Zürcher Nachrichten - Netanjahu in UN-Rede: Israel lässt sich keinen Palästinenserstaat "aufzwingen"

EUR -
AED 4.292856
AFN 74.811013
ALL 95.758004
AMD 439.584403
AOA 1071.899958
ARS 1615.399361
AUD 1.65382
AWG 2.105518
AZN 2.052807
BAM 1.956344
BBD 2.351384
BDT 143.419901
BHD 0.440959
BIF 3471.693024
BMD 1.16892
BND 1.489127
BOB 8.067279
BRL 5.958571
BSD 1.16744
BTN 108.113854
BWP 15.725577
BYN 3.39093
BYR 22910.83612
BZD 2.348014
CAD 1.616324
CDF 2688.516258
CHF 0.924049
CLF 0.026465
CLP 1041.578414
CNY 7.985887
CNH 7.984561
COP 4272.239719
CRC 542.755646
CUC 1.16892
CUP 30.976386
CVE 110.478184
CZK 24.375844
DJF 207.740664
DKK 7.472498
DOP 70.57353
DZD 154.700132
EGP 62.058327
ERN 17.533803
ETB 182.994654
FJD 2.583902
FKP 0.869768
GBP 0.871109
GEL 3.144048
GGP 0.869768
GHS 12.875695
GIP 0.869768
GMD 86.499858
GNF 10257.274577
GTQ 8.931523
GYD 244.248998
HKD 9.158197
HNL 31.128258
HRK 7.533805
HTG 153.113908
HUF 377.188921
IDR 19997.594726
ILS 3.572448
IMP 0.869768
INR 108.282946
IQD 1531.285475
IRR 1538298.996652
ISK 143.403564
JEP 0.869768
JMD 184.583722
JOD 0.828765
JPY 186.171615
KES 150.966141
KGS 102.220317
KHR 4690.288808
KMF 492.115113
KPW 1051.974571
KRW 1731.059719
KWD 0.361091
KYD 0.972883
KZT 556.712029
LAK 25675.332478
LBP 104620.483213
LKR 368.367212
LRD 215.373677
LSL 19.088267
LTL 3.451517
LVL 0.707068
LYD 7.428482
MAD 10.836555
MDL 20.162127
MGA 4851.019228
MKD 61.629212
MMK 2454.475424
MNT 4179.182492
MOP 9.420942
MRU 46.768658
MUR 54.378586
MVR 18.060309
MWK 2030.414798
MXN 20.320043
MYR 4.634758
MZN 74.752294
NAD 19.088101
NGN 1591.777358
NIO 42.922942
NOK 11.118535
NPR 172.980345
NZD 1.998479
OMR 0.449448
PAB 1.16743
PEN 3.94218
PGK 5.039507
PHP 69.930678
PKR 326.157928
PLN 4.250153
PYG 7542.19513
QAR 4.262
RON 5.091462
RSD 117.37248
RUB 90.731993
RWF 1708.376887
SAR 4.386329
SBD 9.408151
SCR 16.899377
SDG 702.520794
SEK 10.873878
SGD 1.489894
SLE 28.7552
SOS 668.039996
SRD 43.922762
STD 24194.28831
STN 24.90969
SVC 10.214973
SYP 129.228602
SZL 19.088686
THB 37.607722
TJS 11.108433
TMT 4.097065
TND 3.370873
TRY 52.231832
TTD 7.919305
TWD 37.128178
TZS 3045.036993
UAH 50.709959
UGX 4302.21534
USD 1.16892
UYU 47.383385
UZS 14284.205282
VES 555.311151
VND 30780.591435
VUV 139.726541
WST 3.237081
XAF 656.14797
XAG 0.01541
XAU 0.000245
XCD 3.159065
XCG 2.104112
XDR 0.816038
XOF 656.347347
XPF 119.331742
YER 278.846329
ZAR 19.188936
ZMK 10521.677406
ZMW 22.269481
ZWL 376.391831
  • Goldpreis

    -32.0000

    4786

    -0.67%

  • EUR/USD

    -0.0013

    1.169

    -0.11%

  • DAX

    -273.6400

    23806.99

    -1.15%

  • MDAX

    -242.7200

    30052.36

    -0.81%

  • Euro STOXX 50

    -17.0800

    5896.29

    -0.29%

  • TecDAX

    -78.7500

    3516.92

    -2.24%

  • SDAX

    -201.3900

    17033.57

    -1.18%

Netanjahu in UN-Rede: Israel lässt sich keinen Palästinenserstaat "aufzwingen"
Netanjahu in UN-Rede: Israel lässt sich keinen Palästinenserstaat "aufzwingen" / Foto: ANGELA WEISS - AFP

Netanjahu in UN-Rede: Israel lässt sich keinen Palästinenserstaat "aufzwingen"

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die zuletzt erfolgte Anerkennung eines Palästinenserstaats durch mehrere westliche Länder in einer Rede bei der UNO mit harschen Worten verurteilt. "Israel wird Euch nicht erlauben, uns einen terroristischen Staat aufzuzwingen", sagte der israelische Regierungschef am Freitag an die Adresse der westlichen Staatenlenker, die in den vergangenen Tagen einen Palästinenserstaat offiziell anerkannt hatten.

