Zürcher Nachrichten - Trotz Streits um Klimaziele: EU sieht sich weiter in "Führungsrolle"

EUR -
AED 4.376258
AFN 78.044871
ALL 97.593682
AMD 450.340723
ANG 2.13283
AOA 1092.580545
ARS 1687.741549
AUD 1.679798
AWG 2.14465
AZN 2.021069
BAM 1.962053
BBD 2.398253
BDT 145.523769
BGN 2.000923
BHD 0.449152
BIF 3521.991511
BMD 1.191472
BND 1.511028
BOB 8.245381
BRL 6.187437
BSD 1.1907
BTN 107.947376
BWP 15.692207
BYN 3.43178
BYR 23352.85305
BZD 2.394762
CAD 1.615267
CDF 2639.110465
CHF 0.913502
CLF 0.025735
CLP 1016.170304
CNY 8.247968
CNH 8.239595
COP 4373.882144
CRC 590.288618
CUC 1.191472
CUP 31.574011
CVE 111.223619
CZK 24.2175
DJF 211.748097
DKK 7.471739
DOP 74.645324
DZD 154.242024
EGP 55.833696
ERN 17.872081
ETB 184.857039
FJD 2.60837
FKP 0.875932
GBP 0.870055
GEL 3.210985
GGP 0.875932
GHS 13.117885
GIP 0.875932
GMD 87.569535
GNF 10437.893399
GTQ 9.134109
GYD 249.117046
HKD 9.311253
HNL 31.520385
HRK 7.533436
HTG 156.149598
HUF 376.726203
IDR 20016.731186
ILS 3.672592
IMP 0.875932
INR 108.140807
IQD 1561.42418
IRR 50190.762165
ISK 145.014472
JEP 0.875932
JMD 186.243538
JOD 0.844767
JPY 185.761235
KES 153.700033
KGS 104.194635
KHR 4805.206804
KMF 499.226863
KPW 1072.317263
KRW 1737.142213
KWD 0.365532
KYD 0.992275
KZT 588.041428
LAK 25616.650128
LBP 105680.60342
LKR 368.536032
LRD 221.791971
LSL 19.424
LTL 3.518107
LVL 0.720709
LYD 7.536051
MAD 10.94368
MDL 20.224709
MGA 5290.135743
MKD 61.633211
MMK 2501.703724
MNT 4249.132116
MOP 9.586271
MRU 47.479863
MUR 54.86697
MVR 18.407948
MWK 2069.586733
MXN 20.49805
MYR 4.68785
MZN 75.955818
NAD 19.423145
NGN 1626.871546
NIO 43.723057
NOK 11.421428
NPR 172.715601
NZD 1.967693
OMR 0.458063
PAB 1.190705
PEN 4.012284
PGK 5.082839
PHP 69.698135
PKR 333.250714
PLN 4.208089
PYG 7851.020364
QAR 4.338567
RON 5.091117
RSD 117.388633
RUB 91.744506
RWF 1731.208953
SAR 4.468589
SBD 9.601059
SCR 16.330338
SDG 716.674747
SEK 10.625834
SGD 1.507939
SHP 0.893913
SLE 29.131498
SLL 24984.57321
SOS 680.917918
SRD 45.241981
STD 24661.066782
STN 25.080488
SVC 10.419205
SYP 13177.174863
SZL 19.415191
THB 37.076821
TJS 11.151278
TMT 4.17611
TND 3.392711
TOP 2.868779
TRY 51.936226
TTD 8.06681
TWD 37.598444
TZS 3078.283743
UAH 51.328378
UGX 4238.507672
USD 1.191472
UYU 45.655499
UZS 14625.319573
VES 450.358729
VND 30871.041966
VUV 142.590546
WST 3.253577
XAF 658.062459
XAG 0.014234
XAU 0.000235
XCD 3.220013
XCG 2.145966
XDR 0.821945
XOF 660.67047
XPF 119.331742
YER 284.046544
ZAR 18.942988
ZMK 10724.686409
ZMW 22.511024
ZWL 383.653528
  • Euro STOXX 50

