Zürcher Nachrichten - Hoffnung für Geiseln: Israel und Hamas verhandeln in Ägypten über Trump-Plan

EUR -
AED 4.289652
AFN 74.755457
ALL 95.806291
AMD 439.255962
AOA 1071.09945
ARS 1620.456639
AUD 1.655536
AWG 2.102485
AZN 1.985048
BAM 1.954883
BBD 2.349628
BDT 143.312777
BHD 0.440784
BIF 3467.403249
BMD 1.168047
BND 1.488015
BOB 8.061253
BRL 5.980168
BSD 1.166568
BTN 108.0331
BWP 15.713831
BYN 3.388398
BYR 22893.723364
BZD 2.34626
CAD 1.615473
CDF 2687.676634
CHF 0.923715
CLF 0.026622
CLP 1047.773488
CNY 7.985062
CNH 7.987194
COP 4263.091622
CRC 542.350246
CUC 1.168047
CUP 30.953248
CVE 110.213774
CZK 24.387542
DJF 207.745222
DKK 7.472751
DOP 70.747421
DZD 154.628421
EGP 62.022457
ERN 17.520707
ETB 182.162493
FJD 2.611402
FKP 0.869118
GBP 0.871159
GEL 3.136201
GGP 0.869118
GHS 12.856025
GIP 0.869118
GMD 85.267322
GNF 10236.329954
GTQ 8.924852
GYD 244.066562
HKD 9.151124
HNL 30.979866
HRK 7.534602
HTG 152.999543
HUF 377.436316
IDR 19958.479378
ILS 3.582867
IMP 0.869118
INR 107.977191
IQD 1528.302754
IRR 1535981.950089
ISK 143.389517
JEP 0.869118
JMD 184.445852
JOD 0.828168
JPY 186.00157
KES 150.970476
KGS 102.143964
KHR 4664.85182
KMF 495.836542
KPW 1051.188821
KRW 1730.17561
KWD 0.361021
KYD 0.972156
KZT 556.296205
LAK 25722.264919
LBP 104479.475813
LKR 368.092068
LRD 214.654826
LSL 19.225029
LTL 3.448939
LVL 0.70654
LYD 7.417616
MAD 10.868349
MDL 20.147067
MGA 4873.776473
MKD 61.613989
MMK 2452.642107
MNT 4176.060942
MOP 9.413905
MRU 46.302876
MUR 54.407919
MVR 18.058474
MWK 2022.877118
MXN 20.341505
MYR 4.652305
MZN 74.708468
NAD 19.225029
NGN 1591.662837
NIO 42.930414
NOK 11.104536
NPR 172.851141
NZD 1.998937
OMR 0.449112
PAB 1.166558
PEN 3.948748
PGK 5.049696
PHP 69.977118
PKR 325.391849
PLN 4.252182
PYG 7536.56165
QAR 4.264918
RON 5.092337
RSD 117.338116
RUB 90.670057
RWF 1707.920808
SAR 4.383333
SBD 9.401039
SCR 17.728791
SDG 701.996447
SEK 10.902389
SGD 1.488886
SLE 28.792501
SOS 666.695838
SRD 43.889951
STD 24176.216908
STN 24.488828
SVC 10.207343
SYP 129.132078
SZL 19.226229
THB 37.499044
TJS 11.100136
TMT 4.088165
TND 3.401919
TRY 52.074925
TTD 7.91339
TWD 37.110609
TZS 3031.081984
UAH 50.672082
UGX 4299.001893
USD 1.168047
UYU 47.347993
UZS 14232.506808
VES 554.141288
VND 30748.840182
VUV 139.622175
WST 3.234663
XAF 655.657874
XAG 0.015629
XAU 0.000245
XCD 3.156706
XCG 2.102541
XDR 0.815428
XOF 655.657874
XPF 119.331742
YER 278.666866
ZAR 19.234518
ZMK 10513.842246
ZMW 22.252848
ZWL 376.110693
  • Goldpreis

    36.2000

    4813.4

    +0.75%

  • MDAX

    -242.7200

    30052.36

    -0.81%

  • SDAX

    -201.3900

    17033.57

    -1.18%

  • Euro STOXX 50

    -17.0800

    5896.29

    -0.29%

  • DAX

    -273.6400

    23806.99

    -1.15%

  • TecDAX

    -78.7500

    3516.92

    -2.24%

  • EUR/USD

    0.0045

    1.1715

    +0.38%

Hoffnung für Geiseln: Israel und Hamas verhandeln in Ägypten über Trump-Plan
Hoffnung für Geiseln: Israel und Hamas verhandeln in Ägypten über Trump-Plan / Foto: Jack GUEZ - AFP

Hoffnung für Geiseln: Israel und Hamas verhandeln in Ägypten über Trump-Plan

Hoffnung für die israelischen Geiseln und die notleidenden Menschen im Gazastreifen: Zwei Jahre nach dem Überfall der islamistischen Hamas auf Israel und dem folgenden Gaza-Krieg wollten Vertreter beider Seiten am Montag in Ägypten über den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump verhandeln. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU), der zu einem Besuch in Israel erwartet wurde, sah angesichts der Gespräche über eine Freilassung aller Geiseln sowie eine Waffenruhe im Gazastreifen nach langer Zeit eine Perspektive für den festgefahrenen Nahost-Konflikt.

