Zürcher Nachrichten - UN-Sanktionen gegen den Iran treten wieder in Kraft - E3-Staaten: Kein "Ende der Diplomatie"

EUR -
AED 4.294071
AFN 74.831603
ALL 95.784573
AMD 439.707942
AOA 1072.201088
ARS 1615.867406
AUD 1.653654
AWG 2.106109
AZN 1.985425
BAM 1.956894
BBD 2.352045
BDT 143.460223
BHD 0.4411
BIF 3472.669067
BMD 1.169249
BND 1.489546
BOB 8.069547
BRL 5.959781
BSD 1.167768
BTN 108.144249
BWP 15.729998
BYN 3.391884
BYR 22917.277346
BZD 2.348674
CAD 1.616259
CDF 2689.272888
CHF 0.924315
CLF 0.026472
CLP 1041.870776
CNY 7.988133
CNH 7.986893
COP 4272.996516
CRC 542.908238
CUC 1.169249
CUP 30.985094
CVE 110.493422
CZK 24.375443
DJF 207.798767
DKK 7.472804
DOP 70.593394
DZD 154.729847
EGP 62.06794
ERN 17.538733
ETB 183.045709
FJD 2.583997
FKP 0.870012
GBP 0.871031
GEL 3.145794
GGP 0.870012
GHS 12.879277
GIP 0.870012
GMD 86.524263
GNF 10260.158313
GTQ 8.934034
GYD 244.317667
HKD 9.160451
HNL 31.136458
HRK 7.535455
HTG 153.156955
HUF 376.807391
IDR 20007.016973
ILS 3.586555
IMP 0.870012
INR 108.1205
IQD 1531.715986
IRR 1538731.479262
ISK 143.408709
JEP 0.870012
JMD 184.635617
JOD 0.828979
JPY 186.07251
KES 151.126034
KGS 102.249055
KHR 4691.612767
KMF 492.254153
KPW 1052.270326
KRW 1730.318753
KWD 0.361333
KYD 0.973157
KZT 556.868545
LAK 25682.550613
LBP 104649.896551
LKR 368.470776
LRD 215.434138
LSL 19.093299
LTL 3.452488
LVL 0.707267
LYD 7.430625
MAD 10.871821
MDL 20.167795
MGA 4852.382536
MKD 61.666299
MMK 2455.165483
MNT 4180.357441
MOP 9.423591
MRU 46.781954
MUR 54.463755
MVR 18.064962
MWK 2030.985476
MXN 20.314412
MYR 4.644287
MZN 74.773001
NAD 19.093386
NGN 1592.22437
NIO 42.93495
NOK 11.102094
NPR 173.028978
NZD 1.999077
OMR 0.44958
PAB 1.167758
PEN 3.943296
PGK 5.040924
PHP 69.853856
PKR 326.249655
PLN 4.24784
PYG 7544.315567
QAR 4.263196
RON 5.091379
RSD 117.377432
RUB 90.761749
RWF 1708.857186
SAR 4.387802
SBD 9.410796
SCR 17.746982
SDG 702.718438
SEK 10.865502
SGD 1.489424
SLE 28.768796
SOS 668.229077
SRD 43.935107
STD 24201.09037
STN 24.916693
SVC 10.217845
SYP 129.264934
SZL 19.093519
THB 37.606566
TJS 11.111556
TMT 4.098217
TND 3.371821
TRY 52.194217
TTD 7.921531
TWD 37.11488
TZS 3034.200806
UAH 50.724216
UGX 4303.424879
USD 1.169249
UYU 47.396707
UZS 14288.220627
VES 555.467273
VND 30792.168311
VUV 139.765824
WST 3.237991
XAF 656.332441
XAG 0.015447
XAU 0.000246
XCD 3.159953
XCG 2.104704
XDR 0.816267
XOF 656.539251
XPF 119.331742
YER 278.924228
ZAR 19.185741
ZMK 10524.642103
ZMW 22.275742
ZWL 376.497651
  • Goldpreis

    -30.3000

    4787.7

    -0.63%

  • EUR/USD

    -0.0007

    1.1696

    -0.06%

  • Euro STOXX 50

    -17.0800

    5896.29

    -0.29%

  • DAX

    -273.6400

    23806.99

    -1.15%

  • TecDAX

    -78.7500

    3516.92

    -2.24%

  • MDAX

    -242.7200

    30052.36

    -0.81%

  • SDAX

    -201.3900

    17033.57

    -1.18%

UN-Sanktionen gegen den Iran treten wieder in Kraft - E3-Staaten: Kein "Ende der Diplomatie"
UN-Sanktionen gegen den Iran treten wieder in Kraft - E3-Staaten: Kein "Ende der Diplomatie" / Foto: Simon Wohlfahrt - AFP/Archiv