    60.6100

    6059.01

    +1%

  • MDAX

    303.0400

    31965.87

    +0.95%

  • DAX

    293.4100

    25014.87

    +1.17%

  • SDAX

    239.3000

    18133.02

    +1.32%

  • Goldpreis

    104.4000

    5084.2

    +2.05%

  • TecDAX

    15.8000

    3635.4

    +0.43%

  • EUR/USD

    0.0098

    1.1918

    +0.82%

Trotz Streits um Klimaziele: EU sieht sich weiter in "Führungsrolle"
Trotz Streits um Klimaziele: EU sieht sich weiter in "Führungsrolle" / Foto: Nicolas TUCAT - AFP/Archiv

Trotz Streits um Klimaziele: EU sieht sich weiter in "Führungsrolle"

Trotz des anhaltenden Streits um die europäischen Klimaziele für die kommenden Jahrzehnte sieht sich die EU auf internationaler Bühne weiter als Vorreiterin. "Ich bin überzeugt, dass wir die Führungsrolle, die wir in den vergangenen Jahren gespielt habe, fortsetzen werden", sagte EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra am Rande eines Treffens der EU-Umweltminister am Donnerstag. Anstelle konkreter Zusagen für die nächste UN-Klimakonferenz steht in Brüssel allerdings nur eine mögliche Notlösung auf der Tagesordnung.

Textgröße:

Die 27 EU-Staaten konnten sich bislang nicht auf gemeinsame Zusagen für die UN-Konferenz im November in Brasilien einigen. Eine bereits verlängerte Frist der UNO für diese Zusage läuft Ende des Monats aus. Die Umweltministerinnen und -minister beraten am Donnerstag deshalb über eine allgemeine Absichtserklärung, in denen die EU lediglich ihre bereits beschlossenen Klimaziele bekräftigt.

So könnte die EU zusagen, ihre Treibhausgas-Emissionen bis 2035 um 66,25 bis 72,5 Prozent im Vergleich zum Stand von 1990 zu senken. Mit dieser Spanne umginge die EU eine Festlegung auf eine konkrete Zahl, was dem Ergebnis der Verhandlungen über ein gesetzlich festgelegtes EU-Klimaziel für 2040 vorgreifen würde. Dieses Ziel ist im Gegensatz zu den UN-Zusagen rechtlich bindend, verlangt den 27 Ländern konkrete Bemühungen für mehr Klimaschutz ab und sorgt deshalb für Streit.

Die Kommission hatte für 2040 vorgeschlagen, die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 90 Prozent zu verringern. Für drei Prozentpunkte davon sollen die Mitgliedstaaten CO2-Zertifikate aus dem Ausland anrechnen lassen können. Die Vorschläge entsprechen grundsätzlich der Position der Bundesregierung in Berlin. Ländern wie Italien, Tschechien und Ungarn sind sie zu ambitioniert, Frankreich verlangt Hilfen für die Industrie.

Italiens Umweltminister Gilberto Fratin forderte, die EU-Klimaziele müssten "realistisch" sein. Die EU müsse für niedrigere Energiepreise sorgen, den Mitgliedsländern Spielraum lassen und Hilfen für die Industrie aufsetzen. Ansonsten drohten den Regierungen "Ziele, die sie nicht umsetzen können, und die Kosten werden für die Bürger und unsere Unternehmen zu hoch sein", sagte er während der Sitzung.

Deutschland, Frankreich, Italien und Polen setzen sich dafür ein, das Klimaziel zur Chefsache zu machen und das Thema beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs Ende Oktober auf die Tagesordnung zu setzen. Im Anschluss könnten dann die Umweltminister entscheiden - zu spät für die Klimakonferenz im November, sodass nun eine Notlösung gefunden werden muss.

"Ich hätte mir gewünscht, dass wir ein bisschen schneller gewesen wären", sagte der zuständige Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, in Brüssel. Er rief die EU-Staaten auf, beim Klimaschutz zusammenzuarbeiten: "Wir müssen auch aufpassen, dass wir über den Klimaschutz die Europäische Union nicht weiter spalten."

Klimakommissar Hoekstra zeigte sich am Donnerstag überzeugt, dass die EU trotz des Streits "am Ende des Tages entweder das ehrgeizigste oder eines der ehrgeizigsten" Ziele für die UN-Klimakonferenz vorweisen werde. Das gelte auch, wenn die EU lediglich mit einer Absichtserklärung für 2035 nach Brasilien reise, erklärte Polens Klimastaatssekretär Krzystof Bolesta.

W.O.Ludwig--NZN