457729
PAB 1.186762
PEN 3.985836
PGK 5.163398
PHP 69.668766
PKR 331.85523
PLN 4.213548
PYG 7825.08817
QAR 4.326178
RON 5.091368
RSD 117.319694
RUB 91.96356
RWF 1732.698095
SAR 4.465111
SBD 9.589021
SCR 16.471854
SDG 716.062345
SEK 10.624486
SGD 1.507159
SHP 0.893154
SLE 29.196065
SLL 24963.376932
SOS 677.021109
SRD 45.203599
STD 24640.144958
STN 24.497145
SVC 10.38479
SYP 13165.995682
SZL 19.012785
THB 37.099564
TJS 11.114258
TMT 4.166614
TND 3.428186
TOP 2.866345
TRY 51.940418
TTD 8.040063
TWD 37.518613
TZS 3078.648294
UAH 51.158839
UGX 4224.507733
USD 1.190461
UYU 45.504506
UZS 14601.175925
VES 458.078084
VND 30815.090225
VUV 142.617931
WST 3.230545
XAF 655.880573
XAG 0.01452
XAU 0.000236
XCD 3.217281
XCG 2.138851
XDR 0.815705
XOF 655.880573
XPF 119.331742
YER 283.746032
ZAR 18.957384
ZMK 10715.574506
ZMW 22.436386
ZWL 383.328046
  • Euro STOXX 50

    8.4400

    6067.45

    +0.14%

  • MDAX

    -30.5700

    31935.3

    -0.1%

  • TecDAX

    -2.3600

    3633.04

    -0.06%

  • DAX

    -12.8700

    25002

    -0.05%

  • SDAX

    133.6800

    18266.7

    +0.73%

  • Goldpreis

    -1.7000

    5077.7

    -0.03%

  • EUR/USD

    -0.0010

    1.191

    -0.08%

Israel setzt Angriffe auf Stadt Gaza fort und ruft zu Evakuierung auf
Israel setzt Angriffe auf Stadt Gaza fort und ruft zu Evakuierung auf / Foto: Eyad BABA - AFP

Israel setzt Angriffe auf Stadt Gaza fort und ruft zu Evakuierung auf

Die israelische Armee hat ihre Angriffe im Gazastreifen am Wochenende unvermindert fortgesetzt und die Einwohner der Stadt Gaza ultimativ zur Flucht aufgefordert. Regierungschef Benjamin Netanjahu sagte am Sonntag zu Beginn einer Kabinettssitzung, die Soldaten intensivierten "das Vorgehen am Stadtrand und in Gaza selbst". Am Samstag hatte die Armee alle Bewohner von Gaza aufgefordert, sich "unverzüglich" in ein zur "humanitären Zone" erklärtes Gebiet im Süden des Gazastreifens zu begeben.

Textgröße:

Israel sei dabei, "terroristische Infrastruktur zu zerstören und identifizierte Terrortürme niederzureißen", sagte Netanjahu am Sonntag vor seinen Ministern offenbar mit Blick auf mehrere angegriffene Hochhäuser in Gaza. Israel kontrolliert nach eigenen Angaben bereits rund 40 Prozent des Gebietes der Stadt.

Am Samstag hatte die israelische Armee mit einem Luftangriff ein 15-stöckiges Hochhaus in Gaza zerstört. Zuvor hatte der für die Kommunikation auf Arabisch zuständige Militärsprecher Avichay Adraee den Luftangriff in mehreren Onlinediensten angekündigt und die Bewohner des Stadtteils Al-Rimal im Südwesten der Stadt zur Evakuierung aufgefordert. Die israelische Armee erklärte, "Hamas-Terroristen" hätten in dem Gebäude Technik und Beobachtungsposten installiert, "um die israelischen Truppen zu überwachen".

Die israelische Armee hatte bereits am Freitag ein Hochhaus in Gaza zerstört. Vor dem Angriff hatte die Armee erklärt, dass "bedeutende terroristische Aktivitäten der Hamas" in der Stadt und "insbesondere in Hochhäusern identifiziert" worden seien.

In einer getrennten Evakuierungsaufforderung für die gesamte Stadt Gaza schrieb Armeesprecher Adraee auf arabisch, diese richte sich "an die Bewohner der Stadt Gaza und alle, die sich dort aufhalten". Sie sollten sich in die "humanitären Zone" Al-Mawasi im Süden des Gazastreifens begeben.

In einer englischsprachigen Mitteilung erklärte die Armee zudem, in Al-Mawasi sei "grundlegende humanitäre Infrastruktur" vorhanden, darunter "Feldlazarette, Wasserleitungen und Entsalzungsanlagen sowie die kontinuierliche Versorgung mit Nahrungsmitteln, Zelten, Medikamenten und medizinischer Ausrüstung". Der humanitäre Einsatz in der Zone werde zusammen mit der UNO und internationalen Organisationen "permanent fortgesetzt", parallel zur Ausweitung des Militäreinsatzes am Boden.

Israel hatte Al-Mawasi bereits zu Beginn des Krieges, der durch den Großangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ausgelöst worden war, zur sicheren Zone erklärt. Ungeachtet dessen führte die Armee seitdem zahlreiche Luftangriffe in dem Gebiet aus. Die Armee erklärte zur Begründung, sie ziele auf Hamas-Kämpfer, die sich zwischen den Zivilisten versteckten.

Nach UN-Schätzungen halten sich in Gaza und Umgebung noch rund eine Million Menschen auf. Dutzende Palästinenser, die AFP in den vergangenen Wochen in der Stadt Gaza interviewte, sagten, es gebe im Gazastreifen "keinen sicheren Platz". Viele erklärten, sie würden lieber sterben, als ein weiteres Mal vertrieben zu werden.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten mit ihrem Überfall auf Israel den Krieg ausgelöst. Bei dem Großangriff wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Noch immer werden 47 Menschen von der Hamas festgehalten, 25 von ihnen sind nach israelischen Angaben bereits tot.

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben der Hamas-Behörden, die nicht unabhängig überprüft werden können, bislang mehr als 64.300 Menschen getötet.

Unterdessen wurde das israelische Staatsgebiet erneut aus dem Gazastreifen und aus dem Jemen unter Beschuss genommen. Die islamistische Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad, die mit der im Gazastreifen herrschenden Hamas verbündet ist, reklamierte einen der Angriffe für sich.

Infolge eines Angriffs mit mehreren Drohnen aus dem Jemen wurde im Süden Israels ein Mann verletzt. Der 63-Jährige sei am Flughafen Ramon nahe der am Roten Meer gelegenen Hafenstadt Eilat durch Trümmerteile "leicht verletzt worden", erklärte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom.

Die in weiten Teilen Jemens regierende pro-iranische Huthi-Miliz hatte zuvor Vergeltung für die Ende August erfolgte Tötung des von ihr ernannten Regierungschefs angekündigt. Danach hatten die Islamisten Israel bereits mit mehreren ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen.

Die israelische Regierung äußerte am Wochenende erneut scharfe Kritik an der geplanten Anerkennung eines Palästinenserstaats durch mehrere westliche Staaten während der am 23. September beginnenden UN-Generaldebatte. Außenminister Gideon Saar bezeichnete den unter anderem von Frankreich und Kanada angekündigten Schritt als "enormen Fehler". Eine Anerkennung "würde das Erreichen von Frieden weiter erschweren", sagte Saar am Sonntag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem dänischen Amtskollegen Lars Lökke Rasmussen und fügte an, diese würde "Israel dazu drängen, ebenfalls unilaterale Schritte zu unternehmen".

W.O.Ludwig--NZN