UN-Sanktionen gegen den Iran treten wieder in Kraft - E3-Staaten: Kein "Ende der Diplomatie"

Knapp zehn Jahre nach dem historischen Atomabkommen mit dem Iran sind weitreichende UN-Sanktionen im Streit um Teherans Atomprogramm wieder in Kraft gesetzt worden. Am Samstag um 20.00 Uhr (Ortszeit, Sonntag 2.00 Uhr MESZ) lief in New York die Frist des von Deutschland, Frankreich und Großbritannien in Gang gesetzten sogenannten Snapback-Mechanismus ab. Damit wurden die nach dem Atomabkommen von 2015 abgebauten UN-Sanktionen gegen den Iran wieder eingeführt.

Textgröße:

Die Außenminister der sogenannten E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien riefen Teheran am frühen Sonntagmorgen kurz nach dem Wiedereintreten der Sanktionen zu einer gemäßigten Reaktion auf: "Wir fordern den Iran auf, von jeglicher eskalierenden Maßnahme abzusehen und sich wieder an seine rechtlich bindenden Sicherheitsverpflichtungen zu halten", teilten Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), sein Kollege Jean-Noël Barrot aus Frankreich und die britische Außenministerin Yvette Cooper in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Die Wiedereinführung der UN-Sanktionen sei jedoch "nicht das Ende der Diplomatie", heißt es in der Erklärung weiter. Die E3-Staaten wollten vielmehr "weiterhin mit allen Parteien zusammenarbeiten, um eine diplomatische Lösung zu finden, die sicherstellt, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügt."

US-Außenminister Marco Rubio forderte Teheran derweil zu "direkten Gesprächen" mit Washington auf. "Ein Abkommen bleibt weiterhin die beste Lösung für das iranische Volk und die Welt", erklärte Rubio. Damit dies geschehen könne, müsse Teheran jedoch für Verhandlungen ohne weitere Ausflüchte zur Verfügung stehen. Von anderen Ländern forderte der US-Außenminister unterdessen, die Sanktionen gegen Teheran "unverzüglich umzusetzen".

Westliche Staaten verdächtigen Teheran, nach der Atombombe zu streben. Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen ist auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig, zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf 3,67 Prozent ausreichend. Teheran versichert beharrlich, sein Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung zu betreiben.

Nachdem Verhandlungen über das iranische Atomprogramm ergebnislos geblieben waren, hatten die E3-Staaten im August den Snapback-Mechanismus aktiviert. Der Mechanismus sieht vor, die UN-Sanktionen gegen den Iran binnen 30 Tagen wieder in Kraft zu setzen - was nun geschah. Die Sanktionen umfassen nach Angaben des Auswärtigen Amts unter anderem ein Waffenembargo, Restriktionen für den iranischen Banken- und Finanzsektor und Verbote über den Import, Export oder Transfer zahlreicher Güter.

Für den Iran, der bereits mit hoher Inflation und einer schwachen Infrastruktur zu kämpfen hat, dürfte dies weitere wirtschaftliche Schwierigkeiten bedeuten. Zweifelhaft ist allerdings, ob alle Länder sich an die Sanktionen halten. Der russische Vize-Botschafter bei der UNO, Dmitri Poljanski, kündigte bereits an, dass sein Land die Wiedereinführung der Strafmaßnahmen als "null und nichtig" betrachte.

Wenige Stunden vor Ablauf der Frist hatte der UN-Sicherheitsrat am Freitag einen Aufschub der Sanktionen abgelehnt. Neun von 15 Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats stimmten in New York gegen einen von Irans Verbündeten China und Russland eingebrachten Resolutionsentwurf, der Teheran mehr Zeit für Verhandlungen über sein Atomprogramm verschaffen sollte. Nach dem Votum gegen eine Fristverlängerung beorderte Teheran seine Botschafter aus den sogenannten E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu Konsultationen zurück.

Das Atomabkommen von 2015 sollte den Iran am Bau der Atombombe hindern. Teheran war später schrittweise aus dem Abkommen ausgestiegen, nachdem die USA 2018 während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump einseitig aus der Vereinbarung ausgestiegen waren.

F.E.Ackermann--NZN