Zürcher Nachrichten - Drohnensichtungen am Flughafen München: Bundeswehr leistet Amtshilfe

EUR -
AED 4.339986
AFN 76.813543
ALL 96.492973
AMD 444.537279
ANG 2.11543
AOA 1083.66658
ARS 1692.020096
AUD 1.684574
AWG 2.130107
AZN 2.013109
BAM 1.954645
BBD 2.373297
BDT 144.104834
BGN 1.984598
BHD 0.444237
BIF 3491.93627
BMD 1.181752
BND 1.500513
BOB 8.142188
BRL 6.165668
BSD 1.178304
BTN 106.731922
BWP 15.599781
BYN 3.385199
BYR 23162.33109
BZD 2.369799
CAD 1.613422
CDF 2599.85315
CHF 0.916638
CLF 0.025765
CLP 1017.357901
CNY 8.200115
CNH 8.190584
COP 4371.916203
CRC 584.154765
CUC 1.181752
CUP 31.316417
CVE 110.199872
CZK 24.182242
DJF 209.825993
DKK 7.471269
DOP 74.36605
DZD 153.099518
EGP 55.201487
ERN 17.726274
ETB 183.180241
FJD 2.61108
FKP 0.868127
GBP 0.867946
GEL 3.184845
GGP 0.868127
GHS 12.949347
GIP 0.868127
GMD 86.267993
GNF 10342.887366
GTQ 9.037659
GYD 246.524304
HKD 9.234029
HNL 31.125605
HRK 7.534968
HTG 154.358774
HUF 377.434945
IDR 19919.013862
ILS 3.676045
IMP 0.868127
INR 107.038864
IQD 1543.587741
IRR 49781.285756
ISK 145.012412
JEP 0.868127
JMD 184.421007
JOD 0.837872
JPY 185.771942
KES 152.000168
KGS 103.34418
KHR 4755.189689
KMF 495.154258
KPW 1063.564616
KRW 1729.846316
KWD 0.363046
KYD 0.98192
KZT 582.99545
LAK 25321.035298
LBP 105523.135953
LKR 364.544555
LRD 221.519082
LSL 19.009765
LTL 3.489405
LVL 0.71483
LYD 7.46159
MAD 10.817307
MDL 20.090127
MGA 5230.908539
MKD 61.603592
MMK 2481.235038
MNT 4216.333273
MOP 9.482296
MRU 46.591465
MUR 54.431591
MVR 18.25805
MWK 2043.192476
MXN 20.409031
MYR 4.664961
MZN 75.336538
NAD 19.009765
NGN 1615.430762
NIO 43.364372
NOK 11.419845
NPR 170.771074
NZD 1.963225
OMR 0.453132
PAB 1.178304
PEN 3.964657
PGK 5.053014
PHP 69.1455
PKR 329.486674
PLN 4.213725
PYG 7785.398839
QAR 4.294862
RON 5.093825
RSD 117.31067
RUB 90.70878
RWF 1719.78361
SAR 4.430077
SBD 9.52273
SCR 16.366727
SDG 710.826911
SEK 10.647351
SGD 1.504254
SHP 0.88662
SLE 28.893706
SLL 24780.739021
SOS 672.202729
SRD 44.691484
STD 24459.871888
STN 24.485529
SVC 10.309907
SYP 13069.670175
SZL 19.005768
THB 37.266491
TJS 11.040775
TMT 4.142039
TND 3.41738
TOP 2.845374
TRY 51.539143
TTD 7.979284
TWD 37.331638
TZS 3045.899877
UAH 50.612188
UGX 4192.522224
USD 1.181752
UYU 45.543084
UZS 14469.448573
VES 446.684521
VND 30666.453663
VUV 140.8445
WST 3.227021
XAF 655.569559
XAG 0.015204
XAU 0.000238
XCD 3.193743
XCG 2.123645
XDR 0.815318
XOF 655.569559
XPF 119.331742
YER 281.734006
ZAR 18.973
ZMK 10637.168985
ZMW 21.94603
ZWL 380.523529
  • Goldpreis

    0.0000

    4979.8

    0%

  • MDAX

    228.3300

    31662.83

    +0.72%

  • Euro STOXX 50

    72.7000

    5998.4

    +1.21%

  • SDAX

    15.2200

    17893.72

    +0.09%

  • DAX

    230.3600

    24721.46

    +0.93%

  • TecDAX

    -8.4500

    3619.6

    -0.23%

  • EUR/USD

    0.0032

    1.1818

    +0.27%

Drohnensichtungen am Flughafen München: Bundeswehr leistet Amtshilfe
Drohnensichtungen am Flughafen München: Bundeswehr leistet Amtshilfe / Foto: Michaela STACHE - AFP

Drohnensichtungen am Flughafen München: Bundeswehr leistet Amtshilfe

Nach den Drohnensichtungen hilft die Bundeswehr am Flughafen München mit der "Fähigkeit der Drohnendetektion". Bayerns Innenministerium habe sich mit einem Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr gewandt, bestätigte eine Sprecherin des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. Am Freitag hatte Deutschlands zweitgrößter Airport den zweiten Abend in Folge den Flugbetrieb wegen Drohnensichtungen einstellen müssen. Passagiere mussten auch am Samstag nach Wiederaufnahme des Betriebs noch mit Verspätungen oder Flugausfällen rechnen.

