Zürcher Nachrichten - Vier westliche Staaten erkennen Palästinenserstaat an - Kritik aus Israel

EUR -
AED 4.302068
AFN 74.971067
ALL 95.715424
AMD 440.340932
AOA 1074.198692
ARS 1618.829067
AUD 1.656265
AWG 2.110033
AZN 1.984292
BAM 1.955327
BBD 2.35853
BDT 143.865224
BHD 0.441838
BIF 3480.342769
BMD 1.171427
BND 1.492139
BOB 8.091077
BRL 5.98423
BSD 1.171017
BTN 108.619762
BWP 15.719322
BYN 3.360988
BYR 22959.965994
BZD 2.354849
CAD 1.618812
CDF 2694.281538
CHF 0.924016
CLF 0.026515
CLP 1043.588736
CNY 8.003012
CNH 7.996001
COP 4281.377659
CRC 541.968992
CUC 1.171427
CUP 31.042811
CVE 110.238353
CZK 24.364331
DJF 208.50468
DKK 7.472591
DOP 70.512955
DZD 154.897846
EGP 62.18555
ERN 17.571403
ETB 183.726931
FJD 2.589239
FKP 0.871474
GBP 0.871121
GEL 3.151232
GGP 0.871474
GHS 12.885345
GIP 0.871474
GMD 86.685389
GNF 10274.516389
GTQ 8.957835
GYD 244.961511
HKD 9.175781
HNL 31.100482
HRK 7.534033
HTG 153.542885
HUF 377.105842
IDR 20026.244625
ILS 3.571165
IMP 0.871474
INR 108.825143
IQD 1534.029186
IRR 1541597.716834
ISK 143.194975
JEP 0.871474
JMD 185.145246
JOD 0.830506
JPY 186.448971
KES 151.500785
KGS 102.441601
KHR 4687.306768
KMF 493.170589
KPW 1054.299841
KRW 1736.593707
KWD 0.361748
KYD 0.975748
KZT 553.310124
LAK 25820.672599
LBP 104855.922087
LKR 369.560668
LRD 215.442174
LSL 19.212656
LTL 3.458919
LVL 0.708584
LYD 7.444201
MAD 10.884269
MDL 20.173712
MGA 4859.244658
MKD 61.622209
MMK 2460.581451
MNT 4211.673632
MOP 9.445588
MRU 46.805686
MUR 54.4949
MVR 18.098422
MWK 2030.266591
MXN 20.31851
MYR 4.644748
MZN 74.913273
NAD 19.212656
NGN 1592.894267
NIO 43.089584
NOK 11.115868
NPR 173.79122
NZD 2.00348
OMR 0.450407
PAB 1.170877
PEN 3.952145
PGK 5.068775
PHP 70.111076
PKR 326.622447
PLN 4.243833
PYG 7573.169373
QAR 4.269168
RON 5.090553
RSD 117.371122
RUB 89.608863
RWF 1709.882326
SAR 4.396088
SBD 9.428326
SCR 15.744732
SDG 704.027841
SEK 10.834501
SGD 1.492111
SLE 28.793323
SOS 669.158275
SRD 44.016951
STD 24246.170413
STN 24.494079
SVC 10.246523
SYP 129.499042
SZL 19.215059
THB 37.594634
TJS 11.12908
TMT 4.105851
TND 3.421773
TRY 52.329664
TTD 7.947079
TWD 37.209786
TZS 3039.852369
UAH 50.877202
UGX 4332.952616
USD 1.171427
UYU 47.248579
UZS 14239.557938
VES 556.501957
VND 30849.525738
VUV 139.646357
WST 3.215517
XAF 655.720129
XAG 0.015493
XAU 0.000246
XCD 3.165839
XCG 2.11049
XDR 0.817787
XOF 655.798477
XPF 119.331742
YER 279.444044
ZAR 19.237178
ZMK 10544.247731
ZMW 22.275953
ZWL 377.198963
  • Euro STOXX 50

    54.8700

    5951.16

    +0.92%

  • Goldpreis

    -1.4000

    4816.6

    -0.03%

  • DAX

    155.2900

    23962.28

    +0.65%

  • MDAX

    439.4100

    30491.77

    +1.44%

  • TecDAX

    29.2600

    3546.18

    +0.83%

  • SDAX

    276.1700

    17309.74

    +1.6%

  • EUR/USD

    0.0034

    1.1737

    +0.29%

Vier westliche Staaten erkennen Palästinenserstaat an - Kritik aus Israel
Vier westliche Staaten erkennen Palästinenserstaat an - Kritik aus Israel / Foto: ANGELA WEISS - AFP/Archiv