Textgröße:

Die Gespräche sollten nach Angaben beider Seiten am Montag im ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich stattfinden. Die Verhandlungen beginnen somit einen Tag vor dem zweiten Jahrestag des Angriffs der Palästinenserorganisation Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023, der den Gaza-Krieg ausgelöst hatte.

Die israelische Delegation sollte nach Angaben von Regierungschef Benjamin Netanjahu am Montag dorthin aufbrechen. Aus Hamas-nahen Kreisen erfuhr AFP, dass sich die beiden Delegationen im selben Gebäude aufhalten würden.

Zunächst wollten sich aber Vertreter der Hamas mit den Vermittlern in Kairo treffen. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Hamas-Kreisen erfuhr, waren für Montagmorgen in der ägyptischen Hauptstadt Vorgespräche mit ägyptischen und katarischen Vermittlern geplant.

US-Präsident Trump sprach am Sonntagabend (Ortszeit) In seinem Onlinedienst Truth Social von "sehr positiven Gesprächen" im Rahmen der Verhandlungen in Ägypten. Daran hätten sich am Wochenende die Hamas sowie Länder aus aller Welt, darunter arabische und muslimische Staaten, beteiligt, "um die Geiseln zu befreien, den Krieg im Gazastreifen zu beenden, aber noch wichtiger den lange ersehnten Frieden im Nahen Osten zu erreichen".

Trump zufolge wollten die technischen Verhandlungsteams am Montag erneut in Ägypten beraten, "um die letzten Details zu klären". Die erste Phase mit der Übergabe der Geiseln könne noch diese Woche abgeschlossen werden. Er forderte "alle auf, schnell voranzukommen", mahnte der US-Präsident.

Fast zwei Jahre nach ihrem brutalen Großangriff auf Israel hatte die Hamas am Freitag Trumps 20-Punkte-Plan in Teilen zugestimmt. Ein hochrangiger Hamas-Vertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Palästinenserorganisation "sehr interessiert" an einer Einigung mit Israel sei.

Israels Regierungschef Netanjahu äußerte am Wochenende die Hoffnung, dass alle verbliebenen Geiseln bereits in wenigen Tagen heimkehren könnten, und schrieb dies "militärischem und diplomatischem Druck" auf die Hamas zu. Der israelische Armeechef Ejal Samir erklärte am Sonntag, im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen würden die Kämpfe wieder aufgenommen.

US-Außenminister Marco Rubio rief Israel zur Einstellung der Bombardements im Gazastreifen auf, da eine Übergabe der Geiseln andernfalls nicht möglich sei. Am Sonntag gab es laut der von der Hamas kontrollierten Zivilschutzbehörde im Gazastreifen mindestens 20 Tote durch israelische Angriffe.

Trump hat für die Gespräche über den Friedensplan seinen Schwiegersohn Jared Kushner und den US-Nahost-Sonderbeauftragten Steve Witkoff nach Ägypten geschickt. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) verlängerte seine am Wochenende begonnene Reise in die Region: Nach Gesprächen in Katar und Kuwait wollte er am Montag nach Israel weiterreisen, wie es aus dem Auswärtigen Amt hieß. Dort werde er mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar über Trumps Friedensplan sprechen. Danach stand Ägypten auf dem Programm.

Was derzeit geschehe, gebe ihm Hoffnung, sagte Wadephul im Interview mit der ARD in Kuwait. Erstmals seit zwei Jahren gehe es "nicht nur um einen Waffenstillstand, sondern um eine tragfähige politische Lösung". Israelische, arabische und palästinensische Akteure teilten inzwischen Vorstellungen, "wie es im Gazastreifen weitergehen kann".

Deutschland stehe "in engem Kontakt mit den Vermittlern in Kairo und Doha", sagte Wadephul. "Wenn ein deutscher Beitrag hilfreich ist, werde ich diese Reise fortsetzen." Die Welt müsse den USA dankbar sein. Trumps Engagement sei bemerkenswert.

Auch Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi pries den US-Präsidenten für seinen Nahost-Friedensplan. "Ich kann US-Präsident Donald Trump nur mein Lob und meine Anerkennung aussprechen", sagte al-Sisi in einer Rede. Die in dem Plan aufgeführten Punkte bedeuteten, "dass wir auf dem richtigen Weg zu dauerhaftem Frieden und Stabilität sind".

Trumps am vergangenen Montag vorgestellter Plan sieht neben der Freilassung der Geiseln unter anderem die Entwaffnung der Hamas und einen schrittweisen Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen vor. Dem Plan zufolge soll die Hamas künftig bei der Verwaltung des Gazastreifens keine Rolle mehr spielen.

Am 7. Oktober 2023 hatten die Hamas und ihre islamistischen Verbündeten Kibbuzim, Kommunen und ein Musikfestival im Süden Israels überfallen. Dabei wurden nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet. 251 Menschen wurden als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt.

Zwei Jahre später sind noch immer 47 Geiseln in der Gewalt der Hamas, darunter auch mehrere deutsche Staatsbürger, mindestens 25 der Geiseln sollen bereits tot sein. Die Hamas hält zudem seit Jahren die Leiche des lange vor dem 7. Oktober entführten Israeli Hadar Goldin als Geisel im Gazastreifen fest.

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums mehr als 67.100 Menschen getötet. Die humanitäre Lage in dem Palästinensergebiet ist katastrophal.

P.E.Steiner--NZN