Zürcher Nachrichten - Frankreichs Gewerkschaften kündigen neue Proteste am 2. Oktober an

EUR -
AED 4.292856
AFN 74.811013
ALL 95.758004
AMD 439.584403
AOA 1071.899958
ARS 1615.399361
AUD 1.65382
AWG 2.105518
AZN 2.052807
BAM 1.956344
BBD 2.351384
BDT 143.419901
BHD 0.440959
BIF 3471.693024
BMD 1.16892
BND 1.489127
BOB 8.067279
BRL 5.958571
BSD 1.16744
BTN 108.113854
BWP 15.725577
BYN 3.39093
BYR 22910.83612
BZD 2.348014
CAD 1.616324
CDF 2688.516258
CHF 0.924049
CLF 0.026465
CLP 1041.578414
CNY 7.985887
CNH 7.984561
COP 4272.239719
CRC 542.755646
CUC 1.16892
CUP 30.976386
CVE 110.478184
CZK 24.375844
DJF 207.740664
DKK 7.472498
DOP 70.57353
DZD 154.700132
EGP 62.058327
ERN 17.533803
ETB 182.994654
FJD 2.583902
FKP 0.869768
GBP 0.871109
GEL 3.144048
GGP 0.869768
GHS 12.875695
GIP 0.869768
GMD 86.499858
GNF 10257.274577
GTQ 8.931523
GYD 244.248998
HKD 9.158197
HNL 31.128258
HRK 7.533805
HTG 153.113908
HUF 377.188921
IDR 19997.594726
ILS 3.572448
IMP 0.869768
INR 108.282946
IQD 1531.285475
IRR 1538298.996652
ISK 143.403564
JEP 0.869768
JMD 184.583722
JOD 0.828765
JPY 186.171615
KES 150.966141
KGS 102.220317
KHR 4690.288808
KMF 492.115113
KPW 1051.974571
KRW 1731.059719
KWD 0.361091
KYD 0.972883
KZT 556.712029
LAK 25675.332478
LBP 104620.483213
LKR 368.367212
LRD 215.373677
LSL 19.088267
LTL 3.451517
LVL 0.707068
LYD 7.428482
MAD 10.836555
MDL 20.162127
MGA 4851.019228
MKD 61.629212
MMK 2454.475424
MNT 4179.182492
MOP 9.420942
MRU 46.768658
MUR 54.378586
MVR 18.060309
MWK 2030.414798
MXN 20.320043
MYR 4.634758
MZN 74.752294
NAD 19.088101
NGN 1591.777358
NIO 42.922942
NOK 11.118535
NPR 172.980345
NZD 1.998479
OMR 0.449448
PAB 1.16743
PEN 3.94218
PGK 5.039507
PHP 69.930678
PKR 326.157928
PLN 4.250153
PYG 7542.19513
QAR 4.262
RON 5.091462
RSD 117.37248
RUB 90.731993
RWF 1708.376887
SAR 4.386329
SBD 9.408151
SCR 16.899377
SDG 702.520794
SEK 10.873878
SGD 1.489894
SLE 28.7552
SOS 668.039996
SRD 43.922762
STD 24194.28831
STN 24.90969
SVC 10.214973
SYP 129.228602
SZL 19.088686
THB 37.607722
TJS 11.108433
TMT 4.097065
TND 3.370873
TRY 52.231832
TTD 7.919305
TWD 37.128178
TZS 3045.036993
UAH 50.709959
UGX 4302.21534
USD 1.16892
UYU 47.383385
UZS 14284.205282
VES 555.311151
VND 30780.591435
VUV 139.726541
WST 3.237081
XAF 656.14797
XAG 0.01541
XAU 0.000245
XCD 3.159065
XCG 2.104112
XDR 0.816038
XOF 656.347347
XPF 119.331742
YER 278.846329
ZAR 19.188936
ZMK 10521.677406
ZMW 22.269481
ZWL 376.391831
  • Euro STOXX 50