Vier westliche Staaten erkennen Palästinenserstaat an - Kritik aus Israel

Historischer Schritt in der Nahost-Politik: Mit Großbritannien, Kanada, Australien und Portugal haben am Sonntag vier westliche Staaten die Anerkennung eines Palästinenserstaates verkündet. Politiker aller vier Länder betonten dabei ihre Hoffnung auf die Realisierung der Zweistaatenlösung und auf ein friedliches Nebeneinander Israels und eines palästinensischen Staates in der Zukunft. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kritisierte den Schritt heftig und betonte, es werde niemals einen Palästinenserstaat geben. Stattdessen werde Israel den Bau jüdischer Siedlungen im Westjordanland nun noch verstärken.

Textgröße:

Großbritannien und Kanada sind die ersten Mitglieder der G7-Gruppe großer Wirtschaftsnationen, die einen Palästinenserstaat anerkennen. Mit den Ankündigungen vom Sonntag tun dies nach einer Zählung der Nachrichtenagentur inzwischen mindestens 144 der 193 UN-Mitgliedstaaten.

"Um die Hoffnung auf Frieden für Palästinenser und Israelis und auf eine Zweistaatenlösung wiederzubeleben" erkenne Großbritannien einen palästinensischen Staat an, schrieb der britische Premierminister Keir Starmer im Onlinedienst X. Ähnlich äußerte sich der kanadische Regierungschef Mark Carney, der zugleich die partnerschaftliche Hilfe seines Landes bei den Bemühungen um "eine friedliche Zukunft sowohl für den Staat Palästina als auch für den Staat Israel" anbot.

Australiens Premierminister Anthony Albanese erklärte, mit dem Schritt würden "die legitimen und seit langem gehegten Bestrebungen des palästinensischen Volkes nach einem eigenen Staat" anerkannt. Sein Land wolle mit diesem Schritt die Bemühungen um die Zweistaatenlösung unterstützen. Diese sieht die friedliche Koexistenz eines Palästinenserstaats an der Seite Israels vor.

Der portugiesische Außenminister Paulo Rangel sprach von der "Erfüllung einer grundlegenden, beständigen und weithin anerkannten Politik". Portugal setze sich für die Zweistaatenlösung als "einzigen Weg zu einem gerechten und dauerhaften Frieden" zwischen Israel und den Palästinensern ein.

Israels Regierungschef Netanjahu sagte in einer Reaktion, es werde niemals ein Palästinenserstaat zustandekommen: "Ich habe eine klare Botschaft: Kein Palästinenserstaat wird westlich des Jordans errichtet werden". Staaten, die nach dem Überfall der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 einen palästinensischen Staat anerkennen, belohnten damit den "Terror", warnte der israelische Ministerpräsident. Ein palästinensischer Staat wäre für Israel existenzgefährdend und "absurd", betonte Netanjahu.

Zur Generaldebatte der UN-Vollversammlung werden in den kommenden Tagen rund 140 Staats- und Regierungschefs in New York erwartet. Frankreich veranstaltet am Montag gemeinsam mit Saudi-Arabien am Rande der Generaldebatte ein Gipfeltreffen, bei dem der französische Präsident Emmanuel Macron und weitere Regierungen ebenfalls ihre offizielle Anerkennung eines Palästinenserstaats verkünden wollen.

Die USA lehnen diesen Schritt dagegen komplett ab. Deutschland plant "kurzfristig" keine Anerkennung eines palästinensischen Staats.

Der internationale Druck auf Israel wächst angesichts des Vorgehens der israelischen Armee im Gazastreifen zusehends. London fälle seine Entscheidung "im Angesicht des wachsenden Grauens im Nahen Osten", erklärte Premier Starmer am Sonntag. Er erneuerte die Forderung nach einer Waffenruhe und forderte die radikalislamische Hamas zur Freilassung der verbliebenen israelischen Geiseln auf.

Die Hamas und ihre Verbündeten hatten Israel am 7. Oktober 2023 überfallen und damit den Gaza-Krieg ausgelöst. Bei dem Großangriff wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet, 251 weitere wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach unabhängig nicht überprüfbaren Angaben der Hamas-Behörden bislang mehr als 65.000 Menschen getötet.

E.Leuenberger--NZN