Textgröße:

Aus "operativen Gründen" könnten keine Details zu den abgefragten und eingesetzten Fähigkeiten durch die Bundeswehr herausgegeben werden, erklärte die Sprecherin weiter. Für die Gefahrenabwehr "außerhalb unserer Liegenschaften" seien grundsätzlich Landessicherheitsbehörden zuständig, die Amtshilfe werde nur "subsidiär" geleistet.

Wegen Drohnensichtungen im Umfeld und über dem Flughafen München war der Betrieb an Deutschlands zweitgrößtem Airport zunächst am Donnerstagabend gestoppt worden, knapp 3000 Passagiere waren nach Flughafenangaben betroffen. Am Freitagabend wurden erneut Drohnen gesichtet, der Betrieb musste erneut unterbrochen werden. Diesmal waren 6500 Passagiere betroffen. Unklar ist nach wie vor, wer die Drohnen gesteuert hat.

"Der Flugbetrieb wurde schrittweise hochgefahren und stabilisierte sich im Laufe des Nachmittags", teilte der Münchner Flughafen am Samstag auf seiner Webseite mit. Passagiere würden weiterhin gebeten, sich vor der Anfahrt zum Flughafen auf der Homepage ihrer Airline zu informieren. "Von den am Samstag geplanten über 1.000 Starts und Landungen haben die Airlines im Tagesverlauf aus operativen Gründen rund 170 Flüge annulliert", teilte der Flughafen weiter mit.

Für die Passagiere seien Feldbetten aufgestellt und Decken, Getränke und Snacks verteilt worden. Eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP, die am Samstagnachmittag in München mit Verspätung ankam, sah Dutzende Menschen, die auf Feldbetten lagen, schliefen und warteten. Die Vorfälle ereigneten sich just zur Zeit des Münchner Oktoberfestes, dem größten Volksfest der Welt, zu dem viele Besucher auch aus dem Ausland anreisen.

Eigentlich hätte der Flugbetrieb am Samstag ab 05.00 Uhr wieder beginnen sollen - jedoch verzögerte sich dies "aufgrund von Drohnensichtungen in den frühen Morgenstunden", wie der Airport erklärte. Die Bundespolizei teilte dazu auf Anfrage der AFP mit, sie sei "gegen 03:15 Uhr einem erneuten Hinweis zu einer Drohnensichtung nachgegangen, aber ohne weitere Feststellungen".

Nach dem Vorfall vom Donnerstag hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mehr Geld für die Drohnenabwehr gefordert. "Wir brauchen jetzt mehr Finanzierung, Förderung und Forschung", erklärte Dobrindt am Freitag.

Zuletzt hatten zahlreiche Überflüge von Drohnen unbekannter Herkunft über dänischen Flughäfen und Militäreinrichtungen für Aufsehen gesorgt. Auch über Schleswig-Holstein wurden vergangene Woche Drohnen gesichtet.

Dobrindt sprach vor einigen Tagen von einer gestiegenen Gefahr für die Sicherheit in Deutschland und kündigte den Aufbau eines neuen Drohnenabwehrzentrums an - diese Pläne bekräftigte Dobrindt am Samstag in München noch einmal. Zur Bekämpfung der Drohnen soll nach seinen Plänen bald auch die Bundeswehr eingesetzt werden dürfen.

Die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) mahnte nun schnelles Handeln an. Die Vorfälle machten "einmal mehr deutlich, dass wir aktuell bei der Detektion und Abwehr von Drohnen über kritischer Infrastruktur nicht handlungsfähig sind", erklärte Marie-Christine von Hahn am Samstag. Sie fuhr fort: "Wir müssen jetzt zügig ins Handeln kommen, Politik, Industrie und Sicherheitsbehörden gemeinsam." Es brauche zunächst eine "schnelle Klärung der Zuständigkeiten und einen sicheren Rechtsrahmen".

Im Januar hatte die Vorgängerregierung im Kabinett bereits eine Änderung des Luftsicherheitsgesetzes beschlossen, damit die Bundeswehr Drohnen künftig auch abschießen kann. Die Vorlage wurde aber dann wegen des Regierungswechsels nicht mehr im Parlament verabschiedet. Bislang dürfen die Streitkräfte zur Unterstützung der Polizei Luftfahrzeuge abdrängen, zur Landung zwingen, den Einsatz von Waffengewalt androhen oder Warnschüsse abgeben.

T.Furrer--NZN