    3.4400

    5899.73

    +0.06%

  • SDAX

    121.2200

    17154.79

    +0.71%

  • TecDAX

    22.6600

    3539.58

    +0.64%

  • DAX

    -17.3700

    23789.62

    -0.07%

  • Goldpreis

    -48.6000

    4769.4

    -1.02%

  • MDAX

    34.7000

    30087.06

    +0.12%

  • EUR/USD

    0.0007

    1.171

    +0.06%

Frankreichs Gewerkschaften kündigen neue Proteste am 2. Oktober an
Frankreichs Gewerkschaften kündigen neue Proteste am 2. Oktober an / Foto: JEFF PACHOUD - AFP/Archiv

Frankreichs Gewerkschaften kündigen neue Proteste am 2. Oktober an

Frankreich hat seit gut zwei Wochen keine voll handlungsfähige Regierung mehr und ist von einem Haushaltskompromiss noch weit entfernt: Die Gewerkschaften haben nun für den 2. Oktober zu einem neuen Protesttag aufgerufen. Ihr Gespräch mit dem neuen Premierminister Sébastien Lecornu habe keine Fortschritte gebracht, erklärten mehrere Gewerkschaftsvertreter am Mittwoch in Paris. Es habe "zwei Stunden lang Floskeln" gegeben, sagte CFDT-Gewerkschafschefin Marylise Léon.

Textgröße:

Auf die von den Gewerkschaften geforderte Aussetzung der seit 2023 geltenden Rentenreform, mit der das Rentenalter von 62 auf 64 Jahre angehoben wurde, sei Lecornu gar nicht erst eingegangen, kritisierte CGT-Chefin Sophie Binet. "Wir fordern die Abschaffung der Rentenreform, da sie die Quelle aller Probleme ist", sagte Binet. Lecornu habe bei dem Treffen mit den Gewerkschaftsvertretern eingeräumt, dass er "der schwächste Premierminister" der jüngeren Zeit sei. Damit spielte er auf die fehlende Mehrheit für das Regierungslager in der Nationalversammlung an.

Lecornu wollte am Mittwoch auch noch die Vertreter der Arbeitgeber empfangen. Diese fürchten ihrerseits, dass Lecornu eine neue Steuer für Superreiche einführen könnte, um die Zustimmung der Sozialisten zu seinem Haushaltsentwurf zu erhalten. Der Chef des Unternehmerverbands Medef, Patrick Martin, warnte mit Blick auf die sogenannte Zucman-Steuer in Höhe von zwei Prozent auf die reichsten Haushalte vor "Theorien, die für unsere Unternehmen gefährlich sein können".

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte Lecornu angesichts der langwierigen Verhandlungen seine Unterstützung ausgesprochen. "Es ist normal und vernünftig, dass er sich Zeit nimmt", sagte Macron. Mit einer Regierungsbildung wird nicht vor dem 2. Oktober gerechnet. Dies könnte sich wegen der angekündigten Proteste nun erneut verzögern.

Lecornu war am 9. September von Macron ernannt worden, nachdem sein Vorgänger François Bayrou wegen seines angekündigten Sparhaushalts gestürzt worden war. Seitdem ist die Regierung nur noch geschäftsführend im Amt. Lecornu berät seitdem mit Vertretern aller Parteien und der Sozialpartner, um einen neuen Haushaltsentwurf für 2026 durch das Parlament zu bekommen. Dabei fällt den Sozialisten eine entscheidende Rolle zu. In der Öffentlichkeit oder in den Medien hat sich Lecornu bislang so gut wie gar nicht gezeigt.

Bei zwei früheren Protesten am 10. und 18. September, die schon vor Bayrous Sturz geplant gewesen waren, waren Hunderttausende auf die Straßen gegangen, um gegen die Sparpläne zu protestieren. Der Unmut richtet sich zunehmend auch gegen Macron und dessen unternehmerfreundliche Wirtschaftspolitik.

Angesichts der dramatischen Staatsverschuldung in Höhe von etwa 114 Prozent des BIP und einem einem Defizit von 5,8 Prozent muss Frankreich im kommenden Jahr jedoch mit drastischen Einschnitten bei den öffentlichen Ausgaben rechnen.

Die Rating-Agentur Fitch hatte kürzlich erst Frankreichs Bonität heruntergestuft.

W.O.Ludwig--NZN