Textgröße:

Die Gründung eines palästinensischen Staats lehnte Netanjahu in seiner Rede vor der UN-Vollversammlung in New York mit der Begründung ab, dass dies den "nationalen Suizid" Israels bedeuten würde. "Wir werden nicht nationalen Suizid begehen, weil Ihr nicht den Mut habt, den feindseligen Medien und antisemitischen Meuten entgegenzutreten, die Israels Blut fordern", sagte der israelische Regierungschef mit Blick auf die westlichen Staaten, die zuletzt einen Palästinenserstaat anerkannt hatten.

Netanjahu warf diesen Regierungen auch vor, mit diesem Schritt der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas "nachgegeben" zu haben, gegen die Israel seit mittlerweile fast zwei Jahren Krieg im Gazastreifen führt. "Ihr habt etwas schrecklich Falsches getan", sagte er. "Es wird ein Schandmal auf Euch allen sein."

Mit ihrer Anerkennung eines palästinensischen Staats hätten diese Regierungen "eine sehr klare Botschaft" ausgesandt, sagte Netanjahu: "Die Ermordung von Juden zahlt sich aus." Er bezog sich damit auf den Großangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023, der den Gaza-Krieg ausgelöst hatte.

Die Anerkennung eines eigenen Staates für die Palästinenser war in den vergangenen Tagen unter anderem von Frankreich, Großbritannien, Portugal, Kanada und Australien vollzogen worden. Damit wollen dies Länder die Bemühungen um die sogenannte Zweistaatenlösung neu beleben, welche die friedliche Existenz eines Palästinenserstaats an der Seite Israels vorsieht.

Deutschland wie auch die USA gehören jedoch nicht zu den laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP inzwischen mindestens 150 Staaten, die einen Palästinenserstaat anerkennen.

Der damalige Hamas-Überfall auf Israel sei von "fast 90 Prozent der palästinensischen Bevölkerung gefeiert worden", führte Netanjahu als Argument gegen einen Palästinenserstaat ins Feld. "Die Palästinenser wollen keinen Staat an der Seite Israel, sie wollen einen palästinensischen Staat anstelle Israels", sagte er.

Am Vortag hatte Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sich hingegen in einer Videoansprache an die UN-Vollversammlung scharf von der Hamas und ihrem Angriff auf Israel distanziert. Er versicherte, dass der Überfall vom 7. Oktober 2023 "nicht das palästinensische Volk repräsentiert" und schloss die Beteiligung der Hamas an einer künftigen Palästinenserregierung strikt aus.

Zur Lage im Gaza-Krieg sagte Netanjahu in seiner Rede, die "Großteil der Terrormaschine der Hamas" sei inzwischen vernichtet worden. Er warnte jedoch, dass von der Hamas weiterhin eine Gefahr für Israel ausgehe. Deshalb müsse Israel "den Job" in seinem Kampf gegen die Hamas "so schnell wie möglich beenden".

Die israelische Armee hatte ihre Angriffe im Gazastreifen zuletzt nochmals ausgeweitet und führt eine massive Offensive aus der Luft und mit Bodentruppen gegen die Stadt Gaza im Norden des Palästinensergebiets aus. Die Stadt gilt als eine der letzten Hochburgen der Hamas in dem Gebiet.

Den Vorwurf eines von Israel verübten "Genozids" im Gazastreifen wies Netanjahu scharf zurück. Er betonte, dass Israel zivile Opfer möglichst zu vermeiden suche und vor seinen Militärangriffen die Bevölkerung der betroffenen Zonen zur Evakuierung aufrufe. Auch benutze Israel keineswegs das "Aushungern" der Bevölkerung als Kriegstaktik.

Vor Beginn der Rede Netanjahus hatten zahlreiche Delegierte verschiedener Staaten aus Protest gegen den israelischen Ministerpräsidenten den Saal der Vollversammlung verlassen. Andere Anwesende applaudierten Netanjahu, als er das Podium betrat.

F.Carpenteri